Antiquariat Rainer Friedrich Meyer
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Liste August 2010
Literatur & Philosophie des 18. & 19.
Jahrhunderts
Abbt,
Thomas & Friedrich Nicolai (Herausgeber): Freundschaftliche Correspondenz.
Berlin und Stettin: Friedrich Nicolai, 1771. Octavo. 163 x 92 mm. [14],
399, [1] Seiten. Titel in rot und schwarz gedruckt.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen
Pergamentbünden. goldgeprägter Rückentitel,
Goldschnitt, Vorsätze aus Federmarmor.
* Preis: 280,00 €
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Erschienen als Teil drei der "Vermischten
Werke". Briefe Abbts an seine Freunde Moses Mendelssohn (1729-1786) und
Friedrich Nicolai (1733-1811), "nebst unseren Antworten und andern dazu
gehörigen Briefen" (Vorrede, fol. *2r), herausgegeben und mit
einer Vorrede versehen von Friedrich Nicolai.
¶ Abbt (1738-1766) war gräflich
Schaumburg-Lippischer Hof-Regierungs- und Consistorial-Rath sowie
Patronus Scholarum in Bückeburg. In den Jahren 1761 bis 1762
wirkte er in Berlin und hatte dort Verbindung zu Nicolai, Ramler, Gleim
und Mendelssohn, der ihm seinen "Phädon" widmete.
Geprägt ist die Ideenwelt Abbts u.a. von dem schweizer Arzt
und Popularphilosophen Johann Georg Zimmermann (1728-1795), dessen 1758
erschienene Schrift "Von dem Nationalstolze" eine vergleichbare
Position wie Abbts "Vom Tode fürs Vaterland" (1760) vertritt.
In Halle lernte er die Staatsphilosophie Christian Freiherr von Wolffs
kennen.
¶ Im Mittelpunkt von Abbts politischem Denken steht
das Verhältnis von Bürger und Staat in einer
aufgeklärten Monarchie, das von politischer Tugend
geprägt ist. Johann Gottfried Herder (1744-1803), sein
Nachfolger in Bückeburg, wurde von Abbts 'pragmatischem
Gebrauch der Historie' beeinflußt. Vgl. Kosch:
Literatur-Literaturlexikon I,1. "Aus dieser Wahrheitsliebe, entstanden
bey ihm die Zweifel über wichtige Wahrheiten, davon man in
diesen Briefen so merkwürdige Spuren findet. Leuten, die
bloß nachzubeten gewohnt sind, könten diese Zweifel
anstößig vorkommen, aber ein Wahrheitsfreund,
welcher erfahren hat, daß ohne vernünftiges
Zweifeln, keine Ueberzeugung, und ohne Ueberzeugung keine Beruhigung
statt findet, wird den Werth eines Jünglings erkennen, der im
fünf und zwanzigsten Jahre seines Alters, die wichtigsten
Wahrheiten so angelegentlich untersuchte" (Vorrede, fol. *2v). Einband
teils leicht berieben, oberes Kapital mit kleiner, restaurierter
Fehlstelle; innen meist papierbedingt etwas gebräunt bzw.
fleckig, wenige saubere Anmerkungen einer zeitgenössischen
Hand.
¶ First edition. Contemporary vellum, all edges gilt.
Slightly browned due to quality of paper, some contemporary
annotations.
Erste Ausgabe. Goedeke3 IV,i,496,6,III - Spieckermann 54 - Raabe:
Nicolai 14. – Gewicht: 750g. N° 1466
Bahrdt,
Carl Friedrich:
Geschichte und Tagebuch meines Gefängnisses nebst geheimen
Urkunden und Aufschlüssen über Deutsche Union.
Frankfurt am Mayn, 1790. bei Varrentrapp und Wenner. Octavo. 170 x 101
mm. [1], [1 weiße], 142, 192 Seiten. Mit gestochener
figürlicher Titelvignette von Daniel Chodowieki.
Schlichter handgefertigter Pappband der Zeit, bezogen mit hellbraunem
Kleisterpapier. * Preis: 270,00
€ [ bestellen ]
Bahrdt (1741-1792), Professor in Leipzig,
Erfurt und Gießen, wurde 1776 General-Superintendent in
Dürkheim, 1777 Freimaurer, 1778 wegen Ketzerei abgesetzt, dann
1779 Dozent in Halle. Nach dem Tode Friedrich II. wurde er zur Aufgabe
seiner Vorlesungen gezwungen. Er endete als Gastwirt in Nietleben bei
Halle, wo er eine Winkelloge unterhielt und die freimaurerische
‚Deutsche Union' begründete, die Jesus als Stifter
einer geheimen Ordensgesellschaft begriff (vgl. Lennhoff/Posner 348).
Nach dem Wormser Eröffnungstreffen 1788 wurden die Statuten
der Loge von J.D. Bode verraten; Bahrdt wurde wegen einer Satire auf
das preußische Religionsedikt verhaftet und in Magdeburg
eingekerkert. Bahrdt entwickelte sich vom Orthodoxen zu immer
größerem Radikalismus und wurde endlich radikaler
Parteigänger der französischen Revolution; die
Französische Republik ernannte ihn nach seinem Tode 1792 zum
Ehrenbürger. Seine theologischen Ansichten ließen
vom Christentum nichts als nackten Deismus übrig.
¶ Der erste Teil des vorliegenden Werkes schildert
die Vorgänge, die zu seiner Inhaftierung führten,
seinen Gefängnisaufenthalt und die Verhöre. Der
zweite Teil, Anhang benannt, umfaßt die Verteidigungschrift
Bahrdts und den "Geheimen Plan der deutschen Union zur gemeinsamen
Berathung für Diöcesane und Vorsteher" (Ss. 55 ff.),
die umfangreichste Quelle zu dieser freimaurerischen Loge. "Die
Haupzwecke der Union sind: a) Vervollkommnung der Wissenschaften, der
Künste des Kommerzes &c. insonderheit der
Volksreligion. b) Die Verbesserung der Erziehung und
Unterstützung guter Erziehungsanstalten. (...)"
Ausführlich werden die verschiedenen Ränge der
Mitglieder, deren Aufgaben, die Versammlungstätten, die
Rituale und in "Beylage III" (Ss. 175 ff.) die geheimen
Operationspläne behandelt.
¶ Diese Frankfurter Ausgabe ist kein
Nachdruck, wie von Jacob/Majewski und Goedeke behauptet, sondern -
ausgenommen die beiden untersten Zeilen des Titelblattes mit der
anderen Orts- und Verlagsangabe - satzidentisch mit der bei Friedrich
Vieweg dem Älteren zu Berlin erschienenen, selbst
die Ausbrüche, wie z.B. bei der Lagensignatur A auf dem ersten
Blatt des zweiten Teiles sind identisch. Merkwürdigerweise ist
sie seltener als die Berliner Variante. Einband an Rücken und
Kanten berieben, Ecken bestoßen. Titelblatt und erste
Blätter leicht fleckig, sonst innen von wenigen Fleckchen
abgesehen wohlerhalten. Auf dem vorderen fliegenden Vorsatz ein
zeitgenössicher handschriftlicher Eintrag.
¶ Contemporary boards, rubbed. Slightly stained, else
good. Only the publisher's imprint on the title differs from the Berlin
edition.
Erste Ausgabe, Variante. Jacob/Majewski 409 Anm. - Goedeke3 IV,i,829,94
beta. Cf. Wolfstieg 13850 - Engelmann 626 - Brieger 133. –
Gewicht: 750g. N° 5372
Bauer,
Johann Jacob:
Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis. Oder vollständiges
Verzeichniß rarer Bücher, aus den besten
Schriftstellern mit Fleiß zusammen getragen und aus eigener
Erfahrung vermehret. Erster Theil, von A-F. Nürnberg: Martin
Jacob Bauer, 1770. Beigebunden / bound with: (...)
Zweyter Theil, von G-L. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1771.
Derselbe: Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis.
(...) Dritter Theil, von M-R. Nürnberg: Martin Jacob Bauer,
1771. Beigebunden / bound with: (...) Vierter
Theil, von S-Z. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1772.
Derselbe: Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis.
Svpplementorvm Volvmen I. (...) Erster Supplementband von A-C.
Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1774. Beigebunden /
bound with: Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis.
Svpplementorvm Volvmen II. (...) Zweyter Supplementband von D-Z.
Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1774.
Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1770-1774.
Octavo. 190 x 110 mm. Erster Theil: 40, 328 Seiten. - Zweyter Theil:
[32], 334, [2 weiße] Seiten. - Dritter Theil: [8], 351, [1
weiße] Seiten. - Vierter Theil: [8], 328 Seiten. - Suppl. I:
[14], 420, [4] Seiten. - Suppl. II: [11], [1 weiße], 400
Seiten.
Mit zahlreichen Holzschnitt-Vignetten und typographischen Zierleisten.
In drei uniformen, marmorierten handgefertigten
Kalblederbänden der Zeit auf fünf echten, erhabenen
Bünden mit goldgeprägten hellbraunen
Rückenschildchen auf zweitem Feld, der jeweiligen Bandzahl im
dritten, die anderen mit einem größeren, fleuralen
Stempel vergoldet und die Bünde mit goldgeprägten
Linien abgesetzt. Handgestochene grün/weiße
Kapitale, Rotschnitte. Vorsätze aus Marmorpapier.
* Preis: 900,00 €
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Beschrieben werden ca. 17.500 Titel meist
des 15. bis 17. Jh. Etwa von der Hälfte des dritten Teils ab
ist das Werk von Bernhard Friedrich Hummel bearbeitet. Es erschien
wesentlich später, 1791, noch ein letztes Supplement, das
jedoch nur noch 289 Ss. stark war und nur 2500 weitere Titel beschrieb.
Die umfangreiche Bibliographie enthält (mit Quellenangaben) in
alphabetischer Anordnung nach Autoren bzw. bei Anonyma nach Titeln:
Klassiker-Ausgaben, Werke protestantischer Theologie, historische wie
geographische Werke. Grundlagen waren die Methode von Lenglet du
Fresnoy sowie die Verzeichnisse und Sammlungen von Baumgarten,
Bünau, Bünemann, Engel, Feuerlin, Freytag, Reimmann,
Schelhorn, Schwarz, Schwindel, Solger, Thomasius, Vogt u.a.
¶ Exemplar aus süddeutschen Bibliotheken mit
dem zeitgenössischen, gestochenen Wappenexlibris von
"Franciscus Præpositus S. Salvatoris Pollingæ"; dem
Exlibris des Gymnasiums und Lyceums zu München, dem mehrfachen
Stempel der Phil.-theol. Hochschule Freising und schließlich
dem Stempel der UB Freiburg mit Ausgeschieden-Vermerk auf den
Titelversos und am Schluß. Einbände leicht berieben,
unteres Kapital von I/II leicht beschädigt. Kleiner Wurmgang
im unteren weißen Rand von Band I/II. Ein bzw. zwei Exlibris
auf vorderem Spiegel; Bibliotheksstempel. Blattweiser. Bisweilen leicht
stockfleckig, sonst gut. - In so schönen Einbänden
sehr selten.
¶ First edition. Contemporary calf, gilt. Scarce.
Petzholdt 114 - Besterman I,909 - Slg. Krieg 4 [wie hier, ohne den
letzten Supplementband] - Ebert 1772. –
Gewicht: 2000g. N° 3058
Beckmann,
Johann Gottlieb:
Forst Calender, oder Verzeichniß derer Verrichtungen, die
einem Förster in jedem Monate vorzüglich obliegen.
Auf das Jahr 1766. Leipzig: "bey M.G. Weidmanns Erben und
Reich", s.a. [1766]. Octavo. 194 x 121 mm. [64] Seiten. Der
Kalenderteil mit weißen Blatt durchschossen.
Handgefertigter Pappeinband der Zeit, bezogen mit violettem
Kleisterpapier, Schnitt blau gesprenkelt.
* Preis: 140,00 €
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Der erste Jahrgang des Forstkalenders
Beckmanns erschien 1764; er war Forstinspektor in Wolckenburg und
Mitglied der Ökonomischen Gesellschaft; vgl. ADB II,238 -
Jöcher/Adelung I,159. Das Kalendarium mit Hinweisen auf die im
betreffenden Monat anfallenden Arbeiten. Ab fol. C3 verso mit den
Beschreibungen einzelner Baumarten wie Nadelbäume (Fichte,
Kiefer, Lerche, Tanne) und Laubholzbäume (Ahorn, Aspe, Birke,
Buche, Eiche, Erle, Esche, Leimbaum, Linde, Weide), deren Anbau,
Behandlung, Gebrauch und Nutzen. Am Schluß ein
Überblick zu den Sonnen- und Mondfinsternissen des Jahres.
Einband teils etwas berieben, Bezug im Rand leicht ausgeblichen.
Durchgestrichener Bibliothekstempel auf Verso des fliegenden Vorsatzes.
Von leichten, papierbedingten Bräunungen abgesehen gut.
Selten.
¶ First edition. Contemporary boards. Ex-library.
Erste Ausgabe. Mantel I,10. – Gewicht: 750g.
N° 4581
Behrmann,
Georg: Timoleon
der Bürgerfreund Ein Trauerspiel des Herrn Georg Behrmanns.
Frankfurt und Leipzig, 1750. Octavo. 167 x 103 mm. [8], 104 Seiten.
Moderner Ledereinband mit goldgeprägtem Rückentitel.
* Preis: 95,00
€ [ bestellen ]
Behrmann (1704-1756), geboren in Hamburg,
war Kaufmann und wurde kurz vor seinem Tode zum Ehrenmitglied der
Deutschen Gesellschaft zu Göttingen ernannt, ferner war er
Mitglied verschiedener bürgerlicher Deputationen, seit 1735
Verwalter des Postverkehrs nach Amsterdam, der "Holländischen
Post". Er war mit Friedrich von Hagedorn befreundet, der ihn zu eigener
literarischer Tätigkeit anregte, und schrieb Trauerspiele,
deren Vorbild die klassische französische Tragödie
war. Papierbedingt stockfleckig; Titel mit kleiner Läsur nahe
dem Falz. Selten.
¶ Modern morocco, gilt title on spine.
Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon3 I,370. –
Gewicht: 500g. N° 4759
Büchner,
Georg: Danton's
Tod. Ein Drama in 3 Akten. New York: [Titelblatt:] "John
Oehler, Steam Printer, 22 & 24 North William Street"
für [Umschlag:] "Im Verlage von W.L. Rosenberg, 172 First
Avenue", 1886. Sedecimo. 152 x 111 mm. 92, [4] Seiten.
Bedruckte roséfarbene Original-Broschur.
* Preis: 270,00 €
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Mit einem Nachwort auf den Seiten 89-92,
das der Rezension Karl Gutzkows im "Phönix" vom 11. Juli 1835
entstammt. Handschriftliche Korrekturen Büchners in zwei
Widmungsexemplaren der 1835 bei Sauerländer erschienenen
Bucherstausgabe sind eingearbeitet. Der hessische Gassenton z.B. des
Henkerslieds der Schlußszene (hier S. 88) ist in der
vorliegenden Ausgabe, im Gegensatz zu der 1850 von Ludwig
Büchner herausgegebenen, erhalten geblieben, jedoch nicht die
hessischen Mundart z.B. im ersten Akt, Szene "Eine Gasse" (hier Seite
10), wo es hier hochdeutsch heißt: "Alle schreien:
Todtgeschlagen, todtgeschlagen!" So mag dem New Yorker Herausgeber
weitgehend die 1879 von Karl Emil Franzos in seiner ersten kritischen
Gesamtausgabe vorgelegte Textfassung als Grundlage seiner
Taschenausgabe gedient haben. Umschlag mit kleinen,
fachmännisch hinterlegten Randeinrissen und leicht fleckig;
innen meist frisch und wohlerhalten. Von größter
Seltenheit.
¶ Scarce American edition in German language.
Original printed wrappers.
Nur ein Exemplar weltweit im OCLC. Kein Exemplar in einer deutschen
Bibliothek nachweisbar. – Gewicht: 750g.
N° 1898
Buntpapier:
Vollständiger Bogen vierfarbig bedrucktes Buntpapier.
Süddeutschland, wohl gegen Ende des 18. Jh. Bedruckter Teil
circa 360 x 422 mm. Bogengröße circa 371 x 480 mm.
Bogen. * Preis: 280,00
€ [ bestellen ]
Auf einer Wiese mit Tieren wie
Wildschwein, Schaf, Hirsch, Vogel etc. ein Hirte unter einem Baum sowie
ihm gegenüber durch einen Busch getrennt eine Frau; vierfarbig
gedruckt auf weißem, handgeschöpftem Papier. Das
Motiv ist wiederholt, so daß es zweimal auf dem Blatt
vorhanden ist. Senkrechter Mittelfalz, von guter Erhaltung;
glattgestrichen, mit kaum noch merklicher Prägung im Papier.
Vollständige Bögen Buntpapier sind von einiger
Seltenheit.
¶ Leaf, in good condition. Scarce.
Selten. – Gewicht: 1000g. N° 5344
Crébillon,
Prosper Jolyot de - Wolfram, G.F. (Übersetzer): Rhadamisth und Zenobia. Ein
Trauer-Spiel des Herrn von Crebillon, auf dem Französischen
übersetzt von G. F. Wolfram. Gotha: Christian
Mevius, 1751. Octavo. 167 x 103 mm. [6], [2 weiße], 56
Seiten.
Moderner Ledereinband mit goldgeprägtem Rückentitel.
* Preis: 90,00
€ [ bestellen ]
Erste Ausgabe (?) dieser
Übersetzung. Crébillons (1674-1762)
Tragödie in fünf Akten "Le Terrible" wurde zuerst
1711 in der Comédie Française
aufgeführt. "Die Charaktere sind ganz dem effektvollen,
bühnensicheren Dualismus von Gut und Böse zugeordnet"
(KLL VI,8154). Dem Verfasser war zu seiner Zeit ein solcher Erfolg
beschieden, daß er sogar zum Hauptrivalen Voltaires wurde.
Papierbedingt stockfleckig. Selten.
¶ Modern morocco, gilt title on spine.
Hirschberg/Goedeke 93. – Gewicht: 500g.
N° 4758
Dieterich,
Albrecht:
Abraxas. Studien zur Religionsgeschichte des spätern Altertums.
Leipzig: B.G. Teubner, 1891. Octavo. VI, 221, [1 weiße]
Seiten.
Handgefertigter Halbleinwand der Zeit mit etwas
Rückenvergoldung, Deckel mit Marmorpapier bezogen.
* Preis: 160,00 €
[ bestellen ]
Ein hellenistischer
Weltschöpfungsmythus (u.a.: die Emanationsform, Elemente aus
dem ägyptischen Mythus, astrologischer Mystik,
griechisch-stoischer Herkunft, der Gott Phobos, Moira, der pythische
Drache, orphische Theogonien), Jüdisch-orphisch-gnostische
Kulte und die Zauberbücher (u.a.: ein essenischer
Beschwörungshymnus, Orphiker, Ophiten, Gnostiker, die Leidener
Papyri), vier Register. Bibliothekexemplar, Einband an den Kanten
berieben; Titel mehrfach gestempelt, sonst recht gut. Selten.
¶ First edition. Contemporary cloth-backed boards.
Scarce.
Erste Ausgabe. "Festschrift Hermann Usener zur Feier seiner
25jährigen Lehrtätigkeit an der Bonner
Universität." – Gewicht: 1000g.
N° 288
Droste-Hülshoff,
Annette Freiin von:
Gedichte. Stuttgart und Tübingen: J.G.
Cotta'scher Verlag, 1844. Octavo. 178 x 110 mm. VIII, 575, [1
weiße] Seiten.
Handgefertigter Pappband der Zeit, bezogen mit rötlich-braun
gemustertem Marmorpapier, goldgeprägte Rückentitelei
auf bläulichem Feld, dies abgegrenzt oben und unten durch
zierliche Filetenvergoldung, ebensolche am oberen und unteren
Rückenende. Schnitt gelb eingefärbt.
* Preis: 480,00 €
[ bestellen ]
Droste-Hülshoffs (1797-1848)
Balladen sind berühmt, ihre Novelle "Die Judenbuche" ist
Schullektüre.
¶ Der Grundstock dieser zweiten Gedichtsammlung, die
zahlreiche bekannte Texte enthält, so "Das Spiegelbild", "Am
Thurme" oder die heimatbezogenen "Haidebilder" mit ihrer Darstellung
der Doppelbödigkeit der Natur wurde im Winter 1841/42
während ihres Besuches bei ihrer Schwester Jenny von
Laßberg auf der Meersburg am Bodensee gelegt. Angespornt
durch ihren ‚Seelenfreund' Levin Schücking,
verfaßte sie zu jener Zeit beinah täglich ein neues
Gedicht. Einband an Gelenken und Kanten leicht berieben. Innen teils
papierbedingt hell stockfleckig. Recht selten. Dekoratives Exemplar.
¶ First edition. Conteporary boards, spine gilt. Some
foxing. Scarce.
Erste Ausgabe. Hirschberg/Goedeke 106 - Wilpert/Gühring2 2 -
Enslin/Engelmann II,75. – Gewicht: 750g.
N° 1057
Goethe,
Johann Wolfgang von:
Iphigenie auf Tauris. Ein Schauspiel von Göthe.
Leipzig: bey Georg Joachim Göschen, 1790. Octavo. 160 x 98 mm.
[1], [1 weiße], 134 Seiten.
Pappeinband um 1900, bezogen mit ockerfarbenem Kiebitzpapier,
grünes goldgeprägtes Rückenschild.
* Preis: 125,00
€ [ bestellen ]
Zum Unterschied von den antiken Vorlagen
vollzieht sich die Überwindung der tragischen Situation bei
Goethe nicht ohne Zutun des Menschen: vielmehr ist sie auf seine
Initiative angewiesen. Doch steht zwischen Thoas letzten Worten
unausgesprochen die Entsagung als Grundsein menschlicher Existenz und
die Humanität muß stets von neuem vollbracht werden.
Auf dem hinteren Spiegel alte Katalogeinträge montiert. Wenige
Blatt papierbedingt etwas, sonst nur minimal stockfleckig.
¶ Boards, ca. 1900.
Hagen 178 mit den dort genannten Kennzeichen - Hirzel A173 - Goedeke3
IV,iii,263. – Gewicht: 500g. N° 3768
Günderrode,
Karl Maria Freiherr von (anonym): Die Römische Religionskasse.
Ein Anhang zum Römischen Gesetzbuch, oder die in Teutschland
noch zu wenig bekannten Grundsätze des römischen
Hofes. Aus Päpstlichen Bullen gezogen. Karlsruhe
(i.e. Wien: Volke), 1787. Octavo. 208 x 124 mm. [6], 26, 424 Seiten.
Titel mit gestochener Vignette.
Handgefertigter schlichter Pappeinband der Zeit, bezogen mit blauem
Papier. * Preis: 210,00
€ [ bestellen ]
Verständlicherweise anonym
erschienen. "In scharfer Weise gegen das Papstthum und die kathol.
Geistlichkeit, sowie gegen kirchliche Missbräuche gerichtet"
(Hayn/Gotendorf). "Herstellung der Bürger- und
Fürstenrechte, und Verbreitung einer ächten
Aufklärung ist die Absicht dieser Schrift" (aus dem Vorwort).
Beschreibt eingehend die Methoden, mit organisierter Religion viel Geld
zu machen. Mit alphabetischem Register zu diesem Band auf den Seiten 1
bis 26.
¶ Karl von Günderrode (Güntherod,
Güntherode, Günderode 1740-1795), Theologe und
Jurist, wurde zeitweilig verbannt, ab 1779 Professor für
Kirchengeschichte zu Innsbruck, wurde er vier Jahre später in
ein Kloster zu Gradiska eingewiesen. Er war u.a. Bibliothekar des
Fürsten Esterhazy in Wien und Eisenstadt. 1788 erschienen zwei
weitere Bände, doch ist dieser erste in sich abgeschlossen.
Einband fleckig, etwas berieben, Ecken bestoßen. Innen meist
etwas wasserrandig, sonst nur wenig fleckig. Sehr selten, im Handel
tauchen nur Einzelbände auf.
¶ First edition, scarce. Contemporary boards,
stained.
Erste Ausgabe. Holzmann/Bohatta III,11924 - Weller I,135 -
Hayn/Gotendorf VI,54 - Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon3 VI,1020.
– Gewicht: 1000g. N° 17
Haneman,
William (anonym):
Neu vermehrter Astrologischer Calender Schlüssel, Wormit Derer
inn und ausländischen Potentaten, Herrschafften,
Stände und etliche Städte Wappen und Nahmen, Deren
man sich in dem Englischen Wahrsager verblümter Weise
gebraucht hat, aufgeschlossen werden. Augsburg :
Brechenmacher Erben, [ca. 1710]. Schmal-Duodecimo. 166 x 67 mm. 52, [8]
Seiten. - Lagensignaturen: A-B12, C6. Mit runder Holzschnittvignette
(Mann mit Trompete vor Landschaft) auf Titel.
Marmorpapierumschlag der Zeit.
* Preis: 145,00 €
[ bestellen ]
In alphabetischer Reihenfolge von Adler
bis Ziegenbock werden die heraldischen Tiere, Insignien und Zeichen
aufgeführt, dazu die diese in ihrem Wappen tragenden
Länder, Adligen und Geschlechter. Am Ende das Register der
Kaiserreiche, Königreiche, Fürstentümer,
Länder, Städte u.s.w. Einband berieben, innen etwas
gebräunt und fleckig. Sehr selten.
¶ Contemporary wrappers, browned. Rare.
Cf. VD17 3:657433F mit früherer, kürzerer Ausgabe von
ca. 1690, diese mit anderer Holzschnittvignette. –
Gewicht: 500g. N° 25
Hauthal,
Ferdinand:
[Umschlagtitel:] Ueber die älteste spanische Handschrift des
Horaz und des Akron. [Titel:] Ueber den Codex Heinianus oder
Barcellonensis des Horaz und des Akron. Bonn: T. Habicht,
1847. Octavo. 215 x 134 mm. IV, 47, [1 weiße] Seiten.
Bedruckte mattgrünblaue Original-Broschur.
* Preis: 55,00 €
[ bestellen ]
Enthält: Beschreibung und
Würdigung dieser ältesten aller bekannten spanischen
Horazhandschriften. Erklärung der darin vorkommenden bisher
räthselhaften Zeichen. Nachrichten über die in den
Drucken unvollständigen akronischen Scholien zum Schlusse der
Briefe. Ferdinand Hauthal (1803-1870) aus Frankenhausen studierte zu
Göttingen und Leipzig, und war dann an verschiedenen Orten
Lehrer. Broschur mit Randschäden, Rücken
verstärkt, innen stockfleckig. Sehr selten.
¶ First edition. Original wrappers, worn. Some
foxing. Scarce.
Erste Ausgabe. – Gewicht: 500g.
N° 120
Heppe,
Christian Wilhelm von:
Einheimisch und ausländischer Wohlredender Jäger oder
nach alphabetischer Ordnung Gegründeter Rapport derer Holz
Forst und Jagd Kunstwörter nach verschiedener teutscher
Mundart und Landesgewohnheit. Nebst nützlich - auch lustigen
Anmerkungen. Regensburg: Johann Leopold Montag, 1763.
Octavo. 194 x 120 mm. Gefaltetes gestochenes Frontispiz, [10], 346, [2
weiße] Seiten. Titel in rot und schwarz.
Handgefertigter Halbpergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen
Pergamentbünden, Deckel mit rot-blauem Kleisterpapier bezogen,
handgestochene blau-weiße Kapitale, Schnitt rot gesprenkelt,
handgeschriebener Rückentitel.
* Preis: 700,00 €
[ bestellen ]
Heppe (1716-1791) war Forstinspektor zu
Freihüls und Freidenberg. Bedeutendes Forst- und
Jagdwörterbuch mit teils ausführlichen,
kulturgeschichtlich wertvollen Anmerkungen. Vgl. Lindner: Deutsche
Jagdschriftsteller I,205-228. Einband teils etwas fleckig, Bezug des
Hinterdeckels teils berieben. Frontispiz unten unter Verlust des
Stechernamens beschnitten, vorn ein kleiner, hinterlegter
Einriß; zeitgenössischer Besitzvermerk auf Titel:
"C.C. v. Below", auf dem vorderen Spiegel: "Carl Christian von Below";
Widmungsblatt verso mit Bibliothekstempel. Schönes, nur
minimal gebräuntes Exemplar. Selten.
¶ First edition. Contemporary vellum-backed boards.
Erste Ausgabe. Schwerdt I,239 - Lindner 11.0905.01 - Souhart 243
(ungenau) - Mantel I,9 - Zischka 251 - Grimm: WTB XXXIII,376.
– Gewicht: 1000g. N° 4578
Herder,
Johann Gottfried - Gruber, Johann Gottfried (Herausgeber): Charakteristik Johann Gottfried v.
Herders. Von Danz und Gruber. Herausgegeben von J.G. Gruber.
Leipzig: Johann Friedrich Hartknoch, 1805. Octavo. 163 x 96 mm. XII,
550, [1] (Errata), [1 weiße] Seiten.
Späterer grüner Leinwandband mit etwas
Rückenvergoldung und goldgeprägtem roten Titelschild.
* Preis: 130,00
€ [ bestellen ]
Enthält auf den Seiten 317-328
auch den Abdruck der Herderschen Antwort vom November 1768 auf Kants
Brief vom 9. Mai desselben Jahres. Außerdem: Johann Traugott
Leberecht Danz (1769-1851, cf. Kosch II,990-991): Anthologischer
Spaziergang durch Herders Schriften mit einer Würdigung der
wichtigsten Werke Herders außer dessen philosophischen; sowie
von Gruber (1774-1851, cf. Kosch VI,911-913) die Charakteristik
Herders, worin er dessen Verdienste als Philosophen, Historiker,
Theologen, Philologen, Archäologen, Ästhetiker,
Dichter, Übersetzer und Stilisten darstellt.
Bibliotheksexemplar, Titel und mehrere Seiten gestempelt,
Rücken fleckig. Innen papierbedingt etwas gebräunt
und stockfleckig. Sehr selten.
¶ First edition. Later cloth, spine gilt with title.
Ex-library, spine stained; browned and foxed due to quality of paper.
Scarce.
Erste Ausgabe. Günther/Volgina/Seifert 315 & 1570 -
Goedeke IV,i,701,f - Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon3 II,990
& VI,913. – Gewicht: 750g.
N° 2448
Herder,
Johann Gottfried von (anonym): Von Deutscher Art und Kunst. Einige
fliegende Blätter. Hamburg: Bode, 1773. Octavo.
163 x 95 mm. [2], 182 Seiten. Mit einer kleinen Titelvignette.
Handgebundener moderner, schlichter weinroter Maroquinband mit
goldgeprägter Rückentitelei, goldgeprägten
Fileten an den beiden Rückenenden, die Deckel mit Randrahmen
aus einer blindgeprägten Linie, ebenso die Steh- und
Innenkanten mit einer blindgeprägten Linie versehen, feste
Vorsätze aus braunem, feingemustertem Kleisterpapier, jeweils
zwei fliegende Vorsätze aus handgeschöpftem
Bütten; der ursprüngliche Rotschnitt des 18.
Jahrhunderts ist erhalten.
* Preis: 2.200,00 €
[ bestellen ]
Die programmatische Schrift der
Sturm-und Drang-Bewegung. Enthält neben den beiden
als erste gedruckten Aufsätzen von Johann Gottfried von Herder
(1744-1803): "Shakespear", worin er sich u.a. auch mit Goethes
"Götz" beschäftigt, dessen Manuskript er bereits
kannte; sowie "Auszug aus einem Briefwechsel über Ossian und
die Lieder alter Völker", der Goethes "kindisches
Fabelliedchen" mit abweichender Schlußstrophe im Erstdruck
enthält; Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832): "Von
Deutscher Baukunst", der berühmte Aufsatz über das
Straßburger Münster; Paolo Frisi (1728-1784):
"Versuch über die Gothische Baukunst" ["Saggio sopra
l'architettura gotica", übersetzt, erstmals erschienen 1766 zu
Livorno] ; Justus Möser (1720-1794): "Deutsche Geschichte",
i.e. ein Auszug aus dessen allgemeiner Einleitung zur
"Osnabrückischen Geschichte".
¶ Die Schrift beabsichtigt in Abgrenzung von der
lateinisch-romanischen Tradition des Barock und der Aufklärung
einen künstlerisch-kulturellen Neuansatz; in der
Auseinandersetzung mit diesem Überkommenen liegt hier die
Betonung auf der "unmittelbare(n) Begeisterung der Sinne",
"Sprünge und kühne Würfe" (Herder) sollen
die Poesie wie das Drama auszeichnen. Dieser Unmittelbarkeit der
Rezeption entspricht die des Künstlers selbst, der als Genie
verstanden wird, das die Volksindividualität zum Ausdruck zu
bringen vermag. Dem schließt sich der Organismusgedanke
Mösers als Maxime historischen Verständnisses an. Es
"heben sich heraus: die beispielhafte Ausbildung eines komplexen
Geschichtsbewußtseins, der produktive Ansatz einer
umfassenden Kulturanthopologie und vor allem eine neue
Qualität des ästhetischen Empfindens und der
poetologischen Grundsätze - der regelfreien individuellen
Ausdrucksdichtung der Goethezeit und noch der Moderne wird hier die
Bahn freigemacht" (KLL).
¶ In diesem Sinne steter künstlerischer
Reflexion des Eigenen, der Grenzen und Gefährdungen des
Genies, die uns gleich ob in Goethes "Werther" oder den
Gemälden Francis Bacons zeitlos-menschlich entgegentreten, ist
"Von Deutscher Art und Kunst" immer noch ebenso modern wie wegweisend.
Einband mit minimalen Druckspuren auf dem Hinterdeckel; Titel und Seite
3 mit kleinem Stempel, papierbedingt minimal gebräunt. Ein
sehr schönes, breitrandiges Exemplar. Selten.
¶ First edition, scarce. Modern red morocco, spine
gilt with title. A fine copy.
Erste Ausgabe. Günther/Volgina/Seifert 755
- Goedeke IV,289,31 - Goedeke3 IV,i,725,35 - Hirschberg/Goedeke 211 -
Borst 257 - Holzmann/Bohatta IV,10883 - Goethe: Hagen 37 -
Möser: Kosch X,1226. – Gewicht: 2000g.
N° 960
Hölderlin,
Johann Christian Friedrich:
Friedrich Hölderlin's sämmtliche Werke herausgegeben
von Christoph Theodor Schwab. Erster Band. Gedichte und Hyperion.
Beigebunden / bound with:...Zweiter Band.
Nachlaß und Biographie. Stuttgart und
Tübingen: J.G. Cotta'scher Verlag, 1846. Octavo. 202 x 123 mm.
I: XIV Seiten Vorwort; Erste Abtheilung. Gedichte: [2], 213, [1
weiße] Seiten; Zweite Abtheilung. Hyperion: [2], 148, [1]
(Druckfehler), [1 weiße] Seiten. - II: VI, 352, [1]
(Druckfehler), [1 weiße] Seiten.
Handgefertigter Halbleinwandband der Zeit mit Rücken aus roter
Leinwand, durch vergoldete Doppellinien in fünf Abschnitte
gegliedert, auf dem zweiten die goldgeprägte
Rückentitelei. Deckel mit blau-schwarzem Buntpapier bezogen.
* Preis: 1.200,00
€ [ bestellen ]
Mit zahlreichen Erstdrucken.
Der zweite Band enthält den Nachlaß, darunter
Briefe, Jugendgedichte, "Fragment von Hyperion", "Grund zum
Empedokles", Hölderlins Leben, "Gedichte aus der Zeit des
Irrsinns" sowie "Der Homerische Achill. Fragment" und "An Landauer".
Kapitale und Ecken etwas berieben, minimale Bezugfehlstellen. Erste und
letzte Blätter beider Teile hell stockfleckig, sonst etwas
stockfleckig. Geschenkeintrag von 1871 auf vorderem fliegenden Vorsatz.
¶ First complete edition. Contemporary boards, cloth
spine gilt with title. Foxing to first and last leaves, else some
foxing.
Erste Gesamtausgabe. Seebaß 13 - Goedeke V,472,4 -
Hirschberg/Goedeke 220 - Wilpert/Gühring2 6. –
Gewicht: 1500g. N° 454
Hölderlin,
Johann Christian Friedrich:
Hyperion oder der Eremit in Griechenland von Friederich
Hölderlin. Erster Band. Zweyte Auflage.
Beigebunden / bound with: ... Zweiter Band. Zweite
Auflage. Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta'sche
Buchhandlung, 1822. Octavo. 154 x 98 mm. I: 160 Seiten. - II: 124
Seiten.
Handgefertigter dunkelgrüner, etwas späterer
Leinwandband mit goldgeprägtem Rückentitel und
Fileten unten und oben.
* Preis: 1.800,00 €
[ bestellen ]
Beinah ebenso selten wie die erste, in
Antiqua gesetzte Ausgabe von 1797/1799. Diese zweite, in Fraktur
gesetzte Ausgabe wurde von Friedrich de la Motte-Fouqué
redigiert, sie kam auf Anregung des preußischen Leutnants
J.H. Diest zustande.
¶ In einem Brief an Neuffer im Juli 1793 schreibt
Hölderlin (1770-1843), daß er seinem Gönner
Stäudlin ein größeres Fragment des
"Hyperion" vorgelegt habe, im November des Folgejahres erscheinen die
ersten fünf Briefe in Schillers "Neuer Thalia": "Ich habe
Deinen Hyperion in der ‚Thalia' gelesen. Lieber
Hölderlin! es war mir, als wenn ich Dich vor mir
hätte. Ich fand Dich ganz in Deinem Werke, Deinen Empfindungen
und Deinen Maximen" (Brief von Neuffer). 1795 beginnt
Hölderlin in Jena mit einer metrischen Fassung des
Briefromans, läßt jedoch bald davon ab. Cotta, durch
Schillers Empfehlung als Verleger gewonnen, regt im Mai 1796 an, das
Manuskripte zu kürzen, woraufhin Hölderlin es erneut
bearbeitet und schließlich die Druckvorlage des ersten Bandes
erstellt, der April 1797 zur Osterbuchmesse erscheint. Im Herbst des
Jahres 1799 folgt der zweite Band, dessen Konzeption wie Inhalt jedoch
bereits ebenfalls 1797 abgeschlossen gewesen sein dürften.
¶ "Sollten Sie nie den Hyperion von
Hölderlin, Cotta 1797, gelesen haben, so tuen Sie es sobald
als möglich; es ist eines der trefflichsten Bücher
der Nation, ja der Welt" (Clemens Brentano am 1.10.1814 an Rahel
Varnhagen). Rückengoldprägung teils abgegriffen,
erster Titel und folgendes Blatt fleckig; sonst nur vereinzelt ein
wenig stockfleckig und meist wohlerhalten.
¶ Second edition. Nearly contemporary dark-green
cloth, spine gilt with title. Title of part I stained, else good.
Seebaß 12 - Goedeke V,471,1 - Hirschberg/Goedeke 220 -
Enslin/Engelmann I,159 - cf. Borst 777. –
Gewicht: 1000g. N° 453
Hudemann,
Ludwig F. & Racine, Jean: Diocletianus der Christenverfolger Ein
Trauerspiel.
Beigebunden / bound with: Phädra. Ein
Trauerspiel. [Wismar u.a.: Berger, 1751.] Octavo. 167 x
103 mm. I: 68 Seiten. - II: 100 Seiten.
Moderner Ledereinband mit goldgeprägtem Rückentitel.
* Preis: 95,00
€ [ bestellen ]
Erste Ausgabe. Racines Tragödie
wurde von Ludwig Ferdinand Hudemann (1703-1770) übersetzt.
Papierbedingt stockfleckig. Es fehlen Titel und Vorwort, insgesamt 16
Seiten; Text der Dramen komplett. Selten.
¶ Modern morocco, gilt title on spine. Lacks title
and preface.
Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon3 VIII,207 (gibt für
Diocletian 1750). – Gewicht: 500g.
N° 4760
Humboldt,
Alexander von:
Neunzeiliger Autograph mit Signatur und Datum, montiert auf den unteren
Rand eines Stückes dünner weißer Pappe mit
der Photographie eines Gemäldes, das den etwa
fünfzigjährigen Humboldt zeigt. Berlin,
1854. Autograph: 83 x 132 mm. Photographie: 136 x 113 mm. Papp.e: 219 x
132 mm.
Einzelnes Blatt.
* Preis: 800,00 €
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"Herr Möllhausen, der in meinem
| Hause wohnt und von der grossen | amerikanischen Expedition nach
Californien der er | als Zeichner u Topograph angehörte |
zurückgegehrt ist, auf des Königs Befehl, zu |
Freitag morgen, um 9 Uhr, mit | seinen schönen Zeichnungen der
| Reise nach Bellevue bestellt | worden. | A v Humboldt | d: 7 Dec
1854" - Balduin Möllhausen (1825-1905) nahm 1849 an der
Expedition des Herzogs Paul von Württemberg in die
Felsengebirge Nordamerikas teil und hielt sich bei den Omaha Indianern
auf. 1853 kehrte er nach Deutschland zurück. Cf. NDB
XVII,654sq. & Kosch: Literatur-Lexikon X,1191-1193. "Dem aus
Nordamerika zurückgekommenen Schriftsteller Balduin
Möllhausen verschaffte Humboldt eine Audienz beim
König. Möllhausen: 'Die während dieser Reise
gezeichneten Skizzen durfte ich dem König Friedrich Wilhelm
IV. vorlegen.' Auf Humboldts Vorschlag ernannte der Monarch den
Schriftsteller [1854] zum 'Kustos der Bibliotheken der
Schlösser in und bei Potsdam' und sicherte ihm damit die
Lebensbasis" (Kurt Schleucher: Alexander von Humboldt. Darmstadt:
Roether. pp. 512-513). Minimal stockfleckig.
¶ Autograph, with Photograph of Humboldt.
Autograph. – Gewicht: 750g. N° 847
Jacobi,
Johann Georg & Wilhelm Heinse (Herausgeber): Iris. "Erster Band" bis "Vierter Band".
Düsseldorf, 1774-1775. Octavo. ca. 190 x 124 mm. 190, [2
weiße] Seiten; 160 Seiten; 165, [1], [2 weiße]
Seiten; 191, [1] Seiten.
Interimspappband um 1900, bezogen mit blaugrünem Papier,
Buchblock völlig unbeschnitten.
* Preis: 230,00 €
[ bestellen ]
Eine der ersten Frauenzeitschriften und
die wichtigste der literarischen Empfindsamkeit: "Iris" steht
für den Übergang vom literarischen Rokoko und der
Empfindsamkeit zum Sturm und Drang. Die vier weiteren Bände
erschienen bis 1777 in Berlin. Dies der mit gleichem Ort und Datum,
aber abweichender Kollation publizierte Nachdruck, kenntlich am
größeren Satzspiegel, ca. 70 x 136 mm, sowie z.B. an
orthographischen Abweichungen in Goethes Gedicht "Neue Liebe, neues
Leben", II,iii, p. 145 sq. Zu den weiteren, hier enthaltenen Goethedrucken
siehe Hagen 535. Ferner Beiträge von Wilhelm Heinse:
Biographie und Übersetzung Tassos, sowie die Rubrik "Politik",
von Friedrich Heinrich Jacobi "Ed. Allwills Briefsammlung". Von Jakob
Michael Reinhold Lenz hier enthalten: "Das gute
Mädchen", III,ii, p. 107; "Ossian fürs Frauenzimmer",
III,iii, pp. 113-134, Einleitung ab p. 113, die Übersetzung
"Fingal, ein alt Gedicht von Ossian" ab p. 116; "Freundinn aus der
Wolke", IV,i, p. 49; "Fingal. Zweyter Gesang", IV,ii, pp. 57-72;
"Denkmahl der Freundschaft. | Auf eine Gegend bey St. - g.", IV,ii, p.
101. Einband bestoßen und berieben, Rücken mit
kleinen Bezugfehlstellen; innen leicht gebräunt, teils
papierbedingt stockfleckig bzw. fleckig; Titel recto mit alter
Signatur, verso Bibliothekstempel mit Doublettenvermerk. Aus der
Bibliothek des Barocksammlers und Barockbibliographen Curt
von Faber du Faur mit dessen Wappen-Exlibris auf dem vorderen
Innendeckel.
¶ Second printing. 19th-century boards, uncut. From
the library of Curt Faber du Faur.
Goedeke IV,258,35 - Goedeke3 IV,i,670,40 - Hirschberg/Goedeke 243 -
Diesch 1042. – Gewicht: 1000g.
N° 1152
Karsch,
Anna Louisa, genannt die Karschin: [Gestochener Titel:] Gedichte von Anna
Louisa Karschin, geb. Dürbach. Nach der Dichterin Tode nebst
ihrem Lebenslauff herausgegeben von Ihrer Tochter C. L. v. Kl. geb.
Karschin. Berlin 1792 gedruckt mit Ditericischen
Schrifften. Octavo. 161 x 99 mm. [1] (Gestochener Titel), [1
weiße], XXIV (Widmung, Vorrede, Subscribenten, Inhalt), 128
(Biographie), 392, [1] (Berichtigungen), [1 weiße] Seiten.
Handgefertigter Halblederband der Zeit mit glatten Rücken aus
naturbraunem Kalbleder, darauf durch vergoldete Doppellinien in sechs
Felder untergliedert das cremefarbene, goldgeprägte
Titelschild, oben die Bibliotheksnummer, unten auf mattblauem Feld ein
"C."; Lederecken, Deckel mit cremefarbenem papier bezogen,
Vorsätze aus modelbedrucktem, rot-grünem
Kleisterpapier. * Preis: 750,00
€ [ bestellen ]
Anna Louisa Karsch (1722-1791), geborene
Dürbach, Mutter der Dichterin Caroline Louise von Klenke, die
auch vorliegende Sammlung posthum herausgab, begann ihre dichterische
Laufbahn mit Gedichte zu Familienfeierlichkeiten, es folgten
während des Siebenjährigen Krieges Lobeshymnen auf
Friedrich II. und Preußen. 1761 mit Hilfe von Rudolf Gotthard
von Kottwitz nach Berlin übersiedelt, erregte sie in den
literarischen Salons Aufsehen; Gotthold Ephraim Lessing, Johann Georg
Sulzer, Karl Wilhelm Ramler und Moses Mendelssohn förderten
sie, mit Goethe stand sie in Briefwechsel. Johann Wilhelm Ludwig Gleim
erklärte sie zur deutschen Sappho, und veranlasste die
Veröffentlichung ihres ersten Gedichtbandes "Auserlesene
Gedichte"; Friedrich Wilhelm II. endlich schenkte der Karschin ein Haus
an der Berliner Neuen Promenade. Ihr Grab befindet sich an der
Sophienkirche zu Berlin-Mitte.
¶ "Ramler ist gewohnt, wenn ihm ein Stammbuch
vorgelegt wird, aus dem Wernike oder Logau abzuschreiben, die Madam
Karschin schreibt aus ihrem Herzen" (Chodowiecki). Ecken etwas
berieben. Sehr schönes, dekoratives Exemplar aus der
Bibliothek der Grafen von Schönborn-Buchheim mit deren
Bucheignerzeichen auf dem Vorderdeckel oben links. Das von H/G
& W/G angeführte Portrait findet sich in der bei
Maurer erschienenen Titelauflage von 1797, siehe Goedeke, loc.cit.
¶ First edition. Contemporary leather-backed boards,
spine gilt. Corners slightly rubbed, else a very fine copy.
Erste Ausgabe. Goedeke IV,i,296,30 - Hirschberg/Goedeke 256 -
Enslin/Engelmann I,181 - Wilpert/Gühring2 67. –
Gewicht: 1000g. N° 1088
Karsch,
Anna Louisa, genannt die Karschin: Auserlesene Gedichte von Anna Louisa
Karschin. Berlin: George Ludewig Winter, 1764. Octavo. 167
x 96 mm. Gestochenes Portrait "G. F. Schmidt Fecit aqua Forti 1763.",
XLII (Zueignung, Vorrede, Subscribenten), 363, [1 weiße]
Seiten. Titel mit gestochener Vignette, sowie vierzehn gestochene
Vignetten von Johann Wilhelm Meil (Cf. Thieme/Becker XXIV,341-342) auf
den Seiten 3, 64, 67, 112, 115, 192, 195, 254, 257, 304, 307, 342, 345
& 358. Zahlreiche Holzschnittvignetten.
Handgefertigter marmorierter Kalblederband der Zeit auf fünf
echten, erhabenen Bünden und reicher fleuraler wie
ornamentaler Rückenvergoldung, goldgeprägtes
Titelschild auf zweitem Feld. Schnitt mit blauen Wolkenmuster
eingefärbt, handgestochene zweifarbige Kapitale,
Vorsätze aus gelb/blau/rot/schwarzem Marmorpapier.
* Preis: 620,00 €
[ bestellen ]
Vorzugsausgabe der ersten
Gedichtsammlung der Dichterin auf besserem Papier und mit den gestochen
Vignetten von J. W. Meil.
¶ Anna Louisa Karsch (1722-1791), geborene
Dürbach, begann ihre dichterische Laufbahn mit Gedichte zu
Familienfeierlichkeiten, es folgten während des
Siebenjährigen Krieges Lobeshymnen auf Friedrich II. und
Preußen. 1761 mit Hilfe von Rudolf Gotthard von Kottwitz nach
Berlin übersiedelt, erregte sie in den literarischen Salons
Aufsehen; Gotthold Ephraim Lessing, Johann Georg Sulzer, Karl Wilhelm
Ramler und Moses Mendelssohn förderten sie, mit Goethe stand
sie in Briefwechsel. Johann Wilhelm Ludwig Gleim erklärte sie
zur deutschen Sappho, und veranlasste die Veröffentlichung
ihres ersten Gedichtbandes "Auserlesene Gedichte"; Friedrich Wilhelm
II. endlich schenkte der Karschin ein Haus an der Berliner Neuen
Promenade. Ihr Grab befindet sich an der Sophienkirche zu Berlin-Mitte.
¶ "Ramler ist gewohnt, wenn ihm ein Stammbuch
vorgelegt wird, aus dem Wernike oder Logau abzuschreiben, die Madam
Karschin schreibt aus ihrem Herzen" (Chodowiecki).
¶ "Die Vignetten von Meil und das Titelkupfer von G.
F. Schmidt sind nur zur bessseren Ausgabe des Buches verwandt worden,
die auf starkem Papier gedruckt ist (...) In der gewöhnlichen
Ausgabe [sind] Titel und Seitenzahl dieselben, jedoch
schließt das Verzeichnis der Subscribenten mit XL. Es
führt andere und weniger vornehme auf" (Wilhelm Dorn,
Meil-Bibliographie, p. 86). "Während Chodowiecki durch seine
Bildkupfer einen Text illuminiert, (...) umschreibt Meil in seinen
allegorischen Vignetten den geistigen Gehalt des Geschriebenen"
(Hauswedell/Voigt I, 82). Rücken und Kanten leicht berieben,
minimale Fehlstelle am oberen Ende des Vordergelenks. Innen von
vereinzelten, minimalen Bräunungen abgesehen frisch und
schön erhalten. Mit dem oft fehlenden Blatt "Subskribenten so
ihren Namen zu spät eingesandt." Ein sehr dekoratives
Exemplar.
¶ First edition, contemporary marbled calf, spine
richly gilt in compartments. Printed on better paper and with the
fourteen engraved vignettes. Binding slightly rubbed in places. A very
fine copy.
Erste Ausgabe. Goedeke IV,i,295,5 - Hirschberg/Goedeke 256 -
Enslin/Engelmann I,181 - Wilpert/Gühring2 18 - Rümann
495 (falsch: 12 gest. Vign.) - Dorn: Meil 134-48. –
Gewicht: 1000g. N° 1089
Karsch,
Anna Louisa, genannt die Karschin: Neue Gedichte. Mietau und
Leipzig: Jakob Friedrich Hinz, 1772. Octavo. 161 x 94 mm. 94, [2
weiße] Seiten. Titel mit schöner Vignette in
Kupferstich.
Schlichter handgefertigter Halblederband des 20. Jahrhunderts mit
Rücken aus naturbraunem Kalbleder. Deckel mit Buntpapier
bezogen. * Preis: 210,00
€ [ bestellen ]
Anna Louisa Karsch (1722-1791), geborene
Dürbach, begann ihre dichterische Laufbahn mit Gedichte zu
Familienfeierlichkeiten, es folgten während des
Siebenjährigen Krieges Lobeshymnen auf Friedrich II. und
Preußen. 1761 mit Hilfe von Rudolf Gotthard von Kottwitz nach
Berlin übersiedelt, erregte sie in den literarischen Salons
Aufsehen; Gotthold Ephraim Lessing, Johann Georg Sulzer, Karl Wilhelm
Ramler und Moses Mendelssohn förderten sie, mit Goethe stand
sie in Briefwechsel. Johann Wilhelm Ludwig Gleim erklärte sie
zur deutschen Sappho, und veranlasste die Veröffentlichung
ihres ersten Gedichtbandes "Auserlesene Gedichte"; Friedrich Wilhelm
II. endlich schenkte der Karschin ein Haus an der Berliner Neuen
Promenade. Ihr Grab befindet sich an der Sophienkirche zu Berlin-Mitte.
¶ "Ramler ist gewohnt, wenn ihm ein Stammbuch
vorgelegt wird, aus dem Wernike oder Logau abzuschreiben, die Madam
Karschin schreibt aus ihrem Herzen" (Chodowiecki). Einbandkanten
minimal berieben. Innen kleiner, fast unmerklicher Wurmgang im inneren
weißen Rand, sonst fasst fleckenfrei und wohlerhalten. Wohl
auf festerem Papier gedruckt.
¶ First edition, new calf-backed boards. Printed on
better paper. Binding slightly rubbed in places. A near fine copy.
Erste Ausgabe. Goedeke IV,i,296,13 - Hirschberg/Goedeke 256 -
Wilpert/Gühring2 45 (falsch: 1774 = Titelauflage der
vorlegenden Erstausgabe). – Gewicht: 750g.
N° 1090
Kirsch,
Georg Wilhelm:
Lexicon syriacum chrestomathiæ suæ
syriacæ accomodatum. Stadtamhof: Ad. Friedrich
Boehm, 1789. Octavo. 170 x 102 mm. [2], 138 Seiten.
Handgefertigter Pappeinband der Zeit mit handschriftlichem
Rückenschildchen.
* Preis: 115,00 €
[ bestellen ]
Umfaßt den lexikalischen Teil
des Werkes, geordnet nach dem syrischen Alphabet. Des geringen
Typenvorrats des Setzers wegen ist das Werk in Quartlagen gedruckt.
Einband etwas bestoßen, teils leicht berieben. Kleiner
Stempel auf Titel, innen papierbedingt stockfleckig, anfangs kleiner
Tintenfleck im oberen Innensteg.
¶ First edition. Contemporary boards.
Zaunmüller 372 - Vater 387. Nicht in Cordell Coll. –
Gewicht: 500g. N° 4467
Kleist,
Heinrich von:
Ausgewählte Schriften. Herausgegeben von Ludwig Tieck. [Vier
Bände in einem]. Berlin: G. Reimer, 1846 [Band
IV: 1847]. Kl.Octavo. 161 x 104 mm. I: [4], XLVI, 173, [1
weiße] Seiten. - II: [4], 250, [2 weiße] Seiten. -
III: 223, [1 weiße] Seiten. - IV: 152 Seiten.
Handgefertigter Halblederband des 20. Jahrhunderts mit Rücken
aus mittelbraunem Maroquin, vier erhabenen, echten Bünden und
schwarzem, goldgeprägtem Lederrückenschild auf dem
zweiten Feld. Die Deckel mit blau-schwarzem Marmorpapier bezogen,
Vorsätze aus gedrucktem Moiré-Marmorpapier mit
blauem Grund. * Preis: 130,00
€ [ bestellen ]
Erster Band: Biographische Vorrede
Tiecks; Das Käthchen von Heilbronn. - Zweiter Band: Der
zerbrochene Krug; Prinz Friedrich von Homburg. - Dritter Band:
Erzählungen. 1. Theil. (Michael Kohlhaas; Die Marquise von
O...; Das Erdbeben von Chili). - Vierter Band: Erzählungen. 2.
Theil. (Die Verlobung in St. Domingo; Das Bettelweib von Locarno; Der
Findling; Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik; Der
Zweikampf). Einband sehr gut erhalten; innen papierbedingt stockfleckig
und leicht gebräunt.
¶ 20th-century morocco-backed boards, four raised
bands. Foxed due to quality of paper.
Goedeke VI,104,14 - Hirschberg/Goedeke 264. –
Gewicht: 750g. N° 141
Klopstock,
Friedrich Gottlieb:
Lieder. Karlsruhe: Christian Gottlieb Schmieder, 1776.
Octavo. 174 x 103 mm. 28 (recte 26), 272, [4] Seiten. Mit
Holzschnittvignette auf Titel.
Handgefertigter Pappeinband der Zeit, bezogen mit hell-graublauem
Papier, schwarz geprägtes Rückenschild.
* Preis: 78,00 €
[ bestellen ]
Enthält: Einleitung; Lieder;
Veränderte Lieder; Geistliche Lieder, Zweyter Theil, mit einer
Vorrede. Jedes Teil mit einem Inhaltsverzeichnis. Einband mit wenigen
kleinen Wurmlöchern unten. Kleiner Wurmgang im
weißen Innenfalz unten, nur minimal hell stockfleckig, Titel
mit zwei alten Stempeln, sonst frisch und weiß.
¶ Contemporary boards.
Schmieder-Ausgabe. – Gewicht: 500g.
N° 964
König,
Anton Balthasar (anonym):
Versuch einer Historischen Schilderung der Hauptveränderungen,
der Religion, Sitten, Gewohnheiten, Künste, Wissenschaften
&c. der Residenzstadt Berlin seit den ältesten Zeiten,
bis zum Jahre 1786. [Drei Teile in drei Bänden:]
Erster Theil. Bis zum Ende der Regierung Churfürst George
Wilhelms.
Zweiter Theil. Enthält die Regierungsgeschichte
Churfürst Friedrich Wilhelms des Großen von 1640 bis
1688.
Dritter Theil. Enthält die Regierungsgeschichte
Churfürst Friedrich III. nachmaligen ersten Könige
von Preußen, von 1688 bis 1713. Erster
Theil: Berlin: "bei Wilhelm Oehmigke dem jüngeren",
1793. Octavo. 200 x 118 mm. XVI, 368 Seiten.
Zweiter Theil: Berlin: "bei Wilhelm Oehmigke dem
jüngeren", 1793. Octavo. 200 x 118 mm. XIV, 511, [1] Seiten.
Dritter Theil: Berlin: "In der Buchhandlung des
Geheimen Commerzien-Raths Pauli", 1795. Octavo. 200 x 118 mm. 192 x 116
mm. [2], 405, [1 weiße] Seiten. (Alle drei Bände
jeweils incl. Register).
I & II: Handgefertigte Pappbände der Zeit. III: etwas
späterer handgefertigter Pappeinband. Alle mit schwarzem
Kleisterpapier bezogen, dezenter Linienvergoldung auf dem
Rücken, goldgeprägtem Rückenschild.
* Preis: 240,00
€ [ bestellen ]
Der Wunsch "eben so viel von den
Menschen, als von den Gebäuden, Straßen und
Plätzen von Berlin" zu wissen, bewogen Anton Balthasar
König (1753-1814) zu seinem "Versuch einer Historischen
Schilderung ... der Residenzstadt Berlin". Wichtig wegen der in den
Beilagen jedes Bandes angeführten Dokumente, des
wirtschaftlichen Zahlenmaterials etc., dadurch eine Fundgrube
historischer Forschung. Es erschienen noch zwei weitere Bände.
I & II Einbände an den Gelenken, Kapitalen und Ecken
berieben, kleine Bezugfehlstellen, Ecken bestoßen.
Besitzeintrag auf vorderem Spiegel oben: "E.W. Lettow". III an den
Kanten leicht berieben. Titel von I mit kleiner Fehlstelle im unteren
weißen Rand; Titel von III mit kleiner hinterlegter
Fehlstelle im vorderen weißen Rand. Innen meist papierbedingt
leicht gebräunt.
¶ First edition. Contemporary boards (I,II), later
boards (III), rubbed, corners bumped.
Erste Ausgabe. Berlin-Bibliographie I,329 - Holzmann/Bohatta IV,9366.
– Gewicht: 1000g. N° 4761
Lenz,
Jakob Michael Reinhold; Goethe, Johann Wolfgang von; Klinger, Friedrich
Maximilian von:
Drei bedeutende Theaterstücke des Sturm und Drang in einem
Band:
Johann Wolfgang von Goethe: Claudine von Villa Bella
Ein Schauspiel mit Gesang von J. W. Göthe. Berlin bey August
Mylius 1776.
[Friedrich Maximilian von Klinger]: Die neue Arria.
Ein Schauspiel. Berlin bey August Mylius, 1776.
[Jakob Michael Reinhold Lenz]: Die Freunde machen
den Philosophen. Eine Komödie. Lemgo, im Verlage der
Meyerschen Buchhandlung, 1776. Goethe:
Berlin: August Mylius, 1776. Octavo. 153 x 94 mm. 127, [1
weiße] Seiten, mit Titelvignette 'Zierfigur', Kopf- und
Schlußvignette.
Klinger: Berlin: August Mylius, 1776. Octavo. 153 x
94 mm. 134 Seiten, mit Titel-, Kopf- und Schlußvignette.
Lenz: Lemgo: Meyersche Buchhandlung, 1776. Octavo.
153 x 94 mm. 88 Seiten.
Handgefertigter Pappeinband der Zeit, bezogen mit Kiebitzpapier,
Schnitt rot gesprenkelt.
* Preis: 4.900,00 €
[ bestellen ]
Drei erste Ausgaben;
Goethes "Claudine" liegt hier in der ersten Ausgabe der ersten Fassung
vor; die Erstdrucke der Schauspiele von Klinger und Lenz erschienen
anonym. Im Jahre 1776 besuchten sowohl Klinger (1725-1831) wie Lenz
(1751-1792) Goethe in Weimar: Klinger, den Goethe während
seines Studiums unterstützt hatte, kam nach Weimar, um durch
eine Stelle am dortigen Hofe seinen Geldschwierigkeiten zu entgehen, da
dies erfolglos blieb, reiste er weiter nach Leipzig und mit der
Seylerschen Truppe beinahe zwei Jahre quer durch Deutschland; Lenz
versuchte, um seiner entwürdigenden Hofmeisterposition
entkommen, ebenfalls in Weimar unterzukommen, wurde aber seiner
Konflikte mit der Hofgesellschaft wegen vom Herzog des Landes verwiesen.
¶ GOETHEs "Claudine" zeigt "romantische
Gegenstände, Verknüpfungen edler Gesinnung mit
vagabundistischen Handlungen" (Dichtung und Wahrheit) unter Verwendung
von Motiven des Sturm und Drangs; 1788 erschien eine Versfassung, doch
besitzt die vorliegende Erstfassung den Reiz des Wechsels von
Prosadialog zu volksliedartiger Lyrik.
¶ In KLINGERs "Neuer Arria" wird, antik gekleidet,
die Verschwörung gegen einen Tyrannen dargestellt.
¶ LENZ' "Die Freunde machen den Philosophen" ist eine
Verspottung der Straßburger Philister: "Nur daß
unser kleines Spektakel was guts werde, denn die Marquisinn,
hört einmal, hat einen sehr verwöhnten Gechmack. Ihr
dürft ihr nichts Mittelmäßiges bringen, ich
rath' es euch. Es muß nicht zu - tragisch seyn, auch nicht zu
- komisch, nicht zu heftig - auch nicht zu kalt, nicht zu hoch - auch
nicht zu gemein - kurzum, Ihr wißt schon, was ich sagen will
(S. 45)" - Oder trifft (uns heute) das mehr: "Strephon (aufgebracht).
Vetter, das stille Land der Todten ist mir so fürchterlich und
öde nicht als mein Vaterland. Sogar im Traum, wenn Wallungen
des Bluts mir recht angsthafte Bilder vors Gesicht bringen wollen, so
deucht michs, ich sehe mein Vaterland (S. 29)." Einband stellenweise
leicht berieben, an den Ecken und Kapitalen minimal bestoßen;
vorderer fliegender Vorsatz rechts oben mit kleiner restaurierter
Fehlstelle, innen teils minimal stockfleckig, sonst frisch,
wohlerhalten und gut. Sehr schöner Sammelband dreier
äußerst seltener Hauptwerke des "Sturm und Drang",
alle in erster Ausgabe.
¶ Three first editions. Contemporary boards. Scarce,
a very fine, unsophisticated copy.
GOETHE: Goedeke3 IV,iii,134,114 - Hagen 128 - Hirzel A78 - Meyer 145 -
Kippenberg I,354 - Wilpert/Gühring2 15.
KLINGER: Goedeke3 IV,i,806,6a - Wilpert/Gühring2 3 -
Holzmann/Bohatta I,3114.
LENZ: Goedeke3 IV,i,788,94 - Wilpert/Gühring2 11 -
Holzmann/Bohatta II,4178. – Gewicht: 4000g.
N° 1309
Loen,
Johann Michael Freiherr von (anonym): Die einzige wahre Religion, allgemein
in ihren Grund-Sätzen, verwirrt durch die Zänkereyen
der Schriftgelehrten, zertheilet in allerhand Secten, vereiniget in
Christo. Erster Theil.
Beigebunden / bound with: ...Anderer Theil.
Frankfurt und Leipzig: "Bey Johann Friedrich Fleischer", 1750. Octavo.
171 x 98 mm. I: Gestochenes Frontispiz, [22], 224 Seiten. - II: [24],
240, [8] (Verzeichnis der vornehmsten in diesem Werk enthaltenen
Abhandlungen) Seiten. Das gestochene allegorische Frontispiz von
Andreas Reinhardt (d.J., 1715-1752, cf. Thieme/Becker XXVIII,121) nach
Jeremias Wachsmuth (1711-1771, cf. Thieme/Becker XXXV,5) wird auf einem
Blatt nach dem Titel erklärt.
Handgefertigter marmorierter Kalblederband der Zeit auf fünf
echten, erhabenen Bünden; dunkelrotes, goldgeprägtes
Titelschild auf zweitem Feld, die anderen mit reicher Vergoldung.
Handgestochene grün-weiße Kapitale, Rotschnitt.
Vorsätze aus Marmorpapier.
* Preis: 510,00 €
[ bestellen ]
Der Verfasser wird aus den beiden
unterzeichneten Widmungen an Friedrich II. (den Großen,
1712-1786), König in Preußen und Wilhelm VIII. von
Hessen-Kassel (1682-1760) erschlossen.
¶ Johann Michael von Loën (1694-1776),
Großonkel des 1749 geborenen Goethe, studierte ab 1711 Jura
und die Artes zu Marburg, dann zu Halle u.a. bei Christian Thomasius.
1716-1724 bereiste er Deutschland, die Niederlande, Schweiz, Frankreich
und Oberitalien, kehrte dann nach Frankfurt/Main zurück,
sammelte Bücher und Kunstwerke. 1729 heiratete er Catharina
Sibylla Maria Lindheimer (1702-1776), die Schwester von Goethes
Großmutter Anna Margaretha Textor, geb. Lindheimer
(1711-1783). 1752 wurde er durch den preußischen
König Friedrich II. zum Regierungspräsidenten der
Grafschaft Lingen berufen. Während des Siebenjährigen
Krieges 1757 in französische Gefangenschaft geraten und nach
Wesel verschleppt, hielt man ihn vier Jahre bis 1761 als Geisel
gefangen. In den letzten Lebensjahren war er fast erblindet. Cf. NDB
XV,47-49.
¶ "Christian Thomasius [prägte] sein
philosphisches Denken so maßgeblich, daß
Loën seine ganze künftige Schriftstellerei im Sinne
der Aufklärung als praktische Weltweisheit und
Glückseligkeitslehre betrieben hat" (NDB XV,47)
¶ "In seiner Religionsphilosophie ging es
Loën darum, Aufklärung und Empfindsamkeit
synkretistisch miteinander zu verschmelzen. Von dem englischen Deismus
übernahm er die Forderung der Zurückführung
aller positiven Glaubenslehren auf deren ursprünglichen Kern,
‚die einzige wahre Religion', als die ihm (...) die
‚natürliche Religion' galt, da die Natur dem
Menschen Gewißheit über Dasein, Allmacht und
Weisheit eines höchsten Wesens gebe. (...) ist diese
natürliche Religion zugleich eine Religion der Vernunft" (NDB
XV,48). Einband stellenweise etwas berieben bzw. beschabt, Kapitale mit
kleinen Fehlstellen. Innen sehr gut erhalten. Sehr selten.
¶ First edition. Contemporary marbles calf. Binding
rubbed in places, small defect to end of spine. Internal condition
fine. Scarce.
Holzmann/Bohatta VI,7265 - Georgi, Suppl. II,202 - Kosch: Deutsches
Literatur-Lexikon3 IX,1585. – Gewicht: 1000g.
N° 3120
Macquart,
Louis Charles Henri:
Topographie von Moskau mit vielen interessanten statistischen
Bemerkungen. Aus dem Französischen des Herrn Macquarts
übersetzt und mit Anmerkungen begleitet.
Frankfurt am Main: Johann Christian Hermann, 1790. Octavo. circa 212 x
136 mm. [8], 116, [1], [3 weiße] Seiten. Mit einer kleinen
Holzschnittvignette auf dem Titel.
Blauer Original-Umschlag des Verlegers mit handschriftlichem
Rückentitel. Unbeschnitten und unaufgeschnitten.
* Preis: 330,00 €
[ bestellen ]
Des Chemikers Louis Charles Henri
Macquarts (1745-1818) Beschreibung Moskaus "ist nicht nur als blose
Ortbeschreibung jedem Reisenden, sondern noch über das dem
Naturforscher, und dem Arzte äussert wichtig. Wir lernen durch
Hrn. Macquart die ganze Gegend mineralogisch kennen, und der Arzt wird
für die Nachrichten gewiß dankbar seyn, die er hier
in Betreff der dortigen Medizinalanstalten finden wird" (Vorwort).
Enthält: Ortsbeschreibung von Moskau nebst Bemerkungen zu den
Einwohnern und ihren Sitten: "Die Weiber sind im Ganzen genommen
weiß, wohlgebildet, und ziemlich groß, sie haben in
der Blüthe ihrer Jahre angenehme Gesichtsbildungen. Jene aus
der niedern Klasse haben, sehr kurze und dicke Taillen, und keine feste
Haut, sie mahlen sich feuerroth, woran sie eben so viel Wohlgefallen
haben, als es uns mit Recht lächerlich vorkömmt.
(...) Ich kenne kein anders Land, wo man soviel Vergnügen am
Baden habe, als in diesem, es ist das Dampfbad" (S. 25); des weiteren
zahlreiche Bemerkungen zu den Apotheken und Heilmitteln, den Geldsorten
in Gold, Silber und Kupfer; zu Bausteinen, Mineralien und Fossilien.
Umschlag mit kleinen Randeinrissen, unbeschnittene Blattränder
bisweilen etwas angestaubt, minimal stockfleckig. Selten.
¶ First edition. Original wrappers, uncut, unopened.
Lightly stained in placed. Scarce. A fine description of Moskow,
including the manners of its habitants, customs, medical remarks,
vapour baths, money and coins, gold and silver, buildings, &c.
Erste Ausgabe. Nicht bei Ebert, Graesse. –
Gewicht: 750g. N° 923
Maqrîzî,
Ahmad ibn 'Alî al- - Wetzer, Heinrich Joseph
(Übersetzer):
Taki-eddini Makrizii Historia Coptorum Christianorum in Aegypto
Arabice, edita et in linguam latinam translata ab Henrico Josepho
Wetzer. "Solisbaci, In Libraria J. E. de Seideliana.
MDCCCXXVIII." I.e. Sulzbach: J.E. Seidel, 1828. Octavo. ca. 231 x 142
mm. XXIV, 215, [1] Seiten.
Broschur der Zeit ohne Umschlag, unbeschnitten, handgeschriebener
Rückentitel.
* Preis: 170,00 €
[ bestellen ]
Es handelt sich um einen Auszug aus den
"al-Mawâ'iz wa-'l-i'tibâr fî dikr
al-hitat wa-'l-atâr", Text in Arabisch und Latein. Heinrich
Joseph Wetzer (1801-1853) studierte zu Marburg, Tübingen und
Freiburg Theologie sowie Hebräisch und Arabisch. 1828
habilitiert wurde er Privatdozent, dann in Freiburg
außerordentlicher Professor für orientalische
Philologie.
¶ Taqi al-Din Ahmad ibn 'Ali ibn 'Abd al-Qadir ibn
Muhammad al-Maqrizi (1364 - 1442), war ein sunnitischer Moslem und
ägyptischer Geschichtsschreiber der Mamluk-Zeit. Mawaiz wa
al-'i'tibar bi dhikr al-khitat wa al-'athar, die topographische und
historische Beschreibung Ägyptens, ist sein Hauptwerk. Der
hier vorliegenden Teil beschreibt angefangen mit
Begriffsklärungen zu Nazarener und Messias die Missionierung
durch die Apostel, die Christenverfolgung unter den römischen
Kaisern, die ersten Konzile, die christlichen Gemeinden in Syrien,
Persien, Ägypten etc; sodann ausführlich die
Geschichte der Kopten unter mohammedanischer Herrschaft,
Tributzahlungen, Sekten etc. Mit einem Register der Alexandrinischen
Patriarchen. Titel mit hinterlegtem Ausriß im unteren
weißen Rand ohne Textverlust. Erstes und letztes Blatt
angestaubt; meist stockfleckig, teils etwas gebräunt bzw.
fleckig. Sehr selten.
¶ First edition. Arabic text and Latin translation.
Wrappers, uncut. Title with repaired marginal tear; leaves foxed,
browned, some stains. Scarce.
Erste Ausgabe. – Gewicht: 1000g.
N° 305
Märcker,
Friedrich Adolf:
Julius. Eine Lebensgeschichte aus der Zeit. Berlin:
"Gedruckt und verlegt bei G. Reimer", 1829. Octavo. 157 x 100 mm. IV,
414, [1], [1 weiße] Seiten.
Pappeinband des 20. Jahrhunderts, bezogen mit hellgrauem Marmorpapier,
handgeschriebenes Rückenschild.
* Preis: 110,00 €
[ bestellen ]
Friedrich Adolf Märcker
(Maercker, 1804-1889) promovierte 1837 in Halle nach Studium der
Rechte, der Philosophie und Philologie zu Berlin, erlangte 1842 in
Berlin seine Habilitation und wurde 1861 dort Titular-Professor.
"Julius" ist nach einem Band Gedichte sein zweites Werk.
Enthält u.a. zahlreiche Aphorismen. Erste und letzte
Blätter leicht fleckig bzw. stockfleckig; kaum merklicher
Wasserrand, minimal stockfleckig, sonst wohlerhalten. Exemplar auf
besserem Papier.
¶ First edition. Modern boards. Good.
Erste Ausgabe. Hirschberg/Goedeke 315 - Enslin/Engelmann I,243 - Kosch:
Deutsches Literatur-Lexikon3 X,216. – Gewicht: 750g.
N° 4846
Mendelssohn,
Moses: An die
Freunde Lessings. Ein Anhang zu Herrn Jacobi Briefwechsel über
die Lehre des Spinoza. Berlin: Christian Friedrich
Voß und Sohn, 1786. Octavo. 152 x 92 mm. XXIV, 87, [1
weiße] Seiten.
Handgefertigter Pappeinband der Zeit, bezogen mit braun-schwarzem
Kiebitzpapier. * Preis: 360,00
€ [ bestellen ]
Erste Ausgabe, von Mendelssohn im
Dezember 1785 verfaßt im folgenden Jahr von J. J. Engel mit
einem Vorwort herausgegeben. "Über Lessings Stellung zum
Spinozismus, über die Frage, ob Lessing 'Spinozist' ist, sind,
seit Jacobi nach Lessings Tode ein Gespräch darüber
mitteilte, zahlreiche Streitigkeiten entstanden" (Ziegenfuß
II,54). Im vorliegenden Werk versucht Mendelssohn, Jacobis
diesbezügliche Attacken zurückzuweisen. und Lessing
vor einem Vorwurf, der damals fast gleichwertig mit jenem des Atheismus
war, in Schutz zu nehmen. Einband stellenweise etwas berieben,
Rücken mit kleinen Bezugfehlstellen, innen schwach
gebräunt, bzw. minimal wasserrandig.
¶ First edition. Contemporary boards, slightly rubbed
in places, small defects to ends of spine.
Meyer 334 - Van der Linde 337 - Goedeke3 IV,i,490,17 -
Hirschberg/Goedeke 329 - Wilpert/Gühring2 33 - Mendelssohn
Kat. Wolfenbüttel 138 - Borst 528 - Ziegenfuss/Jung II,150.
– Gewicht: 500g. N° 979
Montchal,
Charles de:
Memoires de Mr. de Montchal, Archeveque de Toulouse, contenant des
Particularitez de la vie et du ministere du Cardinal de Richelieu. Tome
I. [Tome II.]. Rotterdam: Gaspar Fritsch, 1718. Duodecimo.
ca. 177 x 103 mm. I: [4], 342 Seiten. - II: [2], Seiten 345-750. Titel
von I in rot und schwarz, mit gestochener Druckermarke, Titel von II
mit Holzschnittvignette, Holzschnittinitialen.
Handgefertigte schlichte Pappeinbände der Zeit, bezogen mit
schwarz gesprenkeltem braunem Papier; Bibliothekschildchen auf
Rücken. Unbeschnitten, teils unaufgeschnitten.
* Preis: 80,00 €
[ bestellen ]
Der französische Geistliche
Montchal (1589-1651), der erst Kanonikus zu Angouleme, dann Abt von St.
Amand, später Erzbischof von Toulouse wurde, war wegen seiner
Kenntnisse in der kirchlichen und weltlichen Geschichte
berühmt. In den 'Memoires' schildert der Zeitgenosse den
Minister und Kardinal Richelieu (1585-1642) als einen Tyrannen,
Betrüger und gottlosen Menschen. Einbände leicht
berieben, innen teils schwach gebräunt, sonst gut. Gestochenes
Exlibris auf beiden vorderen Innendeckeln: "ex libris Christ. Lud. a.
Tieffenbach".
¶ First edition. Two volumes. Contemporary boards.
From the library of Christ. Lud. a. Tieffenbach.
Erste Ausgabe. Georgi V,272. Nicht bei Brunet, Graesse. –
Gewicht: 750g. N° 4206
Montjoye,
C.F.L. de (anonym):
Histoire de la conjuration de Louis Philippe Joseph
d'Orléans, (...) surnomme Égalite. (3 Bde.).
Paris, 1796. Octavo. 191 x 122 mm. I: gestochenes Portraitfrontispiz,
[4], xvj, 304 Seiten. - II: [4], 392 Seiten. - III: [4], 304, 8
(Index), 4 (Inhaltsverzeichnis) Seiten.
Handgefertigte Halblederbände der Zeit mit etwas
Rückenvergoldung, Rückenschildern.
* Preis: 135,00 €
[ bestellen ]
Montjoye verteidigte in mehreren
Schriften Louis XVI, mußte 1793 fliehen und konnte erst nach
dem 18. Brumaire nach Paris zurückkehren (vgl. Hoefer XXXVI,
S. 308ff.). Trotz der Ungenauigkeiten eine wichtige Quelle zur
französischen Revolution: berichtet das Schicksal des Herzogs
von Orléans, der, um selbst König zu werden, die
Hinrichtung Ludwigs XVI. betrieb, als "Philippe Égalite" den
Jakobinern beitrat, um schließlich Opfer des
revolutionären Terrors zu werden. Einbände berieben,
Ecken bestoßen. Innen wie üblich papierbedingt meist
stockfleckig bzw. gebräunt..
¶ First edition. 3 vols. Contemporary leather backed
boards, spines gilt, rubbed, corners bumped. Foxed and browned as usual
due to quality of paper.
Erste Ausgabe. Brunet VI,23967 - Monglond III,10 - Martin/Walter 25017
- Tourneux IV,21571. – Gewicht: 750g.
N° 4791
Morhof,
Daniel Georg & Johann Möller: Polyhistor, in tres tomos, literarium,
(...) philosophicum et practicum (...) divisus. Opus posthumum, ut
multorum Votis satisfieret, Accurate revisum, emendatum, ex Autoris
Annotationibus [gr.:] autogaphois, & Mss. aliis, supplementum
passim atqve auctum, (...) à Johanne Möllero. (...)
Accedunt Indices Necessarii.
[Band II:] Polyhistoris continuatio, Continens qvatuor posteriores Tom.
Liter. Libros, à Viro in Acad. Lipsiensi Erudito revisos
atqve auctos, nec non Tomum Philosophicum & Practicum, Opus
Posthumum à Johanne Möllero, (...)
Accuratè revisum, emendatum, suppletum passim atqve auctum
(...). Accedunt Indices Necessarii. Lübeck: Peter
Boeckmann, 1708. Quarto. 212 x 170 mm. I: Gestochenes Frontispiz, [10],
768 Seiten, incl. Index) [und ein gefaltetes Blatt vor )(1]. - II: [8],
30, 406, 534, 130 Seiten, [Möller, Prolegomena:] 80 Seiten,
[Indices:] 40, 168 Seiten. Titel von I in rot und schwarz.
Zwei handgefertigte Pergamenteinbände der Zeit auf drei
durchgezogenen Pergamentbünden, handgestochene Kapitale,
Blauschnitt, etwas spätere goldgeprägte
Lederrückenschilder.
* Preis: 590,00 €
[ bestellen ]
Zweite Ausgabe, von Johann
Möller (Moller, 1661-1725) bearbeitet und mit einer Biographie
Morhofs (1639-1691) versehen, beschreibt etwa 7500 Werke. Eines der
wichtigsten Werke für die Literatur der Renaissance und des
Barock. Die erste Ausgabe umfaßte nur die ersten drei
Bücher (hier Band I), alle weiteren wurden nach Morhofs Tod
ediert; die vorliegende Ausgabe bietet die umfangreichen
Ergänzungen u.s.w. Möllers; erst die dritte und
vierte Ausgabe, bei der weitere Bearbeiter hinzukamen, sind nach
Besterman wieder textidentisch.
¶ "... a work partaking somewhat of the nature of a
modern Konversations-Lexikon, but still representing the type of
collection of miscellaneous material familiar since ancient times"
(Faber du Faur). "Morhof's Polyhistor ... is an invaluable sign-post to
the bibliographical history of the time" (Besterman). "... contains
information important in the history of cryptography" (Galland p. 129).
Teil II, Kapitel V beschäftigt sich mit der Lull'schen Kunst.
Vgl. den langen Artikel bei Jöcher III,671-5.
¶ "Besonderer Wert wird auf den innigen Zusammenhang
aller Wissenschaften gelegt. Schon der Aufbau des Werkes und sein
philologischer Ausgangspunkt, das Wesen der Sprache, zeigen, wie
Morhofs Gedanken noch im Humanismus wurzeln. Er verbindet damit die
Vorstellungen von der lingua adamica und kann, da er auf die
sprachschöpferischen Fähigkeiten des Menschen
hinweist, auch als Vorläufer Herders angesehen werden. Er
bemüht sich um chronologische und sachliche Ordnungen. Hier
erhebt sich zum erstenmal die Kritik an der Literatur. Deshalb ist
Morhof der Vater der deutschen Literaturgeschichte geworden" (Newald S.
408).
¶ Daniel Georg Morhof studierte in
Rostock Recht, Poesie und Rhetorik, unternahm Studienreisen nach
England und Holland, und wurde Nachfolger A. Tschernings als
Poesie-Professor zu Rostock. Ab 1650 war er Professor für
Eloquenz und Poesie an der neugegründeten Universität
zu Kiel und dort insgesamt viermal Rektor, im Nebenamt ab 1680
Bibliothekar der Universitätsbibliothek.
Einbandrücken etwas verzogen, stellenweise etwas berieben bzw.
fleckig; Rücken von II unten mit hinterlegter Fehlstelle.
Meist etwas gebräunt, einige Lagen papierbedingt stockfleckig.
¶ Second edition. Contemporary vellum, rubbed,
slightly stained, lower end of spine of vol. II repaired; partly
browned, some quires foxed due to quality of paper.
Bestermann I,813 - Petzhold 29 - Faber du Faur S. 388 mit and. Ausgg. -
Galland 129. Cf. Clodius: Bibl. lusor. 108. –
Gewicht: 3000g. N° 4712
Münnich,
Johann Jacob Wilhelm:
Versuch über die Gränzen der Aufklärung
unter den Römern. Leipzig: Siegfried Lebrecht
Crusius, 1789. Octavo. 203 x 120 mm. XIV, [2], 431, [1 weiße]
Seiten.
Handgefertigter marmorierter Kalbledereinband der Zeit auf
fünf echten, erhabenen Bünden mit reicher fleuraler
Vergoldung auf den Feldern des Rückens, einem roten
goldgeprägten Titelschild auf zweitem Feld, die Deckel mit
breiten ornamentalen Randrahmen versehen, handgestochene zweifarbige
Kapitale, an den Rändern und Ecken gepunzter Goldschnitt,
Vorsätze aus hellblau schattiertem Papier.
* Preis: 330,00 €
[ bestellen ]
Das Werk ist dem preußischen
Etat-Minister Johann Christoph von Wölner gewidmet.
Enthält: Über das Zeitalter der höchsten
Aufklärung in Rom; Über die wesentlichen Kennzeichen
der vollkommenen Aufklärung bei einem Volke; Über den
Zustand der Künste in Rom; Über den Zustand der
Religion unter den Römern; Über die Sitten der
Römer; Über die römische Erziehung; Von den
Lustbarkeiten und Zeitvertreiben der Römer; Über die
Gesetzgebung und Gesetze der Römer; Über die Polizei
der Römer. Münnich (1755-1836) war Pastor in
Hadmersleben und Schriftsteller. Einband an den Kanten leicht berieben,
Bezug des Vorderdeckels etwas rissig; gelöschter Stempel auf
Titel. Innen von wenigen Fleckchen abgesehen frisch. Schönes,
dekoratives Exemplar des sehr seltenen Werkes.
¶ First edition. Contemporary calf-backed boards.
Good.
Erste Ausgabe. Nicht bei Hayn/Gotendorf. –
Gewicht: 1000g. N° 4848
Novalis
(i.e. Friedrich von Hardenberg): Schriften. Herausgegeben von Ludwig
Tieck und Fr. Schlegel. Dritte Auflage. Erster Theil. [Zweiter Theil.].
Berlin: Realschulbuchhandlung, 1815. Octavo. 171 x 104 mm. I: XXXVIII,
264 Seiten. - II: [4], 291, [1 weiße] Seiten.
Zwei moderne Pappbände bezogen mit hellem
Büttenpapier, goldgeprägte mittelbraune
Lederrückenschildchen, alter Grünschnitt. Signiert
auf hinterem Spiegel unten mit Schildchen: Jacob Kohnert, Berlin.
* Preis: 320,00
€ [ bestellen ]
Mit dem Erstdruck des neuen,
biographischen Vorwortes von Tieck zur dritten Auflage in
Band I, Ss. XI-XXXVIII, in dem erstmals das Leben des bedeutendsten
Dichters der deutschen Romantik beschrieben wird. Enthält
neben "Heinrich von Ofterdingen", "Die Lehrlinge zu Sais",
"Blütenfragmente" auch die "Hymnen an die Nacht". Teils etwas
fleckig bzw. stockfleckig, sonst recht wohlerhaltenes Exemplar.
¶ Third edition. Two vols. Modern boards. Some
foxing.
Goedeke VI,51,4 - Hirschberg/Goedeke 196. –
Gewicht: 750g. N° 3739
Oxenstierna
af Croneborg, Johan Turesson (Thuresson) (anonym): Kurtzer Begriff oder Auszüge
derer Gedancken Des Grafen J. O. Uber unterschiedliche Materien Wegen
seiner Vortrefflichkeit und sonderbaren Moral Aus dem
Frantzösischen in das Teutsche übersetzet. Zweyte
Auflage. [5 Teile in 1 Band]. Frankfurt und Leipzig:
Lochner und Mayer, 1739. Octavto. 163 x 99 mm. [6], 158, 144, 128, 142,
136 Seiten. Titel in rot und schwarz, mit Holzschnittdruckermarke.
Pergamenteinband der Zeit, Schnitt rot gesprenkelt, handgestochene,
zweifarbene Kapitale.
* Preis: 280,00 €
[ bestellen ]
Zweite deutsche Ausgabe von Oxenstiernas
auf Französisch verfaßten "Recueil de
pensées du Comte J. O. sur divers sujets", einer
Essai-Sammlung. Enthält u.a.: Von der Einsamkeit, Von der
Verleumdung, Von der Cabala, Vom Toback, Von dem Hofleben, Vom Ursprung
der königlichen Würde, Von der
unmäßigen Fresserey, Von Italien, Von Hispanien, Von
dem Königreich Pohlen. Des weiteren Gedanken zu Spiel,
Wollust, Faulheit, Ehrgeiz, die Kleidung, Wein, Tanz, Vernunft, Zorn,
Lüge, Schmeichelei, Liebe und Freundschaft,
Veränderung von allem und jedem, jüdische Geschichte,
Atheismus, Eitelkeit, Staatsklugheit, Gesellschaft, Geld, Almosen,
Alchemie, Jagd, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Italien, und
vieles andere mehr. "Pohlen ist das Land allwoh sich Bacchus in
Brandwein badet und die Venus mit Zwiebeln ausschmücket", "Ein
italianisirter Teutscher ist ein eingefleischter Teuffel".
¶ Johan Thuresson Oxenstierna (1666-1733), ), der
"Montaigne des Nordens" (Hoefer) und Neffe des schwedischen Kanzlers
Axel Oxenstierna (1583-1654), war ein zu seiner Zeit in ganz Europa
bekannter schwedischer Schriftsteller, teils weil er in
französischer Sprache schrieb; der Marquis de Sade
verfaßte sogar ein Theaterstück über ihn.
Seine Studien und Reisen führten ihn durch zahlreiche
Länder Europas, seine daraus gezogenen Ansichten und
zeitkritischen Einsichten sind eher von Skepsis, Witz und Freidenkertum
geprägt. Einband berieben und teils etwas fleckig. Titel mit
zwei Bibliothekstempeln und fachmännisch mit altem Papier
hinterlegt, Exlibris auf Innendeckel. Innen anfangs bei den ersten vier
Blättern ein kleiner Wurmgang im Innenfalz, mehrere Lagen
papierbedingt gebräunt, sonst nur leicht gebräunt und
wenig fleckig.
¶ Contemporary vellum, rubbed; some browning due to
quality of paper, two stamps on title, title leaf skilfully reinforced.
Second German edition of Oxenstierna's "Recueil de pensées
du Comte J. O. sur divers sujets", a collection of philosophical essays
on a wide variety of subjects, including the occult, alchemy, cabala,
astrology.
¶ Johan Thuresson Oxenstierna (1666-1733), the nephew
of the Swedish chancellor Axel Oxenstierna, was clearly the best-known
Swedish writer of the time, presumably partly because he actually wrote
in French. His fame was such that the Marquis de Sade even wrote a play
about him. In his Essays he gives a witty, occasionally libertine and
sceptical insight into the spirit of the time.
Jantz 1936 - Holzmann/Bohatta VI,1962. Cf. Fromm V,19489 (Ausgabe
1755). – Gewicht: 1500g. N° 1899
Preußen:
Bürgereid, handschriftlich datiert 26. Juli 1791.
Frankfurt an der Oder, 1791. Folio. 352 x 206 mm. 2, [1
weiße], [1] Seiten. Mit Papiersiegel auf Seite 2.
Gefaltetes Blatt.
* Preis: 82,00 €
[ bestellen ]
Den Bürgereid leistete ein
gewisser Gottfried Gebhard aus Clistow (Cliestow) bei Frankfurt/O.
Leichte Gebrauchspuren, kleine Randeinrisse, leicht fleckig.
¶ Oath of a Prussian citizen. Minor traces of use.
Scarce.
Selten. – Gewicht: 500g. N° 2864
Ramler,
Karl Wilhelm:
Lyrische Gedichte. Berlin: Christian Friedrich
Voß, 1772. Octavo. 154 x 92 mm. [8], 390 Seiten.
Handgefertigter marmorierter Kalbledereinband der Zeit auf
fünf echten erhabenen Bünden mit
Rückenvergoldung aus Linien und fleuralen Stempeln, neues
Rückentitelschildchen im Stil der Zeit; die Deckel mit
Randrahmen aus goldgeprägter, ornamentierter Rolle,
handgestochene Kapitale, Schnitt blau mit Kleisterfarbe verziert,
Vorsätze aus passendem, blau gemustertem Kleisterpapier.
* Preis: 85,00
€ [ bestellen ]
Erste Ausgabe. Enthält: Oden,
Oden aus dem Horaz, Musikalische Gedichte und Geistliche Kantaten. Die
Oden des Dichters, Übersetzers, und Herausgebers Ramler
(1725-1798) waren verbindliches formales Vorbild für viele
seiner Zeitgenossen. In den Jahren 1746-1766 veröffentlichte
Ramler in Zeitschriften Oden und trat als Übersetzer
griechischer Klassiker sowie der Oden des Horaz hervor. Anmerkungen zu
Inhalt und Form letzterer (ab S. 237) ergänzen die hier
übertragenen poetischen Texte. Oberes Kapital mit kleiner
Fehlstelle, Einband an Kanten und Gelenken etwas berieben. Innen
bisweilen leicht stockfleckig, wenige Blätter papierbedingt
minimal gebräunt, sonst frisch; ein schönes Exemplar.
¶ First edition. Contemporary marbled calf gilt,
rubbed, new title-label on spine, inner condition good.
Goedeke3 IV,i,181,35 - Wilpert/Gühring2 42 -
Hirschberg/Goedeke 394 - Enslin/Engelmann I,317. Nicht bei Schweiger.
– Gewicht: 500g. N° 4842
Rebmann,
Andreas Georg Friedrich:
Empfindsame Reise nach Schilda. Leipzig: "bey Wilhelm
Heinsius dem jüngern", 1793. Octavo. 169 x 101 mm. Gestochenes
Frontispiz, gestochener Titel, 191, [1] Seiten. Mit vier Kupfern auf
den Seiten 23-26, alle von Dornheim nach Schubert.
Original-Broschur aus bläulichem Papier.
* Preis: 1.100,00 €
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Erste Ausgabe. "Satire auf politische und
gesellschaftliche Verhältnisse. Aktualisierung von Episoden
aus dem Lalebuch, damit Anknüpfung an einen ähnlichen
Versuch von Johann Gottlob Schulz: 'Die neuen Schildbürger
oder Lalenbuch in den Tagen der Aufklärung (...)'
Nürnberg 1791" (Kawa). "Die Verfasserschaft Rebmanns ergibt
sich aus der 1795 publizierten Satire 'Leben und Taten des
jüngern Herrn von Münchhausen, wohlweisen
Bürgermeisters zu Schilda', die im Titel als 'Zweiter Teil der
Empfindsamen Reise nach Schilda' ausgewiesen ist und für die
Rebmann als Verfasser feststeht" (Wolfgang Ritschel in "Georg Friedrich
Rebmann. Werke und Briefe", I, p. 636, cf. p. 645). Andreas Georg
Friedrich Rebmann (1768-1824), Sohn eines Finanzbeamten, studierte in
Erlangen, dann in Jena Rechts- und Staatswissenschaften; nach seiner
Promotion war er ab 1789 als Prokurator in Erlangen tätig. Als
Verfechter der Prinzipien der Französischen Revolution wie der
Menschenrechte entlassen wandte er sich der Publizistik zu und war nach
1792, wiederholt zur Flucht gezwungen, Redakteur und Herausgeber
verschiedener politischer Zeitschriften (u.a. "Das neue graue
Ungeheuer") in Dresden, Erfurt, Altona und Paris. Nach der Annexion des
Rheinlandes durch Frankreich wurde Rebmann 1797 Richter am
Kriminalgericht zu Mainz, wo er 1803 den Prozeß gegen
Johannes Bückler (Schinderhannes) führte; 1810 wurde
er Präsident des kaiserlichen Gerichtshofs zu Trier. Nach dem
Sturz Napoleons wurde er in den Justizdienst Pfalzbayerns
übernommen und war zuletzt Oberpräsident des
Appellationsgerichtshofs in Zweibrücken. Broschur etwas
fleckig, Rücken fachmännisch ergänzt, Titel
mit schwachem kleinem Wasserrand und Besitzeintrag eines (Grafen)
Lynar, innen vereinzelt minimal stockfleckig, sonst wohlerhalten.
Seiten 167 bis 170 falsch paginiert. Schönes Exemplar.
¶ First edition. Original wrappers, spine repaired,
some foxing.
Goedeke V,547,6,3 - Rümann 905 - Kawa 8 - Borst 699 -
Hayn/Gotendorf VI,404. – Gewicht: 2000g.
N° 4884
Riebe,
Johann Christian (anonym):
Ueber die Leiden des jungen Werthers. Gespräche.
Berlin: "bey George Jacob Decker", 1775. Octavo. 165 x 94 mm. 76
Seiten. Mit Holzschnittzierstücken.
Handgefertigter, schlichter Pappeinband der Zeit, bezogen mit blauem
Papier. * Preis: 190,00
€ [ bestellen ]
Seltene erste Ausgabe; es erschienen
Nachdrucke im selben Jahr und 1777, ein Zeugnis für die
damalige Beliebtheit des Werkes: Gespräche zwischen Alcimor
und Philantropus um das Für und Wider von Werthers Tat, auch
über den Selbstmord an sich. Riebe war ein Unteroffizier aus
Frankfurt / Oder. Name auf Titel, wenige Seiten mit schwachen
Fleckchen, Exemplar auf festerem Papier.
¶ Contemporary boards. Good.
Goedeke3 IV,iii,182,11 - Hirschberg/Goedeke 413 - Holzmann/Bohatta
IV,6987. – Gewicht: 500g. N° 3790
Rossetti,
Dante Gabriel:
The Collected Works. Edited with Preface and Notes by William M.
Rossetti. In Two Volumes. Volume I. Poems, Prose Tales and Literary
Papers. Volume II. Translations, Prose Notices of Fine Art.
London: Ellis and Elvey, 1897. Octavo. 187 x 125 mm. I: xlii, [2], 528
Seiten. - II: xl, 521, [1 weiße] Seiten.
Zwei handgebundene schwarz-blaue Original-Maroquinbände mit
fünf erhabenen Bünden auf den Rücken, auf
zweitem Feld die goldgeprägte Titelei in Versalien, auf
drittem die Bandzahl; die anderen jeweils mit einem vergoldeten Muster
aus wiederholten kleinen Kreisen, darüberliegend je drei
Blumen mit zwei bzw drei Blättern, Stengel und
siebenblättriger Blüte. Auf den Deckeln nahe den
Gelenken ein großes, längliches, ähnlich
gestaltetes Feld mit neun Blumen sowie zwei quadratische nahe den Ecken
mit jeweils drei Blumen. Steh- und Innenkantenvergoldung aus jeweils
einer Linie, mehrfarbige handgestochene Kapitale, Kopfgoldschnitt.
Vorsätze aus hellblauem Papier bedruckt in einem der
Dekoration der Deckel entsprechenden Muster.
* Preis: 870,00 €
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Die ‚Collected Works' enthalten
seit ihrer Erstausgabe zahlreiche, bei W.M. Rossetti Ss. 29-30
aufgeführte Erstdrucke. Auf cremigem Papier in
präziser Antiqua-Type gedruckte Ausgabe. Die Einbandgestaltung
nach einem Entwurf von D.G. Rossetti, cf. Julian Treuherz &
al.: DGR, 2003, p. 222, cat. 161. Einbände mit minimalen
Druckspuren bzw. Bereibungen; innen sehr frisch. In der
Original-Ganzlederausgabe sehr selten. Sehr schönes,
dekoratives Exemplar.
¶ Two vols. Original black morocco, spines and covers
richly gilt. The binding was designed by Rossetti. In very fine
condition. Scarce.
Rossetti 42 (Ausg. 1886) - Fredeman 23.13. –
Gewicht: 3000g. N° 4763
Sallust
- Abbt, Thomas (Übersetzer): Von der Zusammenrottung des Catilina.
Stadthagen: "Gedruckt auf Landesherrliche Kosten, zum Vortheile der
Erben des Wohlseel. Herrn Uebersetzers", 1767. Octavo. 163 x 105 mm.
Gestochenes Portraitfrontispiz, 151, [1 weiße] Seiten. sowie
gestochene Tafel mit dem Epitaph des Übersetzers; Titel in rot
und schwarz.
Original-Broschur aus festem mattblauem Bütten, unbeschnitten.
* Preis: 320,00
€ [ bestellen ]
Abbt (1738-1766) war gräflich
Schaumburg-Lippischer Hof-Regierungs- und Consistorial-Rath sowie
Patronus Scholarum in Bückeburg. In den Jahren 1761 bis 62
wirkte er in Berlin und hatte dort Verbindung zu Nicolai, Ramler, Gleim
und Mendelssohn, der ihm seinen "Phädon" widmete.
¶ Geprägt ist die Ideenwelt Abbts u.a. von
dem schweizer Arzt und Popularphilosophen Johann Georg Zimmermann
(1728-1795), dessen 1758 erschienene Schrift "Von dem Nationalstolze"
eine vergleichbare Position wie Abbts "Vom Tode fürs
Vaterland" (1760) vertritt. In Halle lernte er die Staatsphilosophie
Christian Freiherr von Wolffs kennen. Im Mittelpunkt von Abbts
politischem Denken steht das Verhältnis von Bürger
und Staat in einer aufgeklärten Monarchie, das von politischer
Tugend geprägt ist. Johann Gottfried Herder (1744-1803), sein
Nachfolger in Bückeburg, wurde von Abbts 'pragmatischem
Gebrauch der Historie' beeinflußt. Vgl. Kosch: Literatur3
I,1. Das gestochene Frontispiz von Franz Nikolaus Rolffsen (1719-1802;
vgl. Thieme/B. XXVIII,534) aus Hamburg nach G.F. Hänsch zeigt
den Übersetzer wenige Monate vor seinem Tode.
¶ Die Übertragung fand so großen
Anklang, daß sie gleichen Jahres in Frankfurt sowie 1770 in
Lemgo nachgedruckt wurde. Titel mit kleinem Eckabriß unten,
sonst nur wenig fleckig, bisweilen die äußersten
Ränder leicht angestaubt. Selten.
¶ First edition. Original boards. Good.
Erste Ausgabe. Schweiger II,ii,894 - Goedeke3 IV,i,496,5 -
Hirschberg/Goedeke 15. – Gewicht: 500g.
N° 4568
Sander,
Heinrich: Von der
Güte und Weisheit Gottes in der Natur. Neue verbesserte
Auflage. Frankfurt und Leipzig, 1782. Octavo. 170 x 105
mm. [16], 348, [8] Seiten. Titel mit gestochener Vignette.
Handgefertigter Halbledereinband der Zeit auf fünf echten,
erhabenen Bünden, der Rücken mit Kalbleder bezogen
und auf den Feldern mit fleuraler Vergoldung versehen,
goldgeprägtes Titelschildchen auf zweitem Feld. Deckel mit
Kiebitzpapier bezogen, Rotschnitt.
* Preis: 155,00 €
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Heinrich Sander (1754-1782) studierte
Theologie in Tübingen und Ökonomie in
Göttingen; er wurde 1775 Professor der Naturgeschichte und
Beredsamkeit am Gymnasio illustri in Karlsruhe und war Ehrenmitglied
der Berlinischen Gesellschaft Naturforschender Freunde. Er unternahm
mehrere Reisen, auf denen er die Bekanntschaft Klopstocks, Wielands,
Goethes, Lessings u.a. machte. Neben volksaufklärerischen und
philosophisch-wissenschaftlichen Schriften verfaßte er auch
Werke zur Theologie und seine bekannten Reiseberichte.
¶ Vorliegende, dem Markgrafen zu Baaden gewidmete
Schrift beschreibt das göttliche Wirken in der Natur:
Über die Unermesslichkeit der Schöpfung; Die Natur
thut alles durch Verknüpfungen; Die Regierung Gottes muss das
Kleinste in der Natur, wie das Grösste umfassen; Vom
allgemeinen Zusammenhang in der Natur; Unendlicher Reichthum der Natur;
Austheilung der Naturprodukte; Weisheit und Güte Gottes in der
Anlage verschiedener Länder; Sorgfalt der Natur für
kalte Länder; Wichtigkeiten vieler kleiner Dinge in der Natur;
Mannigfaltigkeit der Natur in allen ihren Werken;
Staudengewächse; Über die Insekten; Über das
Gift in der Natur. Einband stellenweise berieben, Ecken leicht
bestoßen, Titel leicht fleckig, sonst nur vereinzelt fleckig.
¶ Second edition. Contemporary leather-backed boards.
Zweite Auflage. – Gewicht: 500g.
N° 4769
Schiller,
Johann Christoph Friedrich von: Theater von Schiller. Erster Band.
[Dabei: Zweiter Band; Dritter Band, Vierter Band, Fünfter
Band; insgesamt fünf Bände, komplett.].
Tübingen: J.G. Cotta'sche Buchhandlung, 1805-1807. Octavo. 197
x 117 mm. I: Gestochenes Portrait der Johanna d'Arc, [3], [1
weiße], 550 Seiten. - II: Gestochenes Portrait des Fiesko,
[1], [1 weiße], 651, [1 weiße] Seiten. - III:
Gestochenes Portrait des Wallenstein, [1], [1 weiße], 604
Seiten. - IV: Gestochenes Portrait der Maria Stuart, [1], [1
weiße], 604 Seiten. - V: Gestochenes Portrait des Verfassers,
[3], [1 weiße], 420 Seiten.
Einheitliche handgefertigte Halblederbände der Zeit mit
Rücken und Ecken aus naturbraunem Kalbleder, die
Rücken mit Feletenvergoldung sowie schwarzgründigen,
goldgeprägten Rückenschildern auf jeweils zweitem
Feld und auf viertem die Bandzahl. Schnitte gelb eingefärbt.
* Preis: 680,00
€ [ bestellen ]
Die bessere Ausgabe auf
Schreibpapier mit den fünf Kupfern von Ludwig Friedrich
Autenrieth (cf. Thieme/Becker II,262) nach Ferdinand Jagemann
(cf.Thieme/Becker XVIII,338-339) u.a., siehe Enslin/Engelmann.
Enthält: Die Huldigung der Künste; Don Karlos; Die
Jungfrau von Orleans; Die Räuber; Die Verschwörung
des Fiesko; Kabale und Liebe; Der Parasit; Wallenstein; Die Braut von
Messina; Maria Stuart; Macbeth; Turandot; Iphigenie in Aulis; Wilhelm
Tell; Phädra; Der Neffe als Onkel; Der Menschenfeind; Semele.
Einbände teils leicht bestoßen und berieben,
Vorsätze fachmännisch mit passendem Papier erneuert;
Titel verso mit dezentem Besitzerstempel; innen gelegentlich leicht
stockfleckig, sonst gut. Schönes, dekoratives Exemplar.
¶ First edition. Five volumes, complete. Contemporary
calf-backed baords, spines gilt. New endpapers, occasional foxing, else
good.
Erste Ausgabe. Goedeke V,151,2 - Hirschberg/Goedeke 444 -
Enslin/Engelmann I,356. – Gewicht: 2000g.
N° 2713
Schiller,
Johann Christoph Friedrich von (Herausgeber): Musen-Almanach für das Jahr
1799. herausgeben von Schiller. Tübingen: J.G.
Cottaische Buchhandlung, [1798]. Duodecimo. 153 x 94 mm. Gestochenes
Frontispiz in Sepia von H. Guttenberg nach H. Meyer, 247, [1]
(Verlagsanzeigen), [4] (Inhaltsverzeichnis) Seiten.
Bedruckte gelbe Originalbroschur mit Illustration nach Heinrich Meyer;
innen mit blau bedrucktem Buntpapier bezogen.
* Preis: 500,00 €
[ bestellen ]
Mit zahlreichen Erstdrucken,
u.a. Schiller: Das Glück, Die Bürgschaft, Des
Mädchens Klage, Der Kampf mit dem Drachen,
Bürgerlied, u.a. - Goethe: Die Metamorphose der Pflanzen,
Amyntas, Euphrosine, Die Musageten, Das Blümlein
Wunderschön, Sängerwürde, u.a. - Friedrich
Hölderlin: Sokrates und Alcibiades, An unsere
Dichter. - Weitere Beiträge von Friedrich von Matthisson,
Sophie Mereau, August Wilhelm Schlegel, Ludwig Tieck, Conz und anderen.
¶ "Ihre höchste Ausprägung fand
diese Buchform freilich unter der Ägide Schillers. Sein
‚Musen-Almanach', in fünf Jahrgängen
für die Jahre 1796-1800 erschienen, stellt das
berühmteste Beispiel dieser Gattung dar" (Hauswedell/Voigt
I,182). Exemplar ohne das Kalendarium. Einband außen
stärker nachgedunkelt. Leichte Gebrauchspuren. Innen von
gelegentlichen Stockfleckchen abgesehen wohlerhalten.
¶ First edition. Original printed wrappers. Wrappers
darkened, else good.
Erste Ausgabe. Goedeke V,207,5 - Marcuse 166 - Hagen 613 - Hirzel A 213
- Meyer 567 - Kippenberg I,555 - Borst 845 - Hauswedell/Voigt II,248
(Abbildung) - Seebaß 22. – Gewicht: 750g.
N° 2715
Schiller,
Johann Christoph Friedrich von (Herausgeber): Musen-Almanach für das Jahr
1800. herausgeben von Schiller. Tübingen: J.G.
Cotta'sche Buchhandlung, [1799]. Duodecimo. 150 x 95 mm. [1] (Titel),
[1 weiße], [12] (Kalendarium), 264, [2] (Inhaltsverzeichnis),
VIII (Lafontaines Damenkalender) Seiten. Fünf Kupfer von
Boettger nach Heinrich Meyer (genannt Goethe-Meyer, cf. Thieme/Becker
XXIV,476-477) zu den Seiten 1, 44, 72, 100, und 150.
Bedruckte hellgraue Originalbroschur mit Illustration nach H. Meyer;
innen mit roséfarbenem Papier bezogen.
* Preis: 310,00 €
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Letzter Jahrgang des bedeutendsten
Musenalmanaches seiner Zeit, mit zahlreichen Erstdrucken,
u.a. Anna Amalie von Imhof (i.e. Anna Amalie von Helvig): Die
Schwestern von Lesbos. - Schiller: Spruch des Konfucius, Die Erwartung,
Lied von der Glocke. - Kosegarten: Alexanders Fest. - Herder: Die
sieben Wünsche, Die Erscheinung, Vereinigung des
Schönen, Unter der Rose, Amor und Psyche u.a. - Knebel: Die
Stunden. - Matthisson: Die neuen Argonauten.
¶ "Ihre höchste Ausprägung fand
diese Buchform freilich unter der Ägide Schillers. Sein
‚Musen-Almanach', in fünf Jahrgängen
für die Jahre 1796-1800 erschienen, stellt das
berühmteste Beispiel dieser Gattung dar" (Hauswedell/Voigt
I,182). Einband hinten leicht berieben, sonst wohlerhalten. Innen
frisch, die Kupfer in guten, kontrastreichen Abdrucken.
¶ First edition. Original printed wrappers. Wrappers
slightly rubbed in places, else near fine.
Erste Ausgabe. Goedeke V,208,6 - Lanckoronska/Rümann 34. Zu
Helvig, geb. Imhof, cf. Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon3 VII,861
& Goedeke V,452,23,1. – Gewicht: 750g.
N° 5373
Schiller,
Johann Christoph Friedrich von (Herausgeber): Die Horen eine Monatsschrift
herausgegeben von Schiller. Dritter Band. [Siebentes Stück bis
Neuntes Stück]. Tübingen: J.G.
Cotta'sche Buchhandlung, 1795. Octavo. 198 x 118 mm. [1] (Titel zum 3.
Band), [1 weiße] Seite. - VII: [3], [1 weiße], 85,
[1 weiße], [6] (Verlagsanzeigen) Seiten, [1] mehrfach
gefaltetes Blatt Notenbeilage. - VIII: [3], [1 weiße], 102,
[6] (Verlagsanzeigen), [1] (Druckfehler), [1 weiße] Seiten. -
IX: [3], [1 weiße], 136, [16] (Verlagsanzeigen) Seiten.
Handgefertigter, schlichter mittelgrauer Pappband der Zeit mit
handgeschriebenem Rückenschildchen.
* Preis: 210,00 €
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Enthält: 7.
Stück: I Die Idee der Gerechtigkeit als Princip
einer Gesetzgebung betrachtet. (J.B. Erhard); II Dante's
Hölle. (A.W. Schlegel); III Unterhaltungen deutscher
Ausgewanderten. (Goethe); IV Die Dichtkunst. (J.H. Voss); V Der
Dorfkirchhof. (K.L. Woltmann); VI Lethe. (K.L. Woltmann); VII Saladin
und der Sklave. (G.K. Pfeffel).
¶ 8. Stück: I
Zufällige Ergießung eines einsamen Denkers in
Briefen an vertraute Freunde. (F.H. Jacobi); II Ugolino und Ruggieri.
(A.W. Schlegel); III Über die Idee der Alten vom Schicksal.
(K.H. Gros); IV Über griechische und gothische Baukunst. (L.
Ben David).
¶ 9. Stück: I Das Reich
der Schatten. (Schiller); II Beyträge zur Geschichte der
neuern bildenden Kunst. (J.H. Meyer); III Auf die Geburt des Apollo.
(Goethe); IV Schwarzburg. (S. Mereau); V Unterhaltungen deutscher
Ausgewanderten. (Goethe); VI Homer, ein Günstling der Zeit.
(Herder); VII Natur und Schule. (Schiller); VIII Das verschleierte Bild
zu Sais. (Schiller); IX Von den nothwendigen Grenzen des
Schönen besonders im Vortrag philosophischer Wahrheiten.
(Schiller); X Der philosophische Egoist. (Schiller); XI Die Antike an
einen Wanderer aus Norden. (Schiller); XII Deutsche Treue. (Schiller);
XIII Weißheit und Klugheit. (Schiller); XIV An einen
Weltverbesserer. (Schiller); XV Das Höchste. (Schiller); XVI
Ilias. (Schiller); XVII Unsterblichkeit. (Schiller). Einbandecken
minimal bestoßen; innen wie stets teils papierbedingt etwas
gebräunt, sonst gut. Exemplar aus dem Cotta'schen
Verlagsarchiv mit dessen rundem Stempel auf dem vorderen fliegenden
Vorsatz recto sowie dessen handschriftlichem Dubletten-Vermerk sowie
Ausgeschieden-Stempel.
¶ First edition. Contemporary boards. Fine.
Erste Ausgabe. Goedeke V,193-194 - Hirschberg/Goedeke 444 - Diesch
1242. Zu den enthaltenen Goethe-Erstdrucken: Hagen 600. –
Gewicht: 750g. N° 2711
Stöber,
August:
Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. Auf der
Rückseite einspaltig in schwarzbrauner Tinte beschriftet, die
Unterschrift in Bleistift. Recto die eigenhändige Adresse,
ebenfalls in schwarzbrauner Tinte. Mühlhausen im
Elsaß, 25. [?] Juni, 1882. 92 x 139 mm.
Loses Kartonblatt, beidseitig beschriftet.
* Preis: 180,00 €
[ bestellen ]
An den Museumsdirektor, Regierungsrat und
Schriftsteller August Schricker (1838-1912), der bayrischer
Geistlicher, Redakteur der "Schwäbischen Volkszeitung" sowie
Herausgeber der "Kriegszeitung" war und die "Sonntagsblätter
der deutschen Partei" gründete, in seiner Eigenschaft als
Kanzler der Kaiser-Wilhelm-Universität zu Straßburg:
"Auf die Gefahr hin, dass Sie nachfolgende Notiz schon | kennen, beeile
ich mich Sie hiemit abzuschreiben: ‚Der Sundgau umfasste noch
die jetzt basellandschaft-|lichen Doerfer Reinach, Aesch, sowie das
Laimenthal [...]'".
¶ Daniel August Ehrenfried Stöber
(1808-1884), elsäßischer Dichter, Volkskundler und
Literarhistoriker, der u.a. mit Georg Büchner befreundet war.
"Das Haus der Stöbers, ‚Zum Drescher' am Alten
Weinmarkt, stand oppositionellen Schriftstellern wie z.B. Harro Harring
[1797-1870] und aus Deutschland geflüchteten
Revolutionären, u.a. Theodor Schuster [1808-1860] und Georg
Fein [1803-1869] freundschaftlich offen. Auch die studentische
Vereinigung ‚Eugenia', an deren Veranstaltungen
Büchner als Gast teilnahm, tagte hier" (Henri Poschmann, in:
Georg Büchner. Schriften, Briefe, Dokumente. Band II, S.
1072). Stöber unterhielt Kontakte zu Wilhelm Wackernagel in
Basel, zur schwäbischen Dichterschule, traf mit Ludwig Uhland,
Gustav Schwab und den Brüdern Grimm zusammen; er stand mit
Jakob Grimm in regem Briefwechsel und lieferte zahlreiche
Beiträge für das Wörterbuch. Bis zu seinem
Tode war Stöber Vorstand des Museums der Industriellen
Gesellschaft und Stadtbibliothekar zu Mühlhausen. Cf. ADB
XXXVI,267-270.
¶ "Er sah seine Lebensaufgabe darin, das
altelsässische Wesen, welches seit Napoleon's III. Regierung
doppelt schwer durch die französische Sprache und Sitte
bedrängt war, zu erhalten und namentlich litterarisch
festzustellen" (ADB XXXVI, 268). Senkrechter Mittelfalz, sonst gut.
¶ Autograph postcard.
Autograph. – Gewicht: 500g. N° 1172
Villaume,
Peter (anonym):
Was ist Gewissensfreyheit? Und wie weit erstreckt sich die Macht des
Monarchens in Religionssachen? Eine Antwort auf die
Freymüthige Betrachtung über das Edict von 9. Julius
1788. die Religionsverfassung in den Preußischen Staaten
betreffend. Von einem auswärtigen Wahrheitsfreunde.
Beroe [i.e. Berlin], [1788]. Octavo. 166 x 95 mm. 68 Seiten.
Broschur der Zeit aus mattgelbem Papier.
* Preis: 170,00 €
[ bestellen ]
Die Zuschreibung an Villaume und weitere
Mitverfasser ist nicht endgültig geklärt.
¶ Wenige Tage nach seinem Amtsantritt am 3. Juli 1788
erließ der preußische wirkliche Geheime Staatsrat
und Justizminister, Mitglied der Rosenkreuzer-Loge "Friedrich zum
goldenen Löwen", Feind des Illuminaten-Ordens, und ab 1791
National-Großmeister der preußischen Mutterloge "Zu
den drei Weltkugeln", Johann Christoph Freiherr von Wöllner
(1732-1800) am 9. Juli 1788 durch königliche Kabinettsordre
das "Edict, die Religions-Verfassung in den preußischen
Staaten betreffend". Darin wurden Liturgie, Predigt und Unterricht an
die Bekenntnisschriften gebunden. Es folgte wenige Wochen
später am 19. Dezember 1788 ein "Erneuertes Censur-Edict
für die Preußischen Staaten exclusive Schlesien", in
dem die Pressefreiheit beschränkt wurde. Die Einrichtung der
"Königlichen Examinations-Commission in geistlichen Sachen"
(14. Mai 1791), in der die Rosenkreuzer Hermann Daniel Hermes
(1731-1807), Gottlob Friedrich Hillmer (1756-1835) und Theodor Carl
Georg Woltersdorff (1727-1806) gewichtige Stimmen hatten, als
geistliche Prüfungs- und Aufsichtsbehörde scheiterte
an der Verteidigung der akademischen Freiheit aber auch am
öffentlichen Unwillen. (Bautz XXVII,1549-1566; RGG3
VI,1789-1790; Lennhoff/Posner 1720-1721)
¶ Vorliegende Schrift verteidigt das
Wöllnersche Edikt gegen kirchliche Einwände:
"Gewissensfreyheit ist das jedem Menschen zustehende Recht, ohne allen
Zwang, bloß nach eigner Ueberzeugung, die Mittel zum Heil
seiner Seele zu prüfen und zu wählen" (Seite 14). Die
Gewalt des Monarchen kann über das Gewissen des einzelnen
Menschen nicht gebieten, doch muß er, um den Staat
funktionsfähig zu halten, in Religionssachen eingreifen
können. Umschlag angestaubt, innen papierbedingt leicht
stockfleckig. Sehr selten.
¶ First edition. Contemporary wrappers, same foxing.
Scarce.
Erste und einzige Ausgabe. Nicht bei Holzmann/Bohatta. –
Gewicht: 750g. N° 2418
Winckelmann,
Johann Joachim (anonym):
Versuch einer Allegorie, besonders für die Kunst. Der
Königlichen Groß-Britannischen Gesellschaft der
Wissenschaften auf der berühmten Universität zu
Göttingen zugeeignet. Dresden: "In der
Waltherischen Hof-Buchhandlung", 1766. Quarto. 253 x 199 mm. X, 158,
[12] (Register) Seiten.
Halblederband der Zeit auf sechs Bünden, der Rücken
und die Ecken aus naturfarbenem Kalbleder, die Rückenfelder
reich fleural vergoldet, auf zweitem die Titelei auf rotem Schildchen.
Rotschnitt. * Preis: 480,00
€ [ bestellen ]
Enthält: Von der Allegorie
überhaupt; Von der Allegorie der Götter; Von
bestimmten Allegorien, vornehmlich allgemeiner Begriffe; Von
Allegorien, die von Begebenheiten und von Eigenschaften und
Früchten der Länder genommen sind; Von Allegorien der
Benennung der Sachen und Personen; Von Allegorien in der Farbe, in der
Materie an Geräthen und an Gebäuden; Von
zweifelhaften Allegorien; Von erzwungenen und ungegründeten
Erklärungen der Allegorien; Von verlohrnen Allegorien; Von
einigen guten und brauchbaren Allegorien der Neueren; Versuch neuer
Allegorien; Erstes Register der verbesserten und erklärten
Stellen alter und neuer Scribenten; Zweytes Register, der
merkwürdigen Sachen; Drittes Register, der
angeführten Denkmale alter und neuer Kunst.
¶ Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) gewinnt den
Zugang zu Allegorie und Symbol, die er noch nicht im heutigen Sinne
scheidet, durch die Kunst: "Die Allegorie ist, im
weitläufigsten Verstande genommen, eine Andeutung der Begriffe
durch Bilder, und also eine allgemeine Sprache, vornehmlich der
Künstler, für welche ich schreibe: Denn da die Kunst,
und vornehmlich die Mahlerey eine stumme Dichtkunst ist, wie Simonides
sagt, so soll dieselbe erdichtete Bilder haben, das ist, sie soll die
Gedanken persönlich machen in Figuren" (Seite 2). Einband
berieben, teils beschabt, Ecken bestoßen, kleiner
Einriß am Vordergelenk oben. Name auf Titel, Titel und
fünf weitere Seiten mit Stempel einer Familienbibliothek,
fünf Blätter mit restauriertem Randeinriß.
Zwei Blätter gebräunt, sonst nur minmal
gebräunt; breitrandig. Von einiger Seltenheit.
¶ First edition. Contemporary calf-backed boards,
spine richly gitl in compartments. Binding rubbed, small defect to
upper joint. Slightly browned, two leaves browned, else good.
Ex-library. Scarce.
Erste Ausgabe. Ruppert p. 17 - Graesse VII,461 Anm. - Holzmann/Bohatta
IV,9269. – Gewicht: 1500g. N° 2530
Impressum · Verfasser · Authors · Künstler · Artists · Buchbinder · Bookbinders
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