Antiquariat Rainer Friedrich Meyer
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Dezallier d'Argenville, Antoine Joseph
: Conchyliologie oder Abhandlung von den Schnecken, Muscheln und andern Schaalthieren welche in der See, in süssen Wassern und auf dem Lande gefunden werden, nebst der Zoomorphose oder Abbildung und Beschreibung der Thiere welche die Gehäuse bewohnen. Aus dem Französischen übersetzt und mit Anmerkungen vermehret. [Zwischentitel S. 137:] Nova et facilis methodvs (...) Neue Methode die Seeconchylien nach den Charactern der Geschlechte und Arten in ihre Classen einzutheilen: nebst den Kupferstichen von den schönsten Conchylien, ihren Erklärungen, und Anmerkungen über jede Familie.
Beigebunden / bound with: Des Herrn von Argenville Conchyliologie Zweyter Theil. Die Zoomorphose oder Abbildung und Beschreibung der Thiere, welche die Gehäuse bewohnen. [Zwischentitel S. I:] Elenchvs alphabeticvs (...) Alphabetisches Verzeichniß vieler schwerer und unbekannter sowohl lateinischer, als aus dem Griechischen genommener Wörter, (...) mit einer deutschen Uebersetzung derselben und Bestimmung des Verstandes, den sie in der natürlichen Geschichte der Mineralien, Pflanzen und Thiere haben; mit mehr als 800 Wörtern vermehret.
I: Wien: Auf Kosten der Kraußischen Buchhandlung, 1772. Folio. 359 x 236 mm. Frontispiz (= Tafel 1), Titel, „Nachricht an den Buchbinder“, XII, 302 Seiten, Tafeln 2-29.
Zweyter Theil: Wien: Auf Kosten der Kraußischen Buchhandlung, 1772. Folio. 359 x 236 mm. 82, LVIII, [14] Seiten, incl. Register über beide Teile), Tafeln 1-12.
Beide Teile zusammen mit insgesamt 41 Kupfertafeln.
Zusammengebunden in einem handgefertigten Pappeinband der Zeit, bezogen mit blauem, fein gemustertem Kleisterpapier, goldgeprägtes Rückenschild.
Erste und einzige deutsche Ausgabe des schönen Conchylien-Buches, folgt der zweiten, als Quart-Band erschienenen französischen Ausgabe. „Ein ausgesprochenes Prachtwerk widmete ihnen (den Conchylien) 1742 Dezallier d’Argenville“ (Nissen ZBI II,130). Der Verfasser (1680-1765) studierte bei Bernard Picart und war Kammerrat und Mitglied der königlichen Gesellschaften der Wissenschaften zu London, La Rochelle und Montpellier. Er reiste nach Italien und England und sammelte ein schönes Naturalienkabinett, das ihn dazu brachte, sich mit den Naturwissenschaften zu beschäftigen (vgl. Hoefer XIV,10f.). Vorliegendes Werk folgt der Klassifikation durch Linné; es werden auch die bedeutendsten Sammlungen Europas vorgestellt sowie eine Anleitung gegeben, wie eine Sammlung aufzubauen und die Conchylien zu behandeln seien. Die Zeichnungen, nach denen von Rein, Q. Marc und C.H. Stage die Kupfer gestochen wurden, stammen vom Nürnberger Kupferstecher Johann Sebastian Leitner (1715-1795, vgl Thieme/B. XXIII,3-40) und wurden extra für diese deutsche Übersetzung geschaffen.
Einband stellenweise etwas berieben, leicht fleckig, Ecken restauriert. Einige Blätter wie stets papierbedingt leicht gebräunt, dreizehn Blatt mit kleinem, schwachem Wasserrand im oberen weißen Rand, sonst nur stellenweise minimal fleckig. Insgesamt ein schönes, ungepreßtes und breitrandiges Exemplar, die Kupfer in guten Abdrucken.
First German edition. Contemporary boards, rubbed. Small stain to upper margins of 13 leaves, otherwise in good condition.
Nissen ZBI 147 - Fromm 7157 - Cobres I,415,8 - Ebert 998 - vgl. Brunet II,523 & Graesse I,194.
→ Nº 3857
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