Antiquariat Rainer Friedrich Meyer
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Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus — Großmann, Rudolf (Illustrator) — Bremer Binderei (Buchbinder) : Ritter Gluck. Eine Erinnerung aus dem Jahre 1809.
Tölz: Bremer Presse für München: Marees-Gesellschaft R. Piper & Co., 1920. Quarto. ca. 276 x 174 mm. [4 weiße], 39, [3], [2 weiße] Seiten. Mit 18, davon acht blattgroßen Illustrationen von Rudolf Grossmann, in Holz geschnitten von Johann Tempel und Albert Fallscheer.
Handgefertigter Original-Halbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel, die Deckel mit hellgrün-ockerfarbenem Marmorpapier bezogen, Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten, handgestochene kupferfarbene Seidenkapitale, der Heftfaden ist mattgrüne Seide. Vorsätze aus hellgrünem Japanpapier. Signiert auf dem hinteren Innendeckel: „Bremer Binderei. | F. TH.“
¶ Die Extrasuite der Holzschnitte in einer Mappe (386 x 284 mm) mit Leinwandrücken, Deckel mit cremefarbenem Papier bezogen, auf dem Vorderdeckel ein gedrucktes Titelschild.
Eins von nur 65 in der Presse römisch numerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japanpapier; Gesamtauflage 200 Exemplare. Herausgegeben von Julius Meier-Graefe; gesetzt in der 16 Punkt Antiqua der Bremer Presse.
¶ Dieses Exemplar mit der nur für die Subskribenten der Vorzugsausgabe beigegebenen Extrasuite der achtzehn Holzschnitte auf dünnem China-Papier, handkoloriert und alle Blätter unter dem Bild jeweils eigenhändig vom Künstler mit Bleistift signiert. Dazu eine Vorzeichnung von Großmann zur fünften Illustration: schwarze Tusche und Deckweiß auf Chinapapier. Alle insgesamt neunzehn Blätter unter Passepartouts. Das Ganze auf dem gedruckten Titelschild der Mappe bezeichnet als „Handdrucke Exemplar Nr. 17“.
¶ Rudolf Grossmann (1882-1941), Maler und Graphiker, war Mitglied der Berliner Sezession sowie des Deutschen Künstlerbundes und von der französischen Malkultur beeinflußt; er war mit Jules Pascin und Hans Purrmann befreundet: „Großmann hat sich einen eigenen Stil in der Zeichnung gesucht, der eine Synthese von Impressionismus und Expressionismus darstellt“ (Thieme/Becker XV,106).
Buch: Rücken minimal angestaubt, Schnitt vorn und unten etwas stockfleckig, innen schönes, frisches Exemplar. Mappe: Leicht angestaubt, Rücken mit kleinen Einrissen oben sowie in der Mitte, die Flügel der Innenmappe mit kleinen Randeinrissen. Das erste Passepartout unten etwas wellig, die anderen wohlerhalten. Die kolorierten Drucke der Extrasuite sehr gut erhalten.
Original vellum-backed boards, top-edge gilt, others uncut, gilt title on spine, bound by the Bremer Binderei. A fine copy of the special edition, printed on Japanese vellum paper. Additional extra suite of the illustrations, in near fine condition.
22. Druck der Marees-Gesellschaft. „Drucke der Marées-Gesellschaft. Vierte Reihe“ pp. 11 & 32-33 - Lehnacker 7a (falsch: 17 Illustrationen) - Riemer 64 & p. 50 sq. - Zeller: „Buchkunst und Dichtung“ 58 - Rodenberg 368,22 & p. 57 Anm. - Schauer II,95 - Lang: „Impressionismus und Buchkunst“ 77 (diese ohne Erwähnung der Extrasuite) - Sennewald 20,5.
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Homer — Bremer Binderei (Buchbinder) : Ομηρου Ποιησισ Ιλιασ. [Dabei:] Ομηρου Ποιησισ Οδυσσεια. [2 Bände].
München: Bremer Presse, 1923 & 1924. Gr.Quarto. ca. 346 x 224 mm. Ilias: [2 weiße], [470]; [2 weiße], [14] Seiten. - Lagensignaturen: alpha-omega omega4, ALPHA-LAMBDA4; o-oo4. Odysseia: [2 weiße], [365], [1 weiße]; [12], [4 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: alpha-chi chi4; o-oo4.
Handgebundene Original-Pergamentbände auf fünf durchgezogenen Pergamentbünden mit goldgeprägter Randrahmenlinie auf den Deckeln, die Rücken durch goldgeprägte Rechtecke in sechs Felder gegliedert, auf zweitem die Titelei, unten das Jahr in römischen Ziffern. Handgestochene grüne Seidenkapitale, Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten. Signiert auf dem hinteren festen Vorsatz unten: „Bremer Binderei | F. TH.“.
Jeweils eins von nur 615 in der Presse numerierten Exemplaren. Handpressendruck der Bremer Presse, gesetzt in der 16 Punkt Griechisch, die von Louis Hoell geschnitt wurde, und gedruckt auf Zanders Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. Titelzeichnungen von Anna Simons. Der Text wurde herausgegeben von Eduard Schwartz.
¶ „[Die Homer-Type] unterschied sich grundsätzlich von den ausgesprochen handschriftlichen Alphabeten, die in der Nachfolge des Aldus Manutius entstanden waren. Die breit angelegte, durch Betonung der Waagrechten lebhaft fließende Verwandte der Antiqua (...) war eine stempelgerechte, sehr prägnante Griechisch mit deutlich erkennbarer Breitfeder-Herkunft“ (Schauer I,87).
¶ „(...) daß die Gesamtleistung des Homers der Bremer Presse eine weitere Einschätzung verdient als lediglich die eines schönen Druckwerkes in griechischen Lettern. Der Band ist ein Dokument der produktiven Typographie und als solches von historischem Rang. (...) Es ist ein Ziel erreicht worden, es gibt nicht mehr die Entschuldigung, es sei unmöglich, unsere griechischen Durchschnittsdrucke zu vervollkommnen. (...) eine Homeredition, wie sie, als Buchdruckwerk eingeschätzt, seit der Editio princeps in solcher Vollkommenheit noch nicht erreicht worden ist“ (G.A.E. Bogeng: „Bücherstube“ Jg. 3, 1924, Ss. 58 sq.)
¶ „This new Greek type is eminently readable and supereminently beautiful, and might well suggest the lines on which our modern printing of Greek texts should be reformed“ (B.H. Newdigate: „The London Mercury“, Januar, 1924).
Die Originalschuber beigegeben, jedoch ihrer üblichen Fragilität wegen oben und unten restauriert und verstärkt. Eine Deckelecke der Ilias kaum sichtbar gestaucht, sonst sehr gut erhalten, innen fast neuwertig. Sehr schönes Exemplar, in diesem Zustand äußerst selten.
Two vols. Original vellum, gilt, upper edge gilt, others uncut. Bound by the Bremer Binderei. Original slip-cases, repaired. In Greek. Very fine.
Lehnacker 15 & 16 - Rodenberg 58,15 & 16 - Schauer I,86-87 (mit Abbildung eines Typenbeispieles) & II,70 (mit Abbildung aus der Odyssee) - Zeller/Volke: Buchkunst und Dichtung 72.
→ Nº 1847
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