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Antiquariat Rainer Friedrich Meyer

 

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Internet: www.meyerbuch.com
 
 

Winckelmann, Johann Joachim (anonym) :  Versuch einer Allegorie, besonders für die Kunst. Der Königlichen Groß-Britannischen Gesellschaft der Wissenschaften auf der berühmten Universität zu Göttingen zugeeignet.

Dresden: „In der Waltherischen Hof-Buchhandlung“, 1766.  Quarto. 253 x 199 mm. X, 158, [12] (Register) Seiten. 

Halblederband der Zeit auf sechs Bünden, der Rücken und die Ecken aus naturfarbenem Kalbleder, die Rückenfelder reich fleural vergoldet, auf zweitem die Titelei auf rotem Schildchen. Rotschnitt.
 

 

Enthält: Von der Allegorie überhaupt; Von der Allegorie der Götter; Von bestimmten Allegorien, vornehmlich allgemeiner Begriffe; Von Allegorien, die von Begebenheiten und von Eigenschaften und Früchten der Länder genommen sind; Von Allegorien der Benennung der Sachen und Personen; Von Allegorien in der Farbe, in der Materie an Geräthen und an Gebäuden; Von zweifelhaften Allegorien; Von erzwungenen und ungegründeten Erklärungen der Allegorien; Von verlohrnen Allegorien; Von einigen guten und brauchbaren Allegorien der Neueren; Versuch neuer Allegorien; Erstes Register der verbesserten und erklärten Stellen alter und neuer Scribenten; Zweytes Register, der merkwürdigen Sachen; Drittes Register, der angeführten Denkmale alter und neuer Kunst.
¶ Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) gewinnt den Zugang zu Allegorie und Symbol, die er noch nicht im heutigen Sinne scheidet, durch die Kunst: „Die Allegorie ist, im weitläufigsten Verstande genommen, eine Andeutung der Begriffe durch Bilder, und also eine allgemeine Sprache, vornehmlich der Künstler, für welche ich schreibe: Denn da die Kunst, und vornehmlich die Mahlerey eine stumme Dichtkunst ist, wie Simonides sagt, so soll dieselbe erdichtete Bilder haben, das ist, sie soll die Gedanken persönlich machen in Figuren“ (Seite 2).

Einband berieben, teils beschabt, Ecken bestoßen, kleiner Einriß am Vordergelenk oben. Name auf Titel, Titel und fünf weitere Seiten mit Stempel einer Familienbibliothek, fünf Blätter mit restauriertem Randeinriß. Zwei Blätter gebräunt, sonst nur minmal gebräunt; breitrandig. Von einiger Seltenheit.

First edition. Contemporary calf-backed boards, spine richly gitl in compartments. Binding rubbed, small defect to upper joint. Slightly browned, two leaves browned, else good. Ex-library. Scarce.

Erste Ausgabe. Ruppert p. 17 - Graesse VII,461 Anm. - Holzmann/Bohatta IV,9269.
→ Nº 2530 | → 18. Jahrhundert | → Allegorie | → Linguistik | → Kunst
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Bunyan, John — Savage, Reginald (Illustrator) :  The Pilgrims Progress from this World to that which is to come. (...)

London: Essex House Press für Edward Arnold, 1899.  Duodecimo. ca. 147 x 108 mm. [4], 426, [3], [3 weiße] Seiten.  Mit einem Holzschnittfrontispiz von Reginald Savage; durchweg in rot und schwarz gedruckt.

Original-Pergamenteinband mit schwarzgeprägtem Rückentitel, eingeschlagene Vorderkanten. Buchblock unbeschnitten.
 

 

Eins von nur 750 handnumerierten Exemplaren; unbeschnitten und im Originaleinband. Gedruckt in der Caslon-Antiqua auf handgeschöpftes Bütten der Firma Batchelor; in Festigkeit und Struktur dem der Kelmscott Press gleich, auch die Druckerschwärze entsprach der von Morris verwandten.
¶ Bunyan (1628-1688), puritanischer Geistlicher und Prediger, den Baptisten bisweilen nahe, doch in seiner Gemeinde für Offenheit, war der größte Schriftsteller, den die puritanische Bewegung hervorbrachte. „The Pilgrim’s Progress“, sein literarisches Hauptwerk, ist der Höhepunkt einer alten allegorischen Tradition, ohne die metaphorische und interpretatorische Weite der mittelalterlichen Allegorien, was jedoch nicht die visionäre Kraft beeinträchtigt. Dargestellt wird, archetypisch überhöht, der Weg des Einzelnen durch Gefährdungen und Anfechtungen hin zu Gott. Durch seinen Realismus wurde das Werk Vorläufer des bürgerlichen englischen Romans. Ein zweiter, später erschienener Fortsetzungsteil blieb weit hinter dem zurück.

Einband leicht fleckig; Büttenränder minimal angestaubt, sonst wohlerhalten.

Original vellum, uncut, one of 750 numbered copies printed. “Bunyan wrote this book in Bedford Gaol, which may bring hope and consolation to some of the myriads of those imprisoned for conscience’ sake since this day. The popularity of ’The Pilgrim’s Progress’ may be judged from its having been reprinted so early and so often. (...) Now it is universally known and loved, and the parable of salvation is accepted by all denominations. Its language has become common to all and its prose style has profoundly affected later writters“ (PMM 156).

Tomkinson 68,4 - Ransom 264,4.
→ Nº 2070 | → Pressendrucke | → Mystik | → Christentum | → Puritaner
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