Antiquariat Rainer Friedrich Meyer
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Apuleius & Albinus : Metamorphoseos, siue lusus Asini libri XI. Floridorû IIII. De Deo Socratis I. De Philosophia I. Asclepius Trismegisti dialogus eodê Apuleio îterprete. Eiusdem Apuleij liber de Dogmatis Platonicis. Eiusdê liber de Mundo, quê magna ex parte ex lib. Aristotelis eiusdê argumenti in latinum traduxit. hic sanè liber mutilatus ante nostram impressionem circunferebatur. eum nos fidem antiquissimi codicis secuti, restituimus. multos aut, & quidê insigneis errores commisit Apuleius in uertendo hoc libro, quos omneis indicauit Petrus Alcyonius græca, & latina literatura præstantissimus, & philosophus clarissimus cum librum illum latinitate donaret. Apologiæ II. Isagogicus liber Platonicæ philosophiæ per Alcinoû philosophum, græce impressus. nam commodius uisi sumus facere, si hunc librû græcum imprimeremus, q(uam) latinû, cum inepta tralatione cuiusdam Episcopi Tiropiensis barbarus esset.
Venedig: Aldus / Andreas Torresanus, 1521. Octavo. 158 x 91 mm. 266 (recte 264), [28] Blätter. - Lagensignaturen: a-z8, A-I8; 1-38, 44. Auf dem Titel das Holzschnitt-Signet 3; auf dem letzten Blatt verso Signet 6.
Handgefertigter, blind- und schwarzgeprägter dunkelroter Maroquinband des 20. Jh. auf drei Doppelbünden, handgestochene Kapitale in gelb/ockerfarbener Seide, Spiegel aus Marmorpapier, fliegende Vorsätze aus handgeschöpftem Bütten.
Editio princeps des Alcinous-Textes. Apuleius wurde um 125 zu Madaura in Nordafrika geboren, nach Studium der Rhetorik und Philosophie in Karthago und Athen - er beherrschte sowohl die punische wie die lateinische und griechische Sprache - war er als Anwalt und Rhetor in Rom tätig, dann in seiner Heimat als Provinzialpriester des Kaiserkults und Wanderredner. Auf Reisen durch Griechenland und Asien ließ er sich in die Mysterien einweihen.
¶ Seine um 170 verfaßten und immer noch mit Vergnügen lesbaren „Metamorphosen“, eine Bearbeitung der Verwandlungen des Lukios von Patrai, sind der erste vollständig überlieferte antike Roman und, wie Merkelbach in „Roman und Mysterium in der Antike“ schreibt, selbst ein Mysterientext. In ihm wird neben einer Fülle von Abenteuern das berühmte Märchen von Amor und Psyche erzählt; den Abschluß bildet eine Verherrlichung der Mysterien der Isis und des Osiris.
¶ In der Apologie verteidigt er sich im Zusammenhang mit seiner Heirat gegen den Vorwurf der Zauberei. Seine philosophischen Schriften stehen in der Tradition des Platonismus, so berührt sich „De Deo Sokratis“, worin eine Dämonenlehre enthalten ist, inhaltlich mit Plutarchs Schrift zu diesem Thema. Insgesamt zeigt sein Stil Raffinement wie Anschaulichkeit.
¶ Der „Asclepius“, eine für den Neuplatonismus der Renaissance grundlegende hermetische Schrift, ist uns, bis auf griechische Fragmente bei z.B. Laktanz und eine erst im 20. Jh. entdeckte koptische Fassung, nur in der vorliegenden lateinischen Übertragung überliefert, die hier noch Apuleius zugeschrieben wird, sicherlich aber, da von Augustinus in „De civitate Dei“ zitiert, vor 400 n.d.Z. entstanden sein muß.
¶ Alcinous (Alcinoos, Alkinoos, Albinus), ein Platoniker des zweiten Jahrhunderts n.u.Z., war Schüler des Gaius und Lehrer Galens; seine Einführung in die platonische Philosophie, die in einem Manuskript unter dem in der Aldine angeführten Verfassernamen überliefert ist, vermischt platonisches Gedankengut mit der Logik und Noetik des Aristoteles, und fügt Neuplatonisches hinzu; vgl. Sandys I,328.
¶ Der Alcinous-Text ist gesetzt in der schönen vierten griechischen Aldus-Type; cf. Nicolas Barker, Aldus Manutius and the Development of Greek Script & Type in the Fifteenth Century, p. 59 sqq. & ill. 25-27.
Erste Lage leicht wasserrandig oder fleckig, bzw. fingerfleckig, sonst nur minimal fleckig; in der zweiten Hälfte ein kleiner, fast unmerklicher Wurmgang im unteren weißen Rand innen. Wenige Anstreichungen und Marginalien v.a.H. Verblaßter Besitzeintrag auf Titel. Schönes, breitrandiges wie auch frisches Exemplar.
Editio princeps of Alcinous. Modern blindstamped morocco, three raised bands. First quire slightly dampstained in margins, some old annotations or unterlining, otherwise a fine crisp copy. The most important work of the great Platonist, Apuleius of Madura, second century e.v., the ’Metamorphoses’ is the only surviving example of a Latin novel with the exception of the ’Satyricon’ of Petronius. Bound with is a summary of Platonic philosophy by Albinus or Alcinous, second century e.v., a pupil of Gaius and a teacher of Galen. The work contains an amalgam of Platonism with Peripathetic and Stoic elements; specifically Neoplatonis doctrines are merely hinted at. With preface of Asulanus to Francesco Rubrio, French legate of Francis I at Venice. The publisher comments upon the quality of the edition and the teaching of Platonism at the universities of Turin and Padua and at Venice.
Renouard 91,8 - Adams A 1362 - Schweiger II,i,9 - Hoffmann I,103 - Ebert 858 („M. neuen Vbess. Schöne Exx. sind selt.“) - BM STC ital 35.
→ Nº 762
| → 16. Jahrhundert
| → Neoplatonismus
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Budaeus, Guilelmus : Commentarii lingvae graecae.
Paris: Badius Ascensius, 1529. Folio. 316 x 218 mm. [60], 967, [3] Seiten. - Lagensignaturen: a4, ß6, ?8, d-e6, a-z8, A-Z8, Aa-Nn8, Oo6, pp.8 (-fol. pp.8 weiß). Titel in rot und schwarz, mit Holzschnittdruckermarke (Signet 3 = Renouard I,45 & Horodisch Fig. 83), in ornamental-figürlichem Holzschnittrahmen (Nr. 2, Renouard I,53, Oronce Finé zugeschrieben, vgl. Mortimer zu Nr. 120); drei Schrotgrundinitialen.
Handgefertigter, moderner blindgeprägter Maroquineinband mit fünf echten, erhabenen Bünden auf dem Rücken, goldgeprägtes Ledertitelschild auf zweitem Feld, handgestochene zweifarbige Kapitale.
Einspaltiger Druck in Antiqua und griechischen Typen; letztere, auf Anraten Budés aus Deutschland beschafft und stilistisch von den aldinischen beeinflußt, stammen aus Basel und sind mit jenen beim Druck des Erasmischen NT verwandten identisch. Siehe Scholderer Abb. 16 und S. 9 sowie Renouard I, Ss. 68-69 mit Abb. „Premier volume portant au titre l’encadrement no 2 des in-folio et la marque no 3“ (Renouard I, S. 95).
¶ Guillaume Budé (1468-1540; vgl. Jöcher I,1455-57) studierte zuerst in Orléans drei Jahre lang die Rechtswissenschaften, doch widmete er sich 1491 plötzlich und vollständig den Humaniora: „It is on the basis of this conversion that he came to be seen as a sort of pioneer of the new culture, a hero or symbol. Budé’s humanist culture was not handed down to him - he acquired it through his own application. He learnt Greek without a teacher (except for a few mediocre lessons given him by Georgius Hermonymus) and often lacked suitable books (except for a few manuscripts provided by Janus Lascaris). To the pursuit of learning he sacrified both his social ambitions and his health“ (Contemporaries of Erasmus I,213). - „Budé war der einflußreichste der französischen humanistischen Gelehrten zu Beginn des 16. Jahrhunderts. (...) Gemeinsam mit Jean du Bellay bewog Budé den [französischen] König zur Gründung des Collegium Trilingue [siehe Vorwort des vorliegenden Werkes], das später zum Collège de France wurde, und der für ihre griechischen Handschriften berühmten Bibliothèque von Fontainebleau, die später den Grundstock der Bibliothèque Nationale bildete. (...)
¶ Die ’Kommentare zur griechischen Sprache’ waren eine Sammlung lexikographischer, philologischer und historischer Anmerkungen, die die Grundlage des Studiums der griechischen Sprache in Frankreich bildeten. Sie waren ein Monument der neuen humanistischen Wissenschaft; sie wurden mehrmals neu gedruckt und verschafften Budé einen Ruf, der heute in der modernen Buchreihe von Paralleltexten griechischer, lateinischer und byzantinischer Autoren, die seinen Namen trägt, fortlebt“ (Carter/Muir Ss. 138-139).
Titel angestaubt und leicht gebräunt, Besitzeintrag von 1705; erste Lage etwas fleckig und mit kleinen Randausbesserungen; ohne das letzte weiße Blatt; letztes Blatt leicht fleckig und mit kleiner restaurierter Fehlstelle im unteren weißen Mittelfalz. Drei Ss. mit Marginalien v.a.H., sonst breitrandig, wohlerhalten und frisch; selten.
Rare first edition. Modern blindstamped morocco, five raised bands. Manuscript ownership entry on title, dated 1705; fine marginal annotations in three pages; topmargins of first few leaves lightly waterstained, a few isolated small stains in first quire, otherwise a fresh, crisp and tall copy, generally well preserved. Title printed in red and black, with Badius’ printing press device (Renouard no. 3), within architectural border (Renouard no. 2), attributed to Oronce Finé (cf. Mortimer no. 120). Greek and Roman types, three large criblé initials.
¶ A unique contribution to Renaissance studies of Greek literature. Budé, the outstanding French hellenist of the period, originally compiled this work at the request of Erasmus, for the preparation of a Greek dictionary. He added an introduction in Greek, and dedicated his work to the King, François I, who is reminded of his promise to found a school for the study of ancient languages. The Collegium Trilingue - later, Collège de France - was duly inaugurated in 1530, one year after the publication of this work.
¶ “The original aim of his ’Commentarii’ was the elucidation of the legal terminology of Greece and Rome, and, amid all the miscellaneous information here accumulated, that aim remains prominent. The author’s learning was generously recognized by Scaliger, and much of the material stored in his pages was incorporated in the Greek ’Thesaurus’ of Henri Estienne.“ (Sandys II,171) “The ’Commentaries on the Greek Language’ formed the basis for the study of the Greek language in France (...) a monument of the new learning“ (PMM 60).
Editio princeps. Renouard II,239F - Adams B3093 - BM STC 85 - PMM 60. - Nicht bei Mortimer, Vater & Cordell Coll.
→ Nº 3732
| → 16. Jahrhundert
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Athanasius, S. & Bernhardus de Lutzenburgo — Pfister, Hans (Buchbinder)
:
Athanasius: D. Athanasii episcopi Alexandrini facundissimi illius ecclesiæ propugnatoris omnia opera, quæ in hunc usq(ue) diem è Græco in Latinam linguam uersa sunt: nunc recens quamexactissima diligentia recognita & ecxusa, quorum catalogum sequens pagelle indicabit. Interpretes. Iohannes Aretinus, Ambrosius Monachus, Angelus Politianus, Iohannes Capnion, Erasmus Roterodamus.
Beigebunden / bound with Bernhardus de Lutzenburgo: Catalogus haereticorvm omnium penè, qui ad hæc usq(ue) tempora passim literarum monumentis proditi sunt. illorum nomina errores, & tempora quib. uixerunt ostendens: quê F. Bernardus Lutzenburgus artium & sacrarum litterarum professor, ordîn. Prædicatorij quinq(ue) libris conscripsit, in quo & de Lutero & de aliijs nuper ortis hæreticis multa deprehendes. Editio quinta, nunc ab ipso autore & aucta & recognita.
Athanasius: Köln: Eucharius Cervicornus, 1532. Octavo. 155 x 97 mm. [108], 575 (recte 579), [1 weiße] Seiten. - [Lagensignaturen:] A-F8, G6, a-z8, aa-mm8, nn10.
Bernhardus de Lutzenburgo: Köln: Johannes Kempensis für Godefridus Hittorpius, 1537. Octavo. 155 x 97 mm. [391], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-Z8, a8, b4.
Mit Holzschnittdruckermarke auf Titel. Beide mit zahlreichen figürlichen und ornamentalen Initialen, die u.a. Wildschweine im nächtlichen Wald, einen zum „S“ geformten doppelköpfigen Lindwurm, ein Skelett neben einem Landsknecht zeigen.
Handgefertigter Tübinger Schweinsledereinband der Zeit auf vier Bünden und Pappdeckeln, mit reicher Blindprägung. Die Deckel zeigen durch eine Kandelaberrolle eingefaßt ein Wappensupralibros (107 x 67 mm): oben in der Verdachung die bogenförmige Inschrift „Verbum Domini manet in aeternu“ sowie ein Löwenpaar im Bogenfeld darunter; mittig in Säulenrahmung das Wappen Württembergs; unten eine Jagdszene: neben einem Bach hetzt ein Hund einen Hirsch; dies Haebler II,94,I. Auf dem Vorderdeckel oben das Monogramm „C. A. V.“, unten „1588“. Nach Kyriss (ZfB 64,1957) ist dieser Einband dem Tübinger Buchbinder Hans Pfister zuzuschreiben.
I: Frühe lateinische Ausgabe der Werke des Hl. ATHANASIUS, Bischof von Alexandria (um 295-373), der 17 Jahre seiner Amtszeit im Exil verbrachte, darunter auch in Trier. Enthält u.a. „Contra gentiles“, „De incarnatione verbi“, „Disputatio contra Arrium“, „In vim psalmorum“, „Exhortatio ad Monachos“, „De spiritu sancto“. Seine Schriften sind Zeugnisse kirchlicher Publizistik, zumeist antiarianische Dokumentationen. Daneben war sein Werben für das Mönchstum bedeutend. Zahlreiche exegetische Werke sind nur in Fragmenten überliefert. Unter den Übersetzern auch Johannes Reuchlin, der die Psalmenerklärung und „Liber de variis quaestionibus“ übertrug.
¶ II: Der beigebundene „Catalogus“ ist eine in Anlehnung an das „Directorium Inquisitorum“ des spanischen Dominikaners Nikolaus Eymerich verfaßte Geschichte der Häresie vom alexandrinischen Presbyter Arius bis Luther. Der Dominikaner BERNHARD VON LUXEMBURG (um 1460 - 1535), immatrikulierte 1481 an der Kölner Universität, wo er in der Folgezeit auch in den Orden eintrat und von diesem zur theologischen Ausbildung nach Löwen gesandt wurde. 1505 wurde er zum Magister der Studierenden des Kölner Klosters ernannt. Wohl 1512 erwarb er, seit 1510 nach Köln zurückgekehrt, die Doktorwürde. Im Sommer 1513 reiste er nach Erfurt mit dem Auftrag, über die Schriften Reuchlins, insbesondere dessen „Augenspiegel“, sein Urteil abzugeben. Sein Eifer um die Verteidigung des Katholizismus als unermüdlicher Gegner Luthers brachte ihm das Amt des Inquisitor von Köln, Mainz und Trier ein. Er „zog sich aber, weil er dabey zu viel Schärffe brauchte, grosses Ungemach zu“ (Jöcher I,1006).
Einband teils etwas berieben, Hinterdeckel oben lederbedingt etwas berieben. Innen minimal gebräunt. I mit zeitgenössischem Besitzvermerk „Francisci Richard“ auf Titel. Insgesamt schönes Exemplar.
Contemporary German blindstamped pigskin over pasteboards, four raised bands, bound by Hans Pfister, Tübingen. Binding rubbed.
I: VD16 A3978 - Panzer VI,418,642 - Benzing 134 (für Reuchlin). - Nicht im BM STC und Adams. - II: Vekené: B.v.L. 25 - BM STC 79 - Vekené: Inq. 10 (Ausg. Paris, 1524). Vgl. Adams L2086 (die weniger umfangreiche ed. quarta).
→ Nº 4197
| → 16. Jahrhundert
| → Inquisition
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| → Häresie
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Lactantius, Lucius Caecilius Firmianus (Laktanz) — Müller, Nikolaus (Buchbinder) : Divinarvm Institvtionvm libri septem proximè castigati, et aucti. Eivsdem De ira Dei Liber I. De opificio Dei Liber I. Epitome in libros suos, liber acephalos. Phoenix. Carmen de dominica resurrectione. Item Index in eundem rerum omnium. Tertvllinani liber apologeticus cum indice.
Venedig: Paulus Manutius, 1535. Octavo. 162 x 98 mm. [12], [4]; 328, [12]; 48; [44] Blätter, incl. Index) Lagensignaturen: aa8, bb4, *4; a-z8, A-T8, V4; X-Z8, AA-CC8; DD12, EE-HH8 (foll. VV3+4 & CC8 weiß). Mit Holzschnittdruckermarke Fletcher Nr. 9 auf Titel und am Schluß.
Handgefertigter blindgeprägter Schweinsledereinband der Zeit auf vier Doppelbünden und Holzdeckeln, zwei Schließen, deren bewegliche Teile fachmännisch wie stilgerecht ergänzt. Auf dem Vorderdeckel außen eine signierte Rolle mit Salvator „Data est mi|hi omnia“ - David „De frvctv | ventris“ - Paulus „Apparvit be|nignitas“ - Johannes N M „Ecce agnv | Dei qvi tol“ (199 x 15 mm, Haebler I,299,2); mittig eine Platte mit Kruzifix „Et sicvt Moses exaltavi | serpentem in deserto“ (78 x 42 mm, datiert unten mittig auf dem Stein 1556, wohl identisch mit Haebler II,32,II). darüber oben „Vnivers“, unten „Witt 1561“. Auf dem Hinterdeckel Auferstehung „Abolita victor rediviv | morte trivmphat part“ (76 x 41 mm, wohl identisch mit Haebler II,32,III). - „Nikolaus Müller gehört zu den bedeutendsten Buchbindern Wittenbergs im ausgehenden Jahrhundert.“ Haebler I, S. 301. Er arbeitete u.a. für den Kurfürsten August von Sachsen.
Das Exemplar der Universität zu Wittenberg, die 1502 begründet wurde; zwischen den Jahren 1512 und 1547 war die Schloßbibliothek für sie zuständig. „Avec une préface de P. Manuce pour Lactance, et une de G.B. Egnatio pour Tertullien. Très bonne édition, bien supérieure à celle de 1515 ...“ (Renouard). „Neue Recension von Honoratus Fasitelius aus Manuscripten, alten Ausgaben und bisweilen aus (sehr umsichtiger) Conjectur. Die Capitelabtheilungen sind hier wieder weggelassen“ (Ebert). „Diese Verbesserung [dieser Ausgabe im Vergleich zur vorigen von 1515] ist aus Handschriften des Klosters Monto Casino geschehen“ (Hamberger II, S. 683). Mit einigen Textpassagen in der vierten griechischen Aldus-Type, die auf fol. T3r bis V2v. wiederholt und mit lateinischer Übersetzung von Marcus Musurus versehen sind.
¶ Fascitellus (1502-1564) war Benediktiner-Mönch in Monte Cassino; 1551 wurde er von Julius II. zum Bischof von Isola in Calabrien gemacht, er war Teilnehmer am Tridentinischen Konzil. Seine Laktanz-Ausgabe diente mehreren späteren als Vorlage. Zum Kolophon siehe Fletcher S. 76.
¶ Der Rhetoriklehrer Laktanz (ca. 250 - wohl 325), wohl ein Schüler des Arnobius und von Diokletian nach Nikomedia in Bithynien berufen, legte 303 zu Beginn der diokletianischen Christenverfolgung dies Lehramt nieder und wurde Apologet. Um 315 wurde er von Konstantin als Lehrer des Crispus nach Gallien (Trier?) berufen.
¶ Als Theologe ist Laktanz rückständig, Anhänger chiliastischer Eschatologie, Vertreter eines dualistischen Welt- und Menschenbildes, dessen Gottesbegriff von der römischen Vorstellung eines ’pater familias’ und ’imperator’ geprägt ist. Er ist kein Anhänger der Trinitätslehre: eine vom Gottessohn getrennte dritte Person des Heiligen Geistes ist ihm unbekannt; er kombiniert jedoch christliches Gedankengut mit platonistisch-gnostischen Einflüssen und zitiert als erster römischer Christ ausgiebig die pagane Literatur, was er theoretisch in Div. inst. V,1-4 begründet. Sein Anspruch ist literarisch, er möchte die heidnischen Gegner auf ihrem Niveau erreichen. Als Ciceronianer benutzt er, sowohl polemisch wie aneignend, häufig Vergil, Lukrez, Seneca u.a. - daneben den „Asclepius“, wodurch uns einige von dessen Textpassagen im griechischen Original überliefert sind, und auch ’Offenbarungsliteratur’ wie z.B. die Sibyllen. Das Neue Testament spielt unter seinen Zitaten eine nur untergeordnete Rolle; die klassische griechische Literatur kennt er wohl bloß mittelbar. Die Dichter werden von ihm nicht, wie durch die früheren Christen, abgelehnt, sondern er rechtfertigt z.B. die Allegorie in Div. inst. I,5,1 & IV,5,4 als ’officium poetae’. Von der Kirche als Häretiker eingestuft, entfaltet er erst in der Renaissance als ’Cicero Christianus’ seine Wirkung.
¶ Das berühmte Kapitel über den Wein „Quod Noe fuit inventor vini“ (II,13) hier auf fol. 68 sq., vgl. Simon: Bacchica, Nr. 389: „Mais le passage le plus savoureux est celui du chapitre XXII du Livre I, ’De falsa religione’, celui où l’auteur commente le droit que le mari avait, à Rome, d’interdire le vin à son épouse.“
Einband leicht fleckig, stellenweise leicht berieben. Verfassername von zeitgenössischer Hand auf den Vorderschnitt kalligraphiert. Besitzerstempel auf vorderem fliegenden Vorsatz recto oben. Innen vereinzelt im weißen Rand minimal stockfleckig, circa vier Seiten etwas fleckig, wenige saubere Unterstreichungen einer alten Hand; Lage FF wie üblich papierbedingt leicht gebräunt. Ein schönes, frisches Exemplar in zeitgenössischem Wittenberger Meistereinband.
Contemporary German blindstamped pigskin over wooden boards, four raised double-bands, two clasps, catches renewed, bound by Nikolaus Müller of Wittenberg. Binding slightly rubbed. As usual, quire FF lightly browned due to quality of paper. From the library of the University of Wittenberg.
¶ The Opera of the Christian apologist Lactantius (?250-?325), the Christian Cicero, who propagandized in Africa and Italy. He was a pupil of Arnobius and native of the province Africa. He received an appointment as professor of rhetoric from Diocletian, and spent part of his life at Nicomedia in Bithynia, and when old he was appointed by Constantine to educate the Prince Crispus in Gaul. His works include ’De opificio Dei’, which contains a description of the body and soul of man, and is a sort of supplement to the fourth book of Cicero’s ’De re publica’; ’The Divine Institutes’, greatest of all his works, which was written against two opponents of Christianity and is a comprehensive survey of the arguments then available in favour of the new religion; ’De ira dei’, an able discussion of the problem with which it deals, correcting the false conclusions of the chief philosophical schools. ’De ave Phoenix’ is a medley of heathen and Christian elements, and generally believed genuine. Included is the Liber apologeticus of Tertullian. The edition is based upon manuscripts found in the Monastic Library of Monte Cassino. With prefaces of Paulus Manutius and his friend, the humanist, Ioannes Baptist Egnatius. - A very fine copy.
Renouard 113,2 - Adams L22 - BM STC 366 - Hamberger II,682 - Ebert 11603 - Brunet III,736.
→ Nº 1500
| → 16. Jahrhundert
| → Kirchenväter
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Scriptores rei rusticæ
: Palladii Rvtilii Tavri Aemiliani, viri illvstris, de re rvstica libri XIIII.
Beigebunden / bound with: Petri Victorii explicationes svarvm in Catonem, Varronem, Colvmellam castigationvm.
Beigebunden / bound with: Libri de re rustica, M. Catonis lib. I. M. Terentii Varronis lib. III. Per Petrum Victoriû, ad ueterum exemplarium fidem, suæ integritati restituti.
Beigebunden / bound with: Enarrationes vocvm priscarvm in libris de re rvstica, per Georgivm Alexandrinvm. Philippi Beroaldi in libros XIII Columellæ Annotationes. Aldus de Dierum generibus, simúlque de umbris, & horis, quæ apud Palladium.
Paris: Robertus Stephanus / Robert Estienne, 1543. Octavo. 167 x 108 mm. 186, [6] Seiten. - 70, [2] Blätter. - 113, [7] Blätter. - [84] Blätter. - Lagensignaturen: Aa8, B8, Cc-Mm8 - a-i8 - A-P8 - aa-kk8, ll4.
Handgefertigter brauner Kalbledereinband der Zeit auf fünf Doppelbünden mit Rückenvergoldung aus kleinen Blütenstempeln innerhalb blindgeprägter Rahmen aus Linien, im zweiten Feld: „COLVM ELLA“. Deckel mit Rahmen aus Doppellinie und ovalem maureskem Mittelstück in Goldprägung; auf dem Vorderdeckel darüber gelöschte Besitzinitialen. Naturfarbene handgestochene Kapitale; Goldschnitt. Einband eines Pariser Buchbinders bzw. eines solchen nach Genf geflohenen ähnlich dem von Schunke so benannten Goldast-Meister, dessen Ovalplatte mit Mauresken ebenfalls schraffiert ist. Vgl. Ilse Schunke: „Die Einbände der Palatina in der Vatikanischen Bibliothek“. Vatikanstadt, 1962. Vol. I, p. 222 & t. CLX; und Devaux: „Dix siècles de reliure“. p. 86 mit Abb. beinahe identischer Platte („plaque azurée“).
„The set is an interesting example of this fine French printer’s adaption of the famous Aldine classics that were proving so popular in Italy in the 16th century“ (Hunt unter M.P. Cato).
¶ Catonis (234 – 149 v.d.Z.) De re rustica oder De agricultura, geschrieben um 154 v.d.Z., ist das früheste überlieferte Prosawerk der lateinischen Sprache. „Daß von dem Urrömer gerade dieses Buch erhalten ist, liegt am Thema: Landwirtschaft ist während der ganzen römischen Literaturgeschichte über Varro, Vergil, Columella, Gargilius Martialis bis hin zu Palladius, eines der am konstantesten bearbeiteten Fachgebiete geblieben - über die Jahrhunderte hin sichtbares Denkmal der Verwurzelung des römischen Volkes in seinem bäuerlichen Ursprung“ (KLL 2362). Das Werk verwirrte durch seine Formlosigkeit, innerhalb eines Konstruktionsprinzips aus lockerer Aneinanderreihung sind Abschweifungen und Einschübe eingebracht; auf das Prooemium folgen Anweisungen für die Einrichtung des Gutes, Vorschriften für die im Jahreslauf anfallenden Arbeiten, dann jedoch Notizen, Rezepte, Ratschläge und dergleichen. Geschrieben in einer Sprache aus Knappheit, Feierlichkeit, eindrucksvoller Prägnanz.
¶ Varro (116 – 27 v.d.Z.) gilt als der größte römische Gelehrte; seine Schrift Res rusticae ist uns vollständig überliefert. Im öffentlichen Leben erreichte er den Posten eines Praetor, im Bürgerkrieg kämfte er auf des Pompeius Seite. - Palladii Werk folgt dem Gang der Arbeiten innerhalb des Jahresablaufes; sein Stil ist nüchtern. Eigene Beobachtungen unterstützen die Verwendung älterer Autoren. Zum hier ausführlich behandelten Weinanbau cf. Simon: Bacchica I, p. 53 sq.
¶ Auch die wichtigen Kommentare von Vettori zu Cato und Varro sowie Beroaldos botanische Anmerkungen und Aldus Manutius’ Bauernkalender sind enthalten.
Einband an Gelenken, Ecken und Kanten restauriert, Vergoldung stellenweise minimal berieben. Die ersten drei Blätter mit je zwei kleinen Fleckchen; nur bisweilen leicht fleckig, sonst frisch. Columella, zweiter Teil und wegen des Umfanges meist separat gebunden, fehlt hier. Schönes, dekoratives Exemplar.
Contemporary Parisian calf over pasteboards gilt, edges gilt. Hinges repaired. A fine copy.
Renouard 55,2 - Hunt 49 - Schreiber 70 - BM STC fr 96 - Mortimer 489 - Simon: Bacchica II,606.
→ Nº 774
| → 16. Jahrhundert
| → Landwirtschaft
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Cicero, Marcus Tullius & Paulus Manutius
:
Marcus Tullius Cicero: Rhetorica. Rhetoricorum ad C. Herennium lib. IIII. M. Tvl. Ciceronis De inuentione lib. II. De oratore ad Quintum fratrem lib. III. De claris oratoribus, qui dicitur Brutus lib. I. Orator ad Brutum lib. I. Topica ad Trebatium lib. I. Oratoriæ partitiones lib. I. Eiusdem de optimo genere oratorû Præfatio quædam. Variæ lectiones ad calcem reiectæ.
Marcus Tullius Cicero: Epistolae familiares, diligentivs qva’m qvae hactenvs exiervnt, emendatae. Pavli Manvtii scholia quibus & loci familiarium epistolarum obscuriores explanantur, & castigationum quæ in ijsdê epistolis factæ sunt, ratio redditur. Beigebunden / bound with Paulus Manutius: Pavli Manvtii scholia, quibus & loci familiarium epistolarum difficiliores explicantur: & castigationum quæ in ijsdem epistolis factæ sunt, ratio redditur.
Marcus Tullius Cicero: Epistolæ ad Atticum, ad M. Brutum, ad Quintum fratrem, summa diligentia castigatæ, ut in ijs menda, quæ plurima erant, paucissima iam supersint. Pavli Manvtii in easdem epistolas Scholia, quibus abditi locorum sensus ostenduntur, cum explicatione castigationum, quæ in his epistolis penè innumerabiles factæ sunt. Beigebunden / bound with Paulus Manutius: Pavli Manvtii in epistolas ad Atticum, ad Brutum, ad Quintum fratrem Scholia, quibus abditi locorum sensus ostenduntur, cum explicatione castigationum, quæ in his epistolis penè innumerabiles factæ sunt.
Rhetorica: Paris: Robert Estienne, 1544. Octavo. 171 x 99 mm. 775, [8], [1 weiße] Seiten.
Epistolae familiares: Paris: Robert Estienne, 1543 (in fine 1544). Octavo. 172 x 100 mm. 510, [18] Seiten. - [71], [1 weiße] Seiten.
Epistolæ ad Atticum: Paris: Robert Estienne, 1543 (in fine 1544). Octavo. 169 x 101 mm. 649, [38], [1 weiße] Seiten. - [40] Seiten.
Insgesamt fünf Teile in drei Bänden. Die fünf Teile jeweils mit dem schönen Holzschnittsignet der Estiennes, das Vorbild für jenes der Elzeviers war, auf den Titeln; alle Seiten vor dem Binden sauber rot regliert.
Drei dunkelrotbraune handgefertigte Pariser Maroquineinbände der Zeit auf fünf echten Doppelbünden. Auf den Rückenfeldern je ein Blütenornament. Die Deckel mit einem rautenförmigen Mittelstück in Goldprägung: auf Goldgrund Mauresken mit Blattwerk. Randrahmen aus einer breiten goldgeprägten Linie innerhalb zweier blindgeprägter. Reste von Stehkantenvergoldung. Fein gepunzter Goldschnitt, dessen Motiv allen drei Bänden gemeinsam ist, jedoch unterschiedlich durchgeführt: einem drei- oder vierfenstrigen Turm entspringt mauresk geformtes Blattwerk, das sich bis zur Grenze an Kopf und Fuß, die je durch ein Band mit Punkten gegeben ist, symmetrisch zur senkrechten Mittelachse ausbreitet. Oberer und unterer Schnitt mit ähnlichem Mustern. Grün/gelbe handgestochene Kapitale. Das Punzenmuster der Einbände gleicht jenem in Yves Devaux: „Dix siècles de reliure“. 1977. p. 83; ein weiteres bei „Bibliographica“ II (1896), p. 398 und Tafel XVIIc abgebildetes Vergleichstück verweist nach Paris als Bindeort.
Ein äußerst schönes Exemplar dieser wohlgedruckten Ausgabe, deren der aldinischen von Garamond nachgeschnittene Kursiv hier erstmals verwandt wird: „Cette estimable édition est la première dans laquelle Robert Estienne ait fait usage de son bel italique, exécuté à l’imitation de celui d’Alde: Characteribus elegantissimis Italicos Aldi Manutij characteres proximè referentibus, dit-il de ce Cicéron dans plusieurs de ses Catalogues. Il y a joint les diverses scholies des éditions manutiennes sur lesquelles celle-ci est copié, sauf quelques rectifications ou changements dans les textes“ (Renouard). Cf. Elizabeth Armstrong: Robert Estienne Royal Printer. Cambridge: UP, 1954, p. 49 & A.F. Johnson: Type Designs: Their History and Development. 1934, p. 130. Updike: Printing Types. I, pp. 234-5 & 290: „His Italic he based, he admits, on the Aldine italic, and on examination there is a certain similarity, although it is much freer in effect, owing, among other things, to its sloping capitals. Garamond is nearer to Aldus in his italic than he is to Jenson in his roman. (...) a delightful unconventionality of design - free and spirited, yet noble; full of contrast and movement, yet with elegance and precision of line that marks them as French.“
¶ Provenienz: 1. Gestochenes Wappen-Exlibris auf dem vorderen Spiegel: „Ex Libris Jacobi Annibalis Claret Delatourette Equitis, Regi à consiliis in Supremâ Lugdunensi monetalium Judicum curiâ præsidis, capitalium rerum Prætoris Primarii. 1719“ 2. In Band II ein weiteres gestochenes Wappen-Exlibris mit dem Motto: „NIL NISI VIRTUTE“. I.e. Alexandre-Charles-Omer Rousselin de Corbeau, comte de Saint-Albin (1773-1847), „Bibliophile infatigable et publiciste savant, Saint-Albin avait assemblé environ 60.000 volumes tant imprimés que manuscrits, dont la plupart se distinguaient par la richesse de l’habillement, le choix des éditions et la rareté des exemplaires. Le catalogue qui suit ne contient que 3501 articles, mais c’était ce qu’il y avait de plus précieux en sa collection.“ Guigard II,192; cf. „Catalogue des livres et manuscrits composant la bibliothèque de feu M. le comte de Saint-Albin“. Paris: J.-F. Délion, 1850.
Einbände etwas bestoßen, leicht berieben, kleine Flecken und wenige minimale Fehlstellen in der Oberfläche der Deckelbezüge. Innen wohlerhalten.
Three volumes. Contemporary French morocco gilt, five raised bands, edges gilt and gauffered to an arabesque design. A fine copy in impressive bindings. “Cicero’s astonishing energy can be seen in everything that he wrote, a body of work unparalleled among those that have come down to us from classical antiquity. The forensic speeches which made him the foremost lawyer of his time show him principally as an able advocate for the defence. His prosecution speeches, notably that against Verres, the corrupt governor of Sicily, are equally effective, and they rise to an unequalled height in the famous ’Philippics’ - those onslaughts on Mark Antony, modelled on the speeches of Demosthenes against Philipp of Macedon, which Antony never forgave and which brought Cicero to his death. His political and philosophic works have been accused of lack of originality, to which Cicero would have been the first to confess: there were few philosophic work in Latin, except for the Epicurean work of Lucretius which Cicero, a Stoic, opposed. His moral treatises and dialogues are thus largely works of translation and adaption, but non the less influential for that.“ PMM 64.
Renouard 57,9 - Adams C1643 (Bde 6-8) - BM STC 110 - Schweiger II,i,104.
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Giraldus, Lilius Gregorius : Historiæ poetarvm tam graecorvm qvam latinorvm dialogi decem, quibus scripta & uitæ eorum sic exprimuntur, ut ea perdiscere cupientibus, minimum iam laboris esse queat. [Teil I von II].
Basel: [M. Isengrin], 1545. Octavo. 158 x 99 mm. [8], 668, [1], [3 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: +4, A-Z8, Aa-Tt8. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter flexibler Pergamenteinband der Zeit auf vier durchgezogenen Bünden aus weißem Leder, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene Kapitale.
Erste und einzige Ausgabe; Vorliegendes umfaßt die ersten fünf der insgesamt zehn Dialoge. Giraldus oder Gyraldus (1479-1552), ein Protonotarius apostolicus, studierte zu Mailand und Rom, kehrte nach dem Studium in seine Heimatstadt Ferrara zurück, wo er, als guter Poet und in der Antike wohlbewandert, ein von Gicht geplagtes Leben in Armut zubrachte, vgl Jöcher II,1294f. Die Dialoge behandeln den ganzen Bereich antiken griechischen und lateinischen wie auch des biblischen Schrifttums, Poeten, Versformen, Homer, Geschichtschreiber, u.s.w.
Pergament an den Vorderkanten teils beschädigt, erste und letzte Blatt mit kleinen Randschäden im äußersten weißen Vorderrand, sonst sauber, breitrandig und weiß. Typographisch schöner Antiqua-Druck. Recht selten.
Contemporary limp vellum, defects to lower fore-edge of binding. A fine, wide-margined copy of the first five dialogues (of 10) about poetry, history, Homer, the Bibel &c.
BM STC 361 - Graesse III,190. Nicht bei Adams.
→ Nº 4333
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Florus, Lucius Annaeus : Lvcio Floro de fatti de Romani Dal principio della Città per insino ad Augusto Cesare. Tradotto nella nostra lingva, per Gioan Domenico Tharsia di Capo d'Istria.
Venedig: „Apresso gli heredi di Pietro de Rauani, et compagni“, 1546 (in fine 1547). Octavo. 151 x 101 mm. 88 Blätter. Lagensignaturen: A-L8 (fol. L8 verso weiß). Titel mit Holzschnittdruckermarke, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter, flexibler italienischer Pergamenteinband der Zeit mit Resten eines handgeschriebenen Rückentitels, handgestochene rot-weiße Kapitale, vier Seidenbindebänder alternierend in grün und rosé. Verfassername auf unterem Schnitt.
Wohl die erste Übersetzung ins Italienische. Lucius oder Publius Annaeus Florus aus Nordafrika lebte Anfang des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts. Er schrieb unter dem Kaiser Trajan einen Abriß aller Kriege in den 700 Jahren der römischen Geschichte bis zur Schließung des Janustempels im Jahre 29 v.d.Z.. Griechischen Ursprungs ist seine Parallelisierung der Epochen staatlichen und menschlichen Lebens. Schöner Druck in Kursiv.
Einband leicht fleckig, die rosé-farbenem Bindebände nahe am Einband fragil. Innen bis auf eine papierbedingt leicht gebräunte Lage frisch. Selten.
Comtemporary limp vellum, four ties.
Adams F657 - BM STC 270 - Schweiger II,i,366.
→ Nº 4529
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Cicero, Marcus Tullius - Maioragius, Marcus Antonius : In Oratorem M.T. Ciceronis ad M. Brutum, Commentarius: Nuper adeò in eloquentiæ studiosorum gratiam conscriptus, nuncq; primùm in lucem editus. Ad clarissimvm virvm, D. Ioannem Ambrosium Cauenagum, Protophysicum, & Mediolanensis atq(ue) Ticinensis Gymnasii Præfectum. Accessit locuples rerum & uervorum toto opere memorabilium Index.
Basel: Johannes Opinorius, 1552. Folio. 313 x 201 mm. [8], 271, [1], [19], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: a4, a-y6, z4, A6, B4. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel Holzschnittinitialen.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, handgestochene Kapitale, Blauschnitt. Bindebänder entfernt.
Erste und einzige Ausgabe. Maioragius (1514-1555), ein Redner, der sich nach seinem Geburtsort nahe Mailand benannte, übte seinen Beruf in Mailand aus, wo er 1541 Professor wurde. Wegen der Kriegsunruhen mußte er die Stadt jedoch zwei Jahre später verlassen und begab sich nach Ferrrara, wo er als Philosoph und Jurist arbeitete. 1545 kehrte er nach Mailand zurück. Er war Mitglied der Academia degli Transformati. Ausführlich kommentierte er zahlreiche Werke von Cicero und Aristoteles; über die „Antiparadoxa in Ciceronis paradoxa“ geriet er in Streit mit Nizolius. Vgl. Jöcher III,59.
Einband etwas verzogen und leicht fleckig. Innen teils im weißen Rand leicht gebräunt bzw. im äußersten weißen Rand etwas fleckig. Einige saubere Marginalien einer zeitgenössischen Hand. Sehr selten.
Contemporary vellum, slightly worn. Scarce edition of a commentary on Ciceronis Orator ad Brutum.
Adams M269 (1 Exemplar, letzte Blätter defekt) - Schweiger II,i,264. Nicht bei BM STC, Graesse.
→ Nº 4242
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Xenophon / Sambucus, Joannes - Aesop - Cebes — Pergament-Kopert (Buchbinder)
: Drei antike Autoren in griechisch-lateinischem Paralleldruck, zusammengebunden in einem Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts.
Xenophon, gr.: Dêmêgoriai, hoc est Conciones aliqvot ex libris Xenophontis de Pædia Cyri, breuiores & selectiores, uersæ pro tyronibus Græcæ linguæ, à Ioanne Sambuco Tirnauiensi Pannone. Additæ sunt duæ Orationes côtrariæ, Critiæ & Theramenis, ex libro secundo de Rebus gestis Græcorum. Ad haec, oratio, qvod oratores ante poetas à pueris cognoscendi sint, eodem Ioanne Sambuco autore. Adiectis quoq; Eisdem Poematijs aliquot, aliorum propediê edendorum uelut primitijjs.
Aesop: Aesopi Phrygis Fabvlae Graece et Latine, cum alijs opusculis, quorum Index proxima refertur pagella.
Cebes: Kebêtos Thêbaiou pinas. Cebetis Thebani Tabvla. Thedorico Adameo Interprete.
Xenophon: Basel: Johannes Oporinus, 1552. Octavo. 155 x 97 mm. 137, [1], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-H8, I4.
Aesop: Tübingen: Ulrich Morhard, 1546. Octavo. 155 x 97 mm. 451, [4], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: a-z8, A-E8, F4. Mit architektonischer Holzschnitt-Titelumrahmung.
Cebes: Paris: Ioan. Ludoicus Tiletanus, 1545. Octavo. 155 x 97 mm. 51, [2], [3 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-C8, D4. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel.
Handgefertigtes Pergament-Kopert der Zeit, die beiden Bünde des Buchblockes mit gedrehten, durch das Rückenteil gezogenen Pergamentstreifen befestigt. Der Hinterdeckel ist verlängert in eine über den Vorderschnitt und etwa die Hälfte des Vorderdeckels reichende Klappe, die mit einer Messingschließe auf dem Vorderdeckel befestigt ist. Verblaßter kalligraphierter Titel auf dem über den Vorderschnitt liegenden Teil der Klappe. Vorsätze aus Streifen Manuskriptpergaments und jeweils einer Quartlage weißer Blätter, die hinten ebenfalls zweisprachig Griechisch-Latein mit Texten beschriftet sind, darunter ein kurzer Text: „de natura mulierum“. - Handgearbeitete moderne Buchkassette.
I. Xenophon mit einem Vorwort von Vitus Amerbach, dem Leben Xenophons nach Suidas, sowie auf die Auszüge aus der Cyropaedia folgend mit Texten von Lukian, Gedichten von Sambucus an verschiedene Humanisten, etc.
¶ II. Äsop enthält neben einer kurzen Biographie und den äsopischen Fabeln: Gabriae Graeci fabellae tres & quadraginta (...); Ex Aphthonij exercitamentis de fabula, tum de formicis & cicadis; De fabula ex imaginibus Philostrati; Homeri [gr.:] batrachomyomachia, hoc est, ranarum & murium pugna; Musaeus poeta vetustiss. de Ero & Leandro; Agapetus diaconus De officio regis ad Iustinianum Caesarum; Hippocratis iusiurandum; [gr.:] Galeômyomachia, hoc est, felium & murium pugna, tragoedia Graeca; sowie einen Index der Fabeln.
¶ III. Cebes: Dem griechischen Text ist eine lateinische Übertragung durch Theodor Adamaeus aus Schwallenberg (gest. 1540) in Geldern beigegeben; er verfaßte neben der vorliegenden Übersetzung Annotationen zu Prokop, Werke über Rhodos und die Einheit des Christentums. Der unter dem Namen ’Cebes’ überlieferte Dialog gibt vor von dem antiken Philosophen Cebes, einem Schüler des Pythagoräers Philolaus und des Sokrates, zu stammen, wurde diesem jedoch wohl nur durch Zufall zugeschrieben. In ihm wird eine eklektische Doktrin dargelegt, die Plato, Aristoteles und der Stoa mehr als den Pythagoräern verpflichtet ist. Wie ein alter Titel sagt, wird das ganze menschliche Leben mit lebendigen Farben abgemalt, mit nützlicher Unterweisung, wie dasselbe vernünftig und bescheiden anzustellen sei (Ausg. Nürnberg, 1606).
Einband leicht fleckig; Vorderdeckel mit kleinem, hinterlegtem Abschnitt oben, sonst frisch. Exlibris auf vorderem zweiten fliegenden Vorsatz. Die ersten Blätter etwas eselsohrig. Titel von Xenophon mit altem Besitzeintrag; Titel von Äsop leicht angestaubt, sonst durchweg sehr frisch. Sieben der acht Seiten des hinteren Vorsatzes sind von einer Hand der Zeit mit griechischen Texten versehen. Sehr schöner Sammelband in äußerst seltener Einbandvariante.
Contemporary German Wallet-Binding of limp vellum, back cover extended to form an overlapping fore-edge flap, one clasp attached to flap. Small repair to upper cover. Printed in Greek type, with Latin translations. A beautiful, wide-margined copy in an impressive contemporary binding. - “’Cebes’ Tablet’ participates in a pair of literary traditions that flourished throughout the Middle Ages. It is wisdom literature - ostensibly a distillation of the sapience pf the ancients - of a kind best known in the form of the ’Disticha Catonis’; in addition it is also a personification allegory, in which, in the guise of human beings, various abstractions take part.“ David H. Carlson: English Humanist Books, p. 26.
I: Xenophon/Sambucus: Nicht bei Hoffmann, Hieronymus: Gr. Geist, BM STC & Adams.
II: Äsop: VD16 A420 - Hoffmann I,64. Nicht bei BM STC & Adams.
III: Cebes: Nicht bei Hoffmann, Schweiger, BM STC & Adams.
→ Nº 4213
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Isokrates : Isokratis Orationes partim doctorvm virorum opera, partim meliorum exemplarium collatione, nunc demum multò quàm antea emendatiores excusæ.
Basel: Michael Isengrin, 1555. Octavo. 164 x 106 mm. [46], [2 weiße], 583, [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: a-?8, a-z8, A-N8, O4. Mit einigen Holzschnittinitialen.
Handgefertigter blindgeprägter Schweinsledereinband der Zeit auf drei Doppelbünden und Holzdeckeln; Schließen entfernt. Auf den Deckeln außen eine Rolle CHRISTVS - GODT - IOHANNI - MOSE (174 x 11 mm, nicht bei Haebler); diese Rolle mit ungewöhnlicher Ikonographie bisher nicht nachweisbar: die übliche Salvator-Darstellung ist hier als 'Godt' bezeichnet, Christus als Träger des Kreuzes wird neben Johannes dem Täufer und Mose abgebildet. Innen eine Rolle mit Lucrec(ia), Venvs und Occa(sio), datiert 1533 (Haebler I,369,2 = HR), links und rechts von einer Reihe aus fünf übereinanderstehenden Engelsgesichtern mit Flügeln. Vermutlich ein Breslauer Einband, bei der bisher nicht nachweisbaren Rolle könnten zwei verschiedene Motivströme zusammengeflossen sein.
Neudruck der ebenfalls griechischen Ausgabe Isengrins von 1550; die hier meist in margine gedruckten Konjekturenvorschläge rühren nach Hoffmann und Hieronymus von Hieronymus Wolf, der sie in seiner Ausgabe Basel: Oporinus, 1553 weitgehend in den Text übernahm. „Diese Ausg. unterscheidet sich von den übrigen Baseler Ausgg. dadurch, dass die Conjecturen u. Verbess. von Wolf theils sogleich in den Text aufgenommen, theils auf dem Rande angemerkt sind, u. seit dieser Ausgabe beziehen sich alle Baseler Ausgg. auf Wolf’s Ausgabe“ (Hoffmann). Der späteren Forschung gingen die Textveränderungen jedoch teils zu weit oder erwiesen sich als willkürlich.
¶ Der aus wohlhabenem Hause stammende Redner aus dem Demos Erchia (436-338) lernte bei Prodikos und Gorgias. Nach dem wirtschaftlichen Niedergang durch den Peloponnesischen Krieg 404/03 betätigte er sich als Redenschreiber, u.a. für den Sohn des Alkibiades. In den 90er Jahren eröffnete er in Athen eine Schule der Beredsamkeit, die die meistbesuchte und bedeutendste wurde.
¶ Die aus jener Zeit erhaltenen Reden sind zum einen formale Musterbeispiele, Mittel zur politischen Bildung, Stellungnahmen zu aktuellen Fragen wie zu prinzipiellen Problemen, zum andern dienten sie als Werbung und versuchten, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Isokrates übte allein durch seine Reden großen Einfluß auf die Gestaltung der griechischen Kunstprosa aus. Seinen Stil kennzeichnen Klarheit und Ebenmäßigkeit. Er entdeckte die Redekunst als erzieherischen Faktor und beeinflußte so die antike Erziehungspraxis, faßte die Bestrebungen der Sophistenzeit zusammen und wandte sich gegen ihre Auswüchse. Politisch formulierte er den panhellenistischen Gedanken und trat im Gegensatz zu Demosthenes für eine Einigung mit Philipp II. von Makedonien und einen gemeinsamen Kampf gegen die Perser ein. - Zu Wolf vgl. Sandys II,268.
Einband teils etwas berieben. Innen anfangs etwas fleckig, wenige Anstreichungen bzw. Marginalien; sonst kaum fleckig und meist sauber. Insgesamt noch recht schönes Exemplar in bemerkenswertem Einband der Zeit mit einer bisher auf keinem anderen Einband nachweisbaren Rolle.
Contemporary blindstamped pigskin over wooden boards, three raised bands, missing clasps. Binding slightly rubbed. Some marginal annotations, few stains, otherwise a fine copy in an extraordinary binding. Re-issue of the Basel 1550 edition, with the emendations of Hieronymus Wolf printed in margine, Greek type.
Hieronymus: Gr. Geist 217 - Hoffmann II,472 - Adams I209 - Ebert 10587 - Graesse II,434.
→ Nº 3696
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Aristoteles
: Problemata Aristotelis ac Philosophorû Medicorúmque complurium, ad varias quæstiones cognoscendas admodum digna, & ad naturalem philosophiam discutiêdam maximè spectantia. Marci Antonii Zimarae Sanctipetrinatis Problemata his addita, vnà cum trecentis Aristotelis & Auerrois Propositionibus, suis in locis insertis. Item Alexandri Aphrodisci, super Quæstionibus nônullis Physicis, Solutionum Liber, Angelo Politiano interprete.
Beigebunden / bound with Aristoteles & al.: Aristotelis Sententiae omnes vndiqvaqve selectissimae, Quæ Indicis vice in absoluta, & integra eius opera esse queant, postremò iam editæ. His accesserût & aliæ ex variis Senecæ, Boëtij, & Apuleij libellis sententiæ, multò accuratius quám antea emendatæ.
Problemata: Paris: Hieronymus de Marnef, 1557. Sedecimo. 111 x 67 mm. 141, [3 weiße] Blätter. - [Lagensignaturen:] A-S8.
Sententiae: Paris: Hieronymus de Marnef, 1559. Sedecimo. 111 x 67 mm. 219 (recte 221), [2], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-O8.
Beide mit Holzschnittdruckermarke auf Titel, einige zierliche Holzschnittinitialen, eine davon mit dem Harfe spielenden König David.
Halbledereinband des 19. Jahrhunderts mit glattem Rücken aus hellbraunem Kalbleder, vier durch blindprägung angezeichnete versetzte Bünde, die von goldgeprägten Linien umschlossen sind, auf zweitem Feld die Titelei, auf drittem ein ornamentaler Mittelstempel, darunter die Bände, unten und oben Filetenvergoldung. Deckel mit grün-schwarzem Marmorpapier bezogen, handgestochene Kapitale, Vorsätze aus Marmorpapier, Schnitt marmoriert.
Schöner Druck in zierlicher Kursiv. Marcus Antonius Zimara, ein Philosoph und Arzt des frühen 16. Jh. aus Apulien, lehrte zu Padua die Logik und zu Rom und Padua die Philosophie; cf. Jöcher IV,1206. Alexander Aphrodisiensis war ein peripatetischer Philosoph des 2.-3. nachchristlichen Jahrhunderts, der Kommentare und kleinere Exegesen zu Aristoteles verfaßte; seine Interpretation ist antiplatonisch.
Provenienz: Exlibris auf vorderem Spiegel: „Bibliothèque de Mr. le Vicomte de Vaufreland“; Exlibris auf vorderem fliegenden Vorsatz recto: „Ex libris Regis Bayle Consulde de S.M. la Roi des Belges“, signiert R. Crozet. Vordergelenk geplatzt, doch stabil, Kanten stellenweise leicht berieben. Innen ein schwacher brauner Fleck im unteren weißen Rand einige Lagen, sonst recht frisch; regliert.
19th century calf backed boards, spine gilt. Upper joint cracked, but sound. A small stain to lower margin of some quires, ruled in red.
I: Durling 287sqq. mit anderen Ausgg. I & II: nicht bei Adams, BM STC.
→ Nº 2088
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Castiglione, Sabba : Ricordi, ouero Ammaestramenti di Monsignor Sabba Castiglione Cavalier Gierosolimitano, Ne' quali con prudenti, e Christiani discorsi si ragiona di tutte lo materie honorate, che si ricercano à un uero gentil'huomo.
Venedig: „Appresso Francesco Lorenzini, da Turino“, 1562. Octavo. 148 x 93 mm. 298 (recte 296), [3], [1 weiße] Blätter. Lagensignaturen: A-Z8, Aa-OO8, pp.4. Mit Holzschnittornament und -druckermarke auf dem Titel.
Modernes braunes Maroquin mit vier erhabenen Bünden auf dem Rücken, goldgeprägtes Schildchen auf zweitem Feld; alter Rotschnitt.
Erstmals 1546 erschienen; dies ein Nachdruck der dritten, vollständigsten Ausgabe von 1554. Die „Ricordi“ sind eine Sammlung kurzer Essays zur Erziehung junger Männer und geben einen lebhaften Eindruck von der eigenen Sammlung des Autors von Gemälden wie Antiquitäten und schildern Einzelheiten aus dem Leben befreundeter Künstler. Das Buch besteht aus 133 kurzen Lehrstücken, die sich in zwei Reihen teilen, deren erste sich der Ausbildung zum homme honnête widmet, deren zweite sich mit verschiedenen Gegenständen beschäftigt, so z.B. „De le bellezza delle donne“, „Del tiranno“, „Del gouerno della città“. In „Circa gli ornamenti de la casa“ (hier foll. 114r-123v) werden die beachtlichen Kunstwerke im Hause des Autors beschrieben, die sich heute teils in der Pinacoteca Communale zu Faenza befinden. Fra Sabba di Castiglione (1480-1554), Mitglied des Ordens des Hl. Johannes von Jerusalem, verbrachte drei Jahre auf Rhodos, wo er für Isabella d’Este antike Kunstwerke sammelte.
Titel leicht stockfleckig, sonst wohlerhalten und frisch.
Reprint of the third, and most complete edition of 1554. Modern morocco, four raised bands, gilt title on spine; internal condition good. Castiglione’s “Ricordi“ are a collection of essays designed for edification. His work provides a vivid impression of his own collection of paintings and antiquities and intimate details of the lives of artists he knew. The work is composed of two series of counsels, the first one meant to provide advice useful in becoming a perfect man or a Knight of Saint John, the other a series of small treatises on various topics, added in the course of the successive editions, for example: “De le bellezza delle donne“, “Del tiranno“, “Del gouerno della città“. In “Circa gli ornamenti de la casa“ (ff. 114r-123v) he describes the works of art in his own home, some of which are now in the Pinacoteca Communale in Faenza. Fra Sabba di Castiglione (1480-1554) was a knight of the Order of St. John of Jerusalem, and had spent three years on Rhodes, during which time he had to collect antiquities on behalf of Isabella d’Este.
Cf. BM STC 157 (and. Ausgg.) - cf. Adams C949 (Ausg. Milano, 1559 mit gleicher Kollation).
→ Nº 4826
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Herodian : Herodianus Der Fürtreffliche Griechisch Geschichtschreiber, welcher von Marco Elio Antonino Philosopho an biß auff Gordianum den jüngern, Römischen Keysern, vnd jrer Regierung, die sich gantz wunderbarlich zugetragen, geschrieben hat. Erstlich durch den Hochgelehrten Angelum Politianum in Latein bracht, nachmals durch Hieronymum Boner verteutscht.
Frankfurt/Main: Georg Raben und Weigand Han Erben, 1565. Octavo. 154 x 96 mm. 163, [1] Blätter. - Lagensignaturen: A-V8, X4. Titel in rot und schwarz, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter, flexibler orangefarbener Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen weißen Lederdoppelbünden, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene naturfarbene Kapitale, Reste von Lederschließbändern.
Deutsche Übertragung von Hieronymus Boner nach der lateinischen durch Angelus Politianus. Der wohl aus Syrien stammende Herodian, der schon Commodus (180-192) erlebte, war möglicherweise im Palastdienst tätig; seine in acht Bücher unterteilte Kaisergeschichte umfaßt die Jahre 180-238 und reicht damit vom Tod Mark Aurels bis zur Thronbesteigung Gordians III. Sie beschreibt im attizistisch-rhetorischen Stil die äußeren Ereignisse und tritt in farbiger Sprache für das Senatskaisertum ein. Anleihen bei den Klassikern und zahlreiche Reden unterstützen den Diskurs. Sein Text ist Quelle für die Historia Augusta, Johannes Antiochenus u.a.
Einband teils etwas berieben und mit kleinen Fehlstellen an den Kapitalen; Vorsätze erneuert. Titel mit kleinem hinterlegtem Loch im weißen Rand; anfangs papierbedingt gebräunt, dann etwas gebräunt; stellenweise leicht fleckig. Seltene, frühe deutsche Ausgabe.
Contemporary limp velum, slightly worn. Endpapers renewed; browned due to quality of paper, some stains. German translation by Hieronymus Boner.
VD16 H2505 - Ebert 9536 - Graesse III,254 - Hoffmann II,226 - Schweiger I,137. Nicht in Adams & BM STC.
→ Nº 3698
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Martialis, Marcus Valerius : Epigrammaton libri XII. Xeniorum Liber I. Apophoretorum Liber I. Omnia ad vetustiorum codicum fidem diligenter emendata, scholijs in margine illustrata, apposita etiam varietate lectionum: ac demùm decem epigrammatis ex eodem vetusto codice suis locis adiectis, aucti, opera Hadriani Ivnii Medici.
Antwerpen: Ex officina Christophori Plantini, 1568 [in fine: Dezember 1567]. Sedecimo. 121 x 75 mm. 373, [7], [4 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-Z8, a8. Mit Holzschnittsignet auf dem Titel (= Voet Nr. 19), Holzschnittinitialen.
Etwas späterer Kalbledereinband auf vier echten, erhabenen Bünden mit Resten von ornamentaler Rückenvergoldung. Handgestochene grüne Kapitale, Schnitt gesprenkelt.
„Neue Recognition des Textes nach einem Codex Pulmanni. Selten, besonders aber in guten Exemplaren“ (Schweiger). Der Herausgeber Hadrianus Junius (Adriaan de Jonghe, 1511-1575) war Arzt in Haarlem, Kopenhagen und Delft.
Einband teils berieben, Vorsätze etwas gebräunt. Name auf Titel, innen leicht gebräunt, teils im äußersten Rand etwas fleckig. Selten.
17th-century calf, rubbed. Name on title, slightly browned. The satires of Martialis edited by Hadrianus Junius (1511-1575, cf. Sandys II, p. 216) after a manuscript purchased in Britain. First edition printed by Platin. The edition is dated 1568, but its printing ended in December 1567.
Voet 1637 - Adams M709 - Schweiger II,ii,596. Vgl. Simon: Bacchica I, pp. 47-48.
→ Nº 3446
| → 16. Jahrhundert
| → Epigramme
| → Sittengeschichte
| → Rom
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Sulpicius Severus & Haymo von Halberstadt
:
Sulpicius Severus: Historiae sacrae a mvndi exordio ad sua vsque tempora deductæ, Libri duo: Item Dorothei Episcopi Tyri, qui sub Constantino Magno vixit, De vita Prophetarum & Apostolorum, Synopsis. Quibus accessit rerum & verborum index copiosus.
Beigebunden / bound with Haymo von Halberstadt: D. Haymonis Halberstattensis Historiae sacrae epitome. Siue de Christianarum memoria libri decem. Adiunctis Petri Galesini notationibus & indice copioso.
Sulpicius Severus: Köln: Joh. Gymnicus, 1573. Sedecimo. 107 x 76 mm. [16], 150 (recte 149), [11] Blätter. - [Lagensignaturen:] A-Y8 (fol. Y8 verso weiß).
Haymo: Köln: Joh. Gymnicus, 1573. Sedecimo. 107 x 76 mm. [2], 94, [16] Blätter. - Lagensignaturen: A-O8 (fol. O8 verso weiß). Mit kleiner Holzschnittdruckermarke auf Titel und größerer am Schluß, beide Teile mit Holzschnittinitialen.
Handgefertigter flexibler Pergamenteinband der Zeit mit umgeschlagenen Vorderkanten, Bindebänder entfernt.
Sulpicius Severus aus Aquitanien, „adlig durch Geburt und Bildung“ (Gennadius: „De viris ill.“ 19), gestorben nach 406, erhielt eine rhetorische Ausbildung in Bordeaux und wurde Anwalt; wohl durch seine Schwiegermutter für asketische Vorstellungen gewonnen zog er sich auf sein Landgut zurück. Seine biographischen und historischen Schriften propagieren das asketische Ideal des Martin von Tours. Das vorliegende, nach 402 vollendete Werk bringt nach einer Zusammenfassung der biblischen Historie eine Beschreibung der religiösen Zustände des vierten Jahrhunderts aus aquitanischer Sicht, speziell der Auseinandersetzung um Arianismus und Priscillianismus. Der Stil, rein und an klassischer Latinität geschult, lehnt sich an Sallust an.
¶ Ein Bischof Dorotheos bleibt spurios; unter diesem Namen ist der wohl aus dem 9. Jh. stammende apokryphe Traktat über die zwölf Apostel und 70 Jünger Christi überliefert, dessen Hauptzweck die Beweisführung einer Gründung des Bischofsitzes zu Byzanz durch den Apostel Andreas ist, der Stachys, den ersten der dortigen Bischöfe, geweiht haben soll.
¶ Die beigebundene „Historiae sacrae epitome“ könnte auch von Haimo von Auxerre stammen. Der Herausgeber Petrus Galesinus aus Mailand lebte in der zweiten Hälfte des 16. Jh. und war apostolischer Protonotar; vgl. Jöcher II,834. - Beides schöne, zierliche Drucke in Kursive mit Marginalien in Antiqua.
Einband etwas fleckig. Innen teils schwach im weißen Rand wasserrandig, sonst recht gut. Selten.
Contemporary limp vellum, ties gone. Waterstained in margins.
I: BM STC 812. Nicht bei Adams. - II: BM STC 385. Nicht bei Adams.
→ Nº 4644
| → 16. Jahrhundert
| → Kirchengeschichte
| → Christentum
| → Byzanz
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Castiglione, Sabba : Ricordi, ouero Ammaestramenti di Monsig. Sabba Castiglione Cavalier Gierosolimitano, Ne i quali con prudenti, e christiani discorsi si ragiona di tutte le materie honorate, che si ricercano à vn vero gentil'huomo.
Venedig: „Appresso Giouanni Griffio“, 1575. Octavo. 151 x 95 mm. 300, [3] Blätter (ohne foll. 232 & das letzte weiße). - Lagensignaturen: A-Z8, Aa-pp.8 (- foll. Ff8 & pp.8 weiß). Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel und auf dem letzten Blatt verso.
Handgefertigter Halbpergamenteinband des 20. Jahrhunderts.
Erstmals 1546 erschienen; dies ein Nachdruck der dritten, vollständigsten Ausgabe von 1554. Die „Ricordi“ sind eine Sammlung kurzer Essays zur Erziehung junger Männer und geben einen lebhaften Eindruck von der eigenen Sammlung des Autors von Gemälden wie Antiquitäten und schildern Einzelheiten aus dem Leben befreundeter Künstler. Das Buch besteht aus 133 kurzen Lehrstücken, die sich in zwei Reihen teilen, deren erste sich der Ausbildung zum homme honnête widmet, deren zweite sich mit verschiedenen Gegenständen beschäftigt, so z.B. „De le bellezza delle donne“, „Del tiranno“, „Del gouerno della città“. In „Circa gli ornamenti de la casa“ (hier foll. 112v-122v) werden die beachtlichen Kunstwerke im Hause des Autors beschrieben, die sich heute teils in der Pinacoteca Communale zu Faenza befinden. Fra Sabba di Castiglione (1480-1554), Mitglied des Ordens des Hl. Johannes von Jerusalem, verbrachte drei Jahre auf Rhodos, wo er für Isabella d’Este antike Kunstwerke sammelte.
Einband etwas verzogen und fleckig. Anfang kleine Randschäden, Titel fleckig, teils leicht gebräunt, einige Unterstreichungen von alter Hand, leicht Gebrauchspuren. Fehlen ein Blatt des Textes und das letzte weiße.
Reprint of the third, and most complete edition of 1554. Modern vellum-backed boards, traces of use, title stained, same browning, some underlining, one leaf of text and the last blank leaf missing. Castiglione’s “Ricordi“ are a collection of essays designed for edification. His work provides a vivid impression of his own collection of paintings and antiquities and intimate details of the lives of artists he knew. The work is composed of two series of counsels, the first one meant to provide advice useful in becoming a perfect man or a Knight of Saint John, the other a series of small treatises on various topics, added in the course of the successive editions, for example: “De le bellezza delle donne“, “Del tiranno“, “Del gouerno della città“. In “Circa gli ornamenti de la casa“ (ff. 112v-122v) he describes the works of art in his own home, some of which are now in the Pinacoteca Communale in Faenza. Fra Sabba di Castiglione (1480-1554) was a knight of the Order of St. John of Jerusalem, and had spent three years on Rhodes, during which time he had to collect antiquities on behalf of Isabella d’Este.
Cf. BM STC 157 (andere Ausgg.) - cf. Adams C949 (Ausg. Milano, 1559).
→ Nº 5150
| → 16. Jahrhundert
| → Homme honnête
| → Kulturgeschichte
| → Staat
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Cicero, Marcus Tullius - Manutius, Paulus
: [In epistoles familiares P. Manutij commentarius: additus est comm. in epistolas ad M. Brutum & Quinctum fratrem. Band/vol. II:] Pavli Manvtii commentarivs in epistolarvm M. Tullii Ciceronis, quæ Familiares vocantur, libros octo posteriores.
Beigebunden / bound with Paulus Manutius: Commentarivs Pavli Manvtii in epistolas M. Tullij Ciceronis ad M. Iunium Brutum, & ad Q. Ciceronem fratrem: Cvm Indice copioso.
Frankfurt: Andreas Wechel, 1580. Octavo. 171 x 111 mm. I: Seiten. (953)-1558, [176], [2 weiße] Seiten, incl. Indices. - Lagensignaturen: pp.-Zz8, AA-ZZ8, Aaa-Rrr8 - II: 204, [18], [2 weiße] Seiten, incl. Index. - Lagensignaturen: A-O8. Holzschnittdruckermarke auf Titel von II, Holzschnittinitialen und -zierstücke.
Handgefertigter dunkelbrauner Kalbledereinband der Zeit auf vier Doppelbünden und Pappdeckeln. Die Deckel mit blindgeprägten Randrahmen aus drei Linien, und mittig ovaler, arabesker Mittelkartusche, links und rechts neben dieser die Buchstaben „E“ und „E“. Drei von vier Stoffbindebändern.
Enthält den Text der im Titel genannten Briefe Ciceros, kursiv gesetzt, und, in Antiqua, die dazugehörigen Annotationen von Paulus Manutius. Einer der umfangreichsten und besten Kommentare. In II sind die jeweiligen Phrasen Ciceros kursiv gesetzt, denen sich die, ebenfalls in Antiqua gedruckten, Annotationen anschließen.
Vordergelenk und oberes Kapitel hinterlegt, Vorsätze erneuert, eine Ecke mit kleiner Bezugfehlstelle. Innen durchgehender Wasserrand in der unteren Blatthälfte, Titel von I etwas angestaubt.
Contemporary blindstamped calf over pasteboards, four raised double bands. Repairs to upper joint and upper end of spine, new endpapers. Waterstained, title of part I stained.
Nicht bei Adams. Adams C1933 nur 1 Exemplar des ersten Bandes.
→ Nº 4573
| → 16. Jahrhundert
| → Humanismus
| → Briefe
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Fabricius, Georg : Antiquitatum Libri III. Ex ære, marmoribus, saxis, membranis'ue ueteribus collecti, studio & diligentia Georgii Fabricii Chemnicensis.
Basel: „Typis Oporinianis“, s.a. [1587]. Octavo. 143 x 94 mm. 237, [3] Seiten. - Lagensignaturen: A-P8. Mit zwölf Tierkreiszeichen in Holzschnitt auf dem Seiten 168-173. Holzschnittinitialen.
Handgefertigter Pappeinband des 18. Jh., bezogen mit grünem Marmorpapier, gedrucktes Rückenschildchen, Schnitt rot gesprenkelt.
Das Werk, das eigentlich mit zu ’Roma’ gehört, taucht wie jeder der drei Bände auch separat auf. Hier zum ersten Male drei Bücher, die vorhergehende Ausgabe Basel, 1560 umfaßte nur zwei. Enthält nach Topoi geordnet zahlreiche Inschriften u.s.w., daneben den Kalender mit den Tierkreiszeichen, den römischen Kalender nach Carolus Sigonius, Raphael Cyllenius und Paulus Manutius sowie nach einer fragmentarischen Inschrift. Der Poet und Schriftsteller Georg Fabricius aus Chemnitz (eigentlich Goldschmidt, 1516-1571) studierte an der Fürstenschule zu Meißen und in Leipzig, lehrte erst in seiner Vaterstadt und reiste dann als Mentor eines Adligen durch Italien. Zurückgekehrt wurde er 1544 Hauslehrer in Straßburg, wo er sich Johannes Sturm anschloß. 1546 erhielt er einen Ruf an die Meißner Fürstenschule. Wegen seiner Dichtkunst und des Versuches, die altchristliche Poesie wiederzubeleben, wurde er 1570 von Maximilian II. zum Poeten gekrönt und in den Adelstand erhoben. Vgl. Kosch: Literatur3 IV,691.
Bibliothekstempel auf Titel, Titel mit minimalen marginalen Fehlstellen, im oberen Rand schwach fleckig, sonst nur wenig fleckig und meist sauber.
18th-century boards. Small marginal tears to title, slightly stained in upper margins. One of three parts of his ’Roma’.
Adams F97 - VD16 F294 - BM STC 296.
→ Nº 4646
| → 16. Jahrhundert
| → Inschriften
| → Kalender
| → Tierkreiszeichen
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Bonacossa, Hippolyt; Fridericus Husanus & Bartholomaeus Caepolla
:
Hippolyt Bonacossa & Fridericus Husanus: Tractatus de servis vel famvlis et hominibvs tam liberis qvam propriis, dvorvm clarissimorvm Ivrisconsultorum, Hippolyti Bonacossae, Et Friderici Hvsani. Adiecta sunt Summaria & Index copiosus.
Beigebunden / bound with Bartholomaeus Caepolla: Tractatvs de servitvtibvs tam vrbanorvm, qvam rvsticorvm prædiorum, Bartholomæi Cæpollæ Veronensis, I.C. Clarissimi. Accessit nvnc primvm D. Martini Laudensis I.C. Repetitio ad l. Seruitutes. 14. ff. de Seruitutibus. Item D. Ionnis Superioris I.C. in singulas leges, quæ sunt sub tit. ff. de Seruitutib. Commentarij succenturiati. [...] Cum Summarijs & Indice locupletissimo.
Bonacossa/Husanus: Köln: Johannes Gymnicus, 1590. Octavo. 171 x 100 mm. [8], 232, [23], [1 weiße] Seiten. - [Lagensignaturen:] *4, A-O8, P4, ++8, +++4.
Caepolla: Köln: Johannes Gymnicus, 1616. Octavo. 171 x 100 mm. 816, [3], [59] Seiten. - Lagensignaturen: A-Z8, Aa-Zz8, Aaa-Iii8 (-fol. Iii8).
Beide mit Holzschnittdruckermarke auf Titel und Holzschnittinitialen.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen hellen Lederbünden, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene zweifarbige Kapitale, schöner handschriftlicher Rückentitel.
Wichtiger Sammelband über die rechtliche Stellung von Dienern, Sklaven und Leibeigenen sowohl in der Stadt wie auf dem Land, jeder der beiden Teile durch einen Index erschlossen. Von großer kulturhistorischer Bedeutung wegen der dargestellten Rechtsentwicklung von der Antike bis zur Renaissance. HIPPOLYT BONACOSSA war ein Edelmann zu Ferrara; zu JOHANN FRIEDRICH HUSANUS aus Mecklenburg vgl. Jöcher II,1784; BARTHOLOMAEUS CAEPOLLA (Caepolla, 1446-1474), aus einer adligen Familie zu Verona, lehrte als Professor die Rechte zu Padua, nachdem er auf Kosten des Bischofs zu Padua Doktor geworden war; durch seine Gelehrsamkeit erward er sich den Adelstand und die Würde eines Comitis palatini.
Einband etwas gebräunt, teils leicht fleckig. Mit insgesamt fünf Blattweisern. Titel mit durchgestrichenen Besitzvermerken, Titel von I verso gestempelt. Wenige zierliche Marginalien und einige Unterstreichungen v.a.H.; in I Blatt H8 unten im weißen Rand beschnitten und mit Annotationen des Jahres 1768. II ohne das letzte (weiße?) Blatt, der Text ist komplett. Papierbedingt leicht gebräunt, sonst wohlerhalten. Von großer Seltenheit.
Contemporary vellum. Lacks last (blank?) leaf. Contemporary marginal annotations in a neat hand, some later annotations.
I: Adams B2378 (nur 1 Ex.). Nicht im BM STC. - II: Georgi I,234. Nicht bei Paisey.
→ Nº 4728
| → 16. Jahrhundert
| → Sklaven
| → Leibeigene
| → Diener
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Danaeus, Lambertus : Politicorvm aphorismorvm silva, Ex optimis quibusq. tum Græcis, tum Latinis scriptoribus (quos sequens pagina indicabit) collecta, (...).
Leiden: „Ex officina Plantiniana, Apud Franciscum Raphelengium“, 1591. Sedecimo. 106 x 76 mm. 482, [43], [3 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-Z8, a-k8. Mit der Holzschnittdruckermarke auf dem Titel.
Handgefertigter Kalbledereinband der Zeit auf drei echten, erhabenen Bünden, die durch blindgeprägte Linien abgesetzt sind, auf den Deckeln Randrahmen aus einer Doppellinie. Handgestochene Kapitale.
Lambert Daneau (1530-1596), ein reformierter Prediger, studierte Jura an seinem Geburtsort Orleans, wurde dann zu Genf Prediger und Doktor der Theologie; vgl. Jöcher II,18-19. Vorliegendes Werk exzerpiert nach Autoren geordnet griechische und lateinische Historiker, Rhetoren und Philosophen wie Thukydides, Xenophon, Polybius, Herodot, Plato, Aristoteles, Plutarch, Isokrates, Agapetus, Sallust, Livius, Tacitus, Cicero, Plinius; sowie als einzigen Franzosen Philipp Commynes. Durch ein nach Schlagworten und Topoi geordnetes Register erschlossen.
Einband an den Gelenken leicht berieben, kleine Bezugfehlstellen an den Kapitalen und Ecken; innen teils leicht stockfleckig, wenige Lagen papierbedingt etwas gebräunt. Selten.
Contemporary calf, three raised bands. Hinges rubbed, some foxing.
Adams D60 - BM STC 59.
→ Nº 4189
| → 16. Jahrhundert
| → Aphorismen
| → Antike
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Censorinus : Censorini ad Q. Cærellivm de die natali liber. Lvd. Carrione recensente, augente, & pristino ordini suo restituente. Eiusdem argumenti fragmentum incerti scriptoris antea cum eodem Censorini de die Natali libro continenter impressum, nunc vero ab eodem Lvd. Carrione separatum, correctiusque, & capitibus aliquot ex veteri libro additis auctius editum.
Lyon: Franciscus le Preux, 1593. Octavo. 151 x 95 mm. [14], 44, [10], 19, [1 weiße], [5], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: *7 (statt 8), a-e8 [ohne das weiße Blatt *8, Text vollständig]. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel, Holzschnittinitialen und -zierstücken.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, handgestochene naturfarbene Kapitale, Rotschnitt.
„Cet écrit publié sous le titre ’de Die Natali’, ou du jour natal, a été plus qu’aucun autre utile à l’établissement de la chronologie ancienne, car il a servi à fixer le commencement de l’ère de Nabonassar. Le même ouvrage donne par une date précise le commencement d’autres ères et c’est pour ce motif que Scaliger appelait Censorin ’eximius et doctissimus templorum vindex’, et que Daunou dans ses doctes leçons de chronologie, les mettait en lumière. Dans cet important ouvrage on s’occupe aussi de la durée de la gestion de l’homme, et la division de sa vie en périodes climactériques de sept en sept années et autres, et enfin de la limité de la vie à quatre vingts ans, ou au plus à cent ans. Enfin, il y est parlé de musique. Le style est clair et précis“ (Caillet I, p. 331). Censorinus war ein Grammatiker des dritten nachchristlichen Jahrhunderts, vgl. Sandys I,213 & 215; „De die natali“ wurde einem vornehmen Gönner im Jahre 238 als Geburtstagsgabe überreicht. Behandelt werden alle mit dem menschlichen Geburtstag zusammenhängenden Fragen, sowie der Schutzgeist, genius, der Urspung des Menschen, Astrologie, Zahlenmystik, Altersstufen, Zeitbegriff und Zeitrechnung; Quellen sind Sueton und Varro. Die im zweiten Teil abgedruckte, verstümmelte Schrift „Fragmentum Censurini“ wird zusammen mit „De die natali“ überliefert, hat aber wahrscheinlich einen anderen Autor; in ihr werden wichtige Nachrichten über Metrik und Musik gegeben, zur Metrik ist dies die älteste römische Quelle.
Einband etwas berieben und fleckig. Innen leicht gebräunt, ohne das weiße Blatt *8. Sehr selten.
Contemporary vellum, slightly rubbed. Slightly browned, lacks the blank leaf *8. “...contains much valuable information on points of history and chronology. (...) the diminutive work of Censorinus, e mere birthday gift with its borrowed erudition, and its second-hand citations, has succeded in descending to posterity, thanks in part to its brevity and perhaps to its saving grace of stile.“ (Sandys II, p 213 & 215).
Adams C1265 - BM STC 97 - Caillet 2135-2137 mit späteren Ausgg.
→ Nº 4486
| → 16. Jahrhundert
| → Zeitrechnung
| → Astrologie
| → Zahlenmystik
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Ravisius Textor, Johannes & Quintus Curtius Rufus
:
Johannes Ravisius: Epistolæ Ioannis Ravisii Textoris, non vulgaris eruditionis. Nvnc recens, in gratiam studiosæ iuuentutis multò quàm antehac vnquam emendatiores in lucem editæ.
Beigebunden / bound with Quintus Curtius Rufus: Q. Curtii Rufi, Historiarvm magni Alexandri Macedonis Libri Octo. Postrema Editio recognita: Cvi qvid accesserit sequens pagella declarat.
Johannes Ravisius: Lyon: Jacob Roussin, 1607. Sedecimo. 119 x 79 mm. 155, [3 weiße] Seiten. - [Lagensignaturen:] A-K8 (-fol. K7 weiß).
Quintus Curtius Rufus: [Genf]: Jacob Stoer, 1602. Sedecimo. 119 x 79 mm. 592, [46], [2 weiße] Seiten, incl. Index. - Lagensignaturen: A-Z8, Aa-Rr8.
Mit Holzschnittdruckermarken, -initialen und -zierleisten.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, umgeschlagene Vorderkanten; Deckel mit blindgeprägten Randrahmen, Eck- und Mittelfleurons; naturfarbene handgestochene Kapitale.
Der französische Philologe Johannes Ravisius (1480-1524) mit dem Beinamen Textor lehrte am Pariser Collège de Navarre die Humaniora. Sein Werk wie auch diese Briefe decken den ganzen Bereich des Renaissance-Wissens ab.
¶ Der römische Geschichtsschreiber Quintus Curtius Rufus, ein Zeitgenosse des Claudius und Vespasian, verfaßte um ca. 50 n.d.Z. die Lebensbeschreibung Alexanders des Großen in zehn Büchern, von denen die beiden ersten verloren gegangen, die Bücher 5, 6 und 10 nur teilweise erhalten sind. Als Rhetor wollte er seine Leser nicht belehren, sondern - sehr modern - ihnen spannende Unterhaltung bieten. Von der Beliebtheit des Textes zeugen zahlreichen mittelalterliche Handschriften.
Einband etwas fleckig, leicht berieben; vorderer Vorsatz erneuert. Innen in der ersten Hälfte oben ein Wasserrand, sonst nur leicht gebräunt. Beides seltene Ausgaben.
Contemporary vellum. Some waterstaining. Scarce.
I: Nicht bei Goldsmith - Graesse nur Ausg. 1651. - II: Schweiger II,i,319. Nicht bei Ebert, Graesse.
→ Nº 3390
| → 17. Jahrhundert
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Velleius Paterculus, Caius : Historiæ Rom. Libri duo. Ex recensione Iani Grvteri: Cum Scholijs, Notis, varijs Lectionibus, & Animaduersionibus Doctorum.
Frankfurt: Nicolaus Hoffmann für Jona Rhodius, 1607. Sedecimo. 117 x 80 mm. [7], [1 weiße], 555 (recte 539), [3 weiße] Seiten, incl. Index) Lagensignaturen: ):(4, A-Z8, Aa-Ll8 (-fol. Ll8 weiß). Titel mit Holzschnittdruckermarke, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf zwei durchgezogenen Lederbünden, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene Kapitale.
„Première division du texte en chapitres“ (Graesse). „Neue Recognition des Textes mit manchen guten Verbesserungen. In den Anmerkungen behandelte er [Gruter] den Text kritisch und fügte hie und da einige politisch moralische Beobachtungen hinzu. Den Text theilte er zuerst in Capitel“ (Schweiger). Daneben enthält diese Ausgabe außerdem die Anmerkungen und Kommentare von Beatus Rhenanus, Joh. Albert Burer, Aldus II Manutius, Fulvius Ursinus, Justus Lipsius, und anderer. Gruter (1560-1627) war von 1602-22 Bibliothekar der berühmten Palatina. Er studierte zuerst in Cambridge, dann in Leiden und wurde Professor für Geschichte in Wittenberg, von wo er nach Rostock fliehen mußte, weil er das Concordien-Buch nicht unterschrieb. In der Heidelberger Zeit als Bibliothekar entstanden 50 Buchtitel, teils in mehreren Auflagen. Als Heidelberg erobert wurde, mußte er ins Exil aufs Land gehen. „He produced editions of at least seventeen Latin authors, ...“ (Sandys II,359). Neben den antiken Autoren veranstaltete er auch Ausgaben neulateinischer Dichter. Vgl. Kat. Bibliotheca Palatina I,440 sqq.; Sandys II,359-362 & Jöcher II,1218-20.
Einband mit kleinen Bezugfehlstellen am unteren Rücken und auf dem Hinterdeckel, stellenweise etwas fleckig. Innen papierbedingt vom Rand her gebräunt, vereinzelte Unterstreichungen v.a.H. Besitzeintrag von 1750 auf dem vorderen fliegenden Vorsatz.
Contemporary vellum, stained, minor defect to foot of spine; browned due to quality of paper. First issue of Gruter’s redaction and the first time, that the text is devided into chapters. With the commentaries of Beatus Rhenanus, Joh. Albert Burer, Aldus II Manutius, Fulvius Ursinus, Justus Lipsius, & al.
Schweiger II,ii,1126 - Paisey V138 - VD17 23:256559G - Graesse V,162.
→ Nº 4777
| → 17. Jahrhundert
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Bellus, Julius : Hermes politicvs, Sive De Peregrinatoria Prudentia libri tres.
Frankfurt/Main: Johann Theobald Schönwetter, 1608. Duodecimo. 130 x 80 mm. [22], [2 weiße], 233, [2], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: +12, A-K12 (-foll. K11,12 weiß). Der Titel in schönem Holzschnittrahmen, Holzschnittinitialen.
Moderner dunkelblauer Maroquinband mit goldgeprägtem Rückentitel.
Die Schrift ist dem Bischof von Würzburg gewidmet. Anhand der antiken griechischen und römischen Geschichtschreiber, Philosophen und Schriftsteller entwickelt der aus Capo d’Istria in Österreich stammende Verfasser seine ethischen und politischen Anschauungen.
Schmaler Braunfleck im oberen weißen Rand, unten teils etwas wasserandig.
First edition. Modern morocco. Waterstained in places.
Erste Ausgabe. Paisey B690 - VD17 39:129142B - Georgi I,121.
→ Nº 4368
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Aristoteles - Giphanius, Obertus (Hubrecht van Giffen) : Commentarij in decem libros ethicorvm Aristotelis ad Nicomachvm, post sat bene longam suppressionem, boni publici gratia, iam primum in lucem editi. Opvs, enarrationis svbtili perspicuitate, perspicuaque subtilitate, styli eleganti puritate, Historiarum allegatione, variarum magni momenti quæstionum [gr.:] parérgôs insertarum solida discussione quam commendatissimum: eoq; omnibus cum Philosophiæ, tum Iurisprudentiæ studiosis longe vtilissimum. Cvm indice rervm, verborvm et sententiarum locupletissimo.
Frankfurt: Lazarus Zetzner, 1608. Octavo. 173 x 105 mm. [14], [2 weiße], 840, [33] (Index), [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: )(8, A-Z8, Aa- Zz8, Aaa-Hhh8, Iii4. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Bünden aus weißem Leder, Vorderkanten umgeschlagen, Deckel mit Randrahmen aus zwei blindgeprägten Linien, handgestochene zweifarbene Kapitale, Blauschnitt, Reste von grünen Bindebändern aus Stoff.
Empfänger der Widmung sind Georgius-Fridericus, Philippus-Ludovicus und Johannes-Jacobus in Rappoltstein. Hubrecht van Giffen (1534-1604) aus Buren studierte zu Leuven und Paris und wurde 1567 in Orléans zum Doktor der Rechte promoviert. In Straßburg wurde er Professor für Moral und Philosophie, lehre zu Ingolstadt und Altorf und wurde schließlich kaiserlicher Rat. Vgl. Jöcher II,988-989 & ADB IX,182-185.
¶ Sehr umfangreicher Wortkommentar zur Nikomachischen Ethik, den Wörtern oder kurzen Phrasen des griechischen Textes folgen jeweils die ausführlichen Erläuterungen in Latein mit Verweisen auf die antike griechische und römische sowie die Renaissancephilosophie.
Einband leicht fleckig, innen minimal gebräunt, sonst gut. Schönes, dekoratives Exemplar. Selten.
Contemporary vellum. Good.
Paisey G627 - VD17 23:283997M.
→ Nº 21
| → 17. Jahrhundert
| → Ethik
| → Philosophie
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Stellartius, Prosper : De coronis et tonsvris paganorvm, Ivdæorvm, Christanorvm. Libri tres, Ad Lucem Historiæ Sacre & Profanæ.
Douai: Balthasar Beller, 1625. Octavo. 145 x 95 mm. [16], 262, [2 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: +8, A-Q8, R4. Mit drei ganzseitigen Kupfern auf den Seiten 92, 95 & 98; zwei Holzschnitten auf den Seiten 257 & 258, zwei gefalteten Tabellen nach Seite 232.
Handgefertigter brauner Kalbledereinband der Zeit mit etwas Blindprägung auf den Deckeln und dem Rücken, Rotschnitt.
Erste Ausgabe. Stellartius, ein niederländischer Augustiner-Mönch und Doktor der Theologie, war Prior des Convents zu Tournay, Visitator der niederländischen Klöster und erster Prior des Klosters zu Douai; er starb 1626, vgl. Jöcher IV,804. Beschreibt die antiken Tonsuren und entsprechenden Haartrachten, jene der barbarischen Völker, der Frauen, weitere Bräuche bei den Türken, Mexikanern sowie in Peru. Das zweite Buch behandelt die Entstehung des kirchlichen Brauches aus den israelitischen Sitten; das dritte widmet sich den klerikalen und monastischen Kronen und Tonsuren. Die Tafeln zeigen u.a. einen recht grimmig dreinschauenden Mexikaner, der sich tiefe Schnitte in Arme und Beine beibringt.
Einband leicht berieben, Gelenke berieben, Kapitale und Vorderdeckel mit kleinen restaurierten Fehlstellen. Innen papierbedingt leicht gebräunt, wenig fleckig. Die Kupfer in guten Abdrucken. Selten.
First edition. Contemporary calf, worn, hinges rubbed. Some browning due to quality of paper. The plates illustrate three striking, though rather grim persons, one of whom is a Mexican, dressed in cowhides, about to make deep incisions in his legs and arms. The author was an Augustine monk, later prior at the Tournay convent, visitator to the Low Countries, and finally the first prior of Douai, where he died 1626.
Lipperheide Na5.
→ Nº 4285
| → 17. Jahrhundert
| → Sittengeschichte
| → Tonsur
| → Frisur
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230,– €
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Europa 12 €, Welt 18 €
Ravisius Textor, Johannes : Officina, sive theatrum histor. et poeticum, ex Nat. Comite, Linocerio et Gyraldo, Cum gemino Indice, ad perfectionem illustratum, & nova hac editione A J. Jac. Grassero Civ. Romano cum augmento exornatum.
Basel: Ludwig König (Regis), 1626. Octavo. 172 x 109 mm. [96], 942, [72], [2 weiße] Seiten, incl. Index) Lagensignaturen: a-?8, a-z,A-Z,Aa-Rr8, Ss4. Mit Holzschnittdruckermarke, -initialen und -zierleisten.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, umgeschlagene Vorderkanten, grüne/gelbe handgestochene Kapitale, Schnitt rot gesprenkelt.
Erste, von Johann Jakob Grasser bearbeitete und erweiterte Ausgabe. Der Herausgeber war Archäologe, Professor in Nîmes und später Pfarrer in Basel.
¶ Der französische Philologe Johannes Ravisius (1480-1524) mit dem Beinamen Textor lehrte am Pariser Collège de Navarre die Humaniora. Sein vorliegendes enzyklopädisches Werk über den ganzen Bereich des Renaissance-Wissens diente vielen Gelehrten als Fundgrube, vgl. Thorndike VI,459. Es behandelt u.a. die antiken Götter, den menschlichen Körper, Recht und Gesellschaft, Musik, Dichtkunst, Magie, Astrologie, Gedächtniskunst, Bibliotheken, Liebe, Geographie, Tiere und Planzen, Philosophie.
Einband leicht fleckig. Innen meist papierbedingt gebräunt bzw. stockfleckig.
Contemporary vellum. Some browning and foxing.
VD17 1:069049L - Graesse VI,39 - vgl. Young 294 (Ausg. 1562).
→ Nº 3229
| → 17. Jahrhundert
| → Humanismus
| → Götter
| → Astrologie
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Europa 12 €, Welt 18 €
Guinisius, Vincentius : Allocvtiones gymnasticæ.
Antwerpen: Joh. Cnobbarus, 1633. Sedecimo. 109 x 54 mm. 353, [7] Seiten. - Lagensignaturen: A-Y8, Z4. Mit gestochenem Titel, signiert „C.A.F.“, und einer Holzschnittinitiale.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, die Deckel mit einer blindgeprägten Randlinie verziert, handgestochene grünblaue Kapitale.
Guinisius (1588-1653), ein Jesuit aus einer adeligen Familie zu Lucca, war in Rom Professor der Rhetorik, dann Sekretär des Ordensgenerals, vgl. Jöcher II,1273. Die ersten drei Kapitel des vorliegenden Werkes beschäftigen sich mit einem Vergleich Ciceros mit Vergil, andere mit Problemen der Rhetorik. Des weiteren sind Reden zu verschiedenen Anlässen wiedergegeben.
Einband leicht fleckig, innen minimal fleckig; Besitzerstempel auf vorderem fliegenden Vorsatz und fol. A7r..
Contemporary vellum.
BMC XI,274. Nicht bei De Backer/Sommervogel.
→ Nº 4528
| → 17. Jahrhundert
| → Rhetorik
| → Antike
| → Jesuiten
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Europa 7 €, Welt 12 €
Ryves, Thomas : Historia navalis antiqva, Libris quatuor.
London: Robert Barker & Joh. Billius Erben, 1633. Octavo. 171 x 105 mm. [8], 491, [1], [2 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A4, B-Z8, Aa-Ii8. Sowie drei mehrfach gefaltete Holzschnittafeln mit Schiffsansichten.
Auf den Deckeln marmoriertes Kalbleder um 1800 mit glattem, leicht gerundetem Rücken, darauf durch goldgeprägte Linien und Fileten abgeteilt fünf Felder, auf dem zweiten ein rotes Lederrückenschild mit der goldgeprägten Titelei, unten das Jahr. Die Deckel mit ornamental-fleuralen Randrahmen. Handgestochene naturfarbene Kapitale, Rotschnitt, Vorsätze aus Türkisch Marmor in dunkelblauem Grundton.
Erste Ausgabe. Ryves (Rivius), gestorben 1652, war Doktor der Rechte und Advokat des Königs Karl I., dem auch dies Werk gewidmet ist; vgl. Jöcher III,2338. - Die Tafeln zeigen eine Trireme, weitere griechische und römische Kriegsschiffe.
Einband an Gelenken und Ecken leicht berieben. Titelblatt mit kleinem Randausschnitt und altem Stempel; anfangs ein leichter Wasserrand, sonst nur leicht gebräunt, die Tafeln in guten Abdrucken.
Late 18th-century panelled calf, slightly worn. Some light waterstaining. First edition.
Graesse VI,199 - nicht bei Ebert, Brunet, DeBure.
→ Nº 3267
| → 17. Jahrhundert
| → Schiffbau
| → Antike
| → Schiffahrt
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Europa 12 €, Welt 18 €
Livius, Titus : Historiarvm ab vrbe condita. Tomus Secundus.
Leiden: Ex Officinâ Elzeviriana [i.e. Bonaventura & Abraham Elzevier], 1634. Duodecimo. 124 x 69 mm. 848, [15], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: a-z12, aa-nn12. Mit Holzschnittdruckermarke Rahir M10 auf dem Titel, Holzschnittinitialen und -zierstücken.
Handgefertigter Kalbspergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene blaugrüne Kapitale.
Umfaßt die Bücher XXI-XXXIII.
Innen teils minimal fleckig bzw. im äußersten Rand leicht gebräunt, sonst gut.
Vol. two only. Contemporary vellum.
Willems 405 - Rahir 392 - Copinger 2876 - Schweiger II,i,533.
→ Nº 3694
| → 17. Jahrhundert
| → Geschichtsforschung
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Europa 7 €, Welt 12 €
Scapula, Johannes (anonym) : Synopsis radicvm (vt vocant.) Lingvæ græcæ, (id est) Vocum Primigeniarum: Editio postrema. Denvo recognita & perutili accessione locupletata in gratiam studiosæ Iuuentutis.
Lyon: Sumpt. Viduæ Cl. Rigaud & Philippi Borde, 1634. Sedecimo. 113 x 55 mm. 476 (recte 478), [2 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-Z8, Aa-Gg8. Mit kleiner Holzschnittdruckermarke auf dem Titel, Holzschnittinitialen, typographischen Zierleisten.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene Kapitale in grüner Seide.
Mit einer Einführung, den griechischen Wurzeln sowie einem Verzeichnis der lateinischen Begriffe. Zu Scapula vgl. Jöcher IV,194. Auf dem vorderen fliegenden Vorsatz sowie der vorletzten weißen Seite ein handschriftlich angelegtes Verzeichnis hebräischer Vokabeln mit ihren lateinischen Entsprechungen.
Einband leicht berieben. Im unteren weißen Rand ein kleines, durchgängiges Wurmloch; für ein Schulbuch sehr gut erhalten.
Contemporary vellum.
Nicht bei Zaunmüller, Cordell Coll., Goldsmith, DeBure, Ebert, Graesse. - Bibl.Bibliogr.Aureliana 136,152 mit Ausg. von 1638.
→ Nº 3101
| → 17. Jahrhundert
| → Griechisch
| → Linguistik
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Europa 12 €, Welt 18 €
Rom : Historiæ Romanæ epitomæ Lucii Iulii Flori, C. Vell. Paterculi, Sex. Aur. Victoris, Sexti Rufi Festi, Messalæ Corvini, Eutropii, Paulli Diaconi, M. Aur. Cassiodori, Iornandis, & Iulii Exuperantii. Accessit Tractatus de mensuris et ponderibus.
Amsterdam: Joh. Janssonius, 1647. Sedecimo. 114 x 57 mm. 501, [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-Z8, Aa-Hh8, Ii3. Mit gestochenem Titel.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, handgeschriebener Rückentitel, handgestochene Kapitale, Schnitt rot gesprenkelt.
Textlich von Bedeutung wegen der enthaltenen weniger bekannten römischen Geschichtschreiber. Graesse zufolge ist der Herausgeber dieser neuen Edition Nicolaus Blancard.
Einband stellenweise leicht berieben; innen teils leicht gebräunt. Bibliothekschildchen auf vorderem Spiegel: "Ancienne Bibliothèque | du Château du Plessis-Brion" sowie ein Eintrag und ein Stempel auf vorderem fliegenden Vorsatz.
Contemporary vellum, slightly rubbed.
Graesse III,305 - vgl. Ebert 9841 (andere Ausg. 1625).
→ Nº 4776
| → 17. Jahrhundert
| → Geschichtsforschung
| → Antike
| → Rom
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Europa 12 €, Welt 18 €
Terentius, Publius : Pvb. Terentii Comoediæ sex, Ex recensione Heinsiana: Cum annotationibus Thomæ Farnabii. in Quatuor Priores: Et M.C.Is.F. in Duas Poster.
Amsterdam: Johann Blaeu, Sumptibus Societatis, 1651. Duodecimo. 138 x 77 mm. [8], 363, [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-P12, Q6. Mit gestochenem Titel, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter roter Pappeinband des 18. Jahrhunderts.
Schön gedruckte Ausgabe: der einspaltige Text der Stücke in Kursive, die zahlreichen Noten in etwas kleinerer Antiqua außen und unten herumgeführt. Es handelt sich um einen Nachdruck der Ausgabe London: typis Guil. Du-Gardii, 1651; die Annotationen zu den beiden letzten Stücken stammen von Meric Casaubon.
Einband bestoßen, Vordergelenk angeplatzt, Rücken und Vorderdeckel teils ausgeblichen. Innen teils leicht gebräunt, ein Blatt mit kleinem Loch im unteren weißen Rand, leichte Gebrauchspuren.
18th-century red boards, corners bumped. Slightly bowned, minor traces of use.
Graesse VII,59 - Schweiger II,ii,1065.
→ Nº 5309
| → 17. Jahrhundert
| → Theater
| → Antike
| → Drama
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Europa 12 €, Welt 18 €
Terentius, Publius : Comoediæ sex, Post optimas editiones emendatæ. Accedvnt, Ælii Donoti, Commentarius integer. Cum selectiss. Variorvm notis, tum castigatis, tum multò auctoribus, quam antehac. Indices, tertia fere parte locupletiores. Accurante Corn. Schrevelio.
Leiden: Franziskus Hackius, 1651. Octavo. 186 x 112 mm. [48], 825, [61] Seiten. - Lagensignaturen: *-***8, A-Iii8, Kkk2. Mit gestochenem Titel von Cornelius van Dalen nach Hort, Holzschnittinitialen und -zierstücken.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf vier durchgezogenen Pergamentbünden.
Schön gedruckte Ausgabe: der Text in größerer Kursive einspaltig und darunter die zahlreichen Noten zweispaltig, in etwas kleinerer Antiqua.
Einband an den Vorderkanten etwas beschädigt. Innen vom Rand her etwas gebräunt, gegen Ende im Falz fleckig; Gebrauchspuren.
Contemporary vellum. Traces of use.
Graesse VII,59 - Schweiger II,ii,1065.
→ Nº 3338
| → 17. Jahrhundert
| → Theater
| → Antike
| → Komödie
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Europa 12 €, Welt 18 €
Hendreich, Petrus : Massilia.
Straßburg: „Apud Josiam Stædelium“, 1658. Duodecimo. 96 x 50 mm. Gestochenes doppelblattgroßes Frontispiz, [12], 418, [17] (Index), [5 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: *2+6, A-R12, S4, T12 (foll. T11+12 weiß).
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf zwei durchgezogenen Pergamentbünden, späteres goldgeprägtes Rückenschildchen, handgestochene blau/weiße Kapitale.
Beschreibt die geographische Lage der Hafenstadt, ihre Verwaltung, Institutionen, Gesetze und die Wissenschaften, ihre militärische Bedeutung angefangen bei der Römerzeit, sowie die Geschichte. Mit einem Register der benutzten Autoren.
Einband teils leicht berieben. Auf 1659 datierter Namenseintrag auf typographischem Titel, papierbedingt durchgehend leicht gebräunt. Von großer Seltenheit.
Contemporary vellum. Slightly browned due to quality of paper. Scarce.
Paisey H825 - VD17 3:006144V - Dinse 211 (falsch 1657). Nicht bei Brunet, Graesse.
→ Nº 4485
| → 17. Jahrhundert
| → Marseille
| → Geographie
| → Miniaturbücher
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Europa 12 €, Welt 18 €
Cicero, Marcus Tullius : Rhetorici libri, Cum optimis exemplaris collati.
Amsterdam: Joh. Blaeu, 1659 [Serientitel 'Opera' datiert 1658]. Duodecimo. 130 x 71 mm. [16], 840 Seiten. - Lagensignaturen: *8, A-Mm12. Mit gestochenem Serientitel und gestochenem Portraitfrontispiz. Holzschnittsignet Rahir M. 26.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden über dünnen Holzdeckeln, grüne handgestochene Kapitale, Schnitt blau sprenkelt.
Enthält: Ad Herennium; De inventione; De Oratore; Brutus; Ad Trebatium; De partione oratoria dialogus. Dies der erste Band der zehnbändigen Ausgabe der ’Opera’, die offensichtlich separat erschienen, mit Serientitel, Vorwort sowie Inhalt der einzelnen Bände.
Einband etwas fleckig, Rücken mit Fehlstelle am hinteren Gelenk unten. Innen im äußersten weißen Rand leicht gebräunt, teils etwas stockfleckig, sonst recht gut.
Contemporary vellum. Some foxing.
Schweiger II,i,106 - Rahir 2139 nur mit den Epp.fam. aus der Reihe der Opera.
→ Nº 3337
| → 17. Jahrhundert
| → Rhetorik
| → Antike
| → Linguistik
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Europa 12 €, Welt 18 €
Godelevaeus, Wilhelm : In Titi Livii Patavini, historiarum ab urbe condita libros, qui Quidem exstant, omnes. Observationes, ex variis auctorum lucubrationibus collectæ.
Frankfurt, 1659. Octavo. 176 x 106 mm. 203 (recte 223), (1) weiße] Seiten. - Lagensignaturen: AA-OO8. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel, Holzschnittinitiale und -schlußstück.
Pappeinband um 1820.
Der deutsche Historiker Godelevaeus lebte im 16. Jh. und verfaßte neben den Annotationen zu Livius Werke zu Karl V. und Ferdinand, ferner übersetzte er A. Geuffraeus Beschreibung des Ottomanischen Reiches ins Deutsche.
Einband berieben; innen im unteren Rand leichter Wasserfleck, sonst nur wenig fleckig.
Early 19th-century boards. Waterstained.
VD17 23:243046K - vgl. Graesse IV,228 (andere Ausgg.). Nicht bei Paisey.
→ Nº 3333
| → 17. Jahrhundert
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Europa 12 €, Welt 18 €
Clenardus, Nicolaus : Grammatica græca. Ad quam adiectæ sunt fusiores & explicatiores, quàm antehac in Clenardo fuerant, Syntaxeos regulæ, cum exemplis locutionum singularum ex optimo quoque authore petitis. Accesserunt Dialectorum, quarum omninò desider abatur apud Clenardum, explicatio, Tabula concinnè ad breuitatem, simul & ad perspicuitatem comparatæ. Cum breui de Prosodia Græca Tractatu (...) Ad vsum Scholarum Parisiensis Academiæ.
Paris: Claudius Thiboust, 1660. Octavo. 175 x 113 mm. [2 weiße], [6], 264 Seiten. - Lagensignaturen: â4, A-Q8, R4. Mit einer mehrfach gefalteten Tafel nach Seite 20.
Handgefertigter flexibler Pergamenteinband der Zeit.
Nicolaus Clenardus (1495-1542) studierte die Theologie, u.a. bei Jacobus Latomus, und die Humaniora unter Adrianus Cornelius Barlandus. Nachdem er Priester geworden war, hatte er auch die Stelle eines Präsidenten des Houterlee Kollegs inne, die ihm genug Zeit ließ, sich mit den Sprachen zu beschäftigen; so veröffentlichte er Lehrbücher für die hebräische und griechische Sprache. Diese waren besonders an den Lateinschulen der reformierten Ländern sehr erfolgreich und wurden, wie dies Beispiel belegt, von Generationen von Griechisch-Studenten benutzt. Vgl. „Contemporaries of Erasmus“ I,312f & Sandys II,158f.
Einband leicht fleckig, etwas verzogen. Innen durchgehend schwach wasserrandig. - Selten, wie alle Schulbücher jener Zeit.
Contemporary limp vellum. Slight waterstains throughout. Greek grammar of the Dutch philologist, Cleynaerts, 1495-1542, who taught Greek and Hebrew at Louvain, „publishing an excellent Greek Grammar, which was widely used and frequently reprinted.“ (Sandys II,159).
Nicht bei Goldsmith.
→ Nº 3349
| → 17. Jahrhundert
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| → Grammatik
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Europa 12 €, Welt 18 €
Florus, Lucius Annaeus : [Opera] Cum integris Cl. Salmasii et Variorum Notis Quas omnes multis in locis auxit Rutg. Hermannides Accessit et L. Ampelius ex Bibliotheca Cl. Salmasii.
Nimwegen: Andreas ab Hoogenhuysen, 1662. Octavo. 186 x 112 mm. [24], 616, [132], [1 weiße], 33, [3 weiße] Seiten, incl. Register) Lagensignaturen: *8, **4, A-Ccc8. Mit gestochenem Titel.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, umgeschlagene Vorderkanten, grüne handgestochene Kapitale, Blauschnitt.
Lucius oder Publius Annaeus Florus aus Nordafrika lebte Anfang des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts. Er schrieb unter dem Kaiser Trajan einen Abriß aller Kriege in den 700 Jahren der römischen Geschichte bis zur Schließung des Janustempels im Jahre 29 v.d.Z. Griechischen Ursprungs ist seine Parallelisierung der Epochen staatlichen und menschlichen Lebens. - Präzis gedruckte Ausgabe mit einspaltigem Text, darunter zweispaltig die Noten. Hervorzuheben der äußerst ausführliche, zweispaltig gesetzte Index und die chronologische Tabelle, die diese Edition auch heute noch nützlich machen.
Einband leicht bestoßen, Vorsätze etwas stockfleckig, Titel mit Abschnitt im unteren weißen Rand. Sonst nur minimal fleckig und recht frisch.
Contemporary vellum. Good.
Ebert 7684 - Schweiger II,i,360.
→ Nº 3279
| → 17. Jahrhundert
| → Geschichtsforschung
| → Antike
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Europa 12 €, Welt 18 €
Erasmus, Janus : Opera posthuma. Eruditi ac jucundi argumenti. In Usum Illustrium Scholarum. Tomus I.
Harderovicum / Harderwijk: Officina Arnoldi Parck, 1663. Duodecimo. 130 x 73 mm. [16], 411, [2], [3 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: *8, A-R12, S4. Der schöne gestochen Titel unten mit der Ansicht von Harderwijk.
Handgefertigter Pergamentband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, handgestochene Kaptale.
Lateinisch-niederländische Parallelausgabe. Enthält geschichtliche Beiträge zur griechischen und römischen Antike, deren Herrscher und Heerführer, über die Belagerung von Maastricht, eine Indienreise; natur-, kulturwissenschaftliche und medizinische Aufsätze über chirurgische Instrumente, Würmer und Insekten, Musikinstrumente, Edelsteine, Tiernamen, Baumnamen, die Künste; sowie Sitten- und Gesellschaftsgeschichtliches, über Speisen und deren Zubereitung, Hungersnot, Getränke, Betten, Fische, Vögel, Hausbau.
Einband leicht fleckig, minimal verzogen. Innen wohlerhalten.
Contemporary vellum. Good.
Nicht bei Krivatsy.
→ Nº 317
| → 17. Jahrhundert
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Europa 12 €, Welt 18 €
Gale, Thomas (Herausgeber) : Rhetores selecti. Demetrius Phalereus, Tiberius Rhetor, Anonymus Sophista, Severus Alexandinus. Græcè & Latinè. Pleniorum indicem sequens pagina exhibet.
Oxford: „E Theatro Sheldoniano“, 1676. Octavo. 198 x 115 mm. [18], 262, [2 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: o3, *3, **3, A-Z4, Aa-Kk4. (Paginierung teils inkorrekt). Titel mit einer gestochenen Ansicht des Theatrum Sheldonianum.
Handgefertigter schlichter Pappeinband der Zeit, Schnitt rot gesprenkelt.
Erste Ausgabe dieser wichtigen Bearbeitung der Texte griechischer Rhetoren. Ein 1773 zu Leipzig erschienener Nachdruck der vorliegenden Ausgabe ist wesentlich fehlerhafter. Thomas Gale (1635?-1702) studierte in Cambridge, wo er später Griechisch unterrichtete und 1672 High Master of St Paul’s wurde; 1697 wurde er Dean of York, wo er auch verstarb. Vgl. Jöcher II,830f. & Sandys II,354f. „Der Herausgeber Thomas Gale verbesserte den Demetrius, und die übrigen Schriftsteller gab er aus Handschr. heraus u. übersetzte dieselben lateinisch“ (Hoffmann).
¶ Schöner Druck in griechischen Typen und lateinischer Antiqua auf jeweils gegenüberliegenden Seiten. Die hier verwandten griechischen Typen stammen aus den Niederlanden, von wo man sie 1671/72 erwarb, und gehören zu den besten Nachschnitten jener von Pariser Typenschneidern des 16. Jh. geschaffenen Schriften; vgl. Nicolas Barker: „Oxford University Press and the Spread of Learning“, S. 17. Das Theatrum Sheldonianum war ein Vorläufer der Oxford University Press, ab 1669 befanden sich die Druckpressen in diesem Gebäude, während sie zuvor im ’Old House of Congregation, by St. Mary’s Church’ gewesen waren.
Einband berieben und bestoßen. Titel und folgendes Blatt mit Bibliothekstempel. Teils leicht stockfleckig, wenige Blättter oben etwas eselsohrig. Sonst innen recht sauber und frisch. Recht selten.
First edition of this important work on Greek rhetoric. Contemporary boards, rubbed. Library stamp on title and following leaf, slightly foxed in places. Greek and Latin printed on corresponding pages.
Erste Ausgabe. Wing G157 - Hoffmann III,341 - Schweiger I,85 - Ebert 19022 - Graesse VI,103.
→ Nº 4564
| → 17. Jahrhundert
| → Rhetorik
| → Antike
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Europa 12 €, Welt 18 €
Tacitus, Publius Cornelius : Cum optimis exemplaribus collatus. Adiecti sunt capitulorum numeri.
Amsterdam: Daniel Elzevier, 1678. Sedecimo. 114 x 60 mm. 624, [23], [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-Z8, Aa-Rr8, Ss4. Mit gestochenem Titel, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit mit umgeschlagenen Vorderkanten, handgestochene naturfarbene Kapitale.
Neudruck der Ausgabe von 1665 (W1364) und letzte in diesem Format. Der Text beruht auf der Edition durch Justus Lipsius.
Einband etwas fleckig und berieben. Innen, von geringen Bräunungen abgesehen, sauber und frisch.
Contemporary vellum, good.
Willems 1555 - Rahir 1693 - Graesse VII,9 - Schweiger II,ii,1003.
→ Nº 4029
| → 17. Jahrhundert
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Europa 7 €, Welt 12 €
Livius, Titus : Historiarum quod extat. Ex recensione I:F. Gronovii.
Amsterdam: Daniel Elzevier, 1678. Duodecimo. 140 x 80 mm. [2], 788 Seiten (meist zweispaltig). - Lagensignaturen: [a]1, A-Z12, Aa-Ii12, Kk10. Mit gestochenem Titel.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit. Grün/naturfarbene handgestochene Kapitale.
„A masterpiece of printing“ (Dibdin). „Cette édition, qui renferme en un seul volume toute l’histoire de Tite-Live, est imprimée sur deux colonnes, avec des caractères d’une extrême finesse et d’une grande netteté“ (Willems). Dies ein Exemplar der definitiven Ausgabe mit „quod extat“ statt „libri quot extant“ und der Schildinschrift „S.P.Q.R.“. Herausgeber ist Johann Friedrich Gronovius (1611-1671), siehe Sandys II,319ff mit Abbildung..
Einband berieben, am oberen Kapital und den Gelenken beschädigt. Innen durchgehend ein meist leichter und kaum störender Wasserrand unten, in der Mitte etwas sporfleckig, sonst noch gut.
Contemporary vellum. Binding slightly rubbed, tears to upper end of spine and joints; some foxing, small waterstain in lower white margin. Double-column edition of the works of Livy, printed in a tiny but legible type. The definite issue.
Willems 1548 - Rahir 1681 - Dibdin II, 167 - Ebert 12104 - Schweiger II,i,534.
→ Nº 861
| → 17. Jahrhundert
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Anonym
: Sammelband mit drei Kompilationen aus gedruckten Werken des späten 17. Jahrhunderts, deutsche Handschrift in sauberer, regelmäßiger Kanzleischrift, einspaltig, zu 24 bis 28 Zeilen, schwarzbraune Tinte auf Papier mit Wasserzeichen G M und Ornament:
[Eberhard Rudolph Roth:] „Memorabilia Europæ, Oder Denckwürdige Sachen, welche Ein Reisender in den fürnembsten Städten Europæ heutiges Tags zu observieren, und in acht zu nemmen hat. M DC LXXXII“.
Beigebunden / bound with: „Kurze Verfassungen unterschidlicher Geschichten, und denckhwürdigsten Begebenheiten etlich deren Dingen, so von Anfang der welt sich zugetragen haben bis hier zu itzigen Zeiten“.
Beigebunden / bound with: [Anton Wilhelm Ertl:] „Relationes Curiosæ Bauaricæ: Oder Seltzame Denckwürdigkeiten deß Chur-Hertzogthumbs Bayrn.“
Deutschland, wohl Bayern, um/nach 1685. Octavo. 148 x 95 mm. I: [1], [1 weiße], 348, [12 weiße] Seiten. - II: [337], [27 weiße] Seiten. - III: [65], [9 weiße] Seiten.
Blindgeprägtes Schweinsleder der Zeit auf drei Doppelbünden und Holzdeckeln, zwei Schließen. Handgestochene naturfarbene Kapitale, Schnitt blau eingefärbt.
I: Auszug der „Memorabilia Europæ“ von Eberhard Rudolph Roth, bestehend aus einem alphabetischen Ortslexikon mit kurzen, prägnanten Beschreibungen deutscher und europäischer Städte. Das Werk gilt als der „Baedeker“ des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts.
¶ II: Eine Vorlage ließ sich nicht nachweisen. Einhält Biographien von Personen des Alten Testaments, Lebensbeschreibungen antiker, griechischer wie römischer Philosophen, Dichter und Herrscher; außerdem Viten mittelalterlicher Herrscher, darunter des Frankenkönigs Chlodwig, Herzogs Theodor von Bayern, einiger byzantinischer Kaiser, Friedrich Barbarossa und Friedrich II., schließend mit Herzog Heinrich von Mecklenburg im 13. Jahrhundert.
¶ III: Auszug aus Anton Wilhelm Ertls 1685 zu Augsburg erschienenem Werk; er endet mit „Relatio 21“, der Druck enthält 77 „Relationen“, cf. Lentner 3121 & Pfister I,471.
¶ Beispiel für die Rezeption barocker Werke durch den Leser bzw. Kopisten: Veränderungen der Orthographie, Anpassungen wie „lieben Frauen Münster“ (Ms., pag. 2) statt „Frauen Münster“ (Druck, fol. A1r), andererseits Fortlassen und Zusammenfassen von Text, so gerade in Teil III, als Beschränkung auf das Wesentliche. Quasi ein moderner Zug: Reduktion der Information auf jenes, das dem Leser als für ihn relevant erscheint. Empfand sich also bereits der barocke Mensch als von Daten und Nachrichten überflutet? Oder handelt es sich bei diesem Vorgehen um notwendige geistig-rationale Aneignung?
Einband leicht fleckig, minimal berieben. Die drei Titelblätter sowie zwei weitere mit hinterlegten Randausschnitten. Nur vereinzelt minimal stockfleckig. Insgesamt schönes, breitrandiges Exemplar in einem dekorativen Einband der Zeit.
Manuscript in German language. Contemporary German pigskin over wooden boards, three raised bands, two clasps. Fine.
Unikat. Ad I: cf. VD17 23:307848Z. - Ad III: cf. VD17 12:126063D.
→ Nº 2982
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Europa 17 €, Welt 30 €
Velleius Paterculus, Caius : Cum Notis Gerhardi Vossii. G.F. editio Nova quæ Notata et Addenda suis locis inserta Confusa ordini restituta Capita numeris distincta, Parallela ad scripta, Notabiliora diversis literis expressa refert.
Frankfurt: impensis Nicolai Försteri, 1687. Duodecimo. 134 x 85 mm. 406, [26] Seiten, incl. Index) Lagensignaturen: A-S12. Mit gestochenem Titel, Holzschnittinitialen und -zierstücken.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, handgestochene Kapitale, umgeschlagene Vorderkanten, Schnitt rot gesprenkelt.
Velleius Paterculus (um 20 v.d.Z. bis ca. 31 n.d.Z.) entstammte einer capuanischen Ritterfamilie und schlug seinen Vorfahren gleich die militärische Laufbahn ein. Um das Jahr 0 war er Militärtribun, im Gefolge Caesars erlebte er dessen Begegnung mit dem Partherkönig. Später wurde er praefectus equitum, legatus legionis, Quästor und Prätor. Sein Geschichtsabriß, in den letzten Monaten des Jahres 29 schnell niedergeschrieben, behandelt die Geschichte Roms beginnend mit der Zerstörung Trojas bis zum Konsulat des M. Vinicius, dem das Werk gewidmet ist. Anfangs mehr eine Skizze, wird die Beschreibung ab dem Jahre 49 v.d.Z. ausführlicher; Tiberius nimmt beinahe ein Viertel des Umfanges ein. Exkurse behandeln die römischen Kolonien, Provinzen, Kulturgeschichte wie Literaturgeschichte. - Die hier vorliegende Textbearbeitung durch Gerhard Vossius ist „von kritischem Werth“ (Ebert).
Vordergelenk geplatzt, Einband fleckig; innen teils etwas fleckig, leichte Gebrauchspuren, in den letzten Lagen ein kl. Wurmgang.
Contemporary vellum, worn. Brief compendium of Roman history by Velleius Paterculus, who lived during the first century A.D. and served under Tiberius in the German Campaingns. His ’History’ begins with the destruction of Troy and ends 30 A.D.
Graesse V,162 - Schweiger II,ii,1128 - VD17 3:013463G - cf. Ebert 23475 (and. Ausgg.). Nicht bei Paisey.
→ Nº 3896
| → 17. Jahrhundert
| → Rom
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Europa 12 €, Welt 18 €
Beger, Lorenz : De nummis Cretensium serpentiferis disquisitio antiquaria, Qua Cretensium ab Asia, Asiaticorumque à Serpentibus credita Origo adstruitur: Indeque & Numismatibus serpentiferis Antonii et Augusti, Aliorumque sua Lux affunditur.
Berlin/Cölln: „Coloniæ Marchicæ, Typis Ulrici Liebperti, Typogr. Regii. Anno M DCCII“, i.e. 1702. Folio. 299 x 195 mm. 35, [1 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: A-D4, E2. Mit gestochener Titelvignette, großer Vignette mit einen Drachen über dem Textbeginn, einer weiteren ornamentalen Vignette am Ende, sowie elf Kupfern im Text mit zahlreichen Münzabbildungen.
Handgefertigter schlichter Halbpergamenteinband der Zeit mit Rücken aus rötlichbraun eingefärbtem Pergament, goldgeprägte Fileten und Titelei darauf; die Deckel mit Marmorpapier bezogen.
Die Abbildungen zeigen zahlreiche auf Münzen dargestellte Schlangen. Lorenz Beger (1653-1705) aus Heidelberg, ein Numismatiker und Bibliothekar, studierte die Rechtswissenschaften und wurde 1675 von Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz zum Bibliothekar ernannt sowie mit der Betreuung der numismatischen Sammlung betraut. Diese Sammlung veröffentlichte er 1685 und ging danach als kurfürstlich-brandenburgischer Rat, Bibliothekar und Verwalter der Antikensammlung nach Berlin. 1693 übertrug man ihm die Aufsicht über die Berliner kurfürstliche Kunst- und Raritätenkammer.
Einband berieben, Kanten leicht bestoßen. Innen papierbedingt etwas gebräunt, einige Blätter stärker gebräunt, teils fleckig, kleiner Wurmgang mit Verlust von Buchstabenteilen. Sehr selten.
First edition. Contemporary vellum-backed boards. Scarce.
Erste Ausgabe. Georgi I,116. Nicht bei Ornamentstichslg. Berlin.
→ Nº 2305
| → 18. Jahrhundert
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Löscher, Valentin Ernst u.a. (Herausgeber) : Unschuldige Nachrichten von Alten und Neuen Theologischen Sachen, Büchern, Urkunden, Controversien, Veränderungen, Anmerckungen, Vorschlägen und dergleichen Zur geheligten Übung in gewissen Ordnungen verfertiget Von einigen Dienern des Göttlichen Wortes. A. 1705.
Leipzig: „bey den Großischen Erben, Druckts Christian Vogelsang“, [1705]. Octavo. 148 x 87 mm. 857 (recte 883), [21] Seiten, incl. vier Register über alle vierzehn Ordnungen).
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene Kapitale, Blauschnitt, goldgeprägtes mattrotes Rückentitelschild.
Enthält ausführliche Rezensionen zu sonst fast unauffindbaren theologischen, philosophischen, numismatischen, inschriftlichen, atheistischen etc. Werken der Zeit. Unter den besprochenen Autoren und Werken: Bayle, Jer. Felbinger, I. Leisentritt, G. Postell, Felgenhauer, Basnage, Crusius, Groteste, Löscher, Olearius, Prätorius, N. Sansonius, Scultetus, Dan. Seiffart, Wagenseil, Spinoza, Sattler, „H. Müllers Vorreden über den Liebes-Kuß“, die Württembergische neue Bibel.
¶ Der lutherische Theologe Löscher (1673-1749) legte durch ein Studium der Philologie und Geschichte zu Wittenberg und Jena das Fundament zu einer universalen Bildung, die sein theologisches Interesse erst langsam zum Vorschein kommen ließ. Er war Superintendent in Jüterbog und Delitzsch, 1707 Professor zu Wittenberg, zwei Jahre später Superintendent und Oberkonsistorialassessor in Dresden, ein wichtiger Vertreter der lutheranischen Orthodoxie. Löscher war der bedeutendste Gegner des aufkommenden Pietismus, wobei er Forderungen der ’praxis pietatis’ aufnahm, sich jedoch gegen die dogmatische Indifferenz wehrte. Nach 1723 wehrte er sich auch gegen den Deismus und trat der Philosophie Chr. Wolffs entgegen; ferner war er Verfasser von etwa 120 Kirchenliedern. Vgl. RGG3 IV,429 & Kosch: Literatur3 IX,1597. Löscher war Herausgeber dieser ersten theologischen Zeitschrift, die 1701 unter dem Titel „Altes und Neues aus dem Schatz Theologischer Wissenschaften“, von 1702 bis 1719 aber unter dem vorliegenden Titel, und bis 1761 unter zwei anderen Namen erschien. Weitere Herausgeber waren Michael Heinrich Reinhard, Johann Erhard Kapp und Johann Rudolph Kiessling.
Einband leicht fleckig, Titel rechts etwas knapp beschnitten, innen papierbedingt teils leicht gebräunt. Selten.
First edition. Contemporary vellum. Good.
Ebert 14623 - Graesse IV,643 - Holzmann/Bohatta III,6328.
→ Nº 4499
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Morhof, Daniel Georg & Johann Möller
: Polyhistor, in tres tomos, literarium, (...) philosophicum et practicum (...) divisus. Opus posthumum, ut multorum Votis satisfieret, Accurate revisum, emendatum, ex Autoris Annotationibus [gr.:] autogaphois, & Mss. aliis, supplementum passim atqve auctum, (...) à Johanne Möllero. (...) Accedunt Indices Necessarii.
[Band II:] Polyhistoris continuatio, Continens qvatuor posteriores Tom. Liter. Libros, à Viro in Acad. Lipsiensi Erudito revisos atqve auctos, nec non Tomum Philosophicum & Practicum, Opus Posthumum à Johanne Möllero, (...) Accuratè revisum, emendatum, suppletum passim atqve auctum (...). Accedunt Indices Necessarii.
Lübeck: Peter Boeckmann, 1708. Quarto. 212 x 170 mm. I: Gestochenes Frontispiz, [10], 768 Seiten, incl. Index) [und ein gefaltetes Blatt vor )(1]. - II: [8], 30, 406, 534, 130 Seiten, [Möller, Prolegomena:] 80 Seiten, [Indices:] 40, 168 Seiten. Titel von I in rot und schwarz.
Zwei handgefertigte Pergamenteinbände der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, handgestochene Kapitale, Blauschnitt, etwas spätere goldgeprägte Lederrückenschilder.
Zweite Ausgabe, von Johann Möller (Moller, 1661-1725) bearbeitet und mit einer Biographie Morhofs (1639-1691) versehen, beschreibt etwa 7500 Werke. Eines der wichtigsten Werke für die Literatur der Renaissance und des Barock. Die erste Ausgabe umfaßte nur die ersten drei Bücher (hier Band I), alle weiteren wurden nach Morhofs Tod ediert; die vorliegende Ausgabe bietet die umfangreichen Ergänzungen u.s.w. Möllers; erst die dritte und vierte Ausgabe, bei der weitere Bearbeiter hinzukamen, sind nach Besterman wieder textidentisch.
¶ „... a work partaking somewhat of the nature of a modern Konversations-Lexikon, but still representing the type of collection of miscellaneous material familiar since ancient times“ (Faber du Faur). „Morhof’s Polyhistor ... is an invaluable sign-post to the bibliographical history of the time“ (Besterman). „... contains information important in the history of cryptography“ (Galland p. 129). Teil II, Kapitel V beschäftigt sich mit der Lull’schen Kunst. Vgl. den langen Artikel bei Jöcher III,671-5.
¶ „Besonderer Wert wird auf den innigen Zusammenhang aller Wissenschaften gelegt. Schon der Aufbau des Werkes und sein philologischer Ausgangspunkt, das Wesen der Sprache, zeigen, wie Morhofs Gedanken noch im Humanismus wurzeln. Er verbindet damit die Vorstellungen von der lingua adamica und kann, da er auf die sprachschöpferischen Fähigkeiten des Menschen hinweist, auch als Vorläufer Herders angesehen werden. Er bemüht sich um chronologische und sachliche Ordnungen. Hier erhebt sich zum erstenmal die Kritik an der Literatur. Deshalb ist Morhof der Vater der deutschen Literaturgeschichte geworden“ (Newald S. 408).
¶ Daniel Georg Morhof studierte in Rostock Recht, Poesie und Rhetorik, unternahm Studienreisen nach England und Holland, und wurde Nachfolger A. Tschernings als Poesie-Professor zu Rostock. Ab 1650 war er Professor für Eloquenz und Poesie an der neugegründeten Universität zu Kiel und dort insgesamt viermal Rektor, im Nebenamt ab 1680 Bibliothekar der Universitätsbibliothek.
Einbandrücken etwas verzogen, stellenweise etwas berieben bzw. fleckig; Rücken von II unten mit hinterlegter Fehlstelle. Meist etwas gebräunt, einige Lagen papierbedingt stockfleckig.
Second edition. Contemporary vellum, rubbed, slightly stained, lower end of spine of vol. II repaired; partly browned, some quires foxed due to quality of paper.
Bestermann I,813 - Petzhold 29 - Faber du Faur S. 388 mit and. Ausgg. - Galland 129. Cf. Clodius: Bibl. lusor. 108.
→ Nº 4712
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Europa 22 €, Welt 48 €
Pithou, Pierre (Editor) : Pervigilium Veneris, ex editione Petri Pithoei, Cum ejus Justi Lipsii Notis; Itémque ex alio Codice Antiquo, Cum Notis Cl. Salmasii et Pet. Scriverii. Accessit ad hæc Andr. Rivini commentarius. Ausonii Cupido cruci adfixus, Cum Notis Mariang. Accursii, El. Vineti, Pet. Scriverii et Anonymi. Accessere ad Calcem Jos. Scaligeri et Casp. Barthii animadversiones.
Den Haag: Henricus Scheurleer, 1712. Octavo. 196 x 118 mm. XVI, 208, [15], [1 weiße] Seiten, incl. Indices. Titel, Incipit und Ende der Dedikation in rot und schwarz gedruckt; Holzschnittdruckermarke auf Titel, Holzschnittinitialen und -zierstücke.
Handgefertigter hellbrauner Kalbledereinband der Zeit mit glattem Rücken, Titelrückenschild und Filetenvergoldung. Stehkantenvergoldung, rot/weiße handgestochene Kapitale.
Dies Gedicht zum Lobe des Frühlingserwachens durchzieht als Motto Walter Paters „Marius“: „Cras amet, qui numquam amavit; quique amavit, cras amet“. Es handelt sich um ein kurzes Gedicht in lateinischer Sprache, bisweilen Catull zugeschrieben, das, wohl im Frühling vor einem dreinächtlichen Fest der Venus geschrieben, in schöner, poetischer Sprache das jährliche Wiedererwecken von Fauna und Flora durch die Göttin beschreibt.
¶ Die vorliegende, von Pierre Pithou (1539-96, vgl. Sandys II,192) herausgegebene Ausgabe enthält die Noten von Lipsius, Claude Saumaise und Pierre Schrijver zusammen mit dem Kommentar von Andreas Rivinus.
¶ Provenienz: Gestochenes Wappenexlibris von Sir John E. Swinburne, Bart., (1762-1861) dem Großvater des Dichters, ein Freund Mirabeaus und Wilkes’, Besitzer einer feinen Bibliothek mit reichem Bestand an französischer Literatur des 18. Jh.
Einband etwas fleckig, Ecken leicht bestoßen, Vordergelenk angeplatzt; Innen recht gut.
Contemporary calf, spine gilt. From the library of Sir John E. Swinburne, Bart. (1762-1861).
Ebert 16317 - Graesse V,216 - Schreiber 719 - Gay/L. III,692-3 - Schweiger II,ii,719 - Hayn/Gotendorf VI,148.
→ Nº 3409
| → 18. Jahrhundert
| → Pervigilium Veneris
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Europa 12 €, Welt 18 €
Löscher, Valentin Ernst u.a. (Herausgeber) : Unschuldige Nachrichten Von Alten und Neuen Theologischen Sachen, Büchern, Uhrkunden, Controversien, Veränderungen, Anmerckungen, Vorschlägen, u. d. g. Zur geheligten Übung in gewissen Ordnungen verfertiget Von einigen Dienern des Göttlichen Wortes. Auff das Jahr 1716.
Leipzig: „Verlegts Johann Friedrich Braun. Druckts Jacob Harpeter“, [1716]. Octavo. 163 x 94 mm. Gestochenes Frontispiz, [6], 1303 (recte 1309, fehlen jedoch Seiten 379-382), [1] Seiten, incl. vier Register über alle sechs Ordnungen. - [4] Seiten. Verlagsanzeigen nach Seite. 754. Titel in rot und schwarz, die Ordnungen zwei bis sechs u.a. mit gestochenen Brustbildern von Theologen als Frontispiz.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit auf drei durchgezogenen Pergamentbünden, umgeschlagene Vorderkanten, handgestochene Kapitale, Blauschnitt, goldgeprägtes mattrotes Rückentitelschild.
Enthält ausführliche Rezensionen zu sonst fast unauffindbaren theologischen, philosophischen, numismatischen, inschriftlichen, atheistischen etc. Werken der Zeit. Unter den besprochenen Autoren und Werken: Nicolaus Blumius, P. Canisius, M. Flacius, Joh. Peffinger, V. Rhegius, Dan. Tossan, A. Wesenfeld, D. Greiser, M.J.L. Becker, Joh. Biermann, Th. Bradbury, Joh.Fr. Buddeus, J.P. Dedekind, A. Driessen, Th. Hearne, E. Jablonsky, J.S. Reinbeck, Spener. Die insgesamt sechs gestochenen Tafeln zeigen Brustbilder von Michael Helding, Adam Andr. Cnollaeius, Fridericus Staphilus, den Berg Tabor, den Berg Carmel, sowie Allegorisches.
¶ Der lutherisch orthodoxe Theologe Löscher (1673-1749) war von universaler Bildung, Gegner des aufkommenden Pietismus, ab 1723 auch Gegner des Deismus und später Christian Wolffs. Er war Herausgeber dieser ersten theologischen Zeitschrift, die 1701 unter dem Titel „Altes und Neues aus dem Schatz Theologischer Wissenschaften“, von 1702 bis 1719 aber unter dem vorliegenden Titel, und bis 1761 unter zwei anderen Namen erschien. Weitere Herausgeber waren Michael Heinrich Reinhard, Johann Erhard Kapp und Johann Rudolph Kiessling.
Einband leicht fleckig, Vordereckel fleckig und mit Bezugsfehlstelle unten, innen papierbedingt teils minimal gebräunt, fehlen die Bll. Bb4-5. Selten.
First edition. Contemporary vellum. Good. Lacks pp. 379-382.
Ebert 14623 - Graesse IV,643 - Holzmann/Bohatta III,6328.
→ Nº 4503
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Europa 12 €, Welt 18 €
Ovid - Bachet, Gaspar : Commentaires sur les epistres d'Ovide (...) Nouvelle edition. Avec plusieurs autres Ouvrages de même Auteur, dont quelques uns paroissent pour la premiere fois. Tome premier. [Tome second].
Den Haag: Henri du Sauzet, 1716. Octavo. 195 x 113 mm. I: Frontispiz, [2], xxxj, [1 weiße], 76, 457, [3] Seiten. - II: Frontispiz, [2], 467, [2], [1 weiße], [30], [2 weiße] (2 Indices) Seiten. Mit einem wiederholten detailreichen, gestochenen Frontispiz von F. Bleyswyck (Thieme/B. IV,116), einer gestochenen Druckermarke mit Druckerei auf den Titeln, die in rot und schwarz gedruckt sind. Zahlreiche Holzschnittzierleisten und -initialen.
Kalblederbände mit reicher Rückenvergoldung. Schnitte blau gemustert, Vorsätze aus Marmorpapier.
Claudius Caspar Bachet, Herr von Meziriac, Bresse u.s.w. „war im Griechischen, in der Algebra und andern angenehmen Studiis, sonderlich aber in der Mythologie, wohl erfahren (...) Er war mit seinen Einkünfften stets zufrieden, flohe alle öffentliche Bedienungen und heyrathete ohne Eigennutz.“ (Jöcher I,689). Er war eine Zeitlang Jesuit und wurde in die Académie francaise aufgenommen. In dieser letzten und vollständigsten Auflage seines äußerst ausführlichen Kommentars zu den Briefen Ovids finden sich auch einige zuvor noch nicht gedruckte Schriften des Verfassers, sowie eine Biographie durch de Sallengre (I, Ss. i-xxxj). Unter den weiteren enthaltenen Schriften: „Remarques sur l’origine du mot Lvgdvnvm, et sur Un passage de Pline L. 33. C. 3.“ - „Virginis Deiparae ad Christum filium. Epistola nec non, & alia quaedam Poemata“ - und italienische „Rime“.
¶ Der Kommentar zu Ovids Briefen gibt jeweils erst den Ovidschen Text in französischer Übersetzung, es folgen ergiebige Annotationen mit zahllosen Details zur antiken Geschichte, Literatur und Kulturgeschichte nebst einigen längeren Diskursen, z.B. über Odysseus, teils mit griechischen Zitaten. „Ouvrage estimé beaucoup pour le savant commentaire ...“ (Brunet).
Einbände teils stärker berieben und mit kleinen Bezugfehlstellen. Titelschilder fehlen. Innen sauber und frisch. Selten.
Two vols. Contemporary calf, spine richly gilt. Bindings rubbed, inner condition fine.
Graesse V,87 - Brunet IV,291 - Schweiger II,ii,693.
→ Nº 3762
| → 18. Jahrhundert
| → Briefe
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| → Philologie
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Gühling, Johann Friedrich - Guehling, Georg Friedrich : De Barba Deorum Ex Priscarum Graeciae Et Latii Maxime Religionum Monimentis (...).
Wittenberg: Gerdes' Wittwe, 1725. Quarto. 194 x 156 mm. 16 Seiten. Mit Holzschnittinitiale und -zierleiste.
Geheft.
Johann Friedrich Gühling (1702-1772) und Georg Friedrich Guehling (1706-1763) aus Chemnitz behandeln die folgenden griechischen Götter: Zeus, Neptun, Saturn, Pluto, Ianus, Genii, Aeskulap, Bacchus, Apoll, Merkur, Venus u.a.
Gebräunt.
First edition, unbound, deals with Greek gods and their beards.
Erste Ausgabe.
→ Nº 1663
| → 18. Jahrhundert
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Tacitus, Publius Cornelius : Opera Quæ extant omnia, Ad fidem optimorum Codicum Manuscriptorum accuratissimè castigata.
Amsterdam: Janssonius-Waesbergius, 1734. Sedecimo. 121 x 61 mm. [40], 616, [23], [1 weiße] Seiten, incl. Index. Mit einem allegorischen gestochenen Frontispiz von Jan Schenk, vgl. Thieme/B. XXX,28.
Handgefertigter, weinroter geglätteter Maroquinleder-Einband der Zeit auf fünf echten, erhabenen Bünden. Auf den Rückenfeldern Vergoldung aus kleinen Rahmen, bestehend aus einer gepunkteten sowie einer durchgezogenen Linie, von deren Ecken nach innen ausgehend jeweils stilisierte Ornamente, mittig ein Sonnenblumenstempel, in den Zwischenräumen verteilt je insgesamt sechs goldgeprägte Punkte. Titelei auf grünem Lederrückenschildchen auf zweitem Feld. Die Deckel mit Randrahmen aus drei goldgeprägten Linien, auf den Schnittpunkten kleine Kreise; Stehkantenvergoldung aus einer Linie, zierliche Innenkantenvergoldung, Vorsätze aus Marmorpapier. Handgestochene rot/weiße Kapitale, Goldschnitt. Dunkelgrünes Seidenlesebändchen.
Präziser Antiqua-Satz im Stil der Elzevier-Ausgaben, der Indexteil ist zweispaltig gesetzt.
Exlibris auf vorderem Spiegel oben: „C.F. Noel du Paycat“. Der Einband, von minimalen Bereibungen der oberen Ecken abgesehen, von frischer Erhaltung. Innen bisweilen minimal stockfleckig. Insgesamt im bestmöglichen Zustand, ein sehr schönes Exemplar des zierlichen Druckes.
Contemporary red morocco gilt, five raised bands, triple gilt borders on covers, inside gilt dentelles and marbled endpapers, all edges gilt. A fine copy in an attractive binding.
Schweiger II,ii,1004 - Graesse VII,10. Cf. Clodius: Bibl. lusor. 139.
→ Nº 4231
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Juvenal & Persius Flaccus : Satyræ. Notis novissimis ac perpetuâ interpretatione Illustravit Josephus Juvencius Societatis Jesu. Cum Appendice de Diis & Heroïbus Poëticis ad Poëtarum intelligentiam necessaria. Nova Editio Prioribus longè auctior & emendatior.
Paris: J. Barbou, 1739. Duodecimo. 165 x 92 mm. 502, [2], 23, [1] Seiten. Mit Holzschnittvignette auf Titel Holzschnittzierleisten und -initialen.
Handgefertigter gesprenkelter Kalbledereinband der Zeit auf fünf echten erhabenen Bünden mit Panelled-Calf-Rückenvergoldung und Titelschildchen auf zweitem Feld. Handgestochene Kapitale, Schnitt rot gesprenkelt, Vorsätze aus Marmorpapier.
„Dans cette éd. les passages obscènes ont été omis“ (Graesse). - Interessant gedruckte Ausgabe mit dem einspaltig in Antiqua gesetzten Text über dem fortlaufenden, interpretierenden Kommentar von Juvencius in Kursiv, darunter zweispaltig die Erklärungen der einzelnen Begriffe, wie in den Variorum-Ausgaben üblich. Der zweite, getrennt paginierte Teil enthält „De Diis et Heroibus“ mit Register auf der letzten Seite.
Einband leicht berieben, an den Ecken bestoßen, oberes Kapital mit minimaler Fehlstelle. Innen teils leicht gebräunt.
Contemporary calf, five raised bands, spine gilt in compartments.
Graesse III,520 - Schweiger II,i,512. Cf. Clodius: Bibl. lusor. 90.
→ Nº 3750
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Staveren, Augustinus van (Herausgeber) : Auctores mythographi latini. Cajus Julius Hyginus, Fab. Planciad. Fulgentius, Lactantius Placidus, Albricus Philosophus cum integris commentariis Jacobi Micylli, Joannis Schefferi, et Thomae Munckeri, quibus adcedunt Thomae Wopkensii emendationes ad conjecturae. Curante Augustino van Staveren, Qui & suas animadversiones adjecit.
Leiden & Amsterdam: Samuel Luchtmans, J. Wetstein & G. Smith, 1742. Quarto. 255 x 198 mm. [68], 962, [24], [2 weiße] Seiten. Gestochenes allegorisches Frontispiz von François van Bleyswyck (vgl. Thieme/B. II,116), Titel in rot und schwarz mit gestochener Vignette, sowie 43 Kupfer (ca. 76 x 83 mm) auf den Seiten 498-573 zu 'Hygini Poeticon astronomicon'.
Handgefertigter Kalbledereinband der Zeit auf fünf echten, erhabenen Bünden mit Panelled-calf-Rückenvergoldung und der Titelei auf zweitem Feld. Auf den Deckeln ein goldgeprägtes Wappen; handgestochene naturfarbene Kapitale, Schnitt gesprenkelt.
Erste Ausgabe dieser Bearbeitung. „Wiederholung der vorigen Munkerschen Ausgabe, aber mit vielen neuen Ausstattungen. Zum Hyginus sind mehrere Handschriften benutzt. Die Anmerkungen einiger früherer Ausgaben sind aufgenommen. Staveren’s Noten erläutern vornehmlich die Mythologie“ (Schweiger). Mit einem Gesamtindex sowie einem gesonderten zu Hyginus. Eine der am reichsten annotierten Ausgaben, von großem philologischem Wert; der Text des astronomischen Werkes des Hygin ist hier aus einigen Handschriften verbessert worden. Albricus, der um das Jahr 1217 lebte, schrieb ein mythologisches Werk „De origine & imaginibus deorum“, das vor unserer Ausgabe nicht häufig gedruckt worden ist.
Gelenke leicht berieben, Ecken etwas bestoßen, Kapitale mit kleinen Bezugfehlstellen. Innen im Rand etwas gebräunt, die letzten Seiten mit schwachem Wasserand im unteren weißen Rand, wenige Bleistiftmarginalien einer Hand des 19. Jh. Die Kupfer in guten Abdrucken.
Contemporary panelled calf, gilt, five raised bands, hinges rubbed, slightly browned, small waterstain, some marginal annotations.
Ebert 1344 - Graesse I,250 - Hamberger I,562 & IV,356 - Schweiger II,ii,1309.
→ Nº 4009
| → 18. Jahrhundert
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Europa 22 €, Welt 48 €
Ovid : Metamorphoseon libri XV. Expurgati, et explanati, cum appendice de diis, et heroibus poeticis. Auctore Josepho Juvencio e Societate Jesu.
Venedig: „Recusi Tyrnaviæ, Typis Academicis Societatis Jesu“, 1746. Octavo. 178 x 105 mm. 708, [26], [2 weiße] Seiten. Titel in rot und schwarz, Holzschnittinitialen.
Handgefertigter Pappeinband der Zeit, Schnitt rot gesprenkelt.
Die erläuternden Anhänge ab S. 661. Wegen der umfangreichen Annotationen, jeweils zweispaltig unter dem einspaltig darüber gesetzten Ovid-Text, brauchbare Ausgabe. Sauberer Antiqua-Druck.
Einband berieben und bestoßen, Gelenke teils angeplatzt. Innen teils fleckig, anfangs ein Braunfleck im unteren Rand, die erste Lage verheftet.
Contemporary boards, rubbed, some stains, first quire misbound.
Vgl. Schweiger II,ii,651 (Ausg. Paris 1725).
→ Nº 4565
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Europa 12 €, Welt 18 €
Sallust - Abbt, Thomas (Übersetzer) : Von der Zusammenrottung des Catilina.
Stadthagen: „Gedruckt auf Landesherrliche Kosten, zum Vortheile der Erben des Wohlseel. Herrn Uebersetzers“, 1767. Octavo. 163 x 105 mm. Gestochenes Portraitfrontispiz, 151, [1 weiße] Seiten. sowie gestochene Tafel mit dem Epitaph des Übersetzers; Titel in rot und schwarz.
Original-Broschur aus festem mattblauem Bütten, unbeschnitten.
Abbt (1738-1766) war gräflich Schaumburg-Lippischer Hof-Regierungs- und Consistorial-Rath sowie Patronus Scholarum in Bückeburg. In den Jahren 1761 bis 62 wirkte er in Berlin und hatte dort Verbindung zu Nicolai, Ramler, Gleim und Mendelssohn, der ihm seinen „Phädon“ widmete.
¶ Geprägt ist die Ideenwelt Abbts u.a. von dem schweizer Arzt und Popularphilosophen Johann Georg Zimmermann (1728–1795), dessen 1758 erschienene Schrift „Von dem Nationalstolze“ eine vergleichbare Position wie Abbts „Vom Tode fürs Vaterland“ (1760) vertritt. In Halle lernte er die Staatsphilosophie Christian Freiherr von Wolffs kennen. Im Mittelpunkt von Abbts politischem Denken steht das Verhältnis von Bürger und Staat in einer aufgeklärten Monarchie, das von politischer Tugend geprägt ist. Johann Gottfried Herder (1744–1803), sein Nachfolger in Bückeburg, wurde von Abbts ’pragmatischem Gebrauch der Historie’ beeinflußt. Vgl. Kosch: Literatur3 I,1. Das gestochene Frontispiz von Franz Nikolaus Rolffsen (1719-1802; vgl. Thieme/B. XXVIII,534) aus Hamburg nach G.F. Hänsch zeigt den Übersetzer wenige Monate vor seinem Tode.
¶ Die Übertragung fand so großen Anklang, daß sie gleichen Jahres in Frankfurt sowie 1770 in Lemgo nachgedruckt wurde.
Titel mit kleinem Eckabriß unten, sonst nur wenig fleckig, bisweilen die äußersten Ränder leicht angestaubt. Selten.
First edition. Original boards. Good.
Erste Ausgabe. Schweiger II,ii,894 - Goedeke3 IV,i,496,5 - Hirschberg/Goedeke 15.
→ Nº 4568
| → 18. Jahrhundert
| → Antike
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Europa 7 €, Welt 12 €
Le Roi, Christian : Principes généraux tirés des éléments de la langue grecque, ou précis de la grammaire simple, Accompagné du Recueil complet ou nouveau choix des Fables d'Esope en trois parties, avec des remarques à chaque Fable où les mots sonst expliqué suivant la même méthode que dans les Eléments.
Paris: Barbou, 1773. Octavo. 172 x 107 mm. [2], 276 Seiten.
Handgefertigter gesprenkelter Kalbledereinband der Zeit auf fünf echten erhabenen Bünden, fleurale Rückenvergoldung, goldgeprägter Titel auf zweitem Feld; Schnitt rot gesprenkelt, Vorsätze aus Marmorpapier.
Die Fabeln mit lateinischer Interlinearversion und ausführlichen Worterklärungen. Der Verfasser war Professor für Rhetorik zu Paris. Mit Signatur des Verfassers auf S. 12 unten.
Einband etwas bestoßen, Vordergelenk oben angeplatzt, Kapitale leicht beschädigt. Innen nur wenig fleckig. Schöner Druck.
Contemporary calf, gilt, five raised bands.
Barbou-Druck.
→ Nº 3452
| → 18. Jahrhundert
| → Griechisch
| → Linguistik
| → Grammatik
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Europa 12 €, Welt 18 €
Cicero, Marcus Tullius - Heinze, Johann Michael (Übersetzer) : Marci Tullii Ciceronis XIV auserlesene Reden nebst einer Ausgabe Livanischer Reden und einem Anhange dreyer Briefe herausgegeben von Joh. Michael Heinze.
Lemgo: Meyersche Buchhandlung, 1787. Octavo. 180 x 109 mm. [16], 608, [12] Seiten, incl. Register.
Handgefertigter schlichter Pappeinband der Zeit.
Alle Reden mit historischer Einleitung versehen, die angefügten drei Briefe behandeln die Methodik des Übersetzers, die lateinischen Perioden in deutsche zu übertragen; das Problem, ob es eine deutsche Beredsamkeit gebe; verteidigen die in der Übersetzung verwandten Germanismen; und verteidigen seine frühere Übersetzung von Ciceros Oratorischen Schriften gegen ihre Kritiker.
Einband stark berieben und bestoßen. Vorderer fliegender Vorsatz sauber entfernt, auf hinterem recto ein Verzeichnis der übersetzten Reden angelegt. Titel etwas fleckig, sonst nur wenig fleckig, vorn teils etwas knapp beschnitten, die letzten elf Blatt mit einem kleinen Wurmgang. Selten.
Contemporary boards, rubbed.
Nicht bei Schweiger, Ebert, Graesse. Nur ein Ex. im KVK.
→ Nº 4208
| → 18. Jahrhundert
| → Rhetorik
| → Antike
| → Philologie
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Europa 12 €, Welt 18 €
Apicius, Marcus Gavius : De opsoniis et condimentis sive arte coquinaria libri X cum lectionibus variis atque indice edidit Joannes Michael Bernhold.
[Kolophon S. 81:] „Marcobraitae, Excudebat Joan. Val. Knenlein. M.D.CC.LXXXVII.“ I.e. Marktbreit in Unterfranken. Octavo. 166 x 101 mm. XIV, 230 Seiten.
Handgefertigte Broschur der Zeit mit Umschlag aus roséfarbenem Goldfirnißpapier.
M. Gavius Apicius war ein berühmter Schlemmer zur Zeit des Tiberius, dessen Name für dies Kochbuch des 3. oder 4. nachchristlichen Jahrhundert entlehnt wurde. Es bietet Rezepte sowohl für den einfachen wie den raffinierten Geschmack. Geordnet nach Nahrungsmittelarten und Gerichten mögen sich Stilbrüche aus der Art der Kompilation ergeben. Insgesamt wird in diesem ältesten Kochbuch der Welt ein Spektrum der griechisch-römischen Kochkunst geboten, deren Wirksamkeit sich bis in die spätere mittelmeerische Cuisine einschließlich der italienischen und französischen nachweisen läßt. - Auch philologisch wertvolle Ausgabe: dem Text folgen ein Register der Kapitel, die Textvarianten, mehrere Wortregister mit den Varianten der Handschriften und früheren Drucke, sowie ein ausführlicher Index (Ss. 157-228).
Rücken oben und unten mit kleinen Fehlstellen, Ecken teils etwas eselsohrig, kleiner Besitzstempel auf Titel oben und auf Unterschnitt, sonst frisch. Schönes Exemplar. Selten.
Contemporary wrappers. Scarce.
Ebert 793 - Graesse I,160 - Vicaire 33 - Schweiger II,i,8. Nicht in Katt. Hartung: Alicke und Sotheby’s: Schraemli.
→ Nº 3988
| → 18. Jahrhundert
| → Gastrosophie
| → Antike
| → Kochbücher
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Europa 12 €, Welt 18 €
Münnich, Johann Jacob Wilhelm : Versuch über die Gränzen der Aufklärung unter den Römern.
Leipzig: Siegfried Lebrecht Crusius, 1789. Octavo. 203 x 120 mm. XIV, [2], 431, [1 weiße] Seiten.
Handgefertigter marmorierter Kalbledereinband der Zeit auf fünf echten, erhabenen Bünden mit reicher fleuraler Vergoldung auf den Feldern des Rückens, einem roten goldgeprägten Titelschild auf zweitem Feld, die Deckel mit breiten ornamentalen Randrahmen versehen, handgestochene zweifarbige Kapitale, an den Rändern und Ecken gepunzter Goldschnitt, Vorsätze aus hellblau schattiertem Papier.
Das Werk ist dem preußischen Etat-Minister Johann Christoph von Wölner gewidmet. Enthält: Über das Zeitalter der höchsten Aufklärung in Rom; Über die wesentlichen Kennzeichen der vollkommenen Aufklärung bei einem Volke; Über den Zustand der Künste in Rom; Über den Zustand der Religion unter den Römern; Über die Sitten der Römer; Über die römische Erziehung; Von den Lustbarkeiten und Zeitvertreiben der Römer; Über die Gesetzgebung und Gesetze der Römer; Über die Polizei der Römer. Münnich (1755-1836) war Pastor in Hadmersleben und Schriftsteller.
Einband an den Kanten leicht berieben, Bezug des Vorderdeckels etwas rissig; gelöschter Stempel auf Titel. Innen von wenigen Fleckchen abgesehen frisch. Schönes, dekoratives Exemplar des sehr seltenen Werkes.
First edition. Contemporary calf-backed boards. Good.
Erste Ausgabe. Nicht bei Hayn/Gotendorf.
→ Nº 4848
| → 18. Jahrhundert
| → Sittengeschichte
| → Antike
| → Aufklärung
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Europa 12 €, Welt 18 €
Gress, Anton : De Stoicorum supremo ethices principio commentatio. Qva ad dispvtationem pvblicam ex ethica, physica et mathesi svblimiore a Sigismundo L.B. de Rabenav, (...) et Georgio Haaf, (...) svbevndam invitat Antonivs Gress.
Würzburg: Franciscus Ernst Nitribitt, 1797. Quarto. 198 x 160 mm. [2], 38 Seiten.
Handgefertigtes Geheft der Zeit mit Kleisterpapierrücken.
Über die stoische Philosophie im Allgemeinen, Zusammenfassung dieser, Ethik, Ziele, etc. Mit Zitaten in griechischen Typen; es werden u.a. Cicero und Kants „Kritik der praktischen Vernunft“ angeführt.
Letztes Blatt etwas knittrig, auf bläuliches Papier gedruckt.
First edition. Contemporary wrappers.
Erste Ausgabe.
→ Nº 4401
| → 18. Jahrhundert
| → Stoiker
| → Philosophie
| → Kant
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Europa 12 €, Welt 18 €
Homer - Kämmerer, Ferdinand (Übersetzer) : Homeros Hymnen, Epigramme und Batrachomyomachie. Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen.
Marburg: Kriegersche Buchhandlung, 1815. Octavo. 206 x 125 mm. XVIII, 409, [5] Seiten.
Handgefertigter Pappeinband der Zeit mit rotem, goldgeprägtem Rückenschild, bezogen mit grauem Kleisterpapier, Rotschnitt.
Erste Ausgabe dieser Übertragung. Wegen der ausführlichen Kommentare zu Sprache Homers, Lesarten und Textgeschichte wertvolle Ausgabe. Kämmerer aus Güstrow (1784-1841) studierte in Leipzig und Göttingen die Rechte, nach seiner Promotion 1807 hielt er in Heidelberg Vorlesungen; 1813 zog er freiwillig in den Krieg. Ein Jahr später kehrte er in seine Heimatstadt Güstrow zurück, wo er als Advokat arbeitete. 1816 wurde er Professor der Rechte in Rostock, 1840 Geheimer Hofrat. Vgl. ADB XV,57 & Kosch: Literatur3 VIII,780f.
Einband etwas bestoßen, an den Kanten berieben. Innen teils leicht gebräunt bzw. fleckig. Auf S. 124 ein Zettel beigeklebt mit handschriftlichen Notizen zur Batrachomyomachie.
First edition. Contemporary boards. Slightly browned.
Hoffmann II,342 - Schweiger I,165 - Graesse III,334 - Ebert 10069.
→ Nº 4207
| → 19. Jahrhundert
| → Homer
| → Lyrik
| → Epigramm
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Europa 12 €, Welt 18 €
Sprengel, Christian Konrad : Neue Kritik der klassischen Römischen Dichter in Anmerkungen zum Ovid, Virgil und Tibull. Vorläufige Probe eines noch nicht vollendeten Werkes.
Berlin: Gädicke, 1815. Octavo. 185 x 108 mm. VIII, 142 Seiten.
Handgefertigte Broschur der Zeit, bezogen mit grünem Papier.
Sprengel (1750-1816), geboren in Brandenburg an der Havel, lebte in Berlin und Spandau, wo er Rektor war. Vorliegende Veröffentlichung, die wohl alles Erschienene darstellt, gibt einige wesentliche Lesarten und Verbesserungen zu den genannten römischen Poeten.
Rücken etwas ausgeblichen, kleiner Fleck auf Vorderdeckel, innen sehr frisch. Sehr selten.
Contemporary wrappers. Scarce.
Erste und einzige Ausgabe.
→ Nº 4191
| → 19. Jahrhundert
| → Antike
| → Philologie
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65,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Horatius Flaccus, Quintus - Jördens, Karl Heinrich (Übersetzer) : Horazens Oden und Epoden.
Görlitz: Christian Gotthelf Anton, 1815. Octavo. 172 x 101 mm. VI, 236 (recte 234), [1], [1 weiße] Seiten.
Handgefertigter Halbledereinband der Zeit mit Rücken aus marmoriertem Kalbleder, durch goldgeprägte Linien in sechs Felder unterteilt, auf zweitem ein rotes, goldgeprägtes Rückenschild, die anderen mittig mit einem kreisförmigem Strahlenstempel. Deckel mit Marmorpapier bezogen, Grünschnitt, Vorsätze aus mehrfarbigen Schrotmarmor auf graufarbenem Grund.
Erste Ausgabe dieser überarbeiteten Fassung. Neben Romanen, Mitarbeit beim „Journal des Luxus und der Moden“ und weiteren Übersetzungen verfaßte Jördens (1757-1835) auch das „Lexicon deutscher Dichter und Prosaisten“; vgl. ADB XIV,526 & Kosch: Literatur3 VIII,591f. Enthält die Prosaübersetzung der fünf Bücher der Oden. Zwei Jahre später erschien vom Verfasser im selben Verlag eine Travestie der Oden und Epoden in zwei Bänden.
Einband teils leicht berieben, Vordergelenk etwas schwächer, Titel verso gestempelt. Schönes, dekoratives Exemplar der sehr seltenen Ausgabe.
Contemporary calf-backed boards. Good.
Schweiger II,i,433 - nicht bei Graesse & Bijker: Riedel Horatiana.
→ Nº 4483
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Europa 12 €, Welt 18 €
Plotin - Engelhardt, Johann Georg Veit (Übersetzer) : Die Enneaden des Plotinus übersetzt mit fortlaufenden den Urtext erläuternden Anmerkungen begleitet. Erste Abtheilung.
Erlangen: J.J. Palm und Ernst Enke, 1820. Octavo. 201 x 116 mm. VI, 382 Seiten.
Pappband der Zeit bezogen mit braungemustertem Marmorpapier, schwarzes Rückenschildchen mit goldgeprägter Titelei.
Der Übersetzung der ersten Enneade auf den Seiten 43-160 vorangestellt ist „Das Leben des Plotinus von Porphyrius“ (Seiten 1-42); den Rest des Werkes nehmen die äußerst umfangreichen Anmerkungen ein (Seiten 161-382), diese mit zahlreichen Wörtern und Textpassagen in griechischer Schrift. Mehr ist nicht erschienen.
¶ Johann Georg Veit Engelhardt (1791-1855) war Diakon in Erlangen.
Einband an den Kapitalen und Ecken bestoßen, kleine Bezugfehlstellen, teils leicht berieben. Innen von kaum merklichen Stockfleckchen abgesehen gut. Selten.
First German edition. Contemporary boards, spine gilt with title. Rubbed, corners bumped, internal condition good. Scarce.
Erste Ausgabe. Hoffmann III,171 - Schweiger I,258 - Ebert 17392 - Graesse V,353 - MNE II,121.
→ Nº 2196
| → 19. Jahrhundert
| → Neoplatonismus
| → Philosophie
| → Mystik
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Europa 12 €, Welt 18 €
Demosthenes : Des Demosthenes Philippische Reden. Übersetzt, erläutert und mit einigen Abhandlungen begleitet von Dr. Albert Gerhard Becker. [2 Bde.].
Halle: Joh. Christ. Hendel und Sohn, 1824 & 1826. Octavo. 207 x 120 mm. I: LXII, 249, [1] Seiten. - II: IV, Seiten (251)-584.
Handgefertigte Pappeinbände der Zeit, bezogen mit schwarz-grauem Kleisterpapier.
Wohlkommentierte Ausgabe, ergänzt durch eine Bibliographie und einen Index.
Einbände bestoßen, teils berieben. Innen abgesehen von einem schwachen Wasserrand unten meist frisch.
First edition. Original boards. boards. Good.
Hoffmann I,530 - cf. Schweiger I,90.
→ Nº 4391
| → 19. Jahrhundert
| → Rhetorik
| → Antike
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Europa 12 €, Welt 18 €
Bode, Georg Heinrich : Commentatio de Orpheo poetarum graecorum antiquissimo. In certamine literario civium acadademiae Georgiae Augustae die 4. Junii MDCCCXXIII praemio a rege M. Britanniae aug. constituto ab ordine philosophorum ornata.
Göttingen: Typis Dieterichianis, 1824. Quarto. 255 x 210 mm. [1], [1 weiße], 185, [1 weiße] Seiten.
Schlichter Pappband der Zeit.
Text in Latein, mit zahlreichen Zitaten in Griechisch. Enthält: Prolegomena; Orphicae poesis aetas; Orphicae poesis patria; Orphicae poesis natura.
¶ Georg Heinrich Bode (1802-1846) ist auch Verfasser der „Geschichte der hellenischen Dichtkunst“ sowie weiterer ähnlicher Schriften.
Einband leicht bestoßen, mininal fleckig. Innen fast fleckenfrei, äußerst breitrandig (Témoins), und sehr frisch. Provenienz: Eintrag auf dem vorderen Innendeckel: „Ex dono Domini Bunsen, | Bibliothecae Gottingensis custodis“, i.e. Christian Bunsen (1770-1837), Professor der neueren Sprachen und Kustos der Universitätsbibliothek Göttingen, cf. NDB III,18. Besitzeintrag auf dem vorderen fliegenden Vorsatz recto: „Louis Vaucher Dr. X. 1824“, Vaucher (gest. 1869) ist u.a. Verfasser des 1834 erschienenen „Catalogue de la Bibliothèque publique de Génève“.
First edition. Contemporary boards. Good.
Erste und einzige Ausgabe. Hoffmann III,33 („vorzügliche Abhandl.“) - Schweiger I,220.
→ Nº 2438
| → 19. Jahrhundert
| → Orpheus
| → Antike
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Europa 12 €, Welt 18 €
Horatius Flaccus, Quintus - Garve, Karl Bernhard : Die Oden des Quintus Horatius Flakkus deutsch und mit Anmerkungen. Vom Verfasser des deutschen Versbaus.
Berlin: G. Reimer, 1831. Octavo. ca. 220 x 140 mm. [1], [3 weiße], 298, [2 weiße] Seiten.
Spätere Verlagsbroschur, unbeschnitten, unaufgeschnitten.
Wertvoll durch die eigenwillige Übertragung sowie die sachlichen und stilistischen Anmerkungen.
¶ Carl Bernhard Garve (1763-1841) aus Jeinsen bei Hannover, befreundet mit dem Fürsten Heinrich II. von Reuß, war Dozent für Enzyklopädie, Logik, Universal- und Kirchengeschichte am Herrnhuter theologischen Seminar zu Borby. Nach seiner Absetzung war er Archivar in Zeist, später Prediger in Amsterdam, Berlin und Neusalz/Oder. Einen Ruf als Professor für Aesthetik an der neu gegründeten Berliner Universität lehnte er zu Gunsten des Predigeramtes ab. Vgl. ADB VIII,392-394.
Im äußersten Rand bisweilen leicht angestaubt, erstes und letztes Blatt gebräunt, sonst gut.
First edition. Later original wrappers, uncut, unopened. Good.
Erste Ausgabe dieser Übersetzung. Holzmann/Bohatta II,10021 - Schweiger II,433 (falsch 1830) - Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon3 VI,74. Nicht bei Bijker: Riedel Horatiana.
→ Nº 4397
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| → Lyrik
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| → Ode
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Europa 12 €, Welt 18 €
Lassen, Christian : Die altpersischen Keil-Inschriften von Persepolis. Entzifferung des Alphabets und Erklärung des Inhalts. Nebst geographischen Untersuchungen über die Lage der im Herodoteischen Satrapien-Verzeichnisse und in einer Inschrift erwähnten Altpersischen Völker.
Bonn: Eduard Weber, 1836. Octavo. 205 x 129 mm. VI, 186 Seiten (incl. Wortregister). Und zwei gefaltete, doppelseitig lithographisch bedruckte Blätter.
Pappband der Zeit mit goldgeprägtem, rotem Rückenschild sowie etwas Rückenvergoldung aus Linien, Rotschnitt.
Enthält: Vorwort; Einleitung; Die Namen Xerxes, Darius, Hystaspes; Über die in einigen Flexionen vorkommenden Buchstaben; Entzifferung der Völkernamen in der Niebuhr’schen Inschrift I.; Consonanten; Vocale; Zweifelhafte Buchstaben, Varianten, Fehler; Erklärung der Inschriften; Niebuhr’s Inschrift I.; Niebuhr’s Inschrift II.; Inschriften des Xerxes. Niebuhr’s G.; Niebuhr’s A.; Le Brun’s No. 131. Tom. II. 272; Varianten; Schluß; Zusätze und Berichtigungen.
¶ Christian Lassen (1800-1876), einer der Begründer der Indologie, studierte in Christiania, Heidelberg und Bonn, wo er August Wilhelm von Schlegel traf. 1826 veröffentlichte er zusammen mit Eugène Burnouf den „Essai sur le Pâli“. 1827 in Bonn habilitiert wurde Lassen 1830 zum außerordentlichen, 1840 zum ordentlichen Professor der altindischen Literatur. Zur Bedeutung der vorliegenden Schrift siehe ADB XVII,785.
Einband teils etwas berieben, Ecken bestoßen. Innen kaum gebräunt, wohlerhalten, einige Seiten mit Anstreichungen, Seiten 138-141 mit handschriftlichen Korrekturen, Tafeln zwei mit Anmerkungen in Bleistift. Selten.
First edition. Contemporary boards, spine gilt with title. Binding rubbed in places, corners bumped. Internal condition good, some annotations. Scarce.
Erste Ausgabe. Graesse IV,115.
→ Nº 2590
| → 19. Jahrhundert
| → Persien
| → Keilschrift
| → Persepolis
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Europa 12 €, Welt 18 €
Horatius Flaccus, Quintus - Weber, Wilhelm Ernst : Quintus Horatius Flakkus als Mensch und Dichter. Eine Schutz und Trutzschrift zur Einleitung in seine Werke.
Jena: Carl Hochhausen, 1844. Octavo. XVI, 367, [2], [1 weiße] Seiten, incl. Register.
Handgefertigter Halbleinwandband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel.
Erste Ausgabe. Detaillierte und von tiefen Hintergrundkenntnissen geprägte Biographie des römischen Dichters, mit einer Chronologie der Horazischen Gedichte nach der Reihenfolge in den Ausgaben. Wilhelm Ernst Weber (1780-1850), Pädagoge und Philologe, studierte zu Leipzig, wurde 1817 Professor der alten Literatur in Chur im schweizer Kanton Graubünden, 1819 Oberlehrer am Gymnasium in Wetzlar, 1823 Prorektor und Professor zu Frankfurt am Main, 1829 Direktor der gelehrten Schule in Bremen. Er arbeitet über Fragen der Ästhetik sowie Dichter der griechischen und römischen Antike.
Einband leicht berieben; innen papierbedingt teils etwas stockfleckig.
Contemporary cloth-backed boards. Some foxing.
Bijker: Riedel Horatiana kappa 52.
→ Nº 4235
| → 19. Jahrhundert
| → Biographie
| → Antike
| → Philologie
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Europa 12 €, Welt 18 €
Stoll, Heinrich Wilhelm : Handbuch der Religion und Mythologie der Griechen. Nebst einem Anhang über die Römische Religion. Für Gymnasien bearbeitet.
Leipzig: B.G. Teubner, 1849. Kl.Octavo. 172 x 115 mm. XII, 276 Seiten. Sowie XII einseitig bedruckte Blatt lithographische Tafeln.
Handgefertigter Halbledereinband der Zeit mit Rücken aus leuchtendrotem Saffianleder, vier erhabenen Bünden, die durch goldgeprägte Fileten abgesetzt und hervorgehoben sind, auf zweitem Feld die goldgeprägte Titelei. Deckel mit braunem Marmorpapier bezogen, Vorsätze aus Kammarmor.
Stoll war Lehrer am Gymnasium zu Wiesbaden. Der allgemeine Teil behandelt die religiösen Vorstellungen der Griechen und deren Entwicklung, der spezielle Teil die einzelnen Götter des Olymp, des Meeres, der Erde und Unterwelt, sowie die Heroen. Das Werk erschien erstmals1848; zu Stoll siehe ADB XXXVI,401-402.
Einband stellenweise etwas berieben; anfangs einige Marginalien in Bleistift, sonst recht gut.
Contemporary morocco-backed boards. Good.
Frühe Ausgabe.
→ Nº 4567
| → 19. Jahrhundert
| → Mythologie
| → Antike
| → Götter
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Europa 12 €, Welt 18 €
Barthelemy, J.B.A.A. : Nouveau manuel complet de numismatique ancienne. Atlas.
Paris: Roret, s.a. (um 1850). Quer-Octavo. [2] Seiten. Sowie 12 mehrfach gefaltete lithographische Tafeln mit insgesamt 433 Abbildungen antiker Münzen.
Handgefertigter schlichter Halbledereinband der Zeit.
Der Verfasser war Mitglied der „Société des Antiquaires de France“.
Einband etwas berieben, Titel stockfleckig, Tafeln leicht fleckig.
First edition. Contemporary leather-backed boards. The Atlas only.
Erste Ausgabe.
→ Nº 2152
| → 19. Jahrhundert
| → Numismatik
| → Münzen
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Europa 12 €, Welt 18 €
Anakreon — Girodet-Trioson, Anne Louis (Illustrator) — Bauser, L. (Buchbinder) : Odaria Anakreontou Odes d’Anacreon avec LIV compositions par Girodet traduction d’Amb. Firmin Didot.
Paris: F. Didot Frères, 1864. Duodecimo. 138 x 83 mm. [4], xlvij, [1 weiße], 158 Seiten. Mit 54 halbseitengroßen, leicht erotischen montierten Originalphotographien nach Illustrationen von Girodet-Trioson (1767-1824; vgl. Thieme/B. XIV,180).
Handgefertigter, flaschengrüner geglätteter Maroquineinband der Zeit mit vier erhabenen Bünden auf dem Rücken, auf dem zweiten Feld der goldgeprägte Titel, auf drittem Ort und Jahr. Stehkantenvergoldung aus zwei feinen Linien, breite, filigrane Innenkantenvergoldung, handgestochene Kapitale in rot/gelb/grüner Seide, Goldschnitt auf Marmor. Spiegel und doppelte fliegende Vorsätze aus Kammarmor. Signiert auf vorderem Ledereinschlag unten: „L. BAUSER“. Ein Vorfahre von Fléty, p. 19 ‘C. Bauser’ zu Paris?
Text in Griechisch und Französisch gedruckt und rot umrandet, Überschriften sowie Teile des Inhaltsverzeichnisses ebenfalls in rot gedruckt. Mit einer „Notice sur Anacréon“ vor dem Text. Hervorragende Beispiele Didotscher Druckkunst sind die feine griechische Type und die ausgewogene, großzügige Druckanordnung.
Rücken minimal verblaßt. Die nach dem Vorsatz eingebundenen je drei weißen Blatt etwas, sonst nur stellenweise wenig stockfleckig. Die montierten Originalphotographien wohlerhalten und kaum verblaßt. Schönes Exemplar.
Contemporary green morocco à la Janseniste, bound by Bauser. An attractive copy.
Vicaire I,53 - Brunet I,255 (Ausg. v. 1826 o. Fotos)
→ Nº 783
| → 19. Jahrhundert
| → Photographie
| → Lyrik
| → Antike
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540,– €
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Incl. 7% MwSt.
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Europa 12 €, Welt 18 €
Lehmann, Oscar : Qvaestiones notis tironis et senecae. Dissertatio philologica quam ad svmmos in philosophia honores ab amplissimo philosophorvm ordine Lipsiensi rite impetrandos.
Leipzig: Druck von Naumann, 1869. Octavo. 32 Seiten. sowie drei Seiten mit lithographischen Tafeln.
Handgefertigtes Geheft der Zeit mit Rücken aus grünem Papier.
Die Tafeln mit tironischen Kürzeln von Namen römischer Herrscher.
Äußere Seiten teils angestaubt.
First edition. Contemporary wrappers.
Erste Ausgabe.
→ Nº 2827
| → 19. Jahrhundert
| → Stenographie
| → Antike
| → Tiro
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32,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Gardthausen, V. : Zur Tachygraphie der Griechen. In: Hermes. Zeitschrift für classische Philologie. Hrsg. von Emil Hübner. Elfter Band. Viertes Heft.
Berlin Weidmannsche Buchhandlung, 1876. Octavo. VI, Seiten (385)-520. - Tachygraphie: Seiten 443-457. Mit drei Tafeln, davon zwei mit faksimilierten Seiten.
Broschur, Originalumschläge beigebunden.
Enthält auch von Willamowitz-Möllendorff: Der Pessimist des Menandros, Ss. 498-506.
Bibliotheksexemplar, Stempel des Gabelsberger Stenographenvereins Leipzig auf Umschlag und Titel.
First edition. Wrappers. Ex-library.
Vgl. Galland 74-75.
→ Nº 4122
| → 19. Jahrhundert
| → Stenographie
| → Antike
| → Kurzschrift
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45,– €
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Europa 12 €, Welt 18 €
Schöne, Richard : Le antichità del Museo Bocchi di Adria per incarico delle R. Accademia delle Scienze die Padova e dell' Imp. Instituto Archeologico Germanico descritte da Riccardo Schöne. Con ventidue tavole incise in rame.
Rom: „Presso l'instituto“, 1878. Folio. ca. 353 x 260 mm. XVI, 176 Seiten, incl. Index). sowie 22 Kupfertafeln, davon drei gefaltete; Abbildungen im Text.
Original-Broschur.
Beschreibt Terrakotten, Marmor, Bronzen und Gemmen. Der Archäologe Richard Schöne (1840 - 1922) studierte Philologie in Leipzig und promovierte 1861. In den folgenden Jahren unternahm er Studienreisen nach Italien und Griechenland, habilitierte sich 1868 in Berlin für Archäologie und ging ein Jahr später nach Halle. Ab 1873 war Schöne Vortragender Rat für Kunstangelegenheiten im preußischen Kultusministerium, 1880-1905 Direktor der Königlichen Museen in Berlin, außerdem Ehrenmitglied der Preußischen Akademie der Künste sowie der Preußischen Akademie der Wissenschaften.
Original-Umschlag mit Randeinrissen, Rücken überklebt, bisweilen unten eselsohrig, im äußersten Rand minimal gebräunt, die Tafeln papierbedingt teils hell stockfleckig.
First edition. Original wrappers, worn, lightly foxed. 22 engraved plates.
Erste Ausgabe.
→ Nº 4787
| → 19. Jahrhundert
| → Antiquitäten
| → Italien
| → Gemmen
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60,– €
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Europa 17 €, Welt 30 €
Le Page Renouf, P. : Vorlesungen über Ursprung und Entwickelung der Religion der alten Aegypter.
Leipzig: J.C. Hinrichs'sche Buchhandlung, 1882. Octavo. 196 x 140 mm. VII, [1], 240 Seiten.
Handgefertigter Halbleinwand der Zeit mit etwas Rückenvergoldung und goldgeprägter Rückentitelei.
Quellen der Nachrichten über die ägyptische Religion; Alter und Eigentümlichkeiten der ägyptischen Zivilisation; die Götter Ägyptens; Verkehr mit der unsichtbaren Welt; die religiösen Bücher der Ägypter; Henotheismus, Pantheismus und Materialismus (Texte wie Klagen der Isis, Rhind-Papyri, Zauberformeln).
An den Kanten leicht berieben, Exlibris auf vorderem Innendeckel, Name auf Titel, sonst wohlerhalten.
First German edition. Half cloth, slightly rubbed.
Erste deutsche Ausgabe.
→ Nº 4720
| → 19. Jahrhundert
| → Religion
| → Ägyptologie
| → Mythologie
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80,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Pater, Walter Horatio — Bumpus Ltd. (Buchbinder) : Marius the Epicurean. His Sensations and Ideas. Second Edition.
London: Macmillan and Co., 1885. Octavo. ca. 175 x 117 mm. 452 pp.
Contemporary half red morocco, five raised bands, gilt title on spine, upper edge gilt, edge untrimmed at side and lower edge. Bound by J. & E. Bumpus Ltd., Oxford.
Second edition in one volume, not mentioned by Wright, but with the two alterations of the chapter headings mentioned.
Fine copy in a fine binding.
Zweite Ausgabe. Handgefertigter Halblederband der Zeit mit breitem Rücken und Ecken aus rotem Maroquin, fünf erhabenen Bünden, goldgeprägter Titelei auf zweitem und drittem Feld, die Deckel sind mit rotem Stoff bezogen. Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten, signiert auf dem vorderen fliegenden Vorsatz oben „J. & E. Bumpus Ltd., Oxford“. Sehr gut erhalten.
Cf. Wright 38.
→ Nº 1539
| → 19. Jahrhundert
| → Roman
| → Philosophie
| → Neuplatonismus
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180,– €
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Europa 12 €, Welt 18 €
Landor, Walter Savage : Pericles & Aspasia.
London: Chiswick Press for George Bell & Sons, 1903. Folio. ca. 350 x 215 mm. xi, [1 weiße], 235, [1] Seiten. Mit einem Portraitfrontispiz und zahlreichen ornamentierten Initialen, durchgehend in rot und schwarz gedruckt.
Original-Leinwandband mit Titelschildern auf Rücken und Vorderdeckel.
Eins von nur 220 handschriftlich numerierten Exemplaren, gedruckt auf handgeschöpftes Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. Landors (1775-1864) Sammlung imaginärer Briefe erschien erstmals 1836; sie knüpfen an die bekannte Beziehung des Athener Staatsmannes Perikles mit der Hetäre Aspasia an und entwerfen in 237 Briefen, die sowohl persönliche Mitteilungen wie Berichte und Meinungen über aktuelle Ereignisse und philosophische Probleme enthalten, ein umfassendes Bild dieser Epoche der Antike. Während sich der Hauptteil der Korrespondenz zwischen Aspasia und ihrer in Milet verbliebenen Freundin Cleone abspielt, eine weiterer großer Teil zwischen Perikles und Aspasia, finden sich auch Schreiben der Hauptpersonen an bedeutende Zeitgenossen wie Anaxagoras, Alkibiades oder Herodot. Der Briefwechsel endet mit Perikles’ Tod 429.
Einband fleckig; innen anfangs und gegen Ende etwas stockfleckig, sonst gut.
Original cloth, one of 220 numbered copies printed. Binding stained, first and last leaves foxed.
Numerierte Auflage.
→ Nº 1565
| → Pressendrucke
| → Briefe
| → Antike
| → Hetären
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180,– €
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Europa 22 €, Welt 48 €
Catull, Tibull, Properz : Carmina. A Mauricio Hauptio recognita. Editio sexta ab Iohanne Vahleno curata.
Leipzig: Hirzel, 1904. Sedecimo. [4], 272, [1], [1 weiße] Seiten. Mit lithographischem Titel mit figürlicher Vignette.
Handgefertigter Pergamenteinband der Zeit mit zweifarbig geprägtem Rückentitel; Goldschnitt, Vorsätze aus hellem Marmorpapier.
Wohlgedruckte Textausgabe mit Verszählung.
Einband leicht berieben und leicht angestaubt. Lithographischer Titel mit hinterlegtem Ausschnitt unter Verlust der Ortsangabe; ca. fünf Seiten mit Marginalien. Auf dem vorderen Spiegel unten das Schildchen von Blackwell, Oxford.
Contemporary vellum, gilt title on spine, all edges gilt.
Gute Textausgabe.
→ Nº 2159
| → Lyrik
| → Antike
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90,– €
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Incl. 7% MwSt.
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Europa 7 €, Welt 12 €
Anthologie — Hatchards (Buchbinder) : A Latin Anthology.
Edinburgh: R. & R. Clark für London: Macmillan, 1909. Kl.Octavo. 155 x 103 mm. xi, [1 weiße], 187, [1 weiße] Seiten. Mit einer Heliogravüre als Frontispiz.
Handgefertigter vergoldeter Halbledereinband der Zeit, Rücken und Ecken aus dunkelgrünem Kalbleder; Rücken mit fünf erhabenen Bünden und reicher ornamentaler wie fleuraler Vergoldung, auf zweitem Feld ein goldgeprägtes rotes Maroquinschild mit dem Titel; unten das Jahr. Deckelbezüge aus mattgrünem Stoff; handgestochene Kapitale in grün/rot/weißer Seide, Kopfgoldschnitt, Vorsätze aus blauem Büttenpapier. Signiert auf dem vorderen fliegenden Blatt verso oben: „HATCHARDS. 187. PICCADILLY“
Das Frontispiz zeigt „Augustus Caesar, from the Blacas Cameo in the British Museum“, signiert „Emery Walker, Ph.sc.“.
Leicht fleckig, Ecken etwas berieben. Schöner, gediegener Einband.
Contemporary leather-backed boards, spine richly gilt, bound by Hatchards.
„Golden Treasury Series“.
→ Nº 142
| → Pressendrucke
| → Antike
| → Lyrik
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120,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Cavalieri, Pius Franchi de’ & Johannes Lietzmann : Specimina Codicvm Graecorvm Vaticanorvm.
Bonn: Marcus & Weber / Oxford: Parker, 1910. Quarto. XVI Seiten, 50 Blätter. Tafeln, [1] Blatt. (Verlagsanzeigen).
Original-Pergament mit goldgeprägtem Rückentitel. Kopfgoldschnitt.
Gute Faksimileabbildungen, z.T. in Originalgröße, von Seiten aus Codices des 4. bis 16. Jh.; der Text der Beschreibungen in gut lesbarem Latein. Selten.
Einband leicht fleckig, kleiner Stempel auf Titel, schönes Exemplar.
First edition. Original vellum, gilt.
Erste Ausgabe.
→ Nº 641
| → Handschriftenkunde
| → Griechisch
| → Vatikan
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55,– €
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Europa 17 €, Welt 30 €
Kern, Otto : Die Herkunft des orphischen Hymnenbuchs.
Berlin: Weidmannsche Buchhandlung, 1910. Octavo. Seiten (87)-101, [1] Seite. Sowie eine gefaltete s/w Tafel
Original-Geheft mit Leinwandrückenstreifen.
Gibt einen Überblick der Forschung sowie den Text zahlreicher gefundener Inschriften. Die Tafel zeigt eine Orakelinschrift aus Tralles.
Umschlag etwas angestaubt, sonst wohlerhalten.
First edition, separately printed. Original wrappers. Good.
„Sonderabdruck. Carl Robert zum 8. März 1910. Genethliakon. Überreicht von der Graeca Halensis.“
→ Nº 2444
| → Geisteswissenschaften
| → Orphik
| → Lyrik
| → Inschriften
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15,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Apuleius : Psyche et Cupido.
London: Riccardi Press für P.H. Lee Warner, 1913. Gr.Octavo. ca. 243 x 169 mm. [8], 41, [2], [1 weiße] Seiten.
Handgefertigter flexibler Original-Pergamenteinband mit goldgeprägter Rücken- und Deckeltitelei, durchgezogene grüne Bindebänder, oben ein handgestochenes Kapital aus grüner Seide, Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten. Originalumschlag und Originalschuber.
Eins von nur 500 handnumerierten Exemplaren, Gesamtauflage 537 Exx. Schöner Druck der Riccardi Press auf handgeschöpftem Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. Der Text beruht auf der Ausgabe von L.C. Purser. „The type, which is of Venetian derivation, was specially designed by H.P. Horne and the punches cut by E.P. Prince.“ (Tomkinson). Die Klassiker-Texte der „Scriptorum classicorum bibliotheca Riccardiana“ wurden in 14 Punkt gesetzt.
Originalumschlag im Rücken angestaubt, Schuber mit kleinen Läsuren, sonst neuwertig. Sehr schönes Exemplar.
Original limp vellum, original slipcase & dust jacket. One of 500 numbered copies printed. A very fine copy.
Tomkinson 150,4 mit Abbildung - Ransom 396,4.
→ Nº 3956
| → Pressendrucke
| → Neoplatonismus
| → Mythologie
| → Liebe
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150,– €
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Incl. 7% MwSt.
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Europa 12 €, Welt 18 €
Lukian : Sämtliche Werke. II. Band. Aus dem Griechischen übersetzt von Dr. M. Weber. Märchenband.
Leipzig: Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung (Theodor Weicher), 1913. Gr.Octavo. [2 weiße], VI, 208 Seiten.
Original-Interimsbroschur, unbeschnitten, unaufgeschnitten.
Beiliegt: Verlagswerbung für Band I der Ausgabe [4] Ss.
Wohlerhalten.
First German edition. Original wrappers.
Erste Ausgabe dieser Übertragung.
→ Nº 892
| → Literatur
| → Antike
| → Satire
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12,– €
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Incl. 7% MwSt.
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Europa 12 €, Welt 18 €
Catull : [Probedruck der Seiten 33/34 und 39/40].
Berlin: Officina Serpentis, 1920. 287 x 197 mm. 1 Doppelblatt aus der Lage e. Durchgehend in rot und schwarz gedruckt.
Loses, gefaltetes Blatt.
Deutsche Übertragung von Ernst Hohenemser. Gesetzt in der Schrift der Officina Serpentis; Druck hier auf handgeschöpftes Zanders-Bütten, wie nur für die Vorzugsausgabe von dreißig ausgemalten Exemplare vorgesehen.
Erste und letzte Seite teils etwas fleckig, sonst recht gut.
Folded leaf, as issued.
Vgl. Backe/Köppen 38 - Rodenberg 111.
→ Nº 4618
| → Pressendrucke
| → Probedruck
| → Vorzugsausgabe
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50,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Tacitus, Publius Cornelius - Borchardt, Rudolf : Deutschland. Deutsch von Rudolf Borchardt.
München: Verlag der Bremer Presse, 1922. Gr. Octavo. 31, [1] Seiten. Titel und Initiale von Anna Simons.
Original-Pappeinband mit gedrucktem Titelschildchen.
Erste Ausgabe dieser Übertragung. Gesetzt in der Werkstatt der Presse und gedruckt von der Mandruck A.G.
Einband mit kl. Fehlstellen an Ecken und Kapitalen, Titel mit restauriertem Einriß; leicht gebräunt.
First edition. Original boards.
Lehnacker 52 - Wilpert/Gühring2 23 - Schauer II,70.
→ Nº 527
| → Pressendrucke
| → Deutschland
| → Antike
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24,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Griechische Lyrik : Lyra Graeca. Being the Remains of all the Greek Lyric Poets from Eumelus to Timotheus excepting Pindar. Newly edited and translated by J.M. Edmonds. In three volumes. [The complete set].
London: William Heinemann & New York: G.P. Putnam's Sons, 1922-1927. Kl.Octavo. I: Frontispiz, xv, [1 weiße], 459, [5] Seiten. - II: viii, 469, [2] Seiten. - III: xi, [1 weiße], 719, [5] Seiten.
Dunkelblaugrüne Original-Saffianledereinbände, Kopfgoldschnitt.
Griechischer Text mit englischer Übersetzung. Band I: Terpander, Alcman, Sappho und Alcaeus; Band II: Stesichorus, Ibycus, Anacreon und Simonides; Band III: Corinna, Bacchylides, Timotheus, anonyme Fragmente, Volkslieder und Scolia sowie „an Account of Greek Lyric Poetry“.
Einbände stellenweise minimal berieben. Innen wohlerhalten.
First edition. Original dark-green morocco, spine gilt, upper edge gilt. Fine set.
Erste Ausgabe.
→ Nº 616
| → Geisteswissenschaften
| → Lyrik
| → Antike
| → Anthologie
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100,– €
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Europa 17 €, Welt 30 €
Tibullus, Albius : Elegien. Deutsch von Paul Lewinsohn.
Berlin: Pantheon, 1922. Gr.Octavo. 92, [1], [3 weiße] Seiten. Durchweg in rot und schwarz gedruckt.
Original-Halbpergamenteinband mit vergoldetem Rückentitel, die Deckel mit blau/goldenem Marmorpapier bezogen. Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten.
Eins von nur 1000 Exemplaren Schöner, zweifarbiger Druck in Antiqua mit Überschriften in Kursive.
An den Kanten leicht berieben, Name auf Vorsatz, sonst gut.
First edition. Original vellum-backed boards.
Erste Ausgabe.
→ Nº 1190
| → Lyrik
| → Elegien
| → Antike
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45,– €
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Europa 7 €, Welt 12 €
Homer — Bremer Binderei (Buchbinder) : Ομηρου Ποιησισ Ιλιασ. [Dabei:] Ομηρου Ποιησισ Οδυσσεια. [2 Bände].
München: Bremer Presse, 1923 & 1924. Gr.Quarto. ca. 346 x 224 mm. Ilias: [2 weiße], [470]; [2 weiße], [14] Seiten. - Lagensignaturen: alpha-omega omega4, ALPHA-LAMBDA4; o-oo4. Odysseia: [2 weiße], [365], [1 weiße]; [12], [4 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: alpha-chi chi4; o-oo4.
Handgebundene Original-Pergamentbände auf fünf durchgezogenen Pergamentbünden mit goldgeprägter Randrahmenlinie auf den Deckeln, die Rücken durch goldgeprägte Rechtecke in sechs Felder gegliedert, auf zweitem die Titelei, unten das Jahr in römischen Ziffern. Handgestochene grüne Seidenkapitale, Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten. Signiert auf dem hinteren festen Vorsatz unten: „Bremer Binderei | F. TH.“.
Jeweils eins von nur 615 in der Presse numerierten Exemplaren. Handpressendruck der Bremer Presse, gesetzt in der 16 Punkt Griechisch, die von Louis Hoell geschnitt wurde, und gedruckt auf Zanders Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. Titelzeichnungen von Anna Simons. Der Text wurde herausgegeben von Eduard Schwartz.
¶ „[Die Homer-Type] unterschied sich grundsätzlich von den ausgesprochen handschriftlichen Alphabeten, die in der Nachfolge des Aldus Manutius entstanden waren. Die breit angelegte, durch Betonung der Waagrechten lebhaft fließende Verwandte der Antiqua (...) war eine stempelgerechte, sehr prägnante Griechisch mit deutlich erkennbarer Breitfeder-Herkunft“ (Schauer I,87).
¶ „(...) daß die Gesamtleistung des Homers der Bremer Presse eine weitere Einschätzung verdient als lediglich die eines schönen Druckwerkes in griechischen Lettern. Der Band ist ein Dokument der produktiven Typographie und als solches von historischem Rang. (...) Es ist ein Ziel erreicht worden, es gibt nicht mehr die Entschuldigung, es sei unmöglich, unsere griechischen Durchschnittsdrucke zu vervollkommnen. (...) eine Homeredition, wie sie, als Buchdruckwerk eingeschätzt, seit der Editio princeps in solcher Vollkommenheit noch nicht erreicht worden ist“ (G.A.E. Bogeng: „Bücherstube“ Jg. 3, 1924, Ss. 58 sq.)
¶ „This new Greek type is eminently readable and supereminently beautiful, and might well suggest the lines on which our modern printing of Greek texts should be reformed“ (B.H. Newdigate: „The London Mercury“, Januar, 1924).
Die Originalschuber beigegeben, jedoch ihrer üblichen Fragilität wegen oben und unten restauriert und verstärkt. Eine Deckelecke der Ilias kaum sichtbar gestaucht, sonst sehr gut erhalten, innen fast neuwertig. Sehr schönes Exemplar, in diesem Zustand äußerst selten.
Two vols. Original vellum, gilt, upper edge gilt, others uncut. Bound by the Bremer Binderei. Original slip-cases, repaired. In Greek. Very fine.
Lehnacker 15 & 16 - Rodenberg 58,15 & 16 - Schauer I,86-87 (mit Abbildung eines Typenbeispieles) & II,70 (mit Abbildung aus der Odyssee) - Zeller/Volke: Buchkunst und Dichtung 72.
→ Nº 1847
| → Pressendrucke
| → Homer
| → Epos
| → Troja
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1800,– €
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Europa 36 €, Welt 80 €
Borchardt, Rudolf : Altionische Götterlieder unter dem Namen Homers. Deutsch von Rudolf Borchardt.
München: Verlag der Bremer Presse, 1924. Quarto. 275 x 197 mm. 86, [4], [6 weiße] Seiten. Titel und vier Initialen von Anna Simons.
Mattgrüner Original-Pappeinband mit vergoldeter Titelei auf Rücken und Vorderdeckel.
Erste Ausgabe dieser Übersetzung; mit einem Nachwort Borchardts. Gesetzt in der 12 Punkt Antiqua und gedruckt bei der Mandruck A.G. in München.
Oberes Kapital minimal gestaucht, sonst neuwertig. / 2. Ex. Einband etwas fleckig. Innen neuwertig.
First edition. Original green boards, gilt.
Lehnacker 61 - Schauer II,70 - WG2 36.
→ Nº 2497
| → Pressendrucke
| → Götterhymnen
| → Mythologie
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60,– €
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Europa 17 €, Welt 30 €
Platon : Crito. A Socratic Dialogue. Translated by Henry Cary.
Montagnola: Officina Bodoni für Paris: The Pleiad, 1926. Octavo. ca. 238 x 161 mm. xxxvi, [2], [2 weiße] Seiten. Mit typografischer Titelumrahmung, ebensolcher Kopfleiste, Druckersignet.
Handgefertigter Original-Edelpappeinband, Rücken oben und unten mit Pergament verstärkt, bezogen mit Lotosmarmor in Brauntönen. Gedrucktes Rückenschildchen. Unbeschnitten.
Eins von 475 handnumerierten Exemplaren auf festem Binda Büttenpapier, Gesamtauflage 480 Exx.; gedruckt unter der Leitung von Frederic Warde, und das erste Buch der Presse, das die neue Arrighi-Vicenza Kursiv verwandte (siehe Mardersteig, Abb. auf S. 242). Zu Warde siehe ebendort Ss. 30-31; es entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen Mardersteig und dem Schüler von Bruce Rogers und Mitarbeiter Stanley Morisons nur zwei Bücher, die „Calligraphic Models of Ludovico Vicentino“ und das vorliegende, da Mardersteig sich der d’Annunzio-Ausgabe widmen mußte.
Einband an den äußersten Kapitalen und Ecken leicht berieben. Exlibris von G. de Jong über entferntem Exlibris. Vereinzelt ein Anflug von Stockflecken. Seltener, früher Druck der Officina Bodoni.
Original boards.
Mardersteig 16 - Schauer II,78 - Ransom 370,7.
→ Nº 278
| → Pressendrucke
| → Sokrates
| → Plato
| → Philosophie
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Europa 12 €, Welt 18 €
Isaios : Isaeus with an English Translation by Edward Seymour Forster, M.A.
London: William Heinemann & New York: G.P. Putnam's Sons, 1927. Kl.Octavo. xvii, [1 weiße], 486, [6] Seiten.
Dunkelblaugrüner Original-Saffianledereinband, Kopfgoldschnitt.
Isaios (ca. 420-350 v.u.Z.) aus Chalkis auf Euböa, Metöke in Athen war einer der zehn attischen Redner; von seinen zwölf erhaltenen Reden behandeln elf Erbschaftsangelegenheiten und sind die Hauptquelle der Kenntnis attischen Erbrechts.
Einband stellenweise minimal berieben.
First edition. Original dark-green morocco, spine gilt, upper edge gilt. Fine.
Erste Ausgabe.
→ Nº 615
| → Geisteswissenschaften
| → Erbschaft
| → Antike
| → Rhetorik
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Europa 12 €, Welt 18 €
Woodbridge, Frederick J.E. : The Son of Apollo. Themes of Plato.
Boston/N.Y.: Houghton Mifflin/Riverside Press, 1929. Octavo. ix, 272 Seiten.
Dunkelgrüne Original-Leinwand mit goldgeprägtem Rückentitel.
Achtzeilige eigenhändige, signierte Verfasserwidmung, datiert 1932, an Prof.Dr. J. Schönemann. Guter Druck mit Zierstücken. Thematisch geordnete Monographie.
Rücken etwas fleckig.
First edition. Spine stained, otherwise good. Inscribed and signed by the author.
Erste Ausgabe.
→ Nº 1821
| → Autographen
| → Plato
| → Philosophie
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30,– €
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Europa 12 €, Welt 18 €
Hesiod : Werke und Tage, griechisch und deutsch.
Mainz: Mainzer Presse, 1930. Quarto. 274 x 176 mm. [2 weiße], [2] Titel, [32] Griechisch, [62] Deutsch, [1] Kolophon, [5 weiße] Seiten. Mit dem blau eingedruckten Pressensignet unter dem Kolophon.
Handgefertigter Original-Halbpergamenteinband auf fünf durchgezogenen Pergamentbünden. Goldgeprägte Rückentitelei in Grotesk-Versalien; auf dem Vorderdeckel das ebenfalls goldgeprägte Pressensignet. Deckel mit schwarzem Papier bezogen. Kopfgoldschnitt, handgestochene schwarz/weiße Kapitale.
Eins von 1000 Exemplaren, dies jedoch in einem handgebundenen Original-Halbpergamentband mit der auf den vorderen Spiegel montierten, auf Japanpapier gedruckten und mit einem geprägten Goldrahmen versehenen Widmung: „Dem Sozialpolitiker Dr. EMIL KRAUS Beigeordneten der Stadt Mainz zum 1. Mai 1931 überreicht von Christian Heinrich Kleukens“. Auf dem vorderen fliegenden Blatt recto oben der eigenhändige Namenszug von Kraus. Deutsche Übertragung von Helmut von den Steinen. Gedruckt in der Hesiod-Type und der Plinius-Schrift, die wie alle Schriften von Kleukens Mainzer Presse nicht in den Handel kamen.
Rücken minimal angestaubt, sonst gut. Unikales Widmungsexemplar in schöner Erhaltung.
Original vellum-backed boards. One of 1000 copies printed. Fine. Inscribed and signed by Christian Heinrich Kleukens.
4. Druck. Rodenberg: Nachtrag 35 - Schauer II,67.
→ Nº 3323
| → Literatur
| → Widmungsexemplar
| → Mythologie
| → Mainz
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Europa 12 €, Welt 18 €
Krüger, Adolf : Quaestiones Orphicae. Dissertationem inauguralem ad summos in philosophia honores a philosophorum ordine Halensi rite impetrandos.
Halle: Ehrhardt Karras, 1934. Octavo. [5], [1 weiße], 77, [2], [1 weiße] Seiten.
Broschur mit Rückenstreifen.
Dissertation bei Otto Kern, dem sie auch gewidmet ist, und Ernst Diehl. Behandelt die Orphisch-Pythagoräische Götterlehre, die Lehren der antiken Orphiker, sowie die Rituale des Onomacritus.
Teils leicht angestaubt, sonst wohlerhalten.
First edition, wrappers, good. In Latin.
Erste und einzige Ausgabe.
→ Nº 2385
| → Geisteswissenschaften
| → Orphik
| → Antike
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Europa 12 €, Welt 18 €
Bachofen, Johann Jakob : Die Unsterblichkeitslehre der orphischen Theologie auf den Grabdenkmälern des Altertums. Nach einer Anleitung einer Vase aus Canosa im Besitz des Herrn Prosper Biardot in Paris. 1867.
Berlin: W. Keiper, 1938. Kl.Octavo. 323, [1] Seiten.
Mattroter Original-Leinwandband mit goldgeprägter Titelei auf Rücken und Vorderdeckel.
Enthält: Einleitung: Die Nekropole von Canosa, Das Grab der Medella; Erklärung des Vasenbildes; Die alten Exegeten (Plutarch über das Gesicht in der Mondscheibe; Somnium Scipionis; Porphyrius über die Nymphengrotte in der Odysee); Bedeutung des Canusischen Gefäßes für die Erklärung anderer Grabdenkmäler (Nachweis derselben Lehre in einer Reihe von Symbolen und Bildern; Verhältnis des Canusischen Denkmals zu den Vorstellungen der Dionysischen Orphik; Die Dionysischen Naturbetrachtung; Dionysos Verhältnis zu Apollo; Die Bilder der Unsterblichkeit [Die Meeresbilder; Die Bilder des Seligenparadieses; Bilder der Wiedergeburt. Die Kinderdarstellungen; Das Saatkorn und der Eleusinische Bilderkreis]; Allgemeine Gesichtspunkte.
Einbandrücken und Kopfschnitt fleckig, Vordergelenk geplatzt, innen gut erhalten.
Original red cloth, spine and upper ccover gilt with title. Binding stained and worn, internal condition good.
Gesammelte Schriften. Herausgegeben von W. Keiper. Band 5.
→ Nº 4291
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Europa 12 €, Welt 18 €
Fröbe-Kapteyn, Olga (Herausgeber) : Eranos-Jahrbuch 1939. Vorträge über die Symbolik der Wiedergeburt in der religiösen Vorstellung der Zeiten und Völker.
Zürich: Rhein-Verlag 1940. Octavo. 447, [3] Seiten. Mit insgesamt 16 s/w Abbildungen auf Kunstdrucktafeln, sowie eine Textabbildung.
Helle Original-Leinwand mit dunkelblau geprägter Rückentitelei, Kopfrotschnitt, Lesebändchen.
Enthält: Olga Fröbe-Kapteyn, Vorwort; Louis Massignon, Die Auferstehung in der mohammedanischen Welt (I. Die Auferstehung in den sufitischen Einweihungen; II. Die Auferstehung im Islam); Charles Virolleaud, Die Idee der Wiedergeburt bei den Phöniziern (I. Die klassische Adonislegende; II. Der Gott Baal nach den Dichtungen von Ras-Shamra), mit drei Illustrationen; Paul Pelliot, Die Jenseitsvorstellung der Chinesen; Walter F. Otto, Der Sinn der eleusinischen Mysterien; Charles R.C. Allberry, Symbole von Tod und Wiedergeburt im Manichäismus; Hans Leisegang, Das Mysterium der Schlange, Ein Beitrag zur Erforschung des griechischen Mysterienkultes und seines Fortlebens in der christlichen Welt, mit 14 Illustrationen; Heinrich Zimmer, Tod und Wiedergeburt im indischen Licht; Ernesto Buonaiuti, Wiedergeburt, Unsterblichkeit und Auferstehung im Urchristentum; Richard Thurnwald, Primitive Initiations- und Wiedergeburtsriten; C.G. Jung, Die verschiedenen Aspekte der Wiedergeburt.
Wohlerhalten.
First edition. Original cloth. Good.
Erste Ausgabe. Jung-Merker/Rüf D 1940b.
→ Nº 2362
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Europa 12 €, Welt 18 €
Plutarch : Von der Ruhe des Gemütes und andere philosophische Schriften. Übertragen und eingeleitet von Bruno Snell.
Zürich: Artemis, 1948. Kl.Octavo. XV, [1 weiße], 311, [1 weiße] Seiten.
Original-Pergamenteinband mit goldgeprägter Titelei auf Rücken und Vorderdeckel, Kopfgoldschnitt.
Vorzugsausgebe in Ganzpergament.
Schönes Exemplar.
First edition. Special edition in vellum, spine and upper cover gilt with title. Upper edge gilt. Fine.
Erste Ausgabe.
→ Nº 5352
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Europa 12 €, Welt 18 €
Wendel, Carl : Die griechisch römische Buchbeschreibung verglichen mit der des vorderen Orients.
Halle/S.: Niemeyer, 1949. Gr.Octavo. VIII, 149, [1 weiße] Seiten.
Handgefertigter Halbleinwandband der Zeit. / Obroschur.
Tontafeln, Papyrusrollen, gr. Bibliotheken, gr.-röm. Buchbeschreibung, Titel, Incipit, Zeilenzählung, Rolle und Werk, Herkunftsvermerke, Katalog und Signatur. Mit Register der behandelten Texte, Indices der Personen, Länder, Sachen.
Papierbedingt gebräunt. 2. Ex.: Dito, Umschlag mit kleinen Randausrissen.
First edition. Contemporary cloth-backed boards.
„Hallische Monographien. Hrsg.v. Otto Eissfeldt. Nr. 3“.
→ Nº 2997
| → Handschriftenkunde
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Europa 12 €, Welt 18 €
Kerényi, Karl : Pythagoras und Orpheus. Präludien zu einer zukünftigen Geschichte der Orphik und des Pythagoreismus. Dritte, erweiterte Ausgabe.
Zürich: Rhein-Verlag, 1950. Octavo. 96 Seiten.
Bedruckter Original-Umschlag.
Enthält: Vorwort; Pythagoreische und orphische Seele und Seelenlehre im VI. Jahrhundert; Die orphische Kosmogonie und der Ursprung der Orphik. Ein Rekonstruktionsversuch; Die pythagoreische Seelenwanderung im II. Jahrhundert v. Chr.; Anmerkungen.
¶ Mit einer eigenhändigen Widmung des Verfassers auf dem Vortitel: „Für | Anni | die Pythagoreerin auf | ihre Weise | Ihr Pythagoreischer Freund | mit allen lieben Wünschen | im Januar 1951 | Karl“. Auf dem vorderen Innendeckel dazu das eingeklebte gestochene Exlibris von Anna Stauffacher mit einem sich im Wasser spiegelnden Einhorn.
Papierbedingt leicht gebräunt.
Original printed wrappers. Third, revised edition. With a long dedication by the author.
„Alba Vigiliae“. Neue Folge, Heft IX.
→ Nº 5140
| → Geisteswissenschaften
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Europa 12 €, Welt 18 €
Xenophon : Erinnerungen an Sokrates. Übersetzt und herausgegeben von Rudolf Preiswerk.
Zürich: Rascher, 1953. Kl.Octavo. 261, [3] Seiten.
Original-Leinwand.
Schöne Dünndruckausgabe.
Name auf Titel, sonst recht gut.
Original cloth.
Erste Ausgabe.
→ Nº 116
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Europa 12 €, Welt 18 €
Falkenstein, A. & W. von Soden (Übersetzer) : Sumerische und Akkadische Hymnen und Gebete.
Zürich und Stuttgart: Artemis, 1953. Kl.Octavo. 420, [3], [1 weiße] Seiten. Mit 12 Bildtafeln.
Original-Pergamenteinband mit goldgeprägter Titelei auf Rücken und Vorderdeckel, Kopfgoldschnitt.
Vorzugsausgebe in Ganzpergament. Enthält: Einführung; Sumerische Hymnen und Gebete; Akkadische Hymnen und Gebete; Anhang.
Schönes Exemplar.
First edition. Special edition in vellum, spine and upper cover gilt with title. Upper edge gilt. Fine.
Erste Ausgabe.
→ Nº 2940
| → Geisteswissenschaften
| → Babylon
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Europa 12 €, Welt 18 €
Guthrie, William Keith Chambers : Orpheus and Greek Religion. A Study of the Orphic Movement. With 16 plates and 19 text illustrations.
New York: W.W. Norton & Company, 1966. Octavo. x (including frontispiece), [4], 291 pp., and 15 b/w plates.
Original black cloth, spine gilt with title.
Contents: Famous Orpheus; What is meant by Orphism?; Orpheus and his story; The creation and the gods as presented by Orpheus; The future life as seen by Orpheus; Life and practices of the followers of Orpheus; Orpheus and other Greek religious thinkers; Orpheus in the Hellenistic and Graeco-Roman world; Supplement (Bibliography; Notes); General index; Bibliographical index.
Cover slightly stained in places, otherwise good.
Schwarze Original-Leinwand mit goldgeprägtem Rückentitel, Einband stellenweise etwas fleckig, innen gut.
First American edition of the second British edition 1952.
→ Nº 2439
| → Geisteswissenschaften
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30,– €
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Europa 12 €, Welt 18 €
Pope, John Alexander; Gettens, Rutherford John; Cahill, James; & Barnard, Noel : The Freer Chinese Bronzes. (2 vols).
Washington DC: Freer Gallery of Art, 1967 & 1969. Gr.Quarto. 310 x 240 mm, I: xxiv, 638 pp. - II: xx, 257 pp. Vol. I: 116 plates, including eight colours plates. Vol. II: numerous b&w photographs, some colour plates.
Original green cloth gilt & decorated, dustwrappers.
Vol 1: Catalogue. Vol 2: Technical Studies. An outstanding academic study and reference work; extensively illustrated. All published.
Fine copy; dustwrappers worn.
Erste Ausgabe. Grüne Original-Leinwandbände. Standardwerk zur Erforschung früher chinesischer Bronzen.
First edition. „Oriental Studies No. 7“.
→ Nº 364
| → Kunst und Kunstgewerbe
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Europa 36 €, Welt 80 €
Lewandowski, Herbert : Römische Sittengeschichte.
Wiesbaden: Löwit, s.a. Gr.Octavo. 344 Seiten. Mit 112 Abbildungen auf 43 Kunstdrucktafeln, 1 gefalteten Karte und acht Abbildungen im Text.
Original-Kunstledereinband.
Lebendig geschriebenes und durch reichlich Bildmaterial ergänztes Werk. Namen- und Sachregister.
Wohlerhalten.
Original leatherette.
Nachdruckausgabe.
→ Nº 3310
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Europa 12 €, Welt 18 €
Mader, Ludwig (Übersetzer) : Antike Fabeln. Hesiod, Archilochos, Aesop, Ennius, Horaz, Phaedrus, Babrios, Avianus, Romulus, Ignatius Diaconus. Mit 97 Bildern des Ulmer Aesop von 1476.
Zürich: Buchclub Ex Libris, 1971. Octavo. 367, [1 weiße] Seiten.
Weißer Original-Einband mit Goldprägung.
Lizenzausgabe des Artemis Verlages.
Wohlerhalten.
Original boards, gilt.
Lizensausgabe.
→ Nº 631
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Europa 12 €, Welt 18 €
Hamberger, Georg Christoph : Zuverlässige Nachrichten von den vornehmsten Schriftstellern vom Anfange der Welt bis 1500. Mit einer Vorrede von Johann Matthias Gesner. 4 Bde.
Hildesheim/New York: Olms, 1971. Repr. d. Ausg. Lemgo: Meyers Witwe, 1756-64. Octavo. [20], 220, 596 Seiten. - [10], 922 Seiten. - [12], 824 Seiten. - [20], 843, [53] Seiten.
Original-Leinwand-Bände mit vergoldeten Rückentiteln.
Durch drei Register in Band vier erschlossen. Wertvoll aufgrund der zahlreichen, auch bewertenden Angaben zu Editionen des 15. bis frühen 18. Jh. von Philosophen, Schriftstellern und Theologen vom Anfang der Geschichte bis zur Inkunabelzeit, die sonst nur schwer nachzuweisen sind.
Wohlerhalten.
Reprint of the 1756-1764 edition. 4 vols. Original cloth.
Besterman I,821 - Zischka 134 (beide zur Erstausgabe).
→ Nº 1299
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Europa 17 €, Welt 30 €
Brommer, Frank : Herakles. Die zwölf Taten des Helden in antiker Kunst und Literatur.
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1972. Octavo. [6], 87, [1 weiße] Seiten. sowie 32 s/w Kunstdrucktafeln.
Original-Leinwand.
Mythos; Herakles; die 12 einzelnen Taten: Nemeidischer Löwe, Lernäische Hydra, Erymanthischer Eber, Kerynitische Hirschkuh, Stymphalische Vögel, Stall des Augias in Elis, Kretischer Stier, Thrakische Rosse, Amazonen, Geryones, Kerberos, Hesperiden; der Zyklus der zwölf Taten, der Wandel des Heraklesbildes. Nachwort, Anmerkungen, griechische Texte.
Exlibris, Name und Stempel auf Titel, sonst gut.
Second edition. Original cloth, gilt. Exlibris.
Zweite, durchgesehene und veränderte Auflage.
→ Nº 2392
| → Geisteswissenschaften
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Europa 12 €, Welt 18 €
Hornung, Erik, und Elisabeth Staehelin (Herausgeber) : Skarabäen und andere Siegelamulette aus Basler Sammlungen.
Mainz: In Kommission bei Philipp von Zabern, 1976. Quarto. 436, [2] Seiten. und 129 Seiten s/w Tafeln, [1 weiße] Seite.
Grüner Originalleinwandeinband mit rotem Rückenschild und goldgeprägtem Deckeltitel.
Herausgegeben unter Mitarbeit von Artur Brack, Andreas Brodbeck, Christiane Castioni, Raphael Giveon, Bertrand Jaeger, Hermann Schlögl, Christine Seeber u.a.; Text und Katalog der Skarabäen; beides erschlossen durch einen Index. Den größten Raum nimmt die Sammlung Fraser - von Bissing, die von Dr. Paul Hänggi geschlossen erworben wurde, ein; des weiteren sind vier andere, ungenannte Privatsammlungen inbegriffen, sowie die des Museums für Völkerkunde.
Handschriftliche Widmung des Präsidenten des Kantons Basel-Stadt an Dr. Paul Hänggi auf vorderem Vorsatz, sonst wohlerhalten.
First edition. Original cloth. Basic monograph on the egyptian scarabs with about 1100 descriptions and pictures of the ancient beetles.
Erste Ausgabe. „Ägyptische Denkmäler in der Schweiz“, herausgegeben von Erik Hornung und Henri Wild, Band 1.
→ Nº 62
| → Kunst und Kunstgewerbe
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Europa 22 €, Welt 48 €
Russell, Jeffrey Burton : The Devil. Perceptions of Evil from Antiquity to Primitive Christianity.
Ithaca & London: Cornell University Press, 1977. Octavo. 276, [3], [9 blank] pp. With numerous b/w illustrations in the text.
Original orange cloth with black stamped spine lettering. Dark-orange dust-jacket.
“...traces the history of the concept of evil from its beginning in ancient times to the period of the New Testament” (from the jacket text). Contents: Preface; The Question of Evil; In Search of the Devil; The Devil East and West; Evil in the Classical World; Hebrew Personifications of Evil; The Devil in the New Testament; The Face of the Devil; Select Bibliography; Index.
Near fine.
Erste Ausgabe. Orangefarbener Original-Leinwandband mit Rückentitelei, Original-Schutzumschlag. Wohlerhalten.
First edition.
→ Nº 2980
| → Okkultismus
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Europa 12 €, Welt 18 €
Plinius : A Self Portrait in Letters. Translated and Introduced by Betty Radice.
London: Folio Society, 1978. Octavo. 249 Seiten. Mit 9 ganzseitigen Abbildungen von antiken Büsten und einer Planskizze von Plinius' Haus.
Hellolivfarbene vergoldeter, illustrierter Originalleinwandband in Original-Schuber.
Gesetzt in 12 Pt. Poliphilus.
Schuber leicht berieben.
Original cloth, gilt.
Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen.
→ Nº 150
| → Geisteswissenschaften
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Europa 12 €, Welt 18 €
Porphyrios : Porphyry the Philosopher. To Marcella. Text and Translation with Introduction and Notes by Kathleen O'Brien Wicker. Index Verborum by Lee E. Klosinski.
Atlanta, Georgia: Scholars Press, 1987. Octavo. xiv, 185, [3 blank] pp.
Original cloth.
Greek text and English translation. Introduction, notes, bibliography, index.
As new.
Erste Ausgabe. Original-Leinwandband. Fast neuwertig.
First edition. „Society of Biblical Literature. Texts and Translations. Graeco-Roman Religion Series“.
→ Nº 2395
| → Geisteswissenschaften
| → Neoplatonismus
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Europa 12 €, Welt 18 €
Walters, Elizabeth J. : Attic Grave Reliefs that Represent Woman in the Dress of Isis.
Princeton, New Jersey: American School of Classical Studies at Athens, 1988. Quarto. xvi, 134, [1], [1 blank] pp. And 52 plates with b/w illustrations
Original paperback.
Contents: Preface; List of Illustrations; Selected Bibliography and Abbreviations; Introduction; Iconography and Egyptian-Ptolemaic Sources; Archeological Evidence and Interpretation; Production: Style and Chronology; Appendices (Catalogue of ‚Isis’ Reliefs Found in the Athenian Agora; Types of Dress for Isis on Representations in the Roman Period; Chronological List of Attic ‚Isis’ Reliefs); Indexes.
Fine.
Erste Ausgabe. Bedruckte Original-Broschur. Wohlerhalten.
First edition.
→ Nº 5351
| → Kunst und Kunstgewerbe
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| → Isiskult
| → Grabrelief
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