WERTVOLLE BÜCHER   ·   RARE BOOKS   ·   SEIT 1990   ·   SINCE 1990

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Katalogauszug  ·  Abstract


Abbt, Thomas & Friedrich Nicolai (Hrsg.): Freundschaftliche Correspondenz. Berlin und Stettin: Friedrich Nicolai, 1771.
Erschienen als Teil drei der „Vermischten Werke’. Briefe Abbts an seine Freunde MOSES MENDELSSOHN (1729-1786) und FRIEDRICH NICOLAI (1733-1811), „nebst unseren Antworten und andern dazu gehörigen Briefen“ (Vorrede, fol. *2r), herausgegeben und mit einer Vorrede versehen von Friedrich Nicolai. Abbt (1738-1766) war gräflich Schaumburg-Lippischer Hof-Regierungs- und Consistorial-Rath sowie Patronus Scholarum in Bückeburg. In den Jahren 1761 bis 1762 wirkte er in Berlin und hatte dort Verbindung zu Nicolai, Ramler, Gleim und Mendelssohn, der ihm seinen „Phädon“ widmete. Geprägt ist die Ideenwelt Abbts u.a. von dem schweizer Arzt und Popularphilosophen Johann Georg Zimmermann (1728-1795), dessen 1758 erschienene Schrift „Von dem Nationalstolze“ eine vergleichbare Position wie Abbts „Vom Tode fürs Vaterland“ (1760) vertritt. In Halle lernte er die Staatsphilosophie Christian Freiherr von Wolffs kennen. Im Mittelpunkt von Abbts politischem Denken steht das Verhältnis von Bürger und Staat in einer aufgeklärten Monarchie, das von politischer Tugend geprägt ist. Johann Gottfried Herder (1744–1803), sein Nachfolger in Bückeburg, wurde von Abbts ’pragmatischem Gebrauch der Historie’ beeinflußt. Vgl. Kosch: Literatur-Literaturlexikon I,1. “Aus dieser Wahrheitsliebe, entstanden bey ihm die Zweifel über wichtige Wahrheiten, davon man in diesen Briefen so merkwürdige Spuren findet. Leuten, die bloß nachzubeten gewohnt sind, könten diese Zweifel anstößig vorkommen, aber ein Wahrheitsfreund, welcher erfahren hat, daß ohne vernünftiges Zweifeln, keine Ueberzeugung, und ohne Ueberzeugung keine Beruhigung statt findet, wird den Werth eines Jünglings erkennen, der im fünf und zwanzigsten Jahre seines Alters, die wichtigsten Wahrheiten so angelegentlich untersuchte“ (Vorrede, fol. *2v).
Einband teils leicht berieben, oberes Kapital mit kleiner, restaurierter Fehlstelle; innen meist papierbedingt etwas gebräunt bzw. fleckig, wenige saubere Anmerkungen einer zeitgenössischen Hand.
{Briefe Briefwechsel Philosophie Literatur Erstausgabe Geisteswissenschaft}
First edition. Contemporary vellum, all edges gilt. Slightly browned due to quality of paper, some contemporary annotations.
» Bestellnr. 1466 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Acker, Johann Heinrich: Scrvtinivm opinionis et scientiae cvm logica in cvnis et sectis monstrata. Edito qvarta plvrimis momentis avctior. Altenburg: „Sumtu Officinae Richterianae“, 1722.
Friedrich II. von Sachsen gewidmet. Einführung in die Logik, von einem zeitgenössischen Studenten auf den eingeschossenen Blättern mit teils längeren Bemerkungen und Zitaten anderer Schriftsteller in sehr deutlicher Schrift versehen: so ein Dokument des damaligen Studiums.
Broschur fleckig und mit kleinen Randschäden, Rücken mit Fehlstellen, Gelenke teils angeplatzt. Titel im unteren weißen Rand verstärkt, letzte elf Blatt unten wasserrandig, sonst nur leicht gebräunt. Eintrag v.a.H. auf Titel; Besitzeintrag eines Johann Martin von 1733 auf folgendem Blatt recto oben. Sehr selten.
{Logik Philosophie Theologie Manuskripte Handschriften Lingua Latina Geisteswissenschaft}
Contemporary wrappers, worn. Waterstained.
» Bestellnr. 4340 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Alber, Erasmus (Hrsg.): Alcoranvs Franciscanorvm latinogallicvs. Id est, Epitome præcipuas fabulas & blasphemias complectens, eorum qui B. Franciscum ipsi Christo æquare ausi sunt, ídque cum salubri Antidoto: excerpta ex amplo Côformitatum libro quondam compilato per fratrem Bartholomæum de Pisis, ordinis fratrum Minorum. Iam primùm expressa est effigies arboris varias Francisci cum Christo collationes exhibens. Genf: Apud Guilielmum Laimarium, 1578.
Erste lateinisch-französische Ausgabe der berühmten Schmähschrift gegen die übermäßige Verherrlichung des Francesco di Assisi, wie sie im 1389 verfaßten ’Liber conformitatum’ des Franziskaners Bartholomaeus de Pisa (gest. 1401) zum Ausdruck kam. Alber benutzt dazu das Mittel, Zitate aus dem Ursprungswerk so auszuwählen und aneinanderzureihen, daß die Absurdität des Textes offensichtlich wird. Diese und interne Kritik am ’Liber conformitatum’ führten dazu, daß nur die beiden ersten Ausgaben textidentisch sind, jene von 1590 und 1620 dagegen um die anstößigsten Passagen gereinigt. Die beiden Holzschnitte geben in französischer und lateinischer Sprache die ’Konformitäten’ zwischen dem hl. Franz und Christus wieder, mittig den Heiligen, wie er den an einem Baume gekreuzigten Christus anbetet. Der evangelische Theologe und Schriftsteller Erasmus Alber (um 1500-1553), Schüler von Andreas Karlstadt und Martin Luther und ein eifriger Vorkämpfer der reformierten Lehre, studierte ab 1520 zu Wittenberg Theologie. Er wurde danach Lehrer in Oberursel/Taunus, reformierte die Region Dreieich, wurde 1537 nach Küstrin berufen, und 1538 zum Hofprediger des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg ernannt. 1541 wurde er Superintendent in Brandenburg, 1542 vom Kurfürsten Joachim II. wegen seines Freimutes abgesetzt, 1543 in Wittenberg promoviert. Als Gegner des Interims lebte er in den Jahren von 1548 bis 1551 in Magdeburg. Zuletzt war er Superintendent in Neubrandenburg. Alber verfaßte u.a. Fabeln und Kirchenlieder.
Einband teils fleckig, Ecken bestoßen; innen nur minimal gebräunt. Von großer Seltenheit.
{illustriert2 Protestantismus Early Printing Minoriten Francesco di Assisi Franz von Assisi Heilige Katholische Kirche Wunder Mirakel Christus Franziskaner}
First edition, rare. 18th-century boards. „Compiled by Erasmus Alber from the Liber Conformitatem S. Francisci of Bartholomaeus de Pisa“ (Adams). Latin text with French translation.
» Bestellnr. 4797 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Alchemie - Höhle, Gisela (Hrsg.): Das gegenwertige Büchlein wird genandt Splendor Solis oder Sonnenglantz. Mainz: Eggebrecht Presse für Köln: Krewel-Werke, 1972.
Faksimile von Ms.germ.fol. 42 der SBB-PK, diese Handschrift vom Ende des 16. Jh. ist eine von nur fünf noch bekannten Kopien des inkompletten Originals und von diesen die einzig vollständig erhaltene; der Text wurde Solomon Trismosin zugesprochen. Eine der schönsten alchemistischen Bilderhandschriften überhaupt, deren 22 kommentierten Bilder alle Stufen des alchemistischen Prozesses beschreiben; vgl. C.G.Jung „Psychologie und Alchemie“. Dieses Faksimile war als Firmenfestschrift nicht im Handel.
Wohlgedrucktes, schönes Exemplar.
{Alchemie Handschriftenkunde Mystik Magie Illustration}
Original leatherette binding, gilt. First edition of this facsimile of the German alchemical manuscript.
» Bestellnr. 1970 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Alexander, Dorothy & Strauss, Walter: The German Single Leaf Woodcut 1600 - 1700. A Pictorial Catalogue. (Two volumes: volume 1: A to N; volume 2: O to Z.). New York: Abaris Books, 1977.
FIRST EDITION. This extensive catalogue of German single-leaf woodcuts covers this popular art at the time of the Renaissance and the Baroque. From Andreas Aperger to Michael and Jacob Zipper, each artist is profiled with biographical information, a selection of his works, and a bibliography. As opposed to book illustrations, which were effectively reserved for intellectuals, these woodcuts were intended for the general public, reproduced in newspapers and on broadsheets and, as such, are highly reflective of the popular views and opinions of the time. Each volume lists the artists, their biographies, bibliographies & numerous plates, reproductions of monograms and emblems. Volume 2 includes sections of anonymous woodcuts, addenda, bibliography, indices of persons, places and subjects.
Bindings slightly stained, otherwise good.
{illustriert2 Einblattholzschnitt Illustration Holzschnitt Renaissance Barock}
Erste Ausgabe. Zwei Original-Leinwandbände. Einbände leicht fleckig, sonst gut.
» Bestellnr. 1947 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Alfonso I. / Ferrante I. von Neapel: Schriften von Antonio Beccadelli, Tristano Caracciolo, Camillo Porzio. Übersetzt und eingeleitet von Hermann Hefele. Jena: Eugen Diederichs, 1912.
Eins von nur 200 Exemplaren der schönen und seltenen Vorzugsausgabe auf Bütten.
Einband leicht fleckig, eine Schließe unauffällig restauriert; wenige Bll. im äußersten Rand leicht gebräunt, sonst gut.
{illustriert2 Geschichte Geisteswissenschaft history Italien Italia Italy Humanismus Renaissance Pressendrucke}
First edition. Original vellum, gilt, upper edge gilt, others uncut. One of 200 copies printed.
» Bestellnr. 1411 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Alquié, François Savinien de: La Science et l’École des Amans, Ou Nouvelle découverte des Moyens infallibles de Triompher en Amour. La seconde Edition. Amsterdam: H. & Th. Boom, 1679.
Die Betrachtungsweise ist sowohl psychologisch wie gesellschaftlich, und wenigstens zum Teil noch von den mittelalterlichen Minnebräuchen inspiriert.
Provenienz: Auf dem vorderen Spiegel das gestochene Wappenexlibris von „Christ. Lud. a Tieffenbach“. Einband teils etwas berieben, oberes Kapital mit minimaler Fehlstelle. Titel mit kleiner Fehlstelle im weißen Rand; einige Lagen papierbedingt gebräunt, Vortitel rechts knapp beschnitten. Schönes Exemplar aus gutem Vorbesitz. Selten.
{Vorbesitz2 illustriert2 Kulturgeschichte Early Printing history Erotica Sittengeschichte Liebeskunst Minne Psychologie}
Contemporary calf, four raised bands, spine richly gilt. From the library of „Christ. Lud. a Tieffenbach“, with his exlibris on upper paste down.
» Bestellnr. 793 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Alvensleben, Ludwig von (Pseudonym: Gustav Sellen): Valentins verliebte Abenteuer und Irrfahrten. Ein komischer Roman nach Pigault Lebrün von Gustav Sellen. Erstes Bändchen. Zweite Auflage. Beigebunden / bound with: Zweites Bändchen. Leipzig: Magazin für Industrie und Literatur, 1829.
Deutsche Fassung von Pigault-Lebruns (1753-1835) Roman „Le Garçon sans souci“. Alvensleben (1800-1868) studierte in Leipzig die Rechte, ließ sich jedoch als freier Schriftsteller erst in Leipzig, dann in Meiningen nieder, wo er das Hoftheater leitete, später lebte er in Wien. 1848 wurde er wegen seiner Teilnahme an der Revolution zu einjähriger Festungshaft verurteilt. Cf. Kosch: Literatur-Lexikon3 I,89-90.
Einband minimal berieben, innen papierbedingt etwas gebräunt; dekorativ gebunden. Selten.
{Sittengeschichte Erotica Literatur Romane}
Early 20th-century boards.
» Bestellnr. 1940 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Amman, Jost: Das Frauentrachtenbuch. [Faksimile und Kommentar]. Leipzig: Insel-Verlag, 1971.
Der Faksimile-Ausgabe liegen ein koloriertes lateinisches Exemplar sowie ein deutsches, unkoloriertes zugrunde. Offsetdruck durch H.F. Jütte in Leipzig, dessen Illustrationen von der Kolorierabteilung des VEB Verlag für die Frau in Leipzig handkoloriert wurden; Buchdruck des Kommentarteils durch Stollberg. Handgefertigter Halbledereinband von Gerd Prade nach einem Entwurf von Hellmuth Tschörner.
Exlibris auf vorderem Spiegel, Rücken des Faksimilebandes mit minimalen Kratzspuren, sonst gut.
{Illustration Insel Trachten Kulturgeschichte history}
Two vols. Facsimile: Original cloth-backed boards. Text: Original wrappers. In slip case.
» Bestellnr. 3480 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Amman, Jost: Das Frauentrachtenbuch. [Faksimile und Kommentar]. Leipzig: Insel-Verlag, 1971 bzw. 1972.
Der Faksimile-Ausgabe lagen ein koloriertes lateinisches Exemplar sowie ein deutsches, unkoloriertes zugrunde. Offsetdruck durch H.F. Jütte in Leipzig, dessen Illustrationen von der Kolorierabteilung des VEB Verlag für die Frau in Leipzig handkoloriert wurden; Buchdruck des Kommentarteils durch Stollberg. Handgefertigter Ledereinband von Gerd Prade nach einem Entwurf von Hellmuth Tschörner.
Zweite Auflage: Fast neuwertig. / 2. Ex.: An der oberen Ecke leicht gestaucht; sonst neuwertig.
{Illustration Insel Trachten Kulturgeschichte history}
First or second edition. Facsimile: original leather. Text: original wrappers. In slip case.
» Bestellnr. 2534 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Amman, Jost: Das Frauentrachtenbuch. [Faksimile und Kommentar von Manfred Lemmer]. Leipzig: Insel-Verlag, 1971.
Der Faksimile-Ausgabe lagen ein koloriertes lateinisches Exemplar sowie ein deutsches, unkoloriertes zugrunde. Offsetdruck durch H.F Jütte in Leipzig, dessen Illustrationen von der Kolorierabteilung des VEB Verlag für die Frau in Leipzig handkoloriert wurden; Buchdruck des Kommentarteils durch Stollberg. Handgefertigter Ganzpergamenteinband von Gerd Prade nach dem Original in der Forschungsbibliothek Gotha.
Schuber leicht angestaubt, sonst fast neuwertig. - Schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe in Ganzpergament.
{signiert1 Illustration Insel Trachten Kulturgeschichte history}
First edition. Facsimile: original vellum. Text: original wrappers. In slip case.
» Bestellnr. 2535 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anakreon: Odaria Anakreontou Odes d’Anacreon avec LIV compositions par Girodet traduction d’Amb. Firmin Didot. Paris: F. Didot Frères, 1864.
Text in Griechisch und Französisch gedruckt und rot umrandet, Überschriften sowie Teile des Inhaltsverzeichnisses ebenfalls in rot gedruckt. Mit einer „Notice sur Anacréon“ vor dem Text. Hervorragende Beispiele Didotscher Druckkunst sind die feine griechische Type und die ausgewogene, großzügige Druckanordnung.
Rücken minimal verblaßt. Die nach dem Vorsatz eingebundenen je drei weißen Blatt etwas, sonst nur stellenweise wenig stockfleckig. Die montierten Originalphotographien wohlerhalten und kaum verblaßt. Schönes Exemplar.
{signiert1 illustriert2 moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Griechisch Lingua Graeca Greek type Illustration Fotografie Photographie Antike}
Contemporary green morocco à la Janseniste, bound by Bauser. An attractive copy.
» Bestellnr. 783 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Angelus Silesius: Ewige Sinnreime des Cherubinischen Wandersmann. Darmstadt: Ernst Ludwig Presse für Frankfurt/M.: M. Tiedemann & Uzielli, 1922.
In kleiner Auflage erschienen und auf festes De Haesbeek-Bütten gedruckt. „Gott ist ein lauter Nichts, Ihn rührt kein Nun noch Hier: | Je mehr du nach ihm greiffst, je mehr entwird Er dir.“
Einband berieben, Rücken mit kl. Fehlstelle, Lichtrand auf dem Deckel, Name auf vorderem fl.Blatt. Innen frisch und schön.
{signiert1 elp Theologie Mystik Philosophie}
Original boards, gilt. Inner condition good.
» Bestellnr. 208 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Angelus Silesius: Ewige Sinnreime des Cherubinischen Wandersmann. Darmstadt: Ernst-Ludwig-Presse für Frankfurt/Main: Tiedemann & Uzielli, 1922
Vorzugsausgabe mit vergoldeter Initiale und in Ganzpergament des in kleiner Auflage erschienenen Werkes, gesetzt in der Cicero Kleukens Antiqua und gedruckt auf festes De Haesbeek-Bütten mit dem Wasserzeichen.
Vorderdeckel leicht gewölbt, Rücken und Vorderdeckel teils fleckig. Buchblock im Schnitt etwas stockfleckig, wenige Blatt mit einigen Flecken.
{signiert1 elp Theologie Mystik Magie Philosophie Pressendrucke}
Original vellum, with a gilt initial. Some foxing.
» Bestellnr. 43 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anonym: Handbüchlein für Liebhaber der Stubenvögel, oder Anleitung zur Kenntniß und Pflege derjenigen Vögel, welche in der Stube gehalten werden können, ihre Krankheiten und Heilart derselben. München: „Druck und Verlag von E. A. Fleischmann“, 1823.
Register der verschiedenen Namen, „Kurze Einleitung zur Kenntnis und Pflege der beliebtesten Stubenvögel“ (Ss. 1-10), alphabetisch angeordnetes Handbuch der Vögel, mit ihrer Beschreibung, den Kennzeichen, ihrem Aufenthalt, ihrer Nahrung, ihren Krankheiten, ihrer Wartung und Pflege sowie ihren Eigenschaften (Ss. 11-88).
Einband fleckig, Rücken mit kleiner Fehlstelle; innen etwas stockfleckig, teils fleckig, Namenseintrag auf Titel, Gebrauchspuren. Von großer Seltenheit.
{Stubenvögel Ziervögel Zucht Pflege Krankheiten Vogelkrankheiten Medizin Ornithologie Biologie}
First edition. Contemporary boards.
» Bestellnr. 1515 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anonym: An die Röm. Keys. auch zu Hungarn und Böheimb Königl. Mayt. unsern Allergnädigsten Keyser und Herrn/ Aller-unterthänigster Bericht und Anzeigung/ Anwaldens/ Ertzstifftischen Magdeburgischen Herrn Cantzlers und Räthe zu Halle. Contra Fraw Margarethen von Ponigkaw Witwen/ Warumb mit gebetener Execution und Immißion ins Gräfliche Manßfeldische Hauß und Ampt Seeburg/ nicht zuverfahren Sine loco, 1629.
Durch die abgedruckten Quellen genau belegte Magdeburger Streitigkeit und daher von besonderem historischen Interesse: Schreiben des Kaisers an das Kammergericht zu Speyer, das Domkapitel zu Magdeburg, das Urteil der kaiserlichen Kommission, die Magdeburger Antwort etc, samt den Urteilen.
Papierbedingt leicht gebräunt, sonst wohlerhalten.
{Magdeburg Mansfeld Seeburg Jura Recht Streitigkeiten Early Printing}
First edition. Wrappers.
» Bestellnr. 5170 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anonym: Historia naturalis tibialium. Das ist: Naturgeschichte der Strümpfe. Leipzig: Gustav Walther, 1876.
Text in Deutsch. Allgemeines über den Blaustrumpf; Der verheiratete Blaustrumpf; Der freie Blaustrumpf; Der verbündete Blaustrumpf; Der ledige Blaustrumpf, der jungfräuliche Blaustrumpf; Der Künstler-Blaustrumpf.
Papierbedingt etwas gebräunt, Umschlag hinten angestaubt, drei Seiten mit kleinem Besitzerstempel, leichte Gebrauchspuren. Sehr selten, nur ein Exemplar in den Online-Katalogen deutscher Bibliotheken nachweisbar.
{Frauen Emanzipation Blaustrümpfe Künstlerinnen Heirat Kommunisten Jungfrauen Jungfern Sittengeschichte}
First edition. Original wrappers.
» Bestellnr. 1517 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anonym: Dero Röm. Kayserl. Majestät Vor Dem Hochwolgebornen Graffen und Herrn/ Herrn Anthon Günther/ Graffen zu Oldenburg und Delmenhorst/ Herrn zu Jehver und Kniphausen. Den 9 Februarii und 29 Augusti itzlauffenden 1650. Jahres erkandtes Scharffes Poenal-Mandat sine clausula; Darinnen Burgermeister und Rath der Stadt Bremen den in Anno 1623 obgemelt Ihr Hochgräfl: Gn: verwilligten/ und in Anno 1648 am 24/14 Octobr. durch den Friedensschluß (...) bestättigten/ und zur Execution gerichteten WeeserZoll abzutragen/ ihre auff der Weeser gelegte Kriegs: und andere Schiffe alsbald abzuführen/ &c. bey Poen deß Friedbruches/ (...) aufferleget wird. Sino loco, 1650.
Im 15. Jahrhundert versuchte Bremen, die Friesen am linken Ufer der Weser unter Kontrolle zu bringen, jedoch wurden im Jahre 1499 Stadland und Butjadingen durch die Grafen von Oldenburg erobert. Die territoriale Zersplitterung behinderte die Weserschiffahrt, weil jeder der Anrainer Zölle erhob. Seit dem Dreißigjährigen Krieg erwarb das Kurfürstentum Brandenburg beziehungsweise dann das Königreich Preußen schrittweise den größten Teil des Weserlaufes: so z.B. 1648 das ehemalige Bistum Minden. Beim Westfälischen Frieden 1648 bekam Schweden die Herzogtümer Bremen und Verden und damit das rechte Ufer der unteren Weser zugesprochen.
Minimal gebräunt, sonst wohlerhalten.
{Bremen Weser Zoll Jever Amtsdruckschrift Kaiser Ferdinand III. Römisch-Deutsches Reich Early Printing}
First edition. Wrappers.
» Bestellnr. 5173 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anonym: Gegründete Belehrung, was es mit der Geistlichen Jurisdiction Protestirender Landes Herren im Heil. Römischen Reiche, absonderlich über die Geistliche Personen, für eine Bewandniß habe. S.l.: s.t., 1733.
Behandelt die geistliche Rechtsprechung in protestantischen Ländern nach den Westfälischen Frieden; die Geistlichen sind dem Landesherren „eintzig und allein ... und sonst niemand unterworffen, ... ihm allein aufs theuerst verpflichtet worden“ (p. [5]). Der letzte Ansatz bezieht sich auf eine Beschwerde des Herzogs von Württemberg beim Kaiser im Jahre 1709.
Leicht gebräunt, mit einigen handschriftlichen Korrekturen im Text, sowie teils im Rand beschnittenen Marginalien. Sehr selten.
{Recht Jura Religion Protestantismus Kirchenrecht}
First edition. Boards. Slightly browned, some annotations. Scarce.
» Bestellnr. 691 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anonym: Wegweiser aus dem Wirrsal der politischer Parteien. Nürnberg: „Druck und Verlag von Jacob Sichling“, 1869.
Beschreibt die Parteienlandschaft der Zeit und deren Vertreter ausgehend von einem christlich-konservativen Standpunkt. Am Schluß ein zwölfteiliger Fragenkatalog, nach dem man die Parteien beurteilen soll.
Minimal stockfleckig, letzte Lage papierbedingt etwas gebräunt, Bibliothekschildchen auf Titel, Stempel auf S. 3. Sehr selten.
{Parteien Politik Erstausgabe}
First edition. Contemporary wrappers.
» Bestellnr. 2345 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anonym: Nain jauniana ou choix d'anecdotes, de traits et d'epigrammes, tirés du Nain jaune, publié à Paris, et du Nain jaune réfugié, publié à Bruxelles, terminé par Le chansonnier du Nain jaune. Brüssel: A. Wahlen, 1817.
Enthält: „Petit catéchisme à l’usage des Royalistes“; „Le dernier cri de la garde impériale“; „Épigramme“; „Changement de domicile“; „Livres à l’Index de la police de France“ (Ss. 117-124, herrlich fiktive Bücher!, darunter: „De l’utilité des ânes dans les académies“; „Ménagerie ambulante“; „Réponse négative à la question“; „Le ragois de Perse“; weitere Satiren, Gedichte, Chansons..., antiroyalistisch und antiklerikal.
Einband angestaubt, Rücken brüchig und mit kleinen Bezugfehlstellen; innen leicht gebräunt.
{König Königreich Frankreich Kirche Restauration Lyrik Bibliographie Fiktion Satire}
Contemporary wrappers, worn, some browning. Scarce.
» Bestellnr. 325 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Anthologie: A Latin Anthology. Edinburgh: R. & R. Clark für London: Macmillan, 1909.
Das Frontispiz zeigt „Augustus Caesar, from the Blacas Cameo in the British Museum“, signiert „Emery Walker, Ph.sc.“.
Leicht fleckig, Ecken etwas berieben. Schöner, gediegener Einband.
{signiert1 moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Lyrik Antike Lingua Latina Pressendrucke}
Contemporary leather-backed boards, spine richly gilt, bound by Hatchards.
» Bestellnr. 142 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Apicius, Marcus Gavius: De opsoniis et condimentis sive arte coquinaria libri X cum lectionibus variis atque indice edidit Joannes Michael Bernhold. [Kolophon S. 81:] „Marcobraitae, Excudebat Joan. Val. Knenlein. M.D.CC.LXXXVII.“ I.e. Marktbreit in Unterfranken.
M. Gavius Apicius war ein berühmter Schlemmer zur Zeit des Tiberius, dessen Name für dies Kochbuch des 3. oder 4. nachchristlichen Jahrhundert entlehnt wurde. Es bietet Rezepte sowohl für den einfachen wie den raffinierten Geschmack. Geordnet nach Nahrungsmittelarten und Gerichten mögen sich Stilbrüche aus der Art der Kompilation ergeben. Insgesamt wird in diesem ältesten Kochbuch der Welt ein Spektrum der griechisch-römischen Kochkunst geboten, deren Wirksamkeit sich bis in die spätere mittelmeerische Cuisine einschließlich der italienischen und französischen nachweisen läßt. - Auch philologisch wertvolle Ausgabe: dem Text folgen ein Register der Kapitel, die Textvarianten, mehrere Wortregister mit den Varianten der Handschriften und früheren Drucke, sowie ein ausführlicher Index (Ss. 157-228).
Rücken oben und unten mit kleinen Fehlstellen, Ecken teils etwas eselsohrig, kleiner Besitzstempel auf Titel oben und auf Unterschnitt, sonst frisch. Schönes Exemplar. Selten.
{Kochbücher Antike Rom Kulturgeschichte history Lingua Latina}
Contemporary wrappers. Scarce.
» Bestellnr. 3988 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Apuleius, Lucius: Psyche et Cupido. London: Riccardi Press für P.H. Lee Warner, 1913.
Eins von nur 500 handnumerierten Exemplaren, Gesamtauflage 537 Exx. Schöner Druck der Riccardi Press auf handgeschöpftem Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. Der Text beruht auf der Ausgabe von L.C. Purser. „The type, which is of Venetian derivation, was specially designed by H.P. Horne and the punches cut by E.P. Prince.“ (Tomkinson). Die Klassiker-Texte der „Scriptorum classicorum bibliotheca Riccardiana“ wurden in 14 Punkt gesetzt.
Originalumschlag im Rücken angestaubt, Schuber mit kleinen Läsuren, sonst neuwertig. Sehr schönes Exemplar.
{Antike Romane Mystik Mysterien Riccardi Press Lingua Latina Pressendrucke}
Original limp vellum, original slipcase & dust jacket. One of 500 numbered copies printed. A very fine copy.
» Bestellnr. 3956 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Apuleius, Lucius & Albinus: Metamorphoseos, siue lusus Asini libri XI. Floridorû IIII. De Deo Socratis I. De Philosophia I. Asclepius Trismegisti dialogus eodê Apuleio îterprete. Eiusdem Apuleij liber de Dogmatis Platonicis. Eiusdê liber de Mundo, quê magna ex parte ex lib. Aristotelis eiusdê argumenti in latinum traduxit. hic sanè liber mutilatus ante nostram impressionem circunferebatur. eum nos fidem antiquissimi codicis secuti, restituimus. multos aut, & quidê insigneis errores commisit Apuleius in uertendo hoc libro, quos omneis indicauit Petrus Alcyonius græca, & latina literatura præstantissimus, & philosophus clarissimus cum librum illum latinitate donaret. Apologiæ II. Isagogicus liber Platonicæ philosophiæ per Alcinoû philosophum, græce impressus. nam commodius uisi sumus facere, si hunc librû græcum imprimeremus, q(uam) latinû, cum inepta tralatione cuiusdam Episcopi Tiropiensis barbarus esset. Venedig: Aldus / Andreas Torresanus, 1521.
EDITIO PRINCEPS des Alcinous-Textes. APULEIUS wurde um 125 zu Madaura in Nordafrika geboren, nach Studium der Rhetorik und Philosophie in Karthago und Athen - er beherrschte sowohl die punische wie die lateinische und griechische Sprache - war er als Anwalt und Rhetor in Rom tätig, dann in seiner Heimat als Provinzialpriester des Kaiserkults und Wanderredner. Auf Reisen durch Griechenland und Asien ließ er sich in die Mysterien einweihen. Seine um 170 verfaßten und immer noch mit Vergnügen lesbaren „Metamorphosen“, eine Bearbeitung der Verwandlungen des Lukios von Patrai, sind der erste vollständig überlieferte antike Roman und, wie Merkelbach in „Roman und Mysterium in der Antike“ schreibt, selbst ein Mysterientext. In ihm wird neben einer Fülle von Abenteuern das berühmte Märchen von Amor und Psyche erzählt; den Abschluß bildet eine Verherrlichung der Mysterien der Isis und des Osiris. In der Apologie verteidigt er sich im Zusammenhang mit seiner Heirat gegen den Vorwurf der Zauberei. Seine philosophischen Schriften stehen in der Tradition des Platonismus, so berührt sich „De Deo Sokratis“, worin eine Dämonenlehre enthalten ist, inhaltlich mit Plutarchs Schrift zu diesem Thema. Insgesamt zeigt sein Stil Raffinement wie Anschaulichkeit. Der „Asclepius“, eine für den Neuplatonismus der Renaissance grundlegende Schrift, ist uns, bis auf griechische Fragmente bei z.B. Laktanz und eine erst im 20. Jh. entdeckte koptische Fassung, nur in der vorliegenden lateinischen Übertragung überliefert, die hier noch Apuleius zugeschrieben wird, sicherlich aber, da von Augustinus in „De civitate Dei“ zitiert, vor 400 n.d.Z. entstanden sein muß. ALBINUS, ein Platoniker des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts, war Schüler des Gaius und Lehrer Galens; seine Einführung in die platonische Philosophie, die in einem Manuskript unter dem in der Aldine angeführten Verfassernamen überliefert ist, vermischt platonisches Gedankengut mit der Logik und Noetik des Aristoteles, und fügt Neuplatonisches hinzu; vgl. Sandys I,328. Der Alcinous-Text ist gesetzt in der schönen vierten griechischen Type; vgl. N. Barker, Development, S. 59 ff. & Abb. 25-27.
Erste Lage leicht wasserrandig oder fleckig, bzw. fingerfleckig, sonst nur minimal fleckig; in der zweiten Hälfte ein kleiner, fast unmerklicher Wurmgang im unteren weißen Rand innen. Wenige Anstreichungen und Marginalien v.a.H. Verblaßter Besitzeintrag auf Titel. Schönes, breitrandiges wie frisches Exemplar.
{Aldus Antike Mystik Magie Early Printing Philosophie philosophy Lingua Latina Lingua Graeca Editio princeps Geisteswissenschaft}
EDITIO PRINCEPS of Alcinous. Modern blindstamped morocco, three raised bands. First quire slightly dampstained in margins, some old annotations or unterlining, otherwise a fine crisp copy. The most important work of the great Platonist, Apuleius of Madura, second century A.D., the ’Metamorphoses’ is the only surviving example of a Latin novel with the exception of the ’Satyricon’ of Petronius. Bound with is a summary of Platonic philosophy by Albinus or Alcinous, second century A.D., a pupil of Gaius and a teacher of Galen. The work contains an amalgam of Platonism with Peripathetic and Stoic elements; specifically Neoplatonis doctrines are merely hinted at. With preface of Asulanus to Francesco Rubrio, French legate of Francis I at Venice. The publisher comments upon the quality of the edition and the teaching of Platonism at the universities of Turin and Padua and at Venice.
» Bestellnr. 762 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Archipoeta: Gedichte des Archipoeta an Kaiser Friedrich Barbarossa und seinen Kanzler. München: Rupprecht-Presse, 1921.
Eins von nur 150 in der Druckpresse numerierten Exemplaren. Satz in der Cicero Ehmcke-Fraktur und Druck im Auftrage von Walther C.F. Hirth auf Römerturmbütten „1466“ mit Lilie und Löwe mit Schwert als Wasserzeichen. Dieser erste Teil bietet den lateinischen Text nach der Ausgabe von Jakob Grimm, 1844. Der „Erzpoet“, hervorragend unter den Vagantenpoeten, stand beim Kölner Erzbischof Reinald von Dassel, dem Kanzler Friedrich Barbarossas, in besonderer Gunst.
Schuber an den Kanten berieben. Rücken minimal aufgehellt. Innen frisch. Schönes Exemplar des seltenen Druckes.
{Geschichte Geisteswissenschaft history Lyrik Pressendrucke}
Original boards, uncut. One of 150 numbered copies printed.
» Bestellnr. 3822 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Aristoteles: Problemata Aristotelis ac Philosophorû Medicorúmque complurium, ad varias quæstiones cognoscendas admodum digna, & ad naturalem philosophiam discutiêdam maximè spectantia. Marci Antonii Zimarae Sanctipetrinatis Problemata his addita, vnà cum trecentis Aristotelis & Auerrois Propositionibus, suis in locis insertis. Item Alexandri Aphrodisci, super Quæstionibus nônullis Physicis, Solutionum Liber, Angelo Politiano interprete. Paris: Hieronymus de Marnef, 1557. Sedecimo. 111 x 67 mm. 141, [3 weiße] Blätter. - [Lagensignaturen:] A-S8.
Beigebunden / bound with Aristoteles & al.: Aristotelis Sententiae omnes vndiqvaqve selectissimae, Quæ Indicis vice in absoluta, & integra eius opera esse queant, postremò iam editæ. His accesserût & aliæ ex variis Senecæ, Boëtij, & Apuleij libellis sententiæ, multò accuratius quám antea emendatæ. Paris: Hieronymus de Marnef, 1559.
Schöner Druck in zierlicher Kursiv. Marcus Antonius Zimara, ein Philosoph und Arzt des frühen 16. Jh. aus Apulien, lehrte zu Padua die Logik und zu Rom und Padua die Philosophie; cf. Jöcher IV,1206. Alexander Aphrodisiensis war ein peripatetischer Philosoph des 2.-3. nachchristlichen Jahrhunderts, der Kommentare und kleinere Exegesen zu Aristoteles verfaßte; seine Interpretation ist antiplatonisch.
Provenienz: Exlibris auf vorderem Spiegel: „Bibliothèque de Mr. le Vicomte de Vaufreland“; Exlibris auf vorderem fliegenden Vorsatz recto: „Ex libris Regis Bayle Consulde de S.M. la Roi des Belges“, signiert R. Crozet. Vordergelenk geplatzt, doch stabil, Kanten stellenweise leicht berieben. Innen ein schwacher brauner Fleck im unteren weißen Rand einige Lagen, sonst recht frisch; regliert.
{Vorbesitz2 Philosophie Early Printing Antike Averroes Lingua Latina Geisteswissenschaft}
19th century calf backed boards, spine gilt. Upper joint cracked, but sound. A small stain to lower margin of some quires, ruled in red.
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Aristoteles - Giphanius, Obertus (Hubert vn Giffen): Commentarij in decem libros ethicorvm Aristotelis ad Nicomachvm, post sat bene longam suppressionem, boni publici gratia, iam primum in lucem editi. Opvs, enarrationis svbtili perspicuitate, perspicuaque subtilitate, styli eleganti puritate, Historiarum allegatione, variarum magni momenti quæstionum [gr.:] parérgôs insertarum solida discussione quam commendatissimum: eoq; omnibus cum Philosophiæ, tum Iurisprudentiæ studiosis longe vtilissimum. Cvm indice rervm, verborvm et sententiarum locupletissimo. Frankfurt: Lazarus Zetzner, 1608.
Empfänger der Widmung sind Georgius-Fridericus, Philippus-Ludovicus, und Johannes-Jacobus in Rappoltstein. Hubert van Giffen (1534-1604) aus Buren studierte zu Leuven und Paris und wurde 1567 in Orléans zum Doktor der Rechte promoviert. In Straßburg wurde er Professor für Moral und Philosophie, lehre zu Ingolstadt und Altorf und wurde schließlich kaiserlicher Rat. Vgl. Jöcher II,988-989. Sehr umfangreicher Wortkommentar zur Nikomachischen Ethik, den Wörtern oder kurzen Phrasen des griechischen Textes folgen jeweils die ausführlichen Erläuterungen in Latein mit Verweisen auf die antike griechische und römische sowie die Renaissancephilosophie.
Einband leicht fleckig, innen minimal gebräunt, sonst gut. Schönes, dekoratives Exemplar. Selten.
{Philosophie Ethik Early Printing Aristoteles Ethica Nicomachea Antike Griechen Lingua Latina Graeca Geisteswissenschaft}
Contemporary vellum. Good copy.
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Aristoteles - Sokoll, Georg Joseph: Tractatus In Universam Philosophiam Aristotelicâ juxta Mentem Divi Thomæ Acqvinatis Angelici Doctoris Expensis. Traditur ab admodum Reverendis Religiosis Eximiis ac emeritis Patribus: Seniore Paulo Franta, Juniore Amando Streer. Sacri ac exempti Ordinis Sancti Benedicti in Cladrub [i.e. Kladruby in Böhmen] profes(o)ris. In celeberrimo Archi Episcopali Collegio pro tempore Porfessoribus Dignissimis. Freqventatur verô à me Georgio Josepho Sokoll, de Ottwowicz ejusdem præfati Collegii Philosophiæ Auctore, ac ejusdem in digno Canditato. Anno Dmi 1739.
Beigebunden / bound with: Tractatus Philosophicus Aristotelico Thomisticus in Logicam (...).
Beigebunden / bound with: Tractatus Philosophicus Aristotelico Thomisticus in Philosophiam Naturalem Seu Phys(ic)am (...).
Beigebunden / bound with: Philosop(h)iæ Naturalis Aristotelico Thomisticæ Pars 2da. Complectens libros de Mundo, Coelo, Generatione Corruptiôe Meteoris et anima.
Beigebunden / bound with: Tractatus Philosohpicus [sic!] Aristotelico Thomisticus Continens ea qvæ tradi solent in Metaphisica Conformiter ad Mentem D. Thomæ Acqvinatis Doctoris Angelici (...).
Lateinische Handschrift in braunschwarzer Tinte auf Papier. Deutsche Kurrentschrift, einspaltig, meist 31-40 Zeilen.
Otvovice / Wotwowitz in Böhmen, 1739-1749.
Behandelt werden im ersten Teil neben der Logik auch sprachtheoretische Thesen. Insgesamt eine äußerst umfangreiche Handschrift zur jesuitisch-thomistischen Aristoteles-Rezeption.
Einband fleckig und stärker bestoßen, Bezüge mit Fehlstellen. Erster Titel leicht fleckig, im Innenfalz teils ein kleiner, nicht störender Wurmgang. Büttenränder etwas angestaubt; sonst innen nur minimal fleckig.
{Philosophie philosophy Theologie Aristoteles Rarissimum Lingua Latina Manuscripts Geisteswissenschaft Sprachwissenschaft}
Contemporary vellum-backed boards. Manuscript. Corners bumped, binding worn, first title stained.
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Armerval, Eloy d' - Ward, Charles F. (Hrsg.): Le liure de la Deablerie. Iowa: University, [1922].
Über das Leben des Verfassers ist wenig bekannt; nach eigener Aussage wurde er in Béthune im Artois geboren. 1463 war er ’Maistre des enffans de coeur de St.-Croix d’Orléans’; gegen 1497 begann er an „Le livre de la Deablerie“, das mehr als zehn Jahre bis zur Vollendung benötigte und vom dem keine Manuskripte überliefert sind. 1508 erschien das Werk bei Michel le Noir in Paris. „The ’Deablerie’ stands forth as unique in its time. With due allowance for the genre employed, there is even a suggestion of the greater deableries of later date, the ’Fausts’ of Marlowe and of Goethe“ (Vorwort). „Comment Lucifer appelle Satan pour qu’il vienne lui parler. Comment Lucifer apaise et flatte Satan. Des Prodigues et Lubriques qui nourissent filles à plaisir. De l’influence de Lucifer sur les Friands, les Avaricieux, les Usuriers. Du breuvage des damnés préparé par Lucifer. Des bouchers qui trompent leurs pratiques, etc...“ (Caillet).
Einband etwas berieben, Leder teils etwas beschabt; innen recht gut.
{illustriert2 Buchwesen Sittengeschichte Philosophie philosophy Theologie Geschichte Geisteswissenschaft Philosophie Lucifer Satan Teufel Diabolus}
Contemporary leather-backed boards, rubbed in places, internal condition good.
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Arpe, Peter Friedrich: Themis Cimbrica, sive de Cimbrorum et Vicinarum gentium antiqvissimis institutis commentarius. Hamburg: Off. Koenig, 1737.
Erste Ausgabe von Arpes letztem Werk, in dem er Ursprung, Geschichte und Wanderungen der behandelten Völker untersucht, sowie deren gesellschaftliche Verfassung und Entwicklung des Rechtswesen darlegt. Mit zahlreichen Quellenzitaten und bibliographischen Verweisen. Zum Drucker Conrad König siehe Kayser: „Hamburger Bücher“, p. 98. Peter Friedrich Arpe (1682-1740), Sohn eines Kieler Bürgermeisters, Jurist und Historiker, studierte in Kiel und Kopenhagen die Rechte. 1712 hielt er in Kiel zunächst als Privatdozent Vorlesungen und trat 1721eine Professur für öffentliches und vaterländisches Recht an. Meinungsverschiedenheiten mit Kollegen führten drei Jahre später zu seiner Entlassung; um 1726 ließ er sich als Jurist und Schriftsteller in Hamburg nieder und war zwischen den Jahren 1729 und 1731 braunschweigisch-wolfenbüttelscher Legationsrat. 1733 folgte Arpe einem Ruf des Herzogs Christian Ludwig von Mecklenburg an die Regierungskanzlei in Schwerin, wo er bis zu seinem Tod tätig war. Daneben trieb er historische und bibliographische Studien. „Arpe is an interesting transition figure, and in his writings there is a reflection of the last remnants of 17th-century thinking colored with negromantic superstition. At the same time one finds in him the first rather veiled but recognizable stirrings of the Age of Enlightenment“ (Faber du Faur, p. 403). Vgl. ADB I,609; Jöcher/Adelung I,1132; „Allgem. Lit. Anzeiger“ 1801, Nr. 121, pp. 1148-51.
Einband berieben, fleckig und bestoßen, innen nur vereinzelt etwas fleckig.
{Geschichte Geisteswissenschaft history Recht Jura law Kimbern Kulturgeschichte history Erstausgabe Lingua Latina}
First edition. Early 19th-century boards. Binding bumped, slightly stained; inner condition good.
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Arpe, Peter Friedrich: De prodigiosis naturæ et artis operibus talismanes et amuleta dictis cum recensione scriptorum huius argumenti liber singularis. Hamburg: Christian Liebezeit, 1717.
Erste Ausgabe, erst 1792 erschien eine deutsche Übersetzung (= Jouin/Descreux 855). „Contient des remarques sur environ 530 auteurs et ouvrages occultes“ (Caillet I, p. 64). Beschreibt die Werke antiker, mittelalterlicher und Renaissance-Autoren, bis solche ins 18. Jh. hinein, darunter auch Schriften arabischer Verfasser. Arpe, „ein sehr gelehrter, fleißiger und vernünftiger Jurist“ (Zedler, Suppl. II,1751), verfaßte diesen „Epilog der Talismanologie aus einer Zeit, in der die Blütezeit dieser Kunst längst vorüber war“ (Biedermann: Handlexikon der magischen Künste, 3. Auflage, I,62).
Peter Friedrich Arpe (1682-1740), Sohn eines Kieler Bürgermeisters, Jurist und Historiker, studierte in Kiel und Kopenhagen die Rechte. 1712 hielt er in Kiel zunächst als Privatdozent Vorlesungen und trat 1721 eine Professur für Öffentliches und Vaterländisches Recht an. Meinungsverschiedenheiten mit Kollegen führten drei Jahre später zu seiner Entlassung; um 1726 ließ er sich als Jurist und Schriftsteller in Hamburg nieder und war zwischen den Jahren 1729 und 1731 braunschweigisch-wolfenbüttelscher Legationsrat. 1733 folgte Arpe einem Ruf des Herzogs Christian Ludwig von Mecklenburg an die Regierungskanzlei in Schwerin, wo er bis zu seinem Tod tätig war. Daneben trieb er historische und bibliographische Studien. „Arpe is an interesting transition figure, and in his writings there is a reflection of the last remnants of 17th-century thinking colored with negromantic superstition. At the same time one finds in him the first rather veiled but recognizable stirrings of the Age of Enlightenment“ (Faber du Faur, p. 403).
Einband fleckig und wasserrandig; Bibliothekstempel auf Titel, erste zwei Lagen etwas wasserrandig, sonst hell stockfleckig, eine Lage papierbedingt gebräunt, gegen Ende gebräunt. Sehr selten.
{Bibliographie bibliography Amulette Talismane Magie Okkulta Sigille occultism amulet talisman Lingua Latina}
First edition. Contemporary wrappers. Waterstained, some foxing. “An interesting transition work reflecting the contradictory tendencies of a period which stands between (true or pretended) piety and belief in magic on the one hand, and the freethinking of the Enlightenment on the other. Here under the mask of Christian piety we find observations, really damaging to religious belief, on the astrological and fetishistic superstitions of great theologians such as Thomas Aquinas, who are here closed together with superstitious natural scientists like Paracelsus“ (Faber du Faur, p. 404). “Arpe is an interesting transition figure, and in his writings there is a reflection of the last remnants of 17th-century thinking colored with negromantic superstition. At the same time one finds in him the first rather veiled but recognizable stirrings of the Age of Enlightenment“ (Faber du Faur, p. 403).
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Art-déco-Vorlagen: Handgemalte Vorlagen. Oben jeweils mit landschaftlich, architektonisch oder heraldisch gefüllten Kartuschen; reiche ornamentale Verzierung der eigentlichen Rahmen. Tusche, farbige Tinten und Wasserfarben auf Karton. Jugendstil bis Art déco. Deutschland, (um 1910?).
Sehr zarte wie feine Malereien eines unkannten Künstlers, mittig meist mit schwachen Gitterlinien. Einige Blatt mit kleinem Sammlerprägestempel unten im weißen Rand. Unikat.
Wohlerhalten.
{Originalgraphik Art-déco Jugendstil Tuschzeichnungen Wasserfarbenmalerei Deckfarben Aquarell}
Watercolours on paper. 39 leaves. Please see the photograph.
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Athanasius, S. & Bernhardus de Lutzenburgo:
Athanasius: D. Athanasii episcopi Alexandrini facundissimi illius ecclesiæ propugnatoris omnia opera, quæ in hunc usq(ue) diem è Græco in Latinam linguam uersa sunt: nunc recens quamexactissima diligentia recognita & ecxusa, quorum catalogum sequens pagelle indicabit. Interpretes. Iohannes Aretinus, Ambrosius Monachus, Angelus Politianus, Iohannes Capnion, Erasmus Roterodamus. Köln: Eucharius Cervicornus, 1532. Octavo. 155 x 97 mm. [108], 575 (recte 579), [1 weiße] Seiten. - [Lagensignaturen:] A-F8, G6, a-z8, aa-mm8, nn10.
Beigebunden / bound with Bernhardus de Lutzenburgo: Catalogus haereticorvm omnium penè, qui ad hæc usq(ue) tempora passim literarum monumentis proditi sunt. illorum nomina errores, & tempora quib. uixerunt ostendens: quê F. Bernardus Lutzenburgus artium & sacrarum litterarum professor, ordîn. Prædicatorij quinq(ue) libris conscripsit, in quo & de Lutero & de aliijs nuper ortis hæreticis multa deprehendes. Editio quinta, nunc ab ipso autore & aucta & recognita. Köln: Johannes Kempensis für Godefridus Hittorpius, 1537.
I: Frühe lateinische Ausgabe der Werke des Hl. ATHANASIUS, Bischof von Alexandria (um 295-373), der 17 Jahre seiner Amtszeit im Exil verbrachte, darunter auch in Trier. Enthält u.a. „Contra gentiles“, „De incarnatione verbi“, „Disputatio contra Arrium“, „In vim psalmorum“, „Exhortatio ad Monachos“, „De spiritu sancto“. Seine Schriften sind Zeugnisse kirchlicher Publizistik, zumeist antiarianische Dokumentationen. Daneben war sein Werben für das Mönchstum bedeutend. Zahlreiche exegetische Werke sind nur in Fragmenten überliefert. Unter den Übersetzern auch Johannes Reuchlin, der die Psalmenerklärung und „Liber de variis quaestionibus“ übertrug.
II: Der beigebundene „Catalogus“ ist eine in Anlehnung an das „Directorium Inquisitorum“ des spanischen Dominikaners Nikolaus Eymerich verfaßte Geschichte der Häresie vom alexandrinischen Presbyter Arius bis Luther. Der Dominikaner BERNHARD VON LUXEMBURG (um 1460 - 1535), immatrikulierte 1481 an der Kölner Universität, wo er in der Folgezeit auch in den Orden eintrat und von diesem zur theologischen Ausbildung nach Löwen gesandt wurde. 1505 wurde er zum Magister der Studierenden des Kölner Klosters ernannt. Wohl 1512 erwarb er, seit 1510 nach Köln zurückgekehrt, die Doktorwürde. Im Sommer 1513 reiste er nach Erfurt mit dem Auftrag, über die Schriften Reuchlins, insbesondere dessen „Augenspiegel“, sein Urteil abzugeben. Sein Eifer um die Verteidigung des Katholizismus als unermüdlicher Gegner Luthers brachte ihm das Amt des Inquisitor von Köln, Mainz und Trier ein. Er „zog sich aber, weil er dabey zu viel Schärffe brauchte, grosses Ungemach zu“ (Jöcher I,1006).
Einband teils etwas berieben, Hinterdeckel oben lederbedingt etwas berieben. Innen minimal gebräunt. I mit zeitgenössischem Besitzvermerk „Francisci Richard“ auf Titel. Insgesamt schönes Exemplar.
{signiert1 Häresie Early Printing alter handgefertigter Meistereinband handmade binding Häretiker Luxembourg Luxemburg Köln Inquisition Luther Arius Antike Philosophie Lingua Latina Geisteswissenschaft}
Contemporary German blindstamped pigskin over pasteboards, four raised bands, bound by Hans Pfister, Tübingen. Binding rubbed.
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Avancinus, Nicolaus: Orationes in tres partes divisæ, Quarum prima continet orationes De Deo, & Deo homine; secunda De Beata Virgine, & Sanctis; tertia, Panegyres, Epicedia, Prolusiones, & Exercitationes Oratorias. Köln: Joan. Wilhelm Friesse für Joan. Everhard Fromart, 1704.
Der Jesuit, asketische Theologe, Dichter und Schriftsteller Niccolò Avancini (1611-1686) lehrte zu Trient, Laibach, und Wien Grammatik, Rhetorik, Philosophie und Theologie; ab 1664 hatte er verschiedene höhere Ämter im Jesuiten-Orden inne. Seine Dramen, für Passau und Wien geschrieben, wurden hoch bewertet; wie seine Gesänge im Horazischen Stile, seine Lieder, meist über die Greuel des Dreißigjährigen Krieges, und seine rhetorischen Werke sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuten und mehrmals aufgelegt wurden. Vgl. Jesuiten-Lexikon 142-143.
Einband teils etwas fleckig, innen gut.
{Jesuiten Rhetorik Theologie Philosophie Dreißigjähriger Krieg Lingua Latina Geisteswissenschaft}
Contemporary vellum. Good.
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Bahrdt, Carl Friedrich: Katechismus der natürlichen Religion, als Grundlage eines jeden Unterricht in der Moral und Religion, zum Gebrauche für Eltern, Prediger und Zöglinge. Zweite, vermehrte Auflage. Görlitz: „bei Hermsdorf und Anton“, 1795.
Das Werk bietet eine durchweg pragmatische Sicht auf das Phänomen Religion. Religiöse Menschen werden an ihrem Verhalten erkannt, die Wahrheiten der natürlichen Religion können in allen enthalten sein, die Existenz eines Gottes kann nicht aus der Offenbarung abgelesen werden, Übel entsteht aus der Unvollkommenheit, der Begrenzheit. Carl Friedrich Bahrdt (1741-1792) war Professor in Leipzig, Erfurt und Gießen; 1776 wurde er General-Superintendent in Dürkheim, 1777 wurde er Freimaurer, 1778 wegen Ketzerei abgesetzt, dann 1779 Dozent in Halle. Nach dem Tode Friedrich II. wurde er zur Aufgabe seiner Vorlesungen gezwungen. Er endete als Gastwirt in Nietleben bei Halle, wo er eine Winkelloge unterhielt und die freimaurerische ’Deutsche Union’ begründete, die Jesus als Stifter einer geheimen Ordensgesellschaft begriff (vgl. Lennhoff/Posner 348). Nach dem Wormser Eröffnungstreffen 1788 wurden die Statuten der Loge von J.D. Bode verraten; Bahrdt wurde wegen einer Satire auf das preußische Religionsedikt verhaftet und in Magdeburg eingekerkert. Bahrdt entwickelte sich vom Orthodoxen zu immer größerem Radikalismus und wurde endlich radikaler Parteigänger der Französischen Revolution; die französische Republik ernannte ihn nach seinem Tode 1792 zum Ehrenbürger. Seine theologischen Ansichten ließen vom Christentum nichts als nackten Deismus übrig, wofür das vorliegende Werk anschauliches Beispiel gibt.
Broschur berieben, Titel und dessen Verso angestaubt und gestempelt, etwas eselsohrig und stockfleckig. Sehr selten.
{Ethik Religion Naturreligion Pädagogik Schule Unterricht Predigt Moral Gottesglaube}
Contemporary wrappers, second enlarged edition.
» Bestellnr. 920 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Baier, Johann Jacob: Biographiae professorum medicinae qui in academia Altorfina unquam vixerunt. Singulorum aere expressis iconibus additis. Nürnberg & Altdorf: Johann Daniel Tauber Erben, 1728.
Johann Jacob Baier (1677-1735) war Mediziner, Naturforscher, Geologe und Paläontologe, ein „wegen seiner glücklichen Kuren berühmter Arzt“, der zu Jena und Halle studierte, er bereiste dann Sachsen, Preußen und Livland, promoviert ging er 1701 nach Nürnberg, 1704 wurde er Professor der Medizin zu Altdorf. Nach Schröcks Tod wurde er Präsident der Akademie und kaiserlicher Leibarzt. Er sammelte Pflanzen, Mineralien und Versteinerungen, und verfaßte über diese Petrefacten zwei Werke; cf. ADB I,774-775 & Poggendorff I,88.
Wohlerhalten. Es fehlen die beiden gestochenen Frontispize sowie 11 ganzseitige gestochene Portraits. Selten.
{illustriert2 Altdorf Ärzte Mediziner Biographien}
First edition, wrappers, good, lacks the two frontispieces and eleven of fourteen engraved plates depicting medical scientists and physicians.
» Bestellnr. 1286 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Balthasar, Joseph Anton Felix von (anonym): Gedanken und Fragmente, zur Geschichte des Gemeineidsgenössischen Rechtes; nebst einigen dahineinschlagenden Urkunden. Ein Neujahrgeschenke seinen Mitbürgern gewidmet 1783. Fünftes Stück. Luzern: Joseph Aloys Salzmann, 1783.
Enthält neben der Einleitung fünf Fragmente sowie einen Anhang historischer Anmerkungen und Urkunden: „Erstes Fragment. Von den Bündnissen, Burg- und Landrechten“; „Zweytes Fragment. Von den allgemeinen Gesetzen“; „Drittes Fragment. Von der Souverainität der Eidsgenossenschaft überhaupt und der der verbündeten Ständen insbesondere“; „Viertes Fragment. Von dem eidsgenössischen Rechte, und was demselben unterworfen“; „Fünftes Fragment. Von den Gesetzen der Eidsgenossen, die Zwiste in Religionssachen zu verhüten“. Joseph Anton Felix von Balthasar (1737-1810) aus Luzern studierte zu Lyon und wurde 1755 nach seiner Heimkehr Großrat des Kantons Luzern, nach seines Vaters Tod Kleinrat und Säckelmeister; 1798 wurde er zum Präsidenten des Stadtrates gewählt und hatte den Posten bis 1807 inne, als er sich ins Privatleben zurückzog, um sich ganz seinen Studien zu widmen. Seine Helvetica-Sammlung schenkte er der Gemeinde Luzern, sie bildete den Grundstock zu deren Bürgerbibliothek. Cf. ADB II,32.
Einband leicht berieben, Ecken etwas bestoßen; innen leicht stockfleckig.
{Schweiz Gesetze Bündnisse Burgrecht Landrecht Recht Jura Eidgenossenschaft Religionen Konfessionen Urkunden}
First edition. Contemporary boards, slightly rubbed, some foxing. Scarce. Balthasar was an influential and important Swiss statesman.
» Bestellnr. 401 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Baluschek, Hans: Eigenhändiger Brief; schwarze Tinte auf Papier, eine Seite. „Berlin N.W 23. Klopstockstr. 22“, 1904.
An Herrn Mehring: „Wenn ich mich nicht sehr täusche, verdanke ich die liebenswürdig-witzige Anerkennung im „Ulk“ Ihnen. Ich freue mich aufrichtig, dass mein Bier Ihrem Empfinden so nahe gekommen ist.“ Datiert auf den 04.04. 1904 und unten eigenhändig unterschrieben.
Wohlerhalten. Dabei: drei Werke über Baluschek.
{autograph2 Kunst Autographen Berlin Ulk Bier Rarissimum Manuscripts}
Autograph letter.
» Bestellnr. 1820 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Balzac, Honore de: Jesus Christus in Flandern. Übertragen von Fritz Hacke. München: Dioskuren-Verlag, 1923.
Eines von nur 300 handnumerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe. Vom Künstler unter jeder Illustration handsigniert, andere Exemplare der Vorzugsausgabe sind nur im Kolophon signiert. Mit expressiven Illustrationen zu Balzacs der Dichterin Desbordes-Valmore gewidmeter Legende. Schöner Antiqua-Druck mit verzierten Initialen.
Vorsätze teils leicht stockfleckig, Ecken minimal berieben. Schönes Exemplar der Vorzugsausgabe mit allen vier Illustrationen vom Künstler signiert.
{Originalgraphik Illustration}
Original leather, one of 300 copies printed.
» Bestellnr. 337 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Balzac, Honoré de: Die verlassene Frau. Mit vier Original Steinzeichnungen von Klaus Richter. Berlin: Nicolaische Verlagsbuchhandlung / R. Stricker, 1921.
Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. Übertragung von Franz Werner Schmidt. Druck von Mänicke und Jahn in Rudolstadt. - Es gibt eine VA in 30 Exx. auf Handbütten in Handeinband, bei der die Lithos signiert sind.
Einband an den Kanten minimal berieben. Innen gut.
{illustriert2 Originalgraphik Kunst Illustration Erstausgabe}
First edition. Original leather-backed boards.
» Bestellnr. 3850 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Balzac, Honoré de: Die schöne Imperia und andere tolldrastische Geschichten. Illustriert von Wilhelm M. Busch. Heidenheim: Erich Hoffmann, 1959.
„Maecenas-Liebhaberdrucke“. Eins von nur 300 Exx., die von Franz Spiegel in Ulm in Ganzleder gebunden wurden und vom Illustrator im Impressum signiert sind. Die Zeichnungen wurden in Feinstrich-Ätzungen reproduziert; gedruckt auf Zerkall-Bütten.
Rücken etwas ausgeblichen, Vdeckel mit leichter Lichtspur, oberes Kapitel minimal angeplatzt. Innen papierbedingt vom Rand her minimal gebräunt
{illustriert2 Illustration}
Original leather, gilt.
» Bestellnr. 195 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Balzac, Honoré de: Die Chouans oder Die Bretagne im Jahre 1799. München: Der Bücherwinkel, 1923.
Eins von nur 75 römisch in der Druckpresse numerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zweiten Folge aller 60 Original-Lithographien, jede davon vom Künstler handsigniert, lose in einer gesonderten Original-Maroquinmappe. Gesamtauflage 375 Exx. Unter dem Kolophon von F. Heubner signiert. Dieses Exemplar, Nr. XLV, wurde gedruckt für das „Kaufhaus des Westens, Berlin | Bücherabteilung“. Druck der Lithographien durch die Kunstanstalt Heinrich Eigner, des Textes in der Breitkopf-Fraktur von B. Heller in München. - Der Münchner Maler und Graphiker Friedrich Leonhard Heubner, Schüler von Julius Diez und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der „6“, der auch Emil Preetorius angehörte, zeichnete u.a. Karikaturen für die „Jugend“, Plakate u.a., war aber vor allem als Buchillustrator tätig. Seine Werke wurden ab 1912 auf zahlreichen Ausstellungen der „Secession“ in München und Berlin gezeigt. Seine zarte wie lockere Manier erinnert an Slevogt oder Meid. Vgl. Thieme/B. XVII,2; Vollmer II,436 & Schauer II,97. Die Abbildung auf meiner Angebotseite aus der Extrasuite.
Die Einbandrücken in der unteren Hälfte mit wenigen schwachen, kleinen Flecken, an den Gelenken stellenweise minimal berieben. Innen im äußersten weißen Rand papierbedingt minimal gebräunt. Sonst sehr gut.
{signiert1 signiert2 Originalgraphik illustriert2 Illustration moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Impressionismus KaDeWe}
First edition. Brown morocco, gilt, five raised bands, bound by Heyne-Ballmüller. One of 75 copies, of a total edition of 375. With the Extrasuite of the lithograph illustrations by Friedrich Heubner. Fine.
» Bestellnr. 2378 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Barclay, John - Alexander, Andreas: Eröffnungs Schrift, über Herrn Johann Barclajens Argenis. Aus dem Lateinischen übersetzet, Anno Christi 1659. S.l., 1659.
Erste Ausgabe. Der Kommentar bezieht sich auf die Übersetzung der Argenis durch J.M. Opitz. Andreas Alexander, ein aus der Mark Brandenburg stammender Mathematiker, kam um 1660 nach Nürnberg, fünf Jahre später zog er nach den Niederlanden, wo er einige Zeit später verstarb. Cf. Jöcher I,260.
Name auf Titel, papierbedingt leicht gebräunt. Sehr selten.
{Philosophie Staat Early Printing Brandenburg Nürnberg Erstausgabe Geisteswissenschaft}
First edition. 19th-century calf-backed boards, spine gilt.
» Bestellnr. 4881 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Barker, Nicolas: Aldus Manutius and the Development of Greek Script & Type in the Fifteenth Century. Second Edition. New York: Fordham University, 1992.
Eins von nur 350 Exemplaren. Unverzichtbares Standardwerk zum Thema in der überarbeiteten und vermehrten zweiten Auflage.
Eine Ecke leicht bestoßen, sonst neuwertig.
{Antike Griechisch Lingua Graeca Greek type Typenguß Inkunabelkunde incunabula typography}
Original cloth, one corner slightly bumped, o/w very good. One of 350 copies printed.
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Bartholinus, Thomas: De libris legendis dissertationes, Quas Propter raritatem ac Præstantiam Publicæ luci restituit, & de vana librorum pompa Præfatus est Joh. Gerh. Meuschen. s'Gravenhage: Nicolaus Wildt, 1711.
Ca. 500 Einträge. „... Commentarium ’de Libris Legendis’ scribendi. Parvæ quidem liber molis est, sed in quo quasi constipata sunt utilissima de Libris monita & notitiæ ad multas disciplinas utiles.“ (Morhof: Polyhistor, I,xvi).
Einband stark berieben, Gelenke geplatzt. Titel mit zwei Stempeln, sonst innen gut und frisch.
{Bibliographie bibliography Lingua Latina}
Contemporary calf, rubbed. Inner condition good.
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Bauer, Bruno: Deutschland und die französische Revolution. Dritte Abtheilung. Die Politik der Revolution vom Baseler Frieden bis zum Rastadter Congreß. Charlottenburg (i.e. Berlin): Egbert Bauer, 1845.
Erste Ausgabe. In sich selbständiger Teil von „Geschichte der Politik, Cultur und Aufklärung des achtzehnten Jahrhunderts“. Der Hegelschüler, evangelische Theologe und Publizist Bruno Bauer (1809-1882) studierte Theologie und Philosophie zu Berlin. 1836 gründete er die „Zeitschrift für spekulative Theologie“. In Bonn wandte sich dem Linkshegelianismus zu und vertrat in seiner Philosophie des Selbstbewußtseins einen radikalen Atheismus, so stellte er die Evangelien als Produkt ihrer Verfasser dar und bestritt die historische Existenz der Person Jesu. Dies führte zum Entzug der Lehrbefugnis. Bauer ließ sich in Berlin nieder, wo er als Historiker und politisch konservativer Publizist arbeitete und als entschiedener Antisemit auftrat; er gilt als der geistige Vater des konservativen Staats- und Gesellschaftslexikons Wagners (1815-1889). Er beeinflußte Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Friedrich Engels, Max Stirner, Julius Fröbel und Arnold Ruge – doch überrragt er Nietzsche oder Lenin an geschichtlicher Sachkenntnis und Sachkritik. „Er proklamierte ... das Programm des konsequent humanistischen Selbstbewußtseins als die kommende Revolution“ (RGG3 I,923). Vgl. Ziegenfuß I,84. Der Drucker des Werkes, Edgar, war sein Bruder, mit dem Bauer als Landwirt zusammen in Rixdorf (Neukölln) bei Berlin lebte.
Rücken ausgeblichen; innen meist etwas stockfleckig. Sehr schönes Exemplar, selten.
{signiert1 Befreiungskriege Napoleon Französische Revolution moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Preußen Geschichte Geisteswissenschaft Europa France Erstausgabe}
First edition. Morocco-backed boards, spine gilt, bound by Zaehnsdorf.
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Bauer, Bruno: Deutschland während der Zeit der französischen Revolution. Erste Abtheilung. Charlottenburg (i.e. Berlin): Egbert Bauer, 1844.
Beigebunden / bound with: Deutschland und die französische Revolution. Zweite Abtheilung. Die Politik der Revolution bis zum Frieden von Basel. Charlottenburg (i.e. Berlin): Egbert Bauer, 1845.
Beigebunden / bound with: Deutschland und die französische Revolution. Dritte Abtheilung. Die Politik der Revolution vom Baseler Frieden bis zum Rastadter Congreß. Charlottenburg (i.e. Berlin): Egbert Bauer, 1845.
Erste Ausgabe. In sich selbständiger zweiter Band von „Geschichte der Politik, Cultur und Aufklärung des achtzehnten Jahrhunderts“. Der erste Teil „Deutschland in den ersten 40 Jahren des 18. Jh.“ (Berlin, 1843; VIII, 320 Ss.) behandelt die Zeit vor der Französischen Revolution. Der Hegelschüler, evangelische Theologe und Publizist Bruno Bauer (1809-1882) studierte Theologie und Philosophie zu Berlin. 1836 gründete er die „Zeitschrift für spekulative Theologie“. In Bonn wandte sich dem Linkshegelianismus zu und vertrat in seiner Philosophie des Selbstbewußtseins einen radikalen Atheismus, so stellte er die Evangelien als Produkt ihrer Verfasser dar und bestritt die historische Existenz der Person Jesu. Dies führte zum Entzug der Lehrbefugnis. Bauer ließ sich in Berlin nieder, wo er als Historiker und politisch konservativer Publizist arbeitete und als entschiedener Antisemit auftrat; er gilt als der geistige Vater des konservativen Staats- und Gesellschaftslexikons Wagners (1815-1889). Er beeinflußte Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Friedrich Engels, Max Stirner, Julius Fröbel und Arnold Ruge – doch überrragt er Nietzsche oder Lenin an geschichtlicher Sachkenntnis und Sachkritik. „Er proklamierte ... das Programm des konsequent humanistischen Selbstbewußtseins als die kommende Revolution“ (RGG3 I,923). Vgl. Ziegenfuß I,84. Der Drucker des Werkes, Edgar, war sein Bruder, auf den „die Polizei sehr übel zu sprechen war“ (Houben I,42), mit dem Bauer als Landwirt zusammen in Rixdorf (Neukölln, damals) bei Berlin lebte.
Rücken etwas verfärbt, Vorderdeckel mit schwachem Lichtrand. Bibliothekstempel und Doublettenvermerk auf Titel, die Reihentitel wurden beim Binden entfernt; meist etwas stockfleckig. Sehr schönes Exemplar, selten.
{signiert1 Befreiungskriege Französische Revolution Napoleon moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Preußen Geschichte Geisteswissenschaft Europa France Erstausgabe}
First edition. Morocco-backed boards, spine gilt, bound by Zaehnsdorf.
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Bauer, Bruno: Der Sturz der Französischen Republik und des deutschen Reichs durch Napoleon Bonaparte. [2 Bände in 1]. I: Berlin: Gustav Hempel, 1850. - II: Charlottenburg (i.e. Berlin): Egbert Bauer, 1846.
Zweiter Band in erster Ausgabe; der erste in zweiter. Beschreibt vom Sturz des Direktoriums, über Bonapartes Verhältnis zu den Parteien und England, den Lüneviller Frieden, bis zum lebenslangen Consulat die Geschichte Frankreichs und Deutschlands im europäischen Rahmen. Der Hegelschüler, evangelische Theologe und Publizist Bruno Bauer (1809-1882) studierte Theologie und Philosophie zu Berlin. 1836 gründete er die „Zeitschrift für spekulative Theologie“. In Bonn wandte sich dem Linkshegelianismus zu und vertrat in seiner Philosophie des Selbstbewußtseins einen radikalen Atheismus, so stellte er die Evangelien als Produkt ihrer Verfasser dar und bestritt die historische Existenz der Person Jesu. Dies führte zum Entzug der Lehrbefugnis. Bauer ließ sich in Berlin nieder, wo er als Historiker und politisch konservativer Publizist arbeitete und als entschiedener Antisemit auftrat; er gilt als der geistige Vater des konservativen Staats- und Gesellschaftslexikons Wagners (1815-1889). Er beeinflußte Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Friedrich Engels, Max Stirner, Julius Fröbel und Arnold Ruge – doch überrragt er Nietzsche oder Lenin an geschichtlicher Sachkenntnis und Sachkritik. „Er proklamierte ... das Programm des konsequent humanistischen Selbstbewußtseins als die kommende Revolution“ (RGG3 I,923). Vgl. Ziegenfuß I,84. Der Drucker des zweiten Teils, Edgar, war sein Bruder, mit dem Bauer als Landwirt zusammen in Rixdorf (Neukölln) bei Berlin lebte.
Rücken etwas verfärbt, Vorderdeckel mit schwachem Lichtrand. Kleiner Namenstempel auf Titel, anfangs etwas fleckig. Sehr schönes Exemplar, selten.
{signiert1 Befreiungskriege Napoleon moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Preußen Geschichte Geisteswissenschaft Europa France}
First edition (ii) and second edition (I). Morocco-backed boards, spine gilt, bound by Zaehnsdorf.
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Bauer, Bruno: Deutschland und die französische Revolution. Zweite Abtheilung. Die Politik der Revolution bis zum Frieden von Basel. Charlottenburg (i.e. Berlin): Egbert Bauer, 1845.
Erste Ausgabe. In sich selbständiger Teil von „Geschichte der Politik, Cultur und Aufklärung des achtzehnten Jahrhunderts“. Der Hegelschüler, evangelische Theologe und Publizist Bruno Bauer (1809-1882) studierte Theologie und Philosophie zu Berlin. 1836 gründete er die „Zeitschrift für spekulative Theologie“. In Bonn wandte sich dem Linkshegelianismus zu und vertrat in seiner Philosophie des Selbstbewußtseins einen radikalen Atheismus, so stellte er die Evangelien als Produkt ihrer Verfasser dar und bestritt die historische Existenz der Person Jesu. Dies führte zum Entzug der Lehrbefugnis. Bauer ließ sich in Berlin nieder, wo er als Historiker und politisch konservativer Publizist arbeitete und als entschiedener Antisemit auftrat; er gilt als der geistige Vater des konservativen Staats- und Gesellschaftslexikons Wagners (1815-1889). Er beeinflußte Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Friedrich Engels, Max Stirner, Julius Fröbel und Arnold Ruge – doch überrragt er Nietzsche oder Lenin an geschichtlicher Sachkenntnis und Sachkritik. „Er proklamierte ... das Programm des konsequent humanistischen Selbstbewußtseins als die kommende Revolution“ (RGG3 I,923). Vgl. Ziegenfuß I,84. Der Drucker des Werkes, Edgar, war sein Bruder, mit dem Bauer als Landwirt zusammen in Rixdorf (Neukölln) bei Berlin lebte.
Rücken ausgeblichen; innen meist etwas stockfleckig. Sehr schönes Exemplar, selten.
{signiert1 Befreiungskriege Französische Revolution Napoleon moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Preußen Geschichte Geisteswissenschaft Europa France Erstausgabe}
First edition. Morocco-backed boards, spine gilt, bound by Zaehnsdorf.
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Bauer, Hans: L. Brade's Illustriertes Buchbinderbuch. Ein Lehr und Handbuch der gesamten Buchbinderei und aller in dieses Fach einschlagenden Kunsttechniken. Fünfte neu verbesserte Auflage. Halle/S.: Wilhelm Knapp, 1909.
Der Titel gibt nur 224 Textillustrationen an. Gewohnt gutes und umfangreiches Handbuch, in dem alle vorkommenden Buchbinderarbeiten, selbst die heute selten angewandten wie z.B. Schnittpunzieren, beschrieben und durch Abbildungen erläutert werden. Bauer war Buchbindermeister und Inhaber der Fachschule für Buchbinder zu Gera.
Einband mit kleiner Schabspur auf Vorderdeckel, der Teil mit den Mustern und die Anzeigen im Rand fleckig, sonst recht gut.
{Einbandkunde}
Fifth edition. Original cloth.
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Bauer, Johann Jacob: Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis. Oder vollständiges Verzeichniß rarer Bücher, aus den besten Schriftstellern mit Fleiß zusammen getragen und aus eigener Erfahrung vermehret. Erster Theil, von A-F. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1770. Beigebunden / bound with: (...) Zweyter Theil, von G-L. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1771.
Derselbe: Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis. (...) Dritter Theil, von M-R. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1771. Beigebunden / bound with: (...) Vierter Theil, von S-Z. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1772.
Derselbe: Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis. Svpplementorvm Volvmen I. (...) Erster Supplementband von A-C. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1774. Beigebunden / bound with: Bibliotheca librorvm rariorvm vniversalis. Svpplementorvm Volvmen II. (...) Zweyter Supplementband von D-Z. Nürnberg: Martin Jacob Bauer, 1774.
Beschrieben werden ca. 17.500 Titel meist des 15. bis 17. Jh. Etwa von der Hälfte des dritten Teils ab ist das Werk von Bernhard Friedrich Hummel bearbeitet. Es erschien wesentlich später, 1791, noch ein letztes Supplement, das jedoch nur noch 289 Ss. stark war und nur 2500 weitere Titel beschrieb. Die umfangreiche Bibliographie enthält (mit Quellenangaben) in alphabetischer Anordnung nach Autoren bzw. bei Anonyma nach Titeln: Klassiker-Ausgaben, Werke protestantischer Theologie, historische wie geographische Werke. Grundlagen waren die Methode von Lenglet du Fresnoy sowie die Verzeichnisse und Sammlungen von Baumgarten, Bünau, Bünemann, Engel, Feuerlin, Freytag, Reimmann, Schelhorn, Schwarz, Schwindel, Solger, Thomasius, Vogt u.a. - Exemplar aus süddeutschen Bibliotheken mit dem zeitgenössischen, gestochenen Wappenexlibris von „Franciscus Præpositus S. Salvatoris Pollingæ“; dem Exlibris des Gymnasiums und Lyceums zu München, dem mehrfachen Stempel der Phil.-theol. Hochschule Freising und schließlich dem Stempel der UB Freiburg mit Ausgeschieden-Vermerk auf den Titelversos und am Schluß.
Einbände leicht berieben, unteres Kapital von I/II leicht beschädigt. Kl. Wurmgang im unteren weißen Rand von Band I/II. Ein bzw. zwei Exlibris auf vord. Spiegel; Bibliotheksstempel. Blattweiser. Bisweilen leicht stockfleckig, sonst gut. - In so schönen Einbänden sehr selten.
{Bibliographie bibliography Theologie Philosophie philosophy Literaturwissenschaft Geographi}
First edition. Contemporary calf, gilt. Scarce.
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Bauerheim, Friedrich: Sammlung von Briefen, Erzählungen und Lehr Aufsätzen, nebst einem Anhang Gedichte, zum Gebrauch für Töchterschulen herausgegeben. Stuttgart: J. Scheible's Buchhandlung, 1834.
Enthält: Briefe (Billets, freundschaftliche Briefe, Einladungsbriefe, mitteilende Brierfe, Glückwunschbriefe, Beileidsbriefe, Bittbriefe, Dankbriefe, unterhaltende Briefe, belehrende Briefe, Ermahnungsbriefe), Erzählungen, Lehraufsätze und Gedichte von Maria von Schaumburg-Lippe, Mariane Schwab, Luise Riedel, Antonie Blüthner, Franziska Schumann, Rosamunde Haller, Malvina Günther, Sophie von Allwins (Pichler), Laura Groß, Zollikofer, Philippine Gärtner, Agathe Friedel, Marie Dillner, Herder, Ernst Wagner, Schlez, Jakobs, Geßner, Engel, Schiller, Meiners, Goethe, Garve, Zimmermann, Ehrenberg, Spiecker, matthison, Salis, Muhlmann, Heidenreich, Mahlmann, Tiedge, gaggesen, Caroline Pichler, Hebel, Gleim, Hölty, Kleist, Gellert, Bürger, Klopstock u.a.
Einband fleckig, Gelenke berieben, kleine Fehlstellen, Ecken bestoßen. Innen von wenigen schwach stockfleckigen Blätter abgesehen frisch. Sehr selten.
{Pädagogik Kinderbücher Gedichte Lyrik Prosa Frauen Schriftsteller höhere Töchter Erstausgabe}
First edition. Original cloth-backed boards. Scarce.
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Beauclair, Gotthard de: Oden auf Namenlos oder Vom Unerlässlichen. Frankfurt: Ludwig Oehms für Verfasser, 1989.
„Als Manuskript gedruckt“. Eins von nur 75 handnumerierten Exemplaren, die für den Freundeskreis des Dichters und Typographen bestimmt waren. Dies Exemplar mit eigenhändiger, signierter Widmung Beauclairs auf der ersten Seite: „Herrn Prof. Dr. H.-G. Gadamer - | in aufrichtiger Verehrung | zugedacht. | G. de Beauclair | XII. 89“.
Wohlerhalten. Von großer Seltenheit.
{Widmung2 signiert2 Lyrik Widmungsexemplare Autographen Rarissimum Manuscripts}
First edition. Original wrappers. One of 75 copies printed, inscribed and signed by Beauclair.
» Bestellnr. 408 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Beauharnais, Fanny de: L'Ile de la félicité, ou Anaxis et Théone, poëme philosophique en trois chants; précédé d'une épitre aux femmes (...) et suivi de quelques poésies fugitives. Paris: Masson, „An IX de la République“ [1800/1801].
„Le sujet de ce Poëme déplaira à ces messieurs, je l’espère, mais plaira sons doute à mon sexe.“
Einband berieben, oberes Kapital mit Fehlstelle, Ecken bestoßen. Innen im weißen oberen Vorderrand der ersten dreißig Seiten ein Braunfleck, sonst teils etwas stockfleckig.
{Frankreich France}
Contemporary leather-backed boards, rubbed. Some foxing and staining.
» Bestellnr. 4350 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bechmann, Johann Volkmar & Bustorff, Adrian: Dissertatio ivridica de poene et ivre ebriorvm, Vom Recht und Bestrafung der Betrunckenen, (...). Praeside viro (...) Dn. Ioh. Volk. Bechmann Hereditatio in Obern Tröbra, Icto et antecessore longe celeberrimo, consiliario Saxonico eminentissimo, cvriae provincialis, scabinatus et facvltatis ivridicae assessore gravissimo (...). Ad diem Agvsti. Anno 1673. Jena: Johann Volckm. Marggraf, 1737.
Zweite Ausgabe, die erste erschien 1673. Text in Latein, mit einigen Stellen in deutscher Sprache. Behandelt die Bestrafung von Trunkenheit bei Adligen, Bediensteten und Untertanen; beschreibt die Symptome alkoholischen Rausches durch Wein u.a. sowie die dadurch verursachten Krankheiten. Bechmann (1624-1689) war Jurist, Doktor und Professor zu Jena, daneben sächsischer Rat, Schöppe und Assessor der Juristenfakultät; cf. Jöcher I,891-892.
Papierbedingt leicht gebräunt. Selten.
{Recht Jura Bier Wein Krankheit Medizin Lingua Latina}
Second edition. 19th-century boards.
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Beckmann, Johann Gottlieb: Forst Calender, oder Verzeichniß derer Verrichtungen, die einem Förster in jedem Monate vorzüglich obliegen. Auf das Jahr 1766. Leipzig: „bey M.G. Weidmanns Erben und Reich“, s.a. [1766].
Der erste Jahrgang des Forstkalenders Beckmanns erschien 1764; er war Forstinspektor in Wolckenburg und Mitglied der Ökonomischen Gesellschaft; vgl. ADB II,238 - Jöcher/Adelung I,159. Das Kalendarium mit Hinweisen auf die im betreffenden Monat anfallenden Arbeiten. Ab fol. C3 verso mit den Beschreibungen einzelner Baumarten wie Nadelbäume (Fichte, Kiefer, Lerche, Tanne) und Laubholzbäume (Ahorn, Aspe, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Leimbaum, Linde, Weide), deren Anbau, Behandlung, Gebrauch und Nutzen. Am Schluß ein Überblick zu den Sonnen- und Mondfinsternissen des Jahres.
Einband teils etwas berieben, Bezug im Rand leicht ausgeblichen. Durchgestrichener Bibliothekstempel auf Verso des fliegenden Vorsatzes. Von leichten, papierbedingten Bräunungen abgesehen gut. Selten.
{Wald Forstwirtschaft forestry Kalender calendar diary Erstausgabe}
First edition. Contemporary boards. Ex-library.
» Bestellnr. 4581 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bédier, Joseph: Le Roman de Tristan et Iseut renouvelé. Préface de Gaston Paris. Vingtième édition. Paris: H Piazza & Cie., ca. 1911.
Auf dem vorderen fliegenden Vorsatz eine eigenhändige, signierte Widmung von Charles Simon an Richard Dehmel: „Richard Dehmel, | wie er sich gewünscht, | meinen Band dieser ’Zwei | Menschen’ - in gemeinsa-|mer Bewunderung. | Weihnachten 1911. | Ch. Simon“. Simon ist der ’gallische Freund’ in Dehmels Gedicht „Venus Heroica: Psalm an den Geist“: „Wie mein gallischer Freund Charles Simon grollt, | dem ich mich verbrüdert fühle | mehr als jedem Teutobold! | la nation c’est la crapule“.
Einband stellenweise minimal berieben, Rücken etwas ins Grünliche ausgeblichen, sonst gut. Schönes Exemplar in Meistereinband.
{Widmung2 signiert1 signiert2 moderner handgefertigter Meistereinband handmade Pressendrucke}
Contemporary blue morocco, gilt, five raised bands. Bound by Chambolle-Duru. Inscribed and signed by Charles Simon.
» Bestellnr. 1398 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Befreiungskriege - Hamburg: Hamburgs tiefste Erniedrigung in den letztverflossenen Jahren. Von einem Hamburger. Zum Besten der Vertriebenen. „Hamburg, in der Hoffmannsche Buchhandlung 1814.“, i.e. Gottlob Benjamin Hoffmann.
Erste Ausgabe. Berichtet von den Folgen der Besetzung durch französische Truppen, dem Raub der Hamburger Bank durch Marschall Davoust, dem Abbrennen der Vorstädte, u.v.a.m. Am Ende die Berechnung der Requisitionen und Contributionen, des Werts der verbrannten Häuser, Gebäude und Wohnungen sowie des Schadens an Häusern, die zum Militärdienst, zu Kasernen und Magazinen genommen wurden: „So wird der zu beweisende Verlust Hamburgs von 30sten May 1813, bis zum 30sten May 1814 den die Franzosen verursacht haben, betragen .... Franken 75 Millionen.“
Erstes und letztes Blatt gebräunt, eselsohrig. Sehr selten, nur drei Exemplare in deutschen Bibliotheken zu ermitteln.
{Befreiungskriege Hamburg Besetzung Geschichte Geisteswissenschaft 1813-1814 Schleswig-Holstein Lübeck Frankreich Napoleon Davoust Erstausgabe}
First edition. Contemporary wrappers, some browning due to age. Scarce.
» Bestellnr. 96 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Beger, Lorenz: De nummis Cretensium serpentiferis disquisitio antiquaria, Qua Cretensium ab Asia, Asiaticorumque à Serpentibus credita Origo adstruitur: Indeque & Numismatibus serpentiferis Antonii et Augusti, Aliorumque sua Lux affunditur. Berlin/Cölln: „Coloniæ Marchicæ, Typis Ulrici Liebperti, Typogr. Regii. Anno M DCCII“, i.e. 1702.
Die Abbildungen zeigen zahlreiche auf Münzen dargestellte Schlangen. Lorenz Beger (1653-1705) aus Heidelberg, ein Numismatiker und Bibliothekar, studierte die Rechtswissenschaften und wurde 1675 von Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz zum Bibliothekar ernannt sowie mit der Betreuung der numismatischen Sammlung betraut. Diese Sammlung veröffentlichte er 1685 und ging danach als kurfürstlich-brandenburgischer Rat, Bibliothekar und Verwalter der Antikensammlung nach Berlin. 1693 übertrug man ihm die Aufsicht über die Berliner kurfürstliche Kunst- und Raritätenkammer.
Einband berieben, Kanten leicht bestoßen. Innen papierbedingt etwas gebräunt, einige Blätter stärker gebräunt, teils fleckig, kleiner Wurmgang mit Verlust von Buchstabenteilen. Sehr selten.
{illustriert2 Schlangen Numismatik Münzen Asien Kreta Illustration Kupferstich Erstausgabe Lingua Latina Geschichte}
First edition. Contemporary vellum-backed boards. Scarce.
» Bestellnr. 2305 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Behmer, Friedrich (anonym): Versuch einer Geschichte der Feldzüge des Preußischen Heeres, von dem Churfürsten Friedrich Wilhelm dem Großen bis auf die neuern Zeiten. Erster Theil, Geschichte der Feldzüge des Churfürsten Friedrich Wilhelm des Großen. Berlin: Johann Gottfried Braun, 1801 (gestochener Titel: 1800).
Das Frontispiz zeigt „die Statue des Churfürsten zu Berlin auf der langen Brücke“, gestochen von Friedrich Wilhelm Bollinger (1777-1825, vgl. Thieme/B. IV,246) nach F. Sprögel. Es erschienen in den folgenden Jahren weitere Bände.
Einband an den Kanten berieben, erste und letzte Blatt angefalzt, erste und letzte Seite angeschmutzt, innen leicht gebräunt. Stempel auf vorderem Spiegel; Besitzeintrag auf vorderem fliegenden Blatt: „Ferdinand | Freiherr von Ledebur“. Selten.
{Vorbesitz2 Preußen Geschichte Geisteswissenschaft Militaria Heer Krieg Erstausgabe}
First edition. Contemporary cloth-backed boards, rubbed. Some stains, browning. Scarce.
» Bestellnr. 4806 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Behrmann, Georg: Timoleon der Bürgerfreund Ein Trauerspiel des Herrn Georg Behrmanns. Frankfurt und Leipzig, 1750.
Behrmann (1704-1756), geboren in Hamburg, war Kaufmann und wurde kurz vor seinem Tode zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft zu Göttingen ernannt, ferner war er Mitglied verschiedener bürgerlicher Deputationen, seit 1735 Verwalter des Postverkehrs nach Amsterdam, der „Holländischen Post“. Er war mit Friedrich von Hagedorn befreundet, der ihn zu eigener literarischer Tätigkeit anregte, und schrieb Trauerspiele, deren Vorbild die klassische französische Tragödie war.
Papierbedingt stockfleckig; Titel mit kleiner Läsur nahe dem Falz. Selten.
{Theater Drama Frankreich Wien}
Modern morocco, gilt title on spine.
» Bestellnr. 4759 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Beil, Carl Theodor: Raphael von Aquillas, oder Tugend gegen Verhängniß. Tragödie in vier Abtheilungen. Mannheim: Schwan- und Götz'sche Buchhandlung, 1819.
Erste Ausgabe. „Der Stoff dierser Tragödie ist aus Klingers gleichnamiger, vortrefflicher Erzählung genommen. Ich habe aber den Hauptcharakter wesentlich verändert, ...“ (Vorrede). Beil (1788-1867), Sohn des Schauspielers Johann David Beil, war Souffleur, Schauspieler und Regisseur in Mannheim.
Einband an den Kanten berieben, Titel im Falz mit Fehlstelle, durchgehend papierbedingt stockfleckig. Sehr selten.
{Klinger Tugend Erstausgabe}
First edition. Later cloth-backed boards.
» Bestellnr. 1839 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bellus, Julius: Hermes politicvs, Sive De Peregrinatoria Prudentia libri tres. Frankfurt/Main: Johann Theobald Schönwetter, 1608.
Die Schrift ist dem Bischof von Würzburg gewidmet. Anhand der antiken griechischen und römischen Geschichtschreiber, Philosophen und Schriftsteller entwickelt der aus Capo d’Istria in Österreich stammende Verfasser seine ethischen und politischen Anschauungen.
Schmaler Braunfleck im oberen weißen Rand, unten teils etwas wasserandig.
{Barock Antike Politik Early Printing Ethik Politik Erstausgabe Lingua Latina}
First edition. Modern morocco. Waterstained in places.
» Bestellnr. 4368 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Benz, Richard: Ein hübsche histori von der küniglichen stadt troy, wie sie zerstoeret ward. Berlin: Die Rabenpresse, 1938.
Eins von nur 900 handnumerierten Exemplaren. Gedruckt 1925 bis 1929 bei Wilhelm Gerstung in Offenbach auf Büttenpapier. Die Bilder und Initialen wurden nach Originalen des 15. Jahrhunderts von Ulla Kossel, Heidelberg, in Holz gechnitten und sind von den Holzstöcken gedruckt sowie handkoloriert. Druckanordnung von der Werkstätte der Pforte in Heidelberg.
Rücken beschädigt, Einband stellenweise fleckig, Schnitt leicht stockfleckig; innen gut.
{illustriert2 Faksimiles Illustration}
First edition. Original boards. One of 900 numbered copies printed. Spine damaged, some stains, inner condition good.
» Bestellnr. 2539 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Benz, Richard (Hrsg.): Alte deutsche Legenden. Düsseldorf/Köln: E. Diederichs, 1958.
Eins von 1000 handnumerierten Exemplaren der Neuauflage des 1910 erschienenen Werkes. Durchgehend in Rot und Schwarz in der Peter-Jessen-Schrift auf Maschinenbütten gedruckt von Andersen Nexö, Typographie und Einband von H.E. Wolter. Die Wiedergaben mittelalterlicher Holzschnitte aus Der Heiligen Leben Sommer- und Winterteil, Augsburg: Schönsperger, 1482 und Otmar, 1507, wurden in der Kolorier-Kunstanstalt Ernst Schauer in Leipzig handkoloriert.
Papierbedingt vom Rand her leicht gebräunt.
{illustriert2 Illustration Legenden}
New edition. Original vellum-backed boards.
» Bestellnr. 2526 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Benz, Richard (Hrsg.): Alte deutsche Legenden. Jena: Eugen Diederichs, 1910.
Eins von 600 handnumerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzpergament, bei der die Holzschnitte nach den alten Originalen von 1482 und 1507 handkoloriert sind, Gesamtauflage 1600 Exx. Von der Offizin Drugulin in Leipzig auf Bütten gedruckt. - Schönes, frisches Exemplar.
Einband minimal verzogen, sonst sehr frisch.
{illustriert2 Illustration moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Legenden Pressendrucke}
First edition. Original vellum. One of 600 numbered copies printed. Fine.
» Bestellnr. 2567 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Benz, Richard (Hrsg.): Alte deutsche Legenden. Berlin: Union Verlag, 1958.
Neuauflage des 1910 erschienenen Werkes, Lizensausgabe für die DDR. Durchgehend in Rot und Schwarz in der Peter-Jessen-Schrift auf Maschinenbütten gedruckt von Andersen Nexö, Typographie und Einband von H.E. Wolter. Die Wiedergaben mittelalterlicher Holzschnitte aus ’Der Heiligen Leben Sommer- und Winterteil’, Augsburg: Schönsperger, 1482 und Otmar, 1507, wurden in der Kolorier-Kunstanstalt Ernst Schauer in Leipzig handkoloriert.
Papierbedingt vom Rand her minimal gebräunt.
{illustriert2 Illustration Legenden}
New edition. Original vellum-backed boards.
» Bestellnr. 2527 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Benzel-Sternau, Carl Christian Ernst Graf von (anonym): Proteus oder das Reich der Bilder. Aus dem Klarfeldischen Archive herausgegeben von dem Verfasser des goldnen Kalbes. Regensburg: „In der Montag-Meißischen Buchhandlung“, 1806.
Parabeln, Legenden, Erzählungen, Sagen und Fabeln, geordnet in sechs Büchern und durch ein Register der Titel erschlossen. Benzel-Sternau (1767-1849) war Dichter und Staatsmann.
Teils schwach stockfleckig, im Schriftbild leicht gebräunt. Selten.
{Literatur Sprache Erstausgabe}
First edition. Contemporary cloth-backed boards. Scarce.
» Bestellnr. 4527 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Beraldi, Henri: La reliure du XIXe siècle. Première partie / Deuxième partie / Troisième partie. [3 Bände (von 4)]. Paris: Imprimerie Gén. Lahure für L. Conquet, 1895-6.
Eins von nur 295 in der Druckpresse numerierten Exemplaren. Die Tafeln mit den Einbandabbildungen sämtlich in Heliogravüre. Beraldi besaß eine der feinsten Sammlungen französischer Meistereinbände des 19. Jh., so geht ein großer Teil der bechriebenen Bände auf seine eigene Sammlung zurück. „His ’La reliure du XIXe siècle’, although not strictly a biographical dictionary, contains an enormous amount of material on the French nineteenth-century binders, many of whom he himself had still known and employed. Its lively, anecdotal style makes it a splendid read“ (Breslauer).
Von schöner Gesamterhaltung. Nur stellenweise Im Büttenrand minimal stockfleckig. Es erschien 1897 noch ein vierter Teil. In dieser schönen Erhaltung und solch außergewöhnlichen Einbänden äußerst selten.
{signiert1 Einbandkunst Einbände moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Frankreich}
First edition, three (of four) vols. Nearly contemporary red morocco-backed boards, spines richly gilt in an Art-Déco pattern, bound by Hatchards, Piccadilly. One of 295 numbered copies printed. Fine.
» Bestellnr. 1386 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bergmans, Simone: Les peintres de la vie profonde. Cécile Cauterman et Rainer Maria Rilke. Brüssel: Les Editions Apollo, 1943.
Zur belgischen Portrait- und Figurenmalerin Cécile Cauterman siehe Vollmer I,408, wo auch dies Werk Erwähnung findet.
Rücken etwas ausgeblichen, sonst gut.
{moderner handgefertigter Meistereinband handmade binding Literaturwiss}
First edition. Contemporary light-brown morocco, gilt, four raised bands. Slip case. Near fine.
» Bestellnr. 2026 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bernhard von Clairvaux - Neander, August: Der heilige Bernhard und sein Zeitalter. Berlin: Realschulbuchhandlung, 1813.
Leben, Theologie und kirchliches Umfeld des Bernhard von Clairvaux (1090-1153), der bereits 1174 heiliggesprochen wurde: predigte den zweiten Kreuzzug, lehnte Ehren wie Bischofsitze ab, war Mystiker und Begründer der späteren abendländischen Mystik, Verfechter des klösterlichen Lebens, beeinflußte Dante, Thomas von Aquin, Meister Eckhart, Luther, Ignatius von Loyola, Theresia, Franz von Sales, Fénelon, die Pietisten, Quietisten und Spiritualisten. Aus dem Inhalt: Bernhards Leben bis zum päpstlichen Schisma im Jahr 1130, seine erste Bildung, Übersicht seiner Verhältnisse und seiner Wirksamkeit. Von dem Schisma nach dem Tode des Papstes Honorius II. bis auf Eugenius III., 1130-1145. Bernhards Wirksamkeit zur Wiederherstellung des Kirchenfriedens, einige kleinere Züge seiner Wirksamkeit unter dem Papst Innocenz II. Bernhards Kampf mit Peter Abälard und Arnold von Brescia. Letzte Epoche von Bernhards Leben, unter der Regierung des Papstes Eugen III. von 1145-1153. Beilage zu der Geschichte der occidentalischen Sekten in diesem Zeitalter, über die Paulicianer. August Neander (1789-1850), der Begründer der neueren evangelischen Kirchengeschichtschreibung, cf. RGG3 IV,1388-1389.
Einband an Kanten und Gelenken berieben, Rücken mit kleinen Bezugfehlstellen. Kleiner Stempel auf Titelverso, sonst nur leicht gebräunt und wohlerhalten.
{Biographien Theologie Mittelalter Kreuzzüge Mystik Abaelard Innozenz Gnosis Gnostiker Sekten Paulicianer Paulizianer Paulikianer Dualismus Armenien}
First edition, contemporary boards, rubbed. Biography of Bernhard of Clairvaux (1090-1153).
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Beutelbuch: Nachbildung eines mittelalterlichen Beutelbuches. Leerbuch von 13 Lagen zu je acht Blatt Büttenpapier. Gebunden zu Berlin, um 1995.
„Das Beutelbuch, eine überaus merkwürdige Form des gebundenen Buches, die immerhin zwei Jahrhunderte hindurch (vom 14. bis zum 16. Jahrhundert) florierte, ist dem Gedächtnis der Gegenwart völlig entschwunden, ja sogar oft genug nicht einmal mehr Bibliothekaren oder Bibliophilen geläufig“ (Alker: „Das Beutelbuch in der bildenen Kunst“, S. 7). - Von den damals entstandenen Beutelbüchern sind nach Alker nur noch höchsten 15 Exemplare erhalten. Die anderen mögen mit der Sitte, die Bücher im Regal zu lagern, ihres Auswuches entkleidet worden sein. Wie dies meisterhaft gebundene Stück, das hier angeboten wird, handelte es sich auch bei den ursprünglichen um kleinformatige Bücher, meist um Gebets- bzw. Andachtstexte, bei denen man das Leder am unteren Einbandende dermaßen verlängerte, daß es zusammengefaßt und verknotet werden konnte, um das Buch in der Hand oder am Gürtel befestigt zu tragen. Bei der Nutzung kam der Beutel dann nach unten zu liegen, so daß er beim Lesen nicht störte.
Fast neuwertig.
{alter handgefertigter Meistereinband handmade binding Einbandkunde Buchbindekunst Einbandvarianten Pressendrucke}
Blindstamped calf.
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Biblia germanica, AT, Ruth: Ruth. Darmstadt: Ernst Ludwig Presse für: Leipzig: Insel-Verlag, (1914).
In Rot und Schwarz gedruckt auf feines, handgeschöpftes Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. Der Text nach der Übertragung durch Martin Luther nach der letzten von ihm selbst durchgesehenen Ausgabe der Deutschen Bibel, Wittenberg, 1545. Der Marbacher Insel-Katalog bezeichnet diesen Pressendruck für die Insel-Bücherei als „Unikum der Buchgeschichte“ (S. 148).
Einbandkapitale und Rückentitelschild mit winzigen Fehlstellen, fliegende Blätter wie stets leimschattig, sonst sehr gut.
{illustriert2 Insel Theologie Pressendrucke}
First edition. Original boards.
» Bestellnr. 210 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Biblia germanica, NT: Die Enthauptung Johannis des Täufers. Fünf Bilder von Willy Jaeckel. Berlin: Verlag August Kuhn, s.a. [1918].
Eins von 900 Exemplaren, Gesamtauflage 1000 Exx. Druck der Tafeln von Büxenstein in Berlin, des Textes durch die Spamersche Buchdruckerei zu Leipzig.
Mappe teils etwas ausgeblichen, leichte Kratzspuren. Innen wohlerhalten.
{illustriert2 Illustration Theologie}
First edition. Original cloth-backed boards.
» Bestellnr. 2918 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Biblia germanica, NT, Ev. Johannes: Das Evangelium Johannes. Nach der Übersetzung von Martin Luther. Burgdorf: Berner Handpresse, 1946.
Eins von nur einhundert handnumerierten Exemplaren, gesetzt in der Marathon-Schrift von Rudolf Koch, mit Initialen von Eugen Kuhn; gedruckt auf der Berner Handpresse von Emil Jenzer auf Zerkall-Bütten.
Einband im Rückenbereich nachgedunkelt. Innen fast neuwertig.
{signiert1 Bibel NT Koch Typographie typography Pressendrucke}
Contemporary brown morocco, five raised bands, upper edge gilt. bound by Schumacher's Witwe, Bern, Switzerland. One of 100 numbered copies printed.
» Bestellnr. 4008 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Biblia germanica, NT, Offenbarung: [Gr.] Apokalypsis. Das ist Offenbarung des Johannes. In der Kunstform der griechischen Urschrift übertragen von Roman Woerner. München: C.H. Becksche Verlagsbuchhandlung, [1924].
Gesetzt in der Tertia Ehmcke-Rustika, bis auf Titel und Kolophon satzidentisch mit der Ausgabe der Rupprecht-Presse. Durch den lockeren Flattersatz der Verse von außergewöhnlicher typographischer Leichtigkeit.
Einband an den Kapitalen und Gelenken teils etwas berieben. Innen schönes, frisches Exemplar.
{Rupprechtpresse Literatur Pressendrucke}
Original boards. Rubbed in places, internal condition good.
» Bestellnr. 4517 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Biblia italia, NT: Il nvovo ed eterno testamento di Giesv Christo. Lyon: Jean de Tournes & Guillaume Gazeau, 1556.
Zweite Ausgabe dieser protestantischen Übersetzung von Massimo Teofilo, die erste illustrierte. Zuvor erschien der Text 1551 ebenfalls zu Lyon bei Jean Frellon (= Lumini 276). Sie basiert auf Bruciolis für die Emigranten aus Savoyen gedachter Übersetzung von 1530/1532, die stilistisch überarbeitetet wurde, dem NT der lateinischen Zürcher Bibel, die 1543-1544 bei Christoph Froschauer erschienen war und von Rudolf Gwalter bearbeitet wurde, und - natürlich - dem Neuem Testament des Erasmus. Teofilo wurde der Häresie angeklagt, jedoch nicht verurteilt; seine Übersetzung wird auf dem Index von 1559 aufgeführt, jedoch nicht auf dem von 1564. - Die für den Druck des Textes verwandte Kursive wird Robert Granjon zugeschrieben, vgl. Johnson: Granjon, Typen 9-10 und Abb. 8-9. - Die 97 Holzschnitte im Format von ca. 63 x 49 mm sind von Bernard Solomon (um 1508-1561), wohl ein Schüler Jean Cousins, der hauptsächlich für den Lyoner Verleger Jean de Tournes arbeitete, vgl. Thieme/B. XXIX,354. Seine Urheberschaft wird belegt durch eine bei A. Bernard: ’Geofroy Tory’, S. 336 zitierte Passage der Vorrede Samuel de Tournes’ zur dessen Genfer Bibelausgabe von 1680. Ob er seine Illustrationen auch selbst in Holz schnitt, wie es du Verdier 1585 annahm, bleibt zweifelhaft, mag aber zumindest für einen Teil zutreffen. Der ganze Set zur Bibel wurde 1555 abgeschlossen; 86 Holzschnitte zum Neuen Testament erschienen erstmals 1553, der Standard besteht im folgenen aus 95 Illustrationen, wobei die Anzahl der verwendeten Holzschnitte in jeder der damit versehenen Ausgaben variiert. Vorlage jener zum Neuen Testament waren wohl die von Sebastian Gryphius verwandten Bibel-Illustrationen, während jene zur Offenbarung auf die von Janots Apokalypse (Mortimer 75) zurückgehen: „But the cumulative effect of Salomon’s carefuilly detailed scenes ist that of an individual contribution to Bible ilustration“ (Mortimer I, S. 109). „Die vorzüglichsten Arbeiten Salomons sind außer einzelnen Titelumrahmungen und Autorportraits die Bilderfolgen zu Petrarca und zu Alciats Emblemen (1547), die ’Quadrins de la Bible et figures du nouveau testament’ (...). Der Erfolg dieser Illustrationswerke ist sehr groß gewesen, sie sind in vielen Ausgaben verbreitet worden und haben vielfach als Vorbilder für kunstgewerbliche Arbeiten gedient“ (Paul Kristeller: „Kupferstich und Holzschnitt“, 1922, S. 340). - Dies ein Exemplar der auch von Cartier beschriebenen Variante mit nur zwei weißen Seiten in Lage ii: auf Seite ii3r befindet sich ein kurzer historischer Überblick zum NT, auf Seite ii4r ein maureskes Zierstück. Diese Seiten sind in zwei der bei Adams erwähnten Vergleichsexemplare unbedruckt verblieben, so daß in jenen Exemplaren die Lage ii mit zwei weißen Blättern abschließt, vgl. Lumini, mit falscher Kollation: „c. ii4-6 bianche“.
Die beiden hinteren Ecken und die Gelenke oben und unten fachmännisch und fast unmerklich restauriert. Die Wachsfarbenmalerei teils berieben bzw. abgeblättert, jedoch völlig unrestauriert und ohne spätere Übermalungen, was selten ist. Fast unmerklicher Wasserrand in der unteren Vorderecke des zweiten Teils. Breitrandig, das (inkomplette) Exemplar der British and Foreign Bible Society mißt nur 112 x 72 mm. Sehr schönes, frisches Exemplar des äußerst seltenen Druckes in einem hervorragenden, zeitgenössischen Einband.
{illustriert2 Theologie Early Printing Bibel Frankreich Lyon alter handgefertigter Meistereinband handmade binding Protestanten Übersetzungen Illustration Rarissimum}
Contemporary Lyonnese light-brown calf (127 x 83 mm), richly gilt and enamelled. On sides, outer border of triple gilt fillets heightened with black and white paint, gilt cornerpieces with raised strapwork and arabesques on azured and pointillé ground, large central raised strapwork and arabesque plaquette enclosing an oval shield, heightened with white and black enamel, the interstices filled with a semé of small gilt trefoils; on flat spine four broad bands formed by palmette and arabesque tools, outlined with double gilt fillets and partly painted black, in the compartments a solid oval arabesque cartouche on pontillé ground; edges gilt and gauffered to an elegant arabesque pattern; four original green silk ties. The strictly contemporary binding is typical Lyonnese work and is in very fresh condition, with the original silk ties. Substantial traces of the original enamelling remain which has not been repainted, as is so often the case; minor and skillful repairs to spine and corners. Nearly unvisible, very light marginal waterstain in lower corner of second part. - First illustrated edition of Massimo Teofilo’s Protestant Italian translation, based on the Latin Froschauer Bible of 1543-1544, the Erasmian NT, and on Brucioli’s earlier version of 1530/32, but much improved in style. It contains the complete set of Bernard Salomon’s Bible woodcuts which de Tournes had first published, with brief French and Italian texts, in 1552/53. The fount for the small Italic type has been attributed to Robert Granjon, see Johnson: Granjon, types 9-10 and figs. 8-9. A beautiful, wide-margined copy.
» Bestellnr. 4000 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Binder, Wilhelm Christian (anonym): Der Protestantismus in seiner Selbstauflösung. Eine theologisch politische Denkschrift in Briefen von Einem Protestanten. Erster Band. Beigebunden / bound with: ... Zweiter Band. Schaffhausen: Hurter'sche Buchhandlung, 1843.
Erste Ausgabe. Wilhelm Binder (1810-1876), ein Protestant, wurde Pfarrer, verließ jedoch sein Amt, da er sich mit ihm nicht mehr identifizieren konnte, und trat später zum Katholizismus über. Er wendet sich gegen die Verquickung von Protestantismus und Staat, spricht sich sogar für Bruno Bauer und Strauß aus. „Also die Aufrichtigen, die Consequenten und Wahrhaften werden gehaßt, die Halben, die Maskirten, die mit der Sprache noch etwas Zurückhaltenden, wenn sie auch sonst ganz dasselbe lehren, wie jene, gehegt und begünstigt“ (II, S. 338).
Einband leicht angestaubt. Erster Titel mehrfach gestempelt und mit Bibliotheksignatur, sonst innen nur minimal gebräunt.
{Protestantismus Christentum Philosophie Inspiration Luther Sakramente Abendmahl Calvin Geisteswissenschaft}
First edition. Contemporary cloth-backed boards. Ex-library.
» Bestellnr. 992 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Björnstjerna, Magnus: Das Brittische Reich in Ostindien. Aus dem Schwedischen übersetzt. Stockholm: „Bey P.A. Norstedt & Söhnen“, 1839.
Erste deutsche Ausgabe. Magnus Friedrich Ferdinand Graf von Björnsterna (1779-1847) war schwedischer General, Diplomat und Schriftsteller; von 1828-1846 schwedischer Gesandter am Londoner Hof. „Ein Aufenthalt in England von zehn Jahren und der Umgang mit Englands ausgezeichnetsten Männern haben ihn in den Stand gesetzt, die reichen Materialien zu erhalten, auf welche die hier gelieferte Arbeit gegründet ist, und welche dieser Schrift einen grössern Werth geben, als sonst eine von ähnlichem Umfange über diesen Stoff hat“ (Vorrede). Beschreibt Geschichte, Zivilisation, Kastensystem, Religionen, Stellung der Ostindischen Compagnie, Regierung, rechtliche Verwaltung, Kommunalverwaltung, Wirtschaft, Militär, den Einfluß Englands und Prognosen zum Fortbestehen der Britischen Herrschaft hinsichtlich der inneren wie äußeren Verhältnisse. Fundiertes Werk mit reichem Zahlenmaterial. Angesicht der Tatsache, daß während der britischen Herrschaft die Grundlagen der heutigen Konflikte gelegt wurden, ein sehr aktuelles Buch.
Vorderdeckel nahe am unteren Kapital berieben, sonst nur stellenweise leicht berieben, im Rand bisweilen leicht stockfleckig, Bibliothekstempel auf Titel. Schönes, dekoratives Exemplar.
{Indien Asien Pakistan Konflikt Religion Wirtschaft Kolonien}
Contemporary leather-backed boards, slightly rubbed; foxed in margins, stamp on title.
» Bestellnr. 4721 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Blanckertz, Rudolf: Das Schriftmuseum. 1. Berlin/Leipzig: Heintze & Blanckertz, s.a. [ca. 1928].
Zur Entstehung des Schriftmuseums, Geschichte der Sammlung, Geschichte des Schreibens und der Schreibgeräte. Die Abbildungen von Federn, Pinseln etc., sowie von Schriftbeispielen, auch solchen berühmter Meister. Mit signierter eigenhändiger Verfasserwidmung auf erster weißer Seite vorn: „Herrn | Renner | gewidmet | 12/XI. 28 | Rudolf Blanckertz“. - BEIGABEN.
Wohlerhalten.
{Widmung2 signiert2 Kalligraphie Autographen Widmungsexemplare Heintze und Blanckertz}
First edition. Original cloth. Inscribed and signed by the author.
» Bestellnr. 4069 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Blank, Rosemarie: Hiobs Vier Winde Schrei und der Schrei verborgen im Ölberg wie ein von Ohnmacht übermanntes Insekt im Kristall. Nelly Sachs. 9 Radierungen. Berlin, 1967.
Exemplar Nr. 5 von nur 10 handnumerierten und auf dem Titelblatt von der Künstlerin signierten Exemplaren. Alle Radierungen handsigniert. Rosemarie Blank wurde 1939 in Schneidemühl geboren, studierte Folkwangschule in Essen, an der HdK Berlin bei Stabenau und Heiliger sowie in Amsterdam, 1965 Meisterschülerin, 1967-68 Jahresstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Paris, 1967 erster Preis des Centre Culturel de la Cité Universitaire, Paris. Einzelausstellungen in Amsterdam, Paris und Berlin, zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen. - Intensive, in Form gebannte Schreie wie zu Stein gewordene Leiber.
Kassettendeckel leicht gewölbt und mit schwachen Lichtrand, sonst gut. Schönes Exemplar des seltenen Werkes.
{Originalgraphik Illustration Pressendrucke}
First edition. Original boards. Nine etchings.
» Bestellnr. 3731 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Blunt, Wilfrid Scawen - Presentation copy: The Love Lyrics and Songs of Proteus by Wilfrid Scawen Blunt with the Love Sonnets of Proteus by the Same Author Now Reprinted in Their Full Text with many Sonnets Omitted from the Earlier Editions. London MDCCCXCII. [i.e.:] Hammersmith: Kelmscott Press, 1892 für London: Reeves & Turner.
Eins von nur 300 Exemplaren. Gedruckt in der Golden type. Das einzige Buch der Kelmscott Press mit rot eingedruckten Initialen, was auf den ausdrücklichen Wunsch des Verfassers geschah, vgl. Cockerell zu Nr. 3. WIDMUNGSEXEMPLAR, auf dem Blatt vor dem Titel recto, in roter und schwarzer Tinte: „Julia Peel | from | Wilfrid Scawen Blunt | Crabbet, May 16. 1892“. Der englische Dichter Wilfrid Scawen Blunt (1840-1922) engagierte sich gegen den Imperialismus für die kleinen Völker, so unterstützte er die irischen und ägyptischen Nationalisten, wandte sich gegen die britische Politik im Sudan, und hielt den englischen Kolonialismus in Indien für Ausbeutung. Aus seinen Reisen in den nahen und fernen Orient entstanden zahlreiche Bücher. Seine „Love Sonnets“ erweisen ihn als Dichter der Emotionen, dessen reiches Sexualleben nebenher dazu führte, daß das Gedicht „Natalia“, das sich auf Margaret Talbot, Frau des Militärischen Sekretärs an der Britischen Botschaft in Paris, bezog, aus der Kelmscott-Ausgabe wieder entfernt werden mußte, was zum Neusatz von achtzehn Seiten führte. (Siehe Sotheby & Co. London, 1953: Cockerell sale, Nr. 63). „...Wilfrid returned to Crabbet at the beginning of April 1892. Judith was to have a ’season’. In his own way he expected to have one too. He took a flat in Mount Street. After a slow start, all went superlatively well, though Margaret was aged and thin and their romance reduced to ’quiet affection’. For a few weeks, the beautiful black-eyed Julia Peel, with ’white nervous hands’ (sister of George and Willy, the Crabbet Club members [and grandsons of the former Prime Minister. RFM]) seemed about to take Margaret’s place. Julia asked the Blunts to lunch at the House of Commons with her father the Speaker, and on the way to the terrace for coffee, in a little dark passage, Blunt felt that a caress had been invited. ’She is an odd girl, and I hardly know what she wants with me - probably nothing’ [Blunt in a letter dated 12 May 1892. RFM]. It turned out that she wanted two things: Judith in marriage for her brother Willy and a talk - only a talk - with the much-talked-of Mr Blunt about the love she had never yet experienced. Nothing came of either project“ (Elizabeth Longford: „A Pilgrimage of Passion“, p. 295).
Einband minimal fleckig, leichter Abklatsch der Bindebänder auf den Spiegeln, äußerste Büttenränder bisweilen leicht gebräunt, sonst recht frisch. Dieses Widmungsexemplar nicht bei Peterson erwähnt. Schönes Exemplar.
{Widmung2 signiert2 Lyrik Widmungsexemplare Präraffaeliten Morris Kelmscott moderner handgefertigter Meistereinband handmade Autographen Pressendrucke}
One of 300 copies on paper. Original stiff vellum, gilt title on spine, uncut. Faint set-off of the ties on paste-downs, slightly browned in outer margins. Printed in Golden type in black and red. Numerous red woodcut initials. Presentation copy, inscribed and signed by the author: „Julia Peel | from | Wilfrid Scawen Blunt | Crabbet, May 16. 1892“ written in red and black ink on recto of leaf before title. „The proofs of ‚Love-Lyrics’ were read by Jane Morris and Lady Gregory, another former mistress of Blunt, who also anonymously wrote the twelve-poem sequence ‚A Woman’s Sonnets’“. SCARCE.
» Bestellnr. 4400 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Boccaccio, Giovanni di: Das Liebeslabyrinth oder die Mistkrähe. Schmähschrift gegen ein niederträchtiges Weib. Freie Nachdichtung nach altitalienischem Texte von Anton Putz zu Adlersthurn. Grünwald / München: Hesperos-Verlag, s.a. (1923).
Eins von nur 180 handnumerierten Exemplaren in Halbpergament, Gesamtauflage 250 Exx. Druck in der Cochin-Antiqua durch die Mandruck AG zu München, Druck der Radierungen durch die Kupferpresse J. Betz & Co. Zum ungarischen Illustrator Vàradi (1896-1925) siehe Thieme/B. XXXIV,108.
Einband fleckig, innen neuwertig.
{illustriert2 Originalgraphik Illustration Erotica Humanismus Renaissance}
First edition. Original vellum-backed boards.
» Bestellnr. 2124 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bockenberg, Peter Cornelissonius: Prisci Bataviae et Frisiæ reges. Item, Lugduni Batauorum; & Wassenaræ Heroum; Vetustissimarum Hollandiæ Gentium; Historia & Genealogia. Leiden: Joh. Paetsius, 1589.
Bockenberg, „ein gelehrter Antiquarius und reformirter Priester“, wurde 1548 zu Gouda geboren und starb 1617. In diesem Werk stellt er die Geschichte der berühmtesten Geschlechter in Holland und Wassenaar dar. Vgl. Jöcher I,1153-4. Die Marginalien in kleinerer Antiqua, teils in Black letter gedruckt. Provenienz: Besitzeintrag auf dem Titel: „M. Tydeman.“
Einband leicht berieben und angestaubt. Innen leicht gebräunt und teils minimal fleckig. Mit einigen Annotationen in einer sauberen Handschrift der Zeit.
{Vorbesitz2 Friesland Early Printing Holland Genealogie Geschichte Geisteswissenschaft history Lingua Latina}
17th-century vellum. Some contemporary marginal annotations.
» Bestellnr. 535 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bode, Johann Elert: Allgemeine Betrachtungen über das Weltgebäude. Dritte vermehrte Ausgabe. Berlin: Himburg'sche Buchhandlung, 1808.
Johann Elert Bode (1747-1826) trat seit 1766 mit Veröffentlichungen über die Astronomie hervor; er wurde 1772 von Johann Heinrich Lambert zur Berechnung seiner Ephemeriden nach Berlin geholt und gehörte zu den Mitstiftern der ’Gesellschaft naturforschender Freunde’. 1777 wurde er Herausgeber des „Berliner Astronomischen Jahrbuchs“, 1786 Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften. In den Jahren 1787 bis 1825 war er Direktor der Sternwarte. Er gab den ersten größeren Sternatlas heraus und machte die von Johann Daniel Titius erkannte Beziehung über die Planetenabstände (Titius-Bodesche Reihe) bekannt. Vgl. Poggendorff I,217-218.
Einband etwas fleckig. Anfangs und gegen Ende wasserrandig, sonst nur leicht gebräunt bzw. fleckig. Selten.
{Astronomie}
Third edition. 20th-century leather. Waterstained, scarce.
» Bestellnr. 2096 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Boettner, Gottfried - Tschanter, Johann Christoph: De eruditis studiorum intemperie mortem sibi accelerantibus, Dissertatio I eaque historica, quam (...) praeside M. Gottfrido Boettnero, Frid. Lus. D.XXV. Octobr. A.O.R. M DCCIV. in Academia Lipsiensi publico Eruditorum examini submittet auctor & respondens Joh. Christophorus Tschanterus Greiffenb Siles. Leipzig: Typis Brandenburgerianis, i.e, Johann Christoph Brandenburger, 1704.
Gottfried Boettner (1680-1740) und Johann Christoph Tschanter (1683-1738) stellen nach Professionen, also Theologen, Juristen, Ärzte und Philosophen, geordnet u.a. folgende Gelehrte vor: Johann Affelman, Samuel Bohlius, Frider Balduinus, Caspar Cruciger, Christoph Helvicus, Aegidius und Nicolaus Hunnius, Petrus Piscator, Paulus Argolus, Martin Bucer, Johann Calvin, Andreas Gerhard Hyperius, Richard Jamesius, Jacob Laynaz, conrad Lycosthenus, Johann, Maldonatus, Anton Walaeus, Johann Heinkenberger, Lepidus Piccolomini, Georg Richter, Jeremias Triverus Brachelius, Johann Fernelius, Jacob Milichius, Caesar Baronius, Philipp Cluver, Bartholomäus Keckermann, Julius Caesar Lagalla, Benedict Spinoza. Sie alle beschleunigten ihren körperlichen Zerfall durch ein Zuviel an geistiger, meist sogar nächtlicher Arbeit.
Wohlerhalten.
{Gelehrte Tod Gesundheit Arbeit Geschichte Geisteswissenschaft Theologie Philosophie Medizin}
First edition, wrappers, good.
» Bestellnr. 1277 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Bogeng, G.A.E.: Der Bucheinband. Ein Handbuch für Buchbinder und Büchersammler. Halle/S.: W. Knapp, 1913.
Geschichte des Bucheinbandes, seine Gebrauchsform und deren Techniken, die Einbandmaterialien, die Verzierungsmöglichkeiten des Einbandes, des Schnittes, der Vorsätze. Bibliographie und zwei Register. Leitfaden für Büchersammler und Buchbinder unter Berücksichtigung der Pflege und Instandsetzung in der seltenen ersten Ausgabe.
Stabiler Einband, leicht fleckig; sonst wohlerhalten.
{Einbandkunde}
Contemporary cloth-backed boards.
» Bestellnr. 2625 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Boileau, Abbé Jacques: Histoire des flagellans. Ou l’on fait voir le bon & le mauvais usage des flagellations Parmi les Chrétiens, Par des Preuves tirées de l’Ecriture Sainte, des Peres de l’Eglise, des Papes, des Conciles, & des Auteurs profanes. Traduite du Latin. Seconde edition Revuë & Corrigée. Amsterdam: Henry du Sauzet, 1732.
„Cette histoire des Flagellants, surtout la trad. fr. de 1701, offre des détails tellement indécents, qu’on serait même surpris de les trouver dans un traité de chirurgie. L’abbé Boileau (...) a décrit, sans gêne, les indécences des discipline, à nu, entre gens du même sexe et souvent de sexe différent et leurs inconvénients pour la santé et les moeurs“ (Bibl. clérico-gal. p. 25). „Gehört zu den Seltenheiten der älteren Flagellanten-Literatur und bietet inhaltlich viele curiöse Facta und interessante psychologische Fingerzeige. Enthält auch Schilderungen über die Gräueltaten in Klöstern“ (Hayn/Gotendorf II, 281). Provenienz: Besitzeintrag auf vorderen fliegenden Blatt verso oben: „Deferrey Dechato i Menot“ (?).
Kaum berieben, kleine Fehlstelle am oberen Kapital, Vordergelenk unten ca. 20 mm angeplatzt. Innen sauber und frisch. Schönes, dekoratives Exemplar.
{Mystik Flagellantismus Kirche Kulturgeschichte history Erotica}
Contemporary calf, five raised bands, spine gilt in compartments. A fine copy.
» Bestellnr. 796 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Boileau, Abbé Jacques (anonym): Historia flagellantium. De recto et perverso flagrorum usu apud Christianos. Ex antiquis Scripturæ, Patrum, Pontificum, Conciliorum, & Scriptorum Profanorum monumentis cum curâ & fide expressa. Paris: Joannes Anisson, 1700.
„Cette histoire des Flagellants (...) offre des détails tellement indécents, qu’on serait même surpris de les trouver dans un traité de chirurgie. L’abbé Boileau, se fiant au latin qu’on lit peu, a décrit, sans gêne, les indécences des discipline, à nu, entre gens du même sexe et souvent de sexe différent et leurs inconvénients pour la santé et les moeurs“ (Bibl. clérico-gal. p. 25). „Gehört zu den Seltenheiten der älteren Flagellanten-Literatur und bietet inhaltlich viele curiöse Facta und interessante psychologische Fingerzeige. Enthält auch Schilderungen über die Gräueltaten in Klöstern“ (Hayn/Gotendorf II, 281).
Einband etwas bestoßen, leicht berieben, kleine Fehlstelle am oberen Kapital. Innen sauber und frisch. Dekoratives Exemplar.
{Erotica Mystik Early Printing Flagellantismus Kirche Kulturgeschichte history Lingua Latina Erstausgabe}
First edition. Contemporary calf, five raised band, gilt in compartments. An attractive copy.
» Bestellnr. 3429 «  [Zum Antiquariat Rainer Friedrich Meyer]


Boileau, Abbé Jacques (anonym): Historia flagellantium. De recto et perverso flagrorum usu apud Christianos. Ex antiquis Scripturæ, Patrum, Pontificum, Conciliorum, & Scriptorum Profanorum monumentis cum curâ & fide expressa. Paris: Joannes Anisson,